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Bremer Uni-Professor Mädler zum Vizepräsidenten der DFG gewählt

Verfahrenstechniker Professor Lutz Mädler von der Universität Bremen und Direktor und Leiter des Programmbereichs Verfahrenstechnik am Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien – IWT wurde als neuer Vizepräsident in das Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt.

Mädler: „Vor uns liegen große technologische und wirtschaftliche Herausforderungen. Um diese zu meistern, brauchen wir exzellente Wissenschaft, aber auch den Mut zum Transfer und echten Austausch. Ich freue mich darauf, meine internationalen Perspektiven einzubringen, um gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen das Wissenschaftssystem aktiv und nahbar mitzugestalten.“

„Professor Lutz Mädler hat mit seiner Wahl große Anerkennung erfahren – dazu gratuliere ich ihm sehr herzlich“, sagt Professorin Jutta Günther, Rektorin der Universität Bremen. „Die DFG prägt die Forschungsförderung in Deutschland maßgeblich. Umso mehr freue ich mich, dass die Expertise aus Bremen dort sichtbar eingebracht wird.“

Von der Universität Bremen gehört seit 2019 außerdem die Informatikerin Kerstin Schill als Vizepräsidentin dem Gremium an. Von neun Vizepräsidenten kommen damit zwei von der Universität Bremen. Die Amtszeit einer Vizepräsidentschaft beträgt vier Jahre, eine einmalige Wiederwahl für weitere vier Jahre ist möglich. 

Die DFG ist die größte Forschungsförderorganisation Deutschlands und vergibt jedes Jahr Fördersummen in Milliardenhöhe. Das Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft stellt damit eines der wichtigsten Leitungsgremien der deutschen Wissenschaft dar. 

In seiner Aufgabe im Präsidium wird Professor Mädler die strategische Ausrichtung der DFG mit weiterentwickeln, wissenschaftspolitische Themen bearbeiten und Beschlüsse vorbereiten. Das Amt sieht zudem die Vertretung der Wissenschaft gegenüber Politik, Hochschulen und nationalen wie internationalen Institutionen vor. Der Amtsbeginn ist am 1. Januar 2027.

Lutz Mädler ist Professor für Mechanische Verfahrenstechnik an der Universität Bremen sowie Direktor des Bereichs Verfahrenstechnik im Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien – IWT in Bremen. Seine Forschung umfasst die Herstellung, Handhabung und Formulierung von Partikeln sowie die Gestaltung und Untersuchung von Partikelgrenzflächen. Für diese wurde Mädler vielfach ausgezeichnet, zuvorderst 2017 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG. Er war von 2016 bis 2021 Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Farbige Zustände“ und ist seit 2020 Sprecher des DFG-Schwerpunktprogramms „HeteroAggregates“. Zudem gehört er seit 2026 dem Steering Board des Exzellenzclusters „The Martian Mindset: A Scarcity-Driven Engineering Paradigm“ der Universität Bremen an. Mädler engagiert sich bereits seit längerer Zeit in der wissenschaftlichen Selbstverwaltung: Seit 2020 ist er Mitglied und seit zwei Jahren Vorsitzender des DFG-Fachkollegiums „Verfahrenstechnik, Technische Chemie“, aus dem er nach seiner Wahl zum Vizepräsidenten zum Ablauf des Jahres ausscheidet. 

Professor Lutz Mädler
Professor Lutz Mädler