Detailansicht

Universitäten Bremen und Oldenburg laden gemeinsam zum Gespräch über Energieeffizienz im Nordwesten ein

Nr. 090 / 05. Mai 2017 KG

Energie möglichst effizient nutzen – dieses Bestreben wird angesichts des steigenden Technologieeinsatzes in Forschung und Industrie immer wichtiger. Die Universität Oldenburg hat deshalb gemeinsam mit der Universität Bremen die Reihe  „Zukunft[s]unternehmen Nordwest“ gestartet. Das innovative Veranstaltungsformat bringt Akteure zusammen, die in der Region in derselben Branche arbeiten, forschen oder gründen und Antworten auf Fragen zukünftiger Entwicklung suchen.

Bei der nächsten öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 19 Uhr geht es um Energieeffizienz. Sie findet in Oldenburg im bau-werk (Pferdemarkt 8) statt. Zu den ausgewählten Referenten, die zum Auftakt der Veranstaltung mit Impulsvorträgen Einblicke in ihre Forschung geben, gehört Professor Stefan Gößling-Reisemann vom Fachgebiet Resiliente Energiesysteme im Institute for Advanced Energy Systems (AES) der Universität Bremen. „Effizienz wird im Allgemeinen als die erfolgversprechendste Lösung für die Einsparung von Ressourcen angesehen. Allzuoft aber bleiben die unbeabsichtigten Nebenwirkungen und Risiken einer alleine auf Effizienz setzenden Strategie unbeachtet“, sagt der Wissenschaftler.

Zum Inhalt des Vortrages

Zu den eher unangenehmen Nebenwirkungen gehören zum Beispiel der so genannte Rebound-Effekt, der Effizienzgewinne zum Teil wieder auffrisst und im Extremfall sogar zu mehr Ressourcenverbrauch führt. Beispiele dafür finden sich  im Verkehrssektor: steigendes Güterverkehrsaufkommen und höherer Energieverbrauch entstehen trotz oder gerade durch höhere Effizienz. Ein bekanntes aber selten beachtetes Risiko von Effizienzstrategien ist die sogenannte Effizienzfalle, bei der ein auf höchste Wirtschaftlichkeit getrimmtes System immer weniger flexibel und anpassungsfähig wird, bis es an den Rand seiner Stabilität gelangt. Es kann dann auf Änderungen im Umfeld nicht mehr adäquat reagieren. Hocheffiziente Verbrennungsmotoren und das immer noch hauptsächlich darauf aufbauende Verkehrssystem sind beispielsweise nur unzureichend in der Lage, größere Mengen erneuerbarer Kraftstoffe zu integrieren.

Im Anschluss an die Vorträge findet eine sogenannte Warp Conference statt – ein offenes Format, bei dem sich die Teilnehmer unter anderem über folgende Fragen austauschen: Wie steht es um das ungenutzte Energieeffizienzpotential im Nordwesten? Wie lässt es sich nutzen? Was können Wissenschaft und Wirtschaft tun, um ungenutztes Potential besser zu nutzen?

Die Veranstaltung „Energiewirtschaft und Innovation“ ist kostenfrei. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um eine Anmeldung bis zum 7. Mai 2017 gebeten. Kontakt: Sarah Zumbrock, Tel.: 0441/798-2774, E-Mail: sarah.zumbrock@uol.de; https://www.uni-oldenburg.de/zukunftsunternehmen/

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Produktionstechnik
Institute for Advanced Energy Systems
Fachgebiet Resiliente Energiesysteme
Prof. Dr. Stefan Gößling-Reisemann
Tel.: 0421 218 64884
E-Mail: sgrprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de