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„Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit“

Die Leitung der Universität Bremen missbiligt die Einstufung der Forschungsstelle Osteuropa (FSO) als „unterwünschte Organisation“ durch die russische Regierung als erneuten Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit.

Die Rektorin der Universität Bremen, Jutta Günther betont: „Die Forschungsstelle Osteuropa (FSO), ein An-Institut der Universität Bremen, leistet wesentliche wissenschaftliche Beiträge zur Analyse der post-sowjetischen Region und verfügt über ein für die Fachwelt einzigartiges Archiv. Ihre aktuelle Einstufung durch die russische Regierung als „unerwünschte Organisation“ bedeutet, dass sie bzw. ihre Mitglieder keinerlei Forschungsaktivitäten in Russland mehr entfalten dürfen und russischen Einrichtungen und Wissenschaftler:innen die Kooperation mit der FSO untersagt ist.

Die FSO in Bremen ist auch eine Zweigstelle und mithin Teil der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (Berlin), welche im Jahr 2024 von Russland zunächst als „unerwünschte Organisation“ und wenig später sogar zur „extremistischen Organisation“ erklärt wurde. Damit einher gehen noch deutlich weitreichendere Strafmaße.

Hinzu kommt, dass die Forschungsstelle Teams der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial beherbergt, die seit dem Frühjahr in Russland als „extremistisch“ gilt.

Insofern kann man die nunmehr „dreifache Sanktionierung“ der FSO als einen nochmaligen Ausdruck der Wissenschaftsfeindlichkeit der russischen Regierung und als weiteren Versuch der Einschüchterung von Wissenschaftler:innen betrachten. Das Rektorat der Uni Bremen missbilligt diesen erneuten Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit."

Osteuropa-Gebäude
Die Forschungsstelle Osteuropa (FSO) leistet wichtige wissenschaftliche Beiträge zur Analyse der post-sowjetischen Region.