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Preisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung aus Nigeria forscht an der Universität Bremen

Biochemiker suchen an Bremer Institut neue Wege zur Bekämpfung von Schlafkrankheit und Malaria

Nr. 114/ 15. April 2013 KG

Der Biochemiker Professor Jonathan Andrew Nok von der Ahmadu Bello University, Zaria/Nigeria, forscht seit Mitte März im Team von Professor Sörge Kelm am Centre for Biomolecular Interactions Bremen (CBIB) an der Universität Bremen.

Professor Nok hat den Georg Forster-Forschungspreis der Humboldt-Stiftung, eine der höchsten Auszeichnungen, die in Deutschland für Forschungsleistungen vergeben werden, für seine herausragenden Ergebnisse auf dem Gebiet der molekularen Parasitologie erhalten. Er hat sich für weitere Forschungen für insgesamt 12 Monate in den Jahren 2013 und 1014 die Universität Bremen ausgesucht.

Neue Wege zur Bekämpfung der Schlafkrankheit und der Malaria

Vor allem an neuen Wegen zur Bekämpfung der afrikanischen Schlafkrankheit und der Tierseuche Nagana sowie der Malaria wird Professor Nok im Team von Professor Kelm arbeiten. So sollen neue DNA-Impfstoffe entwickelt und getestet werden. Weiterhin soll ein völlig neuer Ansatz gefunden werden, um den Infektionsweg der Parasiten, die durch die Tsetsefliege übertragen werden, zu unterbrechen. Das Bremer Centre for Biomolecular Interactions hat gemeinsam mit Professor Nok bereits damit begonnen, ein Netzwerk von Forschern in Nigeria und Kamerun aufzubauen. Außerdem sind regelmäßig Nachwuchswissenschaftler aus Nigeria zu Gast. Die gemeinsame Arbeit wird seit 2010 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Der Georg Forster-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung

Mit dem Georg Forster-Forschungspreis werden herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geehrt, die ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt in einem Entwicklungs- oder Schwellenland haben. Zusätzlich werden die Preisträgerinnen und Preisträger eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Kooperation mit Fachteams in Deutschland durchzuführen. Der hierfür vorgesehene Zeitraum von einem halben bis einem ganzen Jahr kann zeitlich aufgeteilt werden.

Professor Andrew Jonathan Nok, der seit 2009 gemeinsame Forschungsaufgaben mit der Bremer Uni auf dem Gebiet der biochemischen Parasitologie teilt, war in seiner Heimat an der Universität von Zaria Direktor des Centre for Biotechnology Research and Training. Der Biochemiker genießt herausragendes internationales Ansehen und hat in Deutschland, Japan, England und den USA geforscht. Er hat exzellente Erfolge in Forschung und Lehre vorzuweisen und dafür bereits in seinem Heimatland Preise erhalten. Obwohl die politische Lage in dem westafrikanischen Land schwierig ist, ist er unermüdlich am Aufbau der Forschung in Nigeria beteiligt und wirbt beträchtliche Fördergelder ein. Die Ergebnisse seiner Arbeit sollen direkt der Lösung von Problemen des Landes und anderer angrenzender Subsaharagebiete dienen.

Weitere Informationen:
Universität Bremen
Centre for Biomolecular Interactions Bremen – CBIBProfessor Sörge Kelm
Telefon: 0421 218-63222
E-Mail: skelmprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de