Das zentrale Forschungsziel der Arbeitsgruppe Callsen ist es, die Entstehung und den Transport von Wärme in nanoskaligen Strukturen zu untersuchen, die in der Elektronik und Optoelektronik ihre vielfältige Anwendung finden. Im Gegensatz zu großskaligen Objekten sind die Phänomene des Wärme- als auch Ladungstransports in mikro- und nanoskaligen Strukturen bis heute oftmals unerforscht.
Die zum Verständnis benötigten experimentellen Methoden aus dem Bereich der Festkörperspektroskopie werden in der AG Callsen entwickelt mit dem Ziel, zugehörige Ergebnisse der „Nanothermometrie“ mit aktuellster Theorie abzugleichen. In Summe adressieren diese Bemühungen eine der großen entscheidenden Fragen der Festkörperphysik, wodurch sich ein ausgeprägtes Potential für zukünftige Forschung mit hoher internationaler Sichtbarkeit ergibt.
Gordon Callsen hat einen Diplomabschluss in Physik von der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) und einen „Honours“-Abschluss der University of Technology, Sydney. Die Promotion erfolgte auf dem Gebiet der Quantenpunktspektroskopie im Rahmen eines „cotutelle“- Abkommens zwischen beiden zuvor genannten Universitäten. Nach einer Postdoczeit an der TU Berlin arbeitete Gordon Callsen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL, Schweiz), wo er zwei Jahre lang auch ein EU Marie-Skłodowska-Curie Stipendium innehatte. Seit Oktober 2020 war Gordon Callsen an der Universität Bremen als Juniorprofessor tätig, wo nun auch der Übergang auf die aktuelle Professur erfolgte.
In 2010 gewann Gordon Callsen den „Physik Studienpreis“ der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin. In 2015 bekam Gordon Callsen von der gleichen Gesellschaft den „Carl Ramsauer Preis“ für seine Doktorarbeit verliehen.

