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„Brauchen wir noch die Universität?“

24. Bremer Universitäts-Gespräche am 10. und 11. November 2011 beschäftigen sich mit Wissensformen und Wissensinhalten

Nr. 332 / 7. November 2011 RO

Die deutsche Universität wurde vor mehr als 200 Jahren „erfunden“. Seitdem hat sich viel getan und heutige Zukunftsprognosen für Universitäten werden angesichts von Bologna und Exzellenzinitiative diskutiert: Der Bologna-Prozess hat Defizite in der Lehre zum Thema gemacht, die Exzellenzinitiative Probleme der Forschung. Wie kann die Einheit von Lehre und Forschung wiederhergestellt werden? Und ist das überhaupt noch zeitgemäß oder bedarf es neuer Wissensinstitutionen? Eine Antwort auf diese Fragen gibt der Berliner Bildungshistoriker Professor Heinz-Elmar Tenorth (HU Berlin) in seinem öffentlichen Festvortrag „Bildung und Wissenschaft - Brauchen wir noch die Universität?“, mit dem die Bremer Universitäts-Gespräche (BUG) am 10. November 2011 um 18 Uhr in der Stadtwaage (Langenstr. 13) eröffnet werden.

„Verständigungen über Bildung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik“ ist das Thema der 24. Bremer Universitäts-Gespräche, die am Freitag, den 11. November 2011 in nicht-öffentlicher Experten-Runde im Park Hotel Bremen fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen: „Wie viel Wissen brauchen wir? Und welches Wissen wollen wir?“ Die Tagung wird von der Wolfgang-Ritter-Stiftung, der Universität Bremen und den „unifreunden“ veranstaltet.

Die Universitäts-Gespräche stehen 2011 unter der Schirmherrschaft von Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender Deutsche Telekom Stiftung und Außenminister a. D. Die wissenschaftliche Koordination liegt bei dem Erziehungswissenschaftler Norbert Ricken und dem Soziologen Uwe Schimank, beide Hochschullehrer an der Universität Bremen. Die Grußworte beim öffentlichen Festvortrag am Donnerstagabend sprechen Bernd Petrat für die Wolfgang-Ritter-Stiftung, der Schirmherr Klaus Kinkel und die Bremer Wissenschaftssenatorin Renate Jürgens-Pieper.

Zum Inhalt:

Es gibt kaum etwas, was nicht durch Bildung ermöglicht werden soll: Bildung soll dazu beitragen, dass Wirtschaftswachstum und Wohlstand gesichert werden. Durch Bildungsstreben und beruflichen Erfolg soll individueller Aufstieg in einer Leistungsgesellschaft ermöglicht werden. Bildung soll auch zu zivilisierten Umgangsformen und wechselseitiger Toleranz beitragen. Noch anspruchsvoller ist schließlich die Hoffnung, dass Bildung aufklärerisch wirke und so den „mündigen Bürger“ hervorbringe, der sich in komplexen gesellschaftlichen Problemlagen sein unabhängiges Urteil bilde. Wird Bildung nicht hoffnungslos überfordert, wenn man ihr all diese wohltätigen Wirkungen aufbürdet? Die diesjährigen Bremer Universitäts-Gespräche setzen an diesen Fragen an und suchen nach einem realistischen Verständnis dessen, was Bildung in der heutigen Gesellschaft zu leisten vermag.

Achtung Redaktionen: Es besteht für Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit, an den 24. Bremer Universitäts-Gesprächen teilzunehmen. Dazu ist eine Anmeldung bei Dr. Christina Jung, Tel.: 0421 218 60336 oder E-Mail: christina.jungprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de  erforderlich.