Zuvor war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum, nach Stationen am Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung“ der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Kollegforschungsgruppe „Imaginarien der Kraft“ der Universität Hamburg.
Als studierte Kunsthistorikerin und Biologin liegt einer ihrer Forschungsschwerpunkte auf Bildern in den Naturwissenschaften sowie auf künstlerischen Erkenntnispraktiken im Zeitraum von der Frühneuzeit bis zur Moderne. Im Rahmen ihrer Dissertation hat Lee Chichester Ansätze einer visuellen und verkörperten Wissensproduktion durch künstlerisch inspirierte Bildgebung und Modellierung in der Britischen Entwicklungsbiologie des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts untersucht. In ihrem aktuellen Postdoc-Projekt erforscht sie die Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten mit Mitteln der Gestaltung in populären Wissenschaftsausstellungen im Kontext politischer Konflikte. Ein anderer Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Geschichte der Kunstwissenschaft unter einer geschlechterhistorischen und institutionskritischen Perspektive.
Jenseits ihrer universitären Arbeit hat Lee Chichester verschiedene forschungsbasierte Ausstellungen an Museen kuratiert, die sich unter anderem Fragen der Mensch-Tier-Beziehungen um 1900 aus Perspektive der Animal- und der Post-Colonial-Studies widmen, so etwa am Kunstmuseum Bern 2021 und 2025 am Franz Marc Museum in Kochel a. See.

