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Chor und Orchester der Universität Bremen führen Paul McCartney’s „Liverpool Oratorio“ im Konzerthaus Glocke auf

240 Musikerinnen und Musiker wirken mit / Aufführung am 30. Januar 20 Uhr/ Einführung am 24. Januar 11 Uhr im Haus der Wissenschaft

Nr. 015 / 16. Januar 2015 KG

Orchester und Chor der Universität Bremen realisieren unter Leitung von Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß ein Mammutprojekt: Am Freitag, 30. Januar 2015, führen sie um 20 Uhr im Großen Saal der Glocke Paul McCartney’s „Liverpool Oratorio“ auf. Vorausgegangen sind intensive Proben im vergangenen Semester. Neben den Musikerinnen und Musikern aus der Universität wirken mit: Der Knabenchor Unser Lieben Frauen Bremen unter Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Ansgar Müller-Nanninga sowie die Solostimmen Jieun Kowollik (Sopran), Maria Kowollik (Alt), Professorin an der Hochschule für Künste, Clemens Löschmann (Tenor) und Martin Kronthaler (Bass), langjähriges Mitglied des Opernensembles des Bremer Theaters. Das klassische Musikwerk, das einer der berühmtesten Popmusiker der Welt gemeinsam mit dem Filmmusik-Komponisten Carl Davis komponiert hat, wird zum Semesterabschluss ein musikalischer Höhepunkt werden. 240 Musikerinnen und Musiker sind während der zweistündigen Aufführung auf der Bühne: 95 Chormitglieder, 80 Orchestermitglieder und 60 Sänger vom Knabenchor sowie die Solostimmen und die Dirigentin. Wer sich vorab über das Werk informieren möchte, kann am Samstag, 24. Januar 2015 um 11 Uhr im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, den halbstündigen Einführungsvortrag in der Reihe „Wissen um 11“ besuchen. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Geschichte und Inhalt des Oratoriums:

Das 150-jährige Jubiläum des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra sollte auf ganz besondere Weise begangen werden: Der renommierte amerikanischen Filmmusik-Komponist und Dirigent Carl Davis wurde beauftragt, sich etwas einfallen zu lassen. Vielleicht, so legte man Davis nahe, sei Paul McCartney interessiert. Der Ex-Beatle ließ sich nicht lange bitten: „Für mich war es die ideale Entschuldigung, mein früheres Kokettieren mit Orchester- und Choreinlagen zu einem ganzen Stück auszuweiten." Bei der Komposition trafen zwei Vollblutmusiker aufeinander, die beide in ihrer jeweiligen musikalischen Welt schon große Erfolge hatten feiern können. Paul McCartney und Carl Davis verbrachten Hunderte von Stunden mit Komponieren, Orchestrieren und Umorchestrieren, bis das Werk vollbracht war: Das Liverpool Oratorio wurde 1991 uraufgeführt. Immer wieder blitzt in der realistischen Beschreibung des Liverpooler Alltags der 1960er Jahre treffsicher der trockene britische Humor auf. Es geht um einen Jungen, der in Liverpool während des Krieges geboren wird und dort aufwächst. Paul McCartney hätte als Junge gerne im Chor der Liverpool Cathedral gesungen und ist nur wegen fehlender Notenkenntnisse nicht aufgenommen worden. Das Oratorium ist keine Biografie von ihm, aber die Ähnlichkeiten sind sicher nicht zufällig.

Musik und Stil:

Es ist ein sehr britisches Werk. Von hemmungsloser Sentimentalität, wenn es um Gefühle geht, und gleichzeitig treffsicher und voll trockenen Humors in der realistischen Beschreibung des Alltags. Musikalisch springt das Werk – frei von Berührungsängsten – von einem musikalischen Genre zum anderen. Es klingt erst wie moderne Kunstmusik. Dann wie Musik von den Beatles, dann wie neobarocke Kirchenmusik oder wie ein Musical. Es könnte auch Filmmusik für einen großen Hollywood-Film sein, oder Musik von Igor Strawinsky. In Deutschland tut man sich schwer mit allem, was von der reinen Lehre abweicht. Die in Großbritannien sehr populären Londoner Promenadenkonzerte, die „Proms“, zeigen genau wie das Liverpool Oratorio, dass es viel Spaß machen kann, musikalische Stilgrenzen unbefangen in alle Richtungen zu überschreiten.

Tickets:

Der Eintritt kostet 12 bis 26 Euro, ermäßigt die Hälfte. Karten gibt es im Pressehaus des Weser-Kuriers, bei Nordwest Ticket, in der Glocke und bei Eventim sowie vom 28. bis 30. Januar in der Uni-Mensa.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß
Tel. : 0421 218 60109
E-Mail: sglaessprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
www.uni-bremen.de/orchester-chor