Detailansicht

Die Stasi-Akten in der deutschen Erinnerungslandschaft

Der Wert der Stasi-Akten für die Auseinandersetzung mit dem konfliktreichen Erbe der geteilten deutsch-deutschen Geschichte ist nicht zu überschätzen. Nicht immer führt die Akteneinsicht – wie im Film „Das Leben der Anderen“ - zur Aussöhnung von Opfern und Tätern. Aber zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer fällt dem Archiv für die Akten der Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) weltweit eine Vorbildfunktion zu. Mit diesem Thema beschäftigt sich am 30. Januar 2009 um 16:15 Uhr Dr. Walter Süß, Projektleiter der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStu),

in seinem Gastvortrag: „Die Stasi-Akten in der deutschen Erinnerungslandschaft“. Die öffentliche Veranstaltung gehört zur Reihe „Erinnerungskonflikte und demokratische Kultur in Europa“ und findet im EuropaPunkt (Bremische Bürgerschaft, Rathausplatz) statt. Der Eintritt ist frei.

Walter Süß, Politikwissenschaftler und seit 1992 Projektleiter an der BStu, bietet auch für Bundesbürger ohne „Akte“ spannende Einblicke in dieses weltweit einzigartige Archiv, die es möglich machen, nicht nur die Institution der Staatssicherheit sondern auch die DDR zu rekonstruieren, so wie die Stasi es sah. Der Politologe gilt als Experte auf diesem Gebiet. Zu seinen Publikationen gehört beispielsweise „Staatssicherheit am Ende. Warum es den Mächtigen nicht gelang, 1989 eine Revolution zu verhindern“ oder „Das Land ist still - noch!“ Herrschaftswandel und politische Gegnerschaft in der DDR (1971–1989).

 

 

 

Wetere Informationen:
Universität Bremen
Studiengang Integrierte Europastudien
Prof. Ulrike Liebert
Tel. 0421 218 67030/-31
liebert.uprotect me ?!googlemailprotect me ?!.com