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Hackathon: Maritime Navigationsinstrumente zum Leben erwecken

„Seaman’s Gear“: Historischen maritimen Navigationsinstrumenten ein neues virtuelles Leben eizuhauchen, ist Ziel eines zweitägigen Hackathons am 8./9. Oktober 2022. Veranstalter sind das MAPEX, das Deutschen Schifffahrtsmuseum / Leibniz Institut für Maritime Geschichte und die Hochschule Bremen.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Digital Materialities – Virtual and Analogue Forms of Exhibition” untersucht das MAPEX Center for Materials and Processes der Universität Bremen spannende Objekte des Schifffahrtsmuseums mit Hilfe von Mikro-Computertomographie. Die Aufnahmen dieser Objekte sollen nun zunächst einer kleinen Gruppe von interessierten Teilnehmenden des bevorstehenden Hackathons zugänglich gemacht werden. Aus den durch das MAPEX Center erstellten Mikro-CT-Aufnahmen von Chronometer, Barometer und Taschensextant werden bereits im Vorfeld Oberflächenmodelle generiert, die dann im Rahmen des Hackathons von den Teilnehmenden mittels Open-Source-Software animiert und interaktiv bedienbar gemacht werden sollen.

Einblicke in den spannenden Digitalisierungsprozess

Im lockeren Umfeld werden die Teilnehmenden nicht nur Interessantes über die jahrhundertealten Objekte erfahren, sondern auch einen Einblick in den spannenden Digitalisierungsprozess erhalten. Ziel des Hackathons ist es, die Funktionsweise der historischen Geräte virtuell ansprechend darzustellen. Außerdem sollen mithilfe innovativer Programmierungen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie diese faszinierenden Objekte und die charakteristischen Materialien, aus denen sie bestehen, in digitalen Ausstellungen und in Digitalanwendungen für reale Ausstellungen vermittelt werden können. So sollen in Zukunft die hinter Glas verschlossenen Museumsobjekte für die Besuchenden erlebbarer gemacht werden.

Die Teilnahme und Verpflegung am zweitägigen Workshop ist kostenlos. Eingeladen sind nicht nur Studierende aus dem Bremer Umland, sondern alle Interessierten, denen Unity oder Blender kein Fremdwort ist.

Gefördert wird das Projekt aus dem Research Hub „Evidenzregime” im Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“. Das Lab 1.2 Materialität – Medialität setzt sich zur Thematik „Digitale Materialität“ mit der Frage nach digitalen Kopien realer Objekte und den daraus gewonnenen Erkenntnissen auseinander. Ein Schwerpunkt ist dabei die Einbindung realer Exponate und ihrer digitalen Kopien in Ausstellungen – vor allem in den Leibniz-Forschungsmuseen, zu denen auch das Deutschen Schifffahrtsmuseum / Leibniz Institut für Maritime Geschichte gehört.


Weitere Informationen:

https://3d.dsm.museum/seamansgear
www.uni-bremen.de

Fragen beantwortet:

Pia Götz
MAPEX Center for Materials and Processes
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-64575
E-Mail: piagoetzprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Illustration
Gerenderte historischen Geräte aus der Schifffahrt spielen eine Rolle beim Hackathon am 8. und 9. Oktober.