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„Bremer Stadtforscher“: Jugendliche setzen sich mit dem Thema Flucht auseinander

Projekt startet am 10. Februar mit dem „Markt der Ideen“ an der Uni Bremen / Sozialwissenschaftler wollen dem Schulunterricht damit neue Impulse geben

Nr. 034 / 3. Februar 2016 MM

Nach einem Bericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind weltweit über 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Überwiegend kommen sie aus Syrien, Afghanistan und Somalia. Daraus ergeben sich Herausforderungen, aber auch Chancen. Das diesjährige Projekt „Bremer Stadtforscher“ der Universität Bremen setzt sich mit dem Thema Flucht auseinander. Über 200 Schülerinnen und Schüler von sechs Bremer Schulen werden es aus geografischer, historischer und politischer Perspektive erforschen. Unterstützt werden sie dabei von Studierenden und Wissenschaftlern des Zentrums für die Didaktiken der Sozialwissenschaften. Am Mittwoch, 10. Februar 2016, findet der Projektauftakt mit dem traditionellen „Markt der Ideen“ an der Uni Bremen statt.

Schüler sollen eigene Forschungsfelder ausfindig machen

Nach einer Begrüßung um 9 Uhr im großen Hörsaal (Keksdose) präsentieren sich regionale Museen, Archive, Institutionen und Vereine im Gebäude GW2 (Treppenhausbereich). Mit ihren Informationen und ihrer Expertise unterstützen sie die Schülerinnen und Schüler bei der Themenfindung. Vertreten sind über 15 Aussteller – unter anderem die Landeszentrale für Politische Bildung, das International Office der Uni Bremen, das Landesfilmarchiv,  das Staatsarchiv und der Verein Zuflucht – Ökumenische Ausländerarbeit. „Der `Markt der Ideen` soll die Jugendlichen dazu anregen, eigene Forschungsfelder in ihrem Lebensumfeld ausfindig zu machen und Fragestellungen zu formulieren“, sagt der Leiter des Projekts, Professor Andreas Klee. Deshalb haben die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe bekommen, die Tätigkeitsfelder, Vorgehensweisen und Präsentationen der Markt-Aussteller zu erkunden und so Anregung und Hilfe für eigene Projekte zu erhalten.

Über das Projekt „Stadtforscher“

Das Projekt „Bremer Stadtforscher“ findet seit 2010 einmal im Jahr statt. Die Idee dafür stammt vom Zentrum für die Didaktiken der Sozialwissenschaften der Universität Bremen. Hier haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fächer Politik, Geographie und Geschichte zusammengetan, um dem sozialwissenschaftlichen Unterricht neue Impulse zu geben. Dabei kooperieren sie eng mit den Partnerschulen und Lehrkräften. Im Stadtforscher-Projekt sollen Schülerinnen und Schüler nach dem Prinzip des forschend-entdeckenden Lernens über die konkrete Auseinandersetzung mit stadtbezogenen Themen erste Erfahrungen eigener Recherche sammeln. Dabei lernen sie Methoden der Sozial- und Geisteswissenschaften kennen. Ihre Forschungsthemen wählen die Jugendlichen selbst. Sie entscheiden, mit welchen Personen, Institutionen und Projekten sie zur Recherche und Realisierung ihres Forschungsvorhabens kooperieren. Die Projektarbeit beginnt mit dem zweiten Schulhalbjahr und endet vor den Sommerferien. Speziell ausgebildete Lehramtsstudierende begleiten die Schülerinnen und Schüler als Projekttutoren. Unterstützt wird das Projekt „Bremer Stadtforscher“  unter anderem von der Sparkasse Bremen. Weitere Informationen unter www.uni-bremen.de/de/schule/forschen-studieren-sich-orientieren/forschen/stadtforscher.html

Die beteiligten Partnerschulen:

•    Wilhelm-Olbers-Schule
•    Kippenberg Gymnasium
•    Oberschule Findorff
•    Cato Bontjes van Beek Gymnasium
•    Oberschule am Leibnizplatz
•    Altes Gymnasium

Kontakt:

Universität Bremen
Fachbereich Sozialwissenschaften
Zentrum für die Didaktiken der Sozialwissenschaften der Universität Bremen (ZeDiS)
Prof.Dr. Andreas Klee (Direktor)
E-Mail: akleeprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de