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Kooperationsprojekt an der Uni Bremen erforscht Kompetenzentwicklung bei angehenden Bankkaufleuten

Deutsche Forschungsgemeinschaft gibt grünes Licht für weitere Förderung

Die duale Ausbildung gilt als Markenzeichen im deutschen Berufsbildungssystem. „Dual“ bedeutet dabei, dass sowohl Schulen als auch Betriebe am Aufbau beruflicher Kompetenzen bei den Auszubildenden beteiligt sind. Doch welche Merkmale in der betrieblichen und schulischen Lernumwelt tragen entscheidend dazu bei? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich das Projekt „Kompetenzentwicklung während der dualen Ausbildung“ am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften und am Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen, das die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) jetzt mit einer Summe von 40.000 Euro ein weiteres Jahr fördert. Ziel des Projekts ist es, die Qualität des Unterrichts und der betrieblichen Ausbildung zu verbessern.

Unter der Leitung von Professor Gerald A. Straka führen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der Forschungsgruppe „Lernen, organisieren und selbstgesteuert“ (LOS) seit 2006 eine empirische Studie durch. Dabei untersuchen sie die berufliche Kompetenzentwicklung von etwa 450 angehenden Bankkaufleuten. Sie erfassen nicht nur Lernzuwächse im allgemein- und berufsbildenden Bereich. Vielmehr soll herausgefunden werden, welche persönlichen Lernvoraussetzungen und welche Merkmale betrieblicher und schulischer Lernumwelten entscheidend zur beruflichen Kompetenzentwicklung beitragen.

Bei der Untersuchung handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit berufsbildenden Schulen in Bremen, Bremerhaven, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die DFG hat das Projekt bislang mit insgesamt 90.000 Euro gefördert. In der Untersuchung wurden bisher drei wesentliche Zusammenhänge nachgewiesen: 1. Das Zusammenspiel von Qualität des schulischen Unterrichts und der als bedeutsam erachtete Aufgabenstellungen im Betrieb wirkt entscheidend für den Aufbau beruflicher Fachkompetenz. 2. Das Interesse der Auszubildenden an der Ausbildung hängt stärker vom betrieblichen als vom schulischen Lernumfeld ab; am Lernort Betrieb sind besonders prägend die Integration in die Expertenkultur und das Abstimmen von Anforderungs- und Fähigkeitsniveau. 3. Am Lernort Schule tragen die Klarheit des Unterrichts und die Identifikation der Lehrkraft mit dem Lehrstoff zum Interesse an der beruflichen Ausbildung bei.

 

Wetere Informationen:
Universität Bremen
Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Institut Technik und Bildung
Prof. Dr. Gerald A. Straka

Tel. Tel. 0421 218 2097
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http:// www.los-forschung.de