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Projekt KIWI: Mit wenigen Swipes zum Erfolg

Digitalisierung und Robotik verändern die Arbeitswelt. Das macht berufliche Weiterbildung und Orientierung unabdingbar. Ein Team der Uni Bremen entwickelt nun im Projekt KIWI eine VR-Trainingsumgebung und eine von Dating-Apps inspirierte und KI-gestützte Berufs- und Weiterbildungsempfehlung.

Das Ziel des Projekts KIWI an der Universität Bremen ist es, dafür einen niedrigschwelligen Zugang in Form einer Smartphone-App zu eröffnen. Unabhängig vom Arbeitgeber soll ermöglicht werden, einen individuell zugeschnittenen Einblick in die Vielfalt des Weiterbildungsmarktes zu erhalten und so auf dem neusten Stand zu bleiben. Gleichzeitig entwickelt das Projektteam eine Möglichkeit, Lerninhalte oder berufstypische Szenarien in einer Virtual Reality-Umgebung mit dem eigenen Smartphone zu nutzen. So lässt sich beispielsweise die kollaborative Robotik entdecken, ohne dass ein realer Roboter zur Verfügung steht.

Das Projekt-Akronym KIWI steht für „Künstliche Intelligenz für passgenaue Fort- und Weiterbildung zur Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit bei fortschreitender digitaler Durchdringung der Produktion im Kontext von Industrie 4.0“. Das Vorhaben gehört zu den Gewinnern des INVITE-Innovationswettbewerbes, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ausgeschrieben haben. Ziel des Wettbewerbs ist es, das digitale Weiterbildungsangebot voranzubringen.

Kooperation von Universität und Wirtschaft

Für das Forschungsvorhaben kooperieren das Bremer Institut für Strukturmechanik und Produktionsanlagen (bime) und das Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen mit der Firma apps-lab UG. Das bime vereinigt die Forschungsgebiete Fertigungseinrichtungen, Strukturmechanik und prozessgerechte Technologiegestaltung. Ein Schwerpunkt ist dabei der Bereich der kollaborativen Robotik, in dem Ansätze zur virtuellen Inbetriebnahme untersucht werden.

Das ITB arbeitet intensiv in der Berufsbildungsforschung und bringt die für das Projekt notwendige Expertise für das Wechselverhältnis von Technik, Arbeit und Bildung ein. Mit ihrer Erfahrung im platform-as-a-service Bereich – der Begriff kennzeichnet die Entwicklung und Bereitstellung neuer Anwendungen in der Cloud – leistet die apps-lab UG ihren Beitrag und setzt die Lösung letztlich um. 

Der gemeinsame Fokus der Projektpartner liegt auf dem individuellen Matching von Berufen und Weiterbildungsangeboten auf die Präferenzen der jeweiligen Nutzenden auf Basis von wenigen Fragen, die sich per Swipe beantworten lassen. Dabei kommen auch KI-Technologien sowie die Gestaltung eines dazu passenden, beispielhaften VR-Szenarios im Bereich der kollaborativen Robotik für das Smartphone zum Tragen.

Weitere Informationen:

www.getthejobyoureallywant.com
www.itb.uni-bremen.de/ccm/projects/projekte/kiwi.de
www.uni-bremen.de


Fragen beantworten:

Kenneth Rüstmann
Bremer Institut für Strukturmechanik und Produktionsanlagen (bime)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-64832
E-Mail: ruestmannprotect me ?!bimeprotect me ?!.de

Daniel Weerts
Institut Technik und Bildung (ITB)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-66275
E-Mail: weertsprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Toke Lichtenberg
apps-lab UG (haftungsbeschränkt)
Tel.: +49 176 95789743
E-Mail: tokeprotect me ?!apps-labprotect me ?!.de

VR-Szenario
Ein Virtual Reality-Szenario mit kollaborativen Robotern. Ein Projektteam der Universität Bremen entwickelt eine App, die mit solchen Technologien bei Weiterbildung und Berufswahl hilft.