Detailansicht

„Wer pflegt, braucht selber Pflege“

10. Juni: Tag für pflegende Angehörige an der Universität Bremen

Immer mehr Berufstätige kommen in die Situation die Pflege und Betreuung von Angehörigen zu übernehmen oder zu organisieren. Für die Pflegenden ist die Situation meist psychisch und körperlich sehr belastend. Zu diesem Thema veranstaltet die Universität Bremen am 10. Juni 2008, 10:00 bis 16:30 Uhr den „Aktionstag pflegende Angehörige“. Er richtet sich an alle Beschäftigten, Studierenden sowie an die Bremer Öffentlichkeit. Initiiert wurde das Projekt von der zentralen Frauenbeauftragten Brigitte Nagler: „Es kann jeden treffen, vor der Aufgabe zu stehen, neben Beruf oder Studium einen Angehörigen pflegen zu müssen. Mit dieser Veranstaltung signalisiert die Universität deutlich, dass sie es als ihre Aufgabe versteht, Beschäftigte und Studierende bei ihren Familienaufgaben zu unterstützen.“

Das Programm ist breit gefächert. Mit einem Mix aus Information und Beratung, Vorträgen und Diskussion, Musik und Kabarett wird das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Auch konkrete Fragen werden beantwortet: In der Glashalle werden von 10:00 bis 15:00 Uhr verschiedene Einrichtungen und Anbieter von Serviceleistungen vertreten sein. Hier gibt es Informationen über ambulante und stationäre Pflegeangebote. Selbsthilfegruppen, Verbände und die unabhängige Patientenberatung stehen zur individuellen Beratung zur Verfügung.

Parallel werden in fünf halbstündigen Vorträgen zwischen 11:00 und 14:30 Uhr verschiedene Themen wie „Wer pflegt, braucht selber Pflege“ (Annelie Keil),

„Nächtliche pflegerische Versorgung“ (Stefan Block) oder „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ (Julia Lademann) aufgegriffen. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion (14:45 Uhr) steht die Frage im Mittelpunkt, in welcher Weise die Universität, Politik und Gewerkschaft für pflegende Angehörige Verantwortung übernehmen und sie konkret unterstützen. An der Diskussion nehmen teil: Gerd-Rüdiger Kück, (Universität Bremen); Ingelore Rosenkötter, (Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales); Alexander Künzel, (Bremer Heimstiftung); Helga Ziegert, (DGB-Bremen); Prof. Dr. Annelie Keil, (Universität Bremen) und Prof. Dr. Martina Roes, (Hochschule Bremen).

„Für pflegende Angehörige fehlen häufig noch Angebote; diesem Personenkreis fehlt noch die Stimme und die Akzeptanz“, erklärt Uni-Kanzler Gerd-Rüdiger Kück. „Ziel des Aktionstages ist es, auf das Thema aufmerksam zu machen und allen Betroffenen konkrete Unterstützungsangebote aufzuzeigen. Deshalb wird allen Angehörigen der Universität die Gelegenheit gegeben, an der Veranstaltung teilzunehmen.“

 

Wetere Informationen:
Universität Bremen
Forschungszentrum Nachhaltigkeit
Brigitte Nagler

Tel. 0421 / 218-61810
naglerprotect me ?!artec.uni-bremenprotect me ?!.de

http://www.zentrale-frauenbeauftragte.uni-bremen.de