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Verdienstorden für Yasemin Karakaşoğlu

Professorin Yasemin Karakaşoğlu der Universität Bremen erhält am Freitag, 3. Dezember 2021, im Schloss Bellevue mit weiteren sieben Frauen und sieben Männer den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Die Bremer Erziehungswissenschaftlerin und die 14 anderen Bürgerinnen und Bürger werden geehrt, weil sie sich in der Hilfe für Geflüchtete, für die Integration von Zuwanderern, sowie durch ihren Einsatz für Frauenrechte, den interreligiösen Dialog und bessere Bildungschancen verdient gemacht haben.

„Ich beglückwünsche Professorin Yasemin Karakaşoğlu ganz herzlich zu dieser Ehrung“, sagt der Rektor der Universität Bremen, Professor Bernd Scholz-Reiter. „Sie ist eine angesehene Wissenschaftlerin, der es stets ein Anliegen ist, sich für die Interessen von Geflüchteten und Menschen mit Migrationserfahrungen einzusetzen.“

Als frühe und streitbare Vertreterin der Migrationsgesellschaft setzt sich Yasemin Karakaşoğlu besonders für die gesellschaftliche und politische Partizipation von Muslimen und Musliminnen in Deutschland ein. „Ich verstehe mich als Brückenbauerin zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft“, sagt sie. Mit ihrem Engagement an der Schnittstelle dieser drei Bereiche leistet die Erziehungswissenchaftlerin einen Beitrag zur Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft. Die 56-Jährige war Gründungsmitglied im Sachverständigenrat Deutscher Stiftungen für Migration und Integration und Vorsitzende des Rats für Migration e.V. Sie ist unter anderem Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des „Islamkolleg Deutschland“ und aktiv im Fachbeirat des „Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland".

Zur Person:

Yasemin Karakaşoğlu ist Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin. Von 2011 bis 2017 war sie Konrektorin für Internationalität und Diversität der Universität Bremen. Ihr Spezialgebiet ist die Erforschung von Interkulturalität. Die 56-Jährige wuchs als Tochter eines deutsch-türkischen Elternhauses in Norddeutschland und Safranbolu/Türkei auf. Von 1985 bis 1991 studierte Yasemin Karakaşoğlu Turkologie mit den Nebenfächern Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Hamburg und der Hacettepe-Universität Ankara (1989). Nach dem Studium war sie von 1991 bis 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Türkeistudien in Essen und ab 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Interkulturelle Pädagogik an der Universität Essen, wo Yasemin Karakaşoğlu 1999 promoviert wurde. Seit 2004 ist sie Professorin für Interkulturelle Bildung an der Universität Bremen.

Weitere Informationen:

Lesen Sie die Pressemitteilung des Bundespräsidenten: https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2021/12/211203-Verdienstorden-Ehrenamtstag.html?nn=2236336
www.uni-bremen.de/fb12/arbeitsbereiche/abteilung-a-allgemeine-erziehungswissenschaft/interkulturelle-bildung/team/prof-dr-phil-yasemin-karakasoglu
www.uni-bremen.de

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu
Leiterin des Arbeitsbereichs Interkulturelle Bildung
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Telefon: +49 421 218-69020 (Sek.)
E-Mail: karakasogluprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Yasemin Karakaşoğlu in ihrem Büro.
Als frühe und streitbare Vertreterin der Migrationsgesellschaft setzt sich Yasemin Karakaşoğlu besonders für die gesellschaftliche und politische Partizipation von Muslimen und Musliminnen in Deutschland ein.