Die Falling Walls Foundation widmet sich dem Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – unter anderem mit Veranstaltungen wie dem Falling Walls Science Summit und Initiativen wie dem Falling Walls Lab. Zu den Partnern der Organisation gehören unter anderem das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, das Museum für Naturkunde Berlin, und der Berliner Senat. Mit den „Science Breakthroughs of the Year“ zeichnet die Stiftung Forschungsergebnisse aus, die das Potenzial haben, ein Fachgebiet grundlegend zu verändern oder Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu liefern.
Forschung zu KI-Einsatz in der Pflege
Karin Wolf-Ostermann, Professorin für „Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung“ an der Universität Bremen wurde mit ihrem Projekt ProKIP in der Kategorie Social Sciences & Humanities nominiert. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ProKIP („Prozessentwicklung und -begleitung zum KI-Einsatz in der Pflege) erforschten, wie KI-Lösungen erfolgreich in die Pflegepraxis integriert werden können.
Das Fundament hierfür bildeten theoretische und empirische Erkenntnisse. Parallel dazu entwickelten die Forschenden ein KI-Pflege-Readiness-Assessment. Dabei handelt es sich um ein Bewertungsinstrument, mit dem geprüft wird, wie gut Forschungsprojekte auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Pflege vorbereitet sind. Dabei wurden beispielsweise der Nutzen von KI-Systemen, die Datenqualität sowie ethische Fragen untersucht. Auch partizipative Ansätze wurden geprüft, dabei wurde erforscht, wie Beteiligte, zum Beispiel Pflegekräfte, Patientinnen und Patienten oder Angehörige in die Entwicklung und Nutzung von KI einbezogen werden können.
Automatisierte Sicherung von Containtern auf Frachtschiffen und Zügen
Das Start-up SEAL Robotics ist in der Kategorie der besten Wissenschafts-Start-ups („TOP 100 Science Startup“) nominiert. Das Unternehmen entwickelt spezialisierte Robotiklösungen für die automatisierte Sicherung von Containern auf Frachtschiffen und Zügen. Die Systeme kommen direkt im Hafen zum Einsatz und unterstützen die Hafenarbeiter bei der Ver- und Entzurrung. Durch die Kombination von präziser Mechanik mit intelligenter Steuerung werden Sicherheitsrisiken reduziert und gleichzeitig die Produktivität gesteigert. Die Lösung lässt sich auch auf weitere Aufgaben ohne Wertschöpfung ausweiten und ermöglicht so eine umfassendere Automatisierung in der maritimen Logistik.
Daniel Leidner, einer der Gründer von SEAL Robotics, war Leiter der Abteilung Autonomie und Teleoperation am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und hatte an der Universität Bremen eine Kooperationsprofessur für kognitive Robotik-Manipulation inne.
Unter den Nominierten werden in der nächsten Runde die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Diese präsentieren beim Falling Walls Science Summit vom 6. bis 9. November ihre Forschung dem Publikum.

