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Damit rechnet ja keiner: Mathematik, Musik, Theater - experimentell!

Freude am Lernen bei der 21. Bremer Lehrerakademie

Nr. 289 / 6. Oktober 2010 SC

Unter dem Motto „Damit rechnet ja keiner: Mathematik, Musik, Theater – experimentell!“ beginnt heute die 21. Tagung der Bremer Lehrerakademie. Bis zum 9. Oktober 2010 wird in der Universität Bremen ein spannendes Programm für Lehrerinnen und Lehrer der Fächer Mathematik, Musik und Sprachen aus ganz Deutschland geboten. Da neben den fachlichen und personalen Kompetenzen der Lehrkräfte die Freude an der Arbeit nicht zu kurz kommen soll, kombiniert die Lehrerakademie anspruchsvolle fachspezifische Programmteile mit einem attraktiven Rahmenprogramm.    

Dieses Mal wird die kreative Auseinandersetzung mit aktuellen Themen groß geschrieben. Das Aufspüren und Beleuchten von Berührungspunkten zwischen den verschiedenen Fachgebieten steht dabei im Mittelpunkt, da für den erfolgreichen Lernprozess von Schülerinnen und Schülern derartige Verknüpfungen eine entscheidende Rolle spielen. Im Bereich der Mathematik ist die Software "GeoGebra" ausschlaggebend. Die Anwendungssoftware wird in Vorlesungen und Workshops von ihrem Entwickler vorgestellt, dem Mathematikdidaktiker Professor Markus Hohenwarter. In einem gemeinsamen Abschlussvortrag am Samstag, den 9. Oktober in der Bremer Stadtwaage spricht der bekannte Bremer Hirnforscher Professor Gerhard Roth darüber „wie Lernen gelingt“. An der Fortbildung beteiligen sich 60 Lehrerinnen und Lehrer aus dem gesamten Bundesgebiet.

Zur Geschichte der Lehrerakademie

Gegründet wurde die Lehrerakademie 1992 unter dem Titel „Chaos und Fraktale“ von dem renommierten Bremer Mathematiker Professor Heinz-Otto Peitgen. Zunächst nur für Mathematiklehrer hat die Lehrerakademie entscheidend dazu beigetragen, dass aktuelle Teilgebiete der Mathematik den Weg in den Unterricht gefunden haben. Schüler und Lehrer waren vor allem deshalb von der „Chaosmathematik" fasziniert, weil es dabei um mathematische Probleme ging, die Experimente ermöglichten und eindrucksvolle visuelle Darstellungen zuließen.

Durch die Zusammenarbeit des „Centrum für Complexe Systeme und Visualisierung“ der Universität Bremen (CeVis) mit der „bremer shakespeare company“ und der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“ konnte die Lehrerakademie 1996 eine neue Ebene erreichen: Gemeinsam bieten die drei bekannten Bremer Institutionen seitdem ein jährliches Fortbildungsprogramm für Lehrerinnen und Lehrer der Sparten Mathematik, Musik und Sprachen an, wodurch die fächerübergreifenden Komponenten an Bedeutung gewonnen haben.
Florian Puschmann

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Kooperationsbeauftragte Universität - Schule
Gisela Gründl
Tel.: 0421/218-4826
E-Mail: gruendlprotect me ?!cevis.uni-bremenprotect me ?!.de
www.lehrerakademie.uni-bremen.de