Die beiden Initiativen „#MOIN – Modellregion Industriemathematik" und „TCALL – Transfercluster Akademischer Lehrpflegeeinrichtungen in der Langzeitpflege“ werden an der Universität Bremen und der Hochschule Bremen koordiniert. Sie gehören zu bundesweit zwölf Initiativen, die im Rahmen der Programmlinie „T!Raum“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert werden.
„#MOIN – Modellregion Industriemathematik“: Mathematik als Innovationsmotor für Wirtschaft und Gesellschaft
Die Transferinitiative „#MOIN Modellregion Industriemathematik“ wird vom Zentrum für Industriemathematik der Universität Bremen getragen und widmet sich der Frage, wie Gesellschaft und Industrie von der Innovationskraft der Mathematik profitieren können. So macht #MOIN (Industrie-)Mathematik als praktisches Werkzeug für Innovation sichtbar – von der Schule bis zur Hochtechnologie, von der Wirtschaft bis in die Öffentlichkeit. Beispiele hierfür sind Forschungstage für Schulklassen und verschiedene Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen. Weitere Projektpartner sind unter anderem die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation der Freien Hansestadt Bremen sowie die BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven.
In der zweiten Förderphase vertieft #MOIN die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Bildung und setzt einen stärkeren Fokus auf Öffentlichkeitsarbeit. „Industriemathematik ist kein abstraktes Konzept, sie löst ganz konkrete Probleme. Wir wollen zeigen, welches Innovationspotenzial darin steckt und wie Unternehmen und Gesellschaft unmittelbar davon profitieren können“, sagt Prof. Dr. Christof Büskens, Projektleiter von #MOIN.
„Bremen hat in der Industriemathematik echte Stärken, und #MOIN bringt diese Stärken dorthin, wo sie gebraucht werden: in die Unternehmen, in die Schulen, in die Region. Denn wer junge Menschen früh für Mathematik begeistert, legt den Grundstein für die Innovationskraft von morgen. Gerade in unseren Schlüsselbranchen wie der maritimen Wirtschaft, der Luft- und Raumfahrt oder der Logistik können mathematische Methoden einen echten Unterschied machen. Dass Wissenschaft und Wirtschaft hier so eng zusammenarbeiten, ist kein Zufall, sondern ein Qualitätsmerkmal dieses Standortes. Die erfolgreiche Zwischenevaluation macht mich stolz: #MOIN hat geliefert, und ich freue mich, dass die Initiative jetzt weitermachen kann“, sagt Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation.
„TCALL – Transfercluster Akademischer Lehrpflegeeinrichtungen in der Langzeitpflege“: Innovationen praxiswirksam umsetzen
Die Initiative „TCALL (Transfercluster Akademischer Lehrpflegeeinrichtungen in der Langzeitpflege)“ schafft in Bremen modellhaft eine neue, stabile Innovations- und Transferstruktur für die Langzeitpflege. In Deutschland steigt die Anzahl pflegebedürftiger Menschen, während gleichzeitig der Mangel an Pflegekräften zunimmt. Vor diesem Hintergrund werden soziale, organisatorische und technische Neuerungen in vernetzten „Akademischen Lehrpflegeeinrichtungen“ erprobt, evaluiert und – wenn sie sich bewähren – in die Praxis implementiert, sowohl in Bremen als auch perspektivisch darüber hinaus. Beispiele hierfür sind Pflegemanagement-Coachings für Leitungskräfte sowie sprachgesteuerte Pflegedokumentationssysteme.
TCALL wird von einem Verbund getragen, in dem die Universität Bremen und die Hochschule Bremen gemeinsam mit Praxispartnern aus der Bremer Langzeitpflege arbeiten. Vonseiten der Universität Bremen sind das Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (SOCIUM), das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) sowie das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) beteiligt; vonseiten der Hochschule Bremen das Zentrum für Pflegeforschung und Beratung (ZePB). Zu den zentralen Praxispartnern des Projekts zählen der Caritas Bremen e. V. sowie die Johanniter Seniorenhäuser GmbH.
„Damit Innovationen in der Pflege nicht in Modellprojekten steckenbleiben, brauchen wir Strukturen, die Entwicklung und Evaluation in der alltäglichen Versorgung realisieren und damit Qualifizierung und Implementierung ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Heinz Rothgang, Hauptprojektleiter von TCALL und Professor für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung an der Universität Bremen. „Die zweite Förderphase ist für uns die Chance, wirksame Ansätze weiter zu verstetigen und in die Breite zu tragen.“
Mit Blick auf die Initiative TCALL betont Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Verbraucherschutz und Frauen: „TCALL steht beispielhaft für den Anspruch Bremens, Innovationen nicht nur zu entwickeln, sondern auch wirksam in die Praxis zu bringen. Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Pflegeeinrichtungen und regionalen Partnern schafft konkrete Verbesserungen für Pflegebedürftige und Beschäftigte gleichermaßen. Die zweite Förderphase ermöglicht es, erfolgreiche Ansätze weiter auszubauen und langfristig in der Versorgung zu verankern.“
Weiterführende Informationen:
https://moin-mathe.de/
https://tcall.info/
https://www.innovation-strukturwandel.de/strukturwandel/de/programm/t_raum/t_raum_node.html
Fragen beantworten:
Dr. Kerstin Ksionzek
#MOIN Modellregion Industriemathematik
Universität Bremen
Telefon: +49 421 218 63865
E-Mail: kerstin.ksionzekprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
Stefan Wollnik
TCALL Transfercluster Akademischer Lehrpflegeeinrichtungen in der Langzeitpflege
Hochschule Bremen
Telefon: +49 424 5905 6779
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