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Bremische Traditionen bewahren oder lieber einen Wandel herbeiführen?

Beim „Stadtforscher-Kongress“ am 27.Juni diskutieren Schüler mit Studierenden und Wissenschaftlern über ihre Projektergebnisse

Nr. 206 / 20. Juni 2012 SC

Das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Kooperationsprojekt  „Bremer Stadtforscher“ unterstützt sozialwissenschaftlich forschendes Lernen in der Schule. In diesem zweiten Projektjahr erforschten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler unter dem Rahmenthema „Bremen zwischen Tradition und Wandel“ die Rolle der Vergangenheit bei der Zukunftsgestaltung: An selbst gewählten Themen aus Bremens Geschichte und Gegenwart ging es immer wieder um die Frage: Wieviel Vergangenes sollte erhalten und was muss für die Gestaltung der Zukunft verändert werden?

Die Schüler erforschten im Rahmen ihres Unterrichts in Geschichte, Politik und Geographie ganz unterschiedliche Fragestellungen, wie zum Beispiel die Verhaltensweisen von Bremer Bürgern in der Zeit des Nationalsozialismus, die aktuellen Möglichkeiten und Hindernisse der Müll-Wiederverwertung in Bremen oder die regionalen und nationalen Auswirkungen Bremischer Demonstrationen.

Die Ergebnisse werden nun in Hinblick auf Erfahrungen mit dem forschenden Lernen am Mittwoch, den 27. Juni 2012, auf dem abschließenden Stadtforscher-Kongress von 9.30 – 14.00 Uhr im Gebäude GW 2 der Universität Bremen vorgestellt und in kleinen Gesprächsrunden mit Wissenschaftlern und Studierenden diskutiert. In den Zwischenzeiten wird Raum geboten, die Galerie im Foyer des GW 2 mit allen Projektergebnissen zu besuchen. Die Veranstaltung ist öffentlich und insbesondere weitere studentische Interessierte und Diskutanten sind herzlich eingeladen.

Aus sieben Kooperationsschulen haben dieses Jahr mehr als 150 Schülerinnen und Schüler in über 30 Projekten teilgenommen. Darunter sind Gruppen des Gymnasiums Vegesacks, der Wilhelm-Focke-Oberschule, des Gymnasiums Hamburger Straße, der LGO Leibnizplatz-Delmestraße, der Schule St. Johannis, des Schulzentrums Lange Reihe und der Oberschule Findorff. Untersuchungsgegenstände sind wie bei jedem der jährlichen „Bremer Stadtforscher“-Durchgänge von den Jugendlichen selbst ausgewählte Personen, Institutionen, Diskurse und Projekte in ihrem Umfeld, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf unterschiedliche Weise „vor Ort“ an der Meinungsbildung, Entscheidung und Gestaltung in der Stadt Bremen mitgewirkt haben. Dadurch wird ihr Interesse an gesellschaftlichen Themen gestärkt, zugleich lernen sie Methoden der Sozial- und Geisteswissenschaften kennen.

Das Projekt wird vom Zentrum für die Didaktiken der Sozialwissenschaften (ZeDiS) der Universität Bremen initiiert und vielfältig durch fachwissenschaftliche Beratung, studentische Tutoren und außerschulische Kooperationspartner betreut. Nach Abschluss dieses zweiten Projekt-Durchlaufs wird es im nächsten Jahr um die Rolle Bremens in internationalen Kontexten gehen.

Weitere Informationen gibt es unter www.uni-bremen.de/zedis .