Zum Hauptinhalt springen

Offene Stellen

Doktorand:in (w/m/d) im Bereich „Diktatur und ungleiches Erinnern in der digitalen Gesellschaft:
Geschichtsbilder im Spielfilm und ihre kommunikative Aneignung am Beispiel der letzten argentinischen Militärdiktatur (1976-1983)“.

Fachbereich 9 - Kulturwissenschaften



Entgelt- / Besoldungsgruppe E 13 - Teilzeit 50%
Kennziffer: A162/21
Bewerbungsfrist: 24.09.2021
Öffentliche Ausschreibung

Das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen bietet – unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe – zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine dreijährige Promotionsstelle an, die im Lab „Audio-visuelle Medien und Geschichtsschreibung“ angesiedelt ist und vom Lab „Kommunikationsgeschichte und Medienwandel“ mitbetreut wird:

Doktorand:in (w/m/d)
Entgeltgruppe 13 TV-L
mit 50% der regelmäßigen Arbeitszeit
für die Dauer von drei Jahren

im Bereich

„Diktatur und ungleiches Erinnern in der digitalen Gesellschaft: Geschichtsbilder im Spielfilm und ihre kommunikative Aneignung am Beispiel der letzten argentinischen Militärdiktatur (1976-1983)“.

Die Befristung erfolgt zur wissenschaftlichen Qualifikation nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz). Demnach können Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die noch in dem entsprechenden Umfang über Qualifizierungszeiten nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG verfügen.
 

 


Stellenbeschreibung

Der/Die Doktorand:in (w/m/d) wird mit den Laborleiter:innen Prof. Dr. Delia González de Reufels und Prof. Dr. Stefanie Averbeck-Lietz den oben genannten Themenbereich bearbeiten. Das Ziel ist die Anfertigung einer Qualifikationsarbeit und Mitarbeit im Projekt des ZeMKI-Forschungsschwerpunktes „Audiovisuelle Kulturen und kommunikative Aneignungen von Geschichtsbildern: Neue Ungleichheiten in der digitalen Gesellschaft“.

Aufgaben:

  • Die interdisziplinäre Untersuchung von Geschichtsbildern und traumatischer historischer Erfahrung in zeitgenössischen argentinischen Spielfilmen und ihrer gesellschaftlichen Diskussion unter Berücksichtigung der Disziplinen der Geschichts- sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft und der hervorgehobenen Bedeutung der Sozialen Medien für das aktuelle Medienhandeln.
  • Verfassen einer Dissertation mit Schwerpunkt in einem der Forschungsgebiete der beteiligten Labs zum Thema „Diktatur und ungleiches Erinnern in der digitalen Gesellschaft: Geschichtsbilder im Spielfilm und ihre kommunikative Aneignung am Beispiel der letzten argentinischen Militärdiktatur (1976-1983)“
  • Durchführung von Lehrveranstaltungen im Umfang von 2 SWS in den Studiengängen der Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Beteiligung an der Durchführung von Prüfungen in den Studiengängen, die vom ZeMKI getragen werden.

Ziele:

  • Erprobung neuer methodischer Ansätze zur Verbindung von geschichtswissenschaftlicher Untersuchung von zeitgenössischen Spielfilmen zur traumatischen Geschichte der letzten argentinischen Militärdiktatur mit gegenstandszentrierter und akteur:innenbezogener Medienforschung.
  • Beteiligung an der Weiterentwicklung des Forschungsprofils des ZeMKI durch Mitarbeit im genannten Forschungsschwerpunkt „Audiovisuelle Kulturen und kommunikative Aneignungen von Geschichtsbildern: Neue Ungleichheiten in der digitalen Gesellschaft“.

 

Voraussetzungen

  • überdurchschnittlicher Masterabschluss in Geschichte und Kommunikations- und/oder Medienwissenschaft oder vergleichbare Abschlüsse, die eine Eignung für die Arbeit an einer Promotion im genannten Feld erkennen lassen.
  • Kenntnisse in historischer Analyse sowie sozial-empirischen qualitativen Methoden und/oder die Bereitschaft, diese Kenntnisse weiter zu entwickeln.
  • Kenntnisse im Bereich der Geschichte Lateinamerikas und Kenntnisse der spanischen Sprache auf Niveau B 2.2 (europäischer Referenzrahmen).
  • Interdisziplinäres Forschungsinteresse bzw. Interesse an der wissenschaftlichen Analyse audiovisueller Kulturen und kommunikativer Aneignungen von Geschichtsbildern sowie am Thema Ungleichheit in der digitalen Gesellschaft.
  • Erfahrung im Bereich der Datenanalyse von sozialen Medien ist wünschenswert
  • Freude an Organisationsaufgaben und an der Arbeit im Team

 

Allgemeine Hinweise

Die Universität Bremen beabsichtigt, den Anteil von Frauen in der Wissenschaft zu erhöhen und fordert deshalb Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben. Bewerbungen von Menschen mit einem Migrationshintergrund sind willkommen.

Rückfragen sind an Prof. Dr. Delia González de Reufels unter dgr@uni-bremen.de oder an Prof. Dr. Stefanie Averbeck-Lietz unter stefanie.averbeck.lietz@uni-bremen.de zu richten.

Bewerbung

Bewerbungen sollen folgende Unterlagen umfassen:

  • Ein zweiseitiges Motivationsschreiben: Bitte legen Sie auf der ersten Seite Ihre inhaltlichen und methodischen Interessen dar und erläutern Sie, wie Sie mit Ihren Arbeiten zum Forschungsschwerpunkt „Audiovisuelle Kulturen und kommunikative Aneignungen von Geschichtsbildern: Neue Ungleichheiten in der digitalen Gesellschaft“ passen.
  • Lebenslauf mit den üblichen Angaben zu Ihrem Werdegang.
  • Eine Kopie Ihrer Zeugnisse (Hochschulreife, Studienabschlüsse).
  • Eine Schreibprobe (eine Forschungsarbeit, Publikation oder Ihre Masterarbeit).
  • Namen von zwei Gutachter:innen, die über Ihre bisherigen Arbeiten und Ihre Eignung zur Mitarbeit in diesem Projekt Auskunft können.

Bewerbungen unter Angabe der Kennziffer A162/21 senden Sie bitte bis zum 24.09.2021 an die

Universität Bremen
Prof. Dr. Delia González de Reufels
Bibliothekstr. 1
28359 Bremen

oder als PDF (Einzeldatei) per E-Mail bewerbungen-zemkiprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de.

Weitere Informationen:

Lab "Audio-visuelle Medien und Geschichtsschreibung"
Das Lab erforscht AV-Medien – insbesondere Film und Fernsehen – als historische Quellen bzw. Dokumente der Geschichte der Moderne. Im Zentrum steht dabei die Rolle dieser Medien für die Erinnerung und Konstruktion historischer Prozesse und betrachtet Filme aller Art, Tonaufzeichnungen und von Fotografien, die für die historische Forschung systematisch gehoben und erschlossen werden sollen. Die von der Geschichtswissenschaft für Textquellen entwickelten Herangehensweisen und theoretischen Zugriffe lassen sich nur bedingt auf audio-visuelle Quellen übertragen, woraus sich für die Geschichtswissenschaft ein methodisches Problem ergibt zu dessen Lösung das Lab einen Beitrag leisten möchte. Ein Schwerpunkt liegt daher in der Methodendiskussion, ein weiterer in der Bedeutung audio-visueller Medien, wie z.B. von Filmen und Bildern für die historische Forschung ausloten. Hierbei konzentriert es sich gegenwärtig auf die Felder der lateinamerikanischen Bevölkerungs- und Entwicklungspolitik nach 1945 sowie die Aufarbeitung und Überwindung der lateinamerikanischen Militärdiktaturen der 1970er und 1980er Jahre.

Lab "Kommunikationsgeschichte und Medienwandel"
Das Lab versteht sich als inter-/transdisziplinäre Plattform für medien- und kommunikationsgeschichtliche Forschungen: Der Wandel der gesellschaftlichen Kommunikation, der Mediendispositive und -aneignungen wird aus unterschiedlichen Perspektiven und mit einer Vielfalt von Methoden und Quellen erforscht und beschrieben. Gegenstand einer kommunikationshistorischen Mediatisierungsforschung sind dabei insbesondere die Entstehung und Entwicklung der verschiedenen Medien und ihr Wechselspiel untereinander, die Geschichte der Kommunikation und der soziale Wandel von Öffentlichkeit auch in kommunikations- und medienethischer Perspektive sowie im inter-/transnationalen Vergleich. Die Erforschung des Kommunikations- und Medienwandels wird dabei mit der Ideengeschichte über Kommunikation, Medien und Öffentlichkeit verbunden, respektive Fach- und Theoriengeschichte der Zeitungs-, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Relevant ist außerdem die kommunikations- und medienhistorische Methodenforschung z. B. zur (qualitativen) Inhaltsanalyse, zur historischen Dokumentenanalyse sowie zu digitalen Methoden.


Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung
Das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) ist eine von neun Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität Bremen und gehört zu den wichtigen europäischen Einrichtungen zur Erforschung von Fragen des Medien- und Kommunikationswandels an der Schnittstelle von Kultur- und Sozialwissenschaften einerseits und Technikwissenschaften andererseits. Ein spezieller Fokus der Forschung ist die entstehende digitale Gesellschaft im Hinblick auf bestehende Ungleichheiten, sowohl was historische Fragen ihrer Genese, als auch was aktuelle Herausforderungen von Algorithmen, Automatisierung und Daten betrifft. Das ZeMKI trägt den Forschungsschwerpunkt „Audiovisuelle Kulturen und kommunikative Aneignungen von Geschichtsbildern: Neue Ungleichheiten in der digitalen Gesellschaft“.