<h2 id="header83316" class="header  "><span><a href="/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten" title="mehr">Universität Bremen</a></span></h2><?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0"
         xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
         xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Dummy Title</title><link>http://example.com</link><description></description><language>en-gb</language><copyright>Universität Bremen</copyright><pubDate>Wed, 15 Jul 2026 03:59:03 +0200</pubDate><lastBuildDate>Wed, 15 Jul 2026 03:59:03 +0200</lastBuildDate><category>News</category><atom:link href="https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/rss?type=9818" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>Universität Bremen</generator><item><guid isPermaLink="false">news-31706</guid><pubDate>Tue, 30 May 2023 11:55:44 +0200</pubDate><title>Der Studienberater </title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-studienberater</link><description>Bereits seit 24 Jahren arbeitet Stephan Determann bei der Zentralen Studienberatung (ZSB). Anfangs bekam er noch Beratungsanfragen per Post. Heute, als Leiter der ZSB, managt er Angebote von der Datenbank Studium bis zum Informationstag für Studieninteressierte. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Antwort auf die Anfrage, ob er in den Campusgeschichten porträtiert werden will, kommt schnell: „Sehr gerne“, schreibt Stephan Determann, und ergänzt: „Ich würde ein persönliches einem virtuellen Treffen vorziehen.“ Später, bei einer Tasse Tee, berichtet er, dass er das auch bei der Studienberatung so halte. „Wenn man sich persönlich gegenübersitzt, kann sich ein Gespräch ganz anders entwickeln. “ Aus einer einfachen Frage nach den Bewerbungsfristen wird dann – sofern Ratsuchende dazu bereit sind – eine Unterhaltung über die eigenen Studienwünsche, die Ansprüche von Eltern und Freunden, über Lieblingsfächer und Existenzängste. Wenn seine Gesprächspartner:innen am Ende etwas klarer sehen, ist das auch für Stephan Determann befriedigend. „Diese Momente, wenn andere zu mir sagen: ‚Das war ein gutes Gespräch, jetzt komme ich weiter‘, gehören zu den schönsten meiner Arbeit.“</p><h3>Den Studienwünschen auf der Spur</h3><p>24 Jahre arbeitet er nun schon bei der Zentralen Studienberatung der Universität Bremen, seit 18 Jahren leitet er sie. „Zu meiner Anfangszeit bekamen wir noch Beratungsanfragen per Post und verschickten dann Infobroschüren“, erinnert er sich. Die gibt es immer noch, daneben aber eine große Bandbreite an weiteren Angeboten: So hat Stephan Determann die Datenbank Studium konzipiert und aufgebaut, die einen Überblick über alle Studienfächer der Universität bietet – von Zugangsvoraussetzungen bis zu Studieninhalten. Außerdem organisiert sein Team Veranstaltungen wie den Informationstag für Studieninteressierte, berät per Telefon, Zoom und persönlich.</p><p>Die Fragen in den Beratungsgesprächen, sagt Stephan Determann, seien über die Jahre hinweg ähnlich geblieben: Will ich überhaupt studieren? Wie sehen die Jobperspektiven bei verschiedenen Studiengängen aus? Was, wenn meine Eltern mit meinem Studienwunsch nicht einverstanden sind? Und wie soll ich bloß den richtigen Studiengang für mich finden? Gemeinsam mit den Ratsuchenden versucht er zu ergründen, was eigentlich die eigenen Wünsche und Interessen sind, jenseits fremder Erwartungen „Das ist die wichtigste Frage, die man sich stellen muss – und dann kann man anfangen, die Studiengänge einzugrenzen, die für einen infrage kommen.“</p><h3>Vom Physikstudenten zum Studienberater</h3><p>Ähnlich hielt das Stephan Determann auch selbst, als er sich nach seinem Abitur im Jahr 1981 für einen Studiengang entscheiden musste. Damals wie heute hatte er viele Interessen. Ehrenamtlich engagierte er sich in der Obdachlosenhilfe, konnte sich ein Studium in sozialer Arbeit aber nicht vorstellen. Stattdessen entschied er sich nach dem Zivildienst für ein Physikstudium. Das Fach lag nahe, weil er es schon als Leistungskurs gewählt hatte. „Was ich später aber beruflich damit machen will, daran habe ich erst einmal noch nicht gedacht.“</p><p>Während seiner Promotion arbeitete er immer wieder in der Lehre. Anderen etwas zu vermitteln, sie auf ihrem Weg weiterzubringen, machte ihm Spaß. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit absolvierte er eine therapeutische Ausbildung – ein Türöffner für seine Stelle in der ZSB. „Mein Berufsweg war nicht immer geradlinig, es war viel Suchen dabei“, bilanziert er.</p><h3>Authentische Einblicke durch Studienlots:innen</h3><p>Sich auch auf ungewisse Wege einlassen und Unbekanntes ausprobieren, dazu möchte er auch in der Studienberatung ermutigen. „Wie sich das Studierendenleben genau anfühlt, weiß man erst, wenn man selbst studiert“, sagt er. Viele andere Fragen lassen sich aber schon vorher klären – etwa bei Informationsveranstaltungen in Schulen, die Stephan Determann und sein Team anbieten. Hier geht es viel um die Unterschiede zwischen Schulunterricht und Studium. Dass es beispielsweise an der Universität nicht nur Klausuren, sondern auch mündliche Prüfungen gibt und dass man häufig selbst entscheiden kann, ob man eine Prüfung ablegt, wissen manche Jugendliche nicht. „Für viele ist das Studium eine Blackbox, das wollen wir ändern“, sagt Stephan Determann.</p><p>Unter anderem auch mit dem Programm der Studienlots:innen: Dabei handelt es sich um Studierende mit unterschiedlichen Studienfächern, die Studieninteressierten Einblicke in ihren Alltag geben. Bei einem Treffen auf dem Campus können die Studieninteressierten nicht nur persönliche Fragen stellen, oft kommen sie auch in Lehrveranstaltungen oder in die Mensa mit. „So bekommen sie subjektive, aber auch sehr authentische Eindrücke“, erklärt Stephan Determann.</p><p>Besonders im Mai und Juni, wenn die Entscheidung für ein Studium für viele im Raum steht, haben er und sein Team alle Hände voll zu tun. Zur Entspannung geht er gerne rudern oder segeln. Und auch in der Freizeit ist es ihm ein Anliegen, dass Menschen sich um ihn herum wohlfühlen. Gerne lädt er andere zu sich nach Hause ein, kocht ein leckeres Essen und legt Musik auf. „Und dann bringe ich die anderen zum Tanzen.“</p><p>&nbsp;</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Stephan Determann<br> Zentrale Studienberatung<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49 421 218-61150<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,uvgrjcp0fgvgtocppBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">stephan.determann<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>Weitere Informationen:</p><p><a href="/zsb" class="internalLink" title="Öffnet internen Link in aktuellem Fenster">www.uni-bremen.de/zsb</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-30715</guid><pubDate>Wed, 08 Feb 2023 10:25:57 +0100</pubDate><title>Die Frühstudentin</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-fruehstudentin</link><description>Immer freitags wechselt Adela Talipov zwischen der Universität und dem Gymnasium hin und her: Im Rahmen eines Frühstudiums besucht die 17-jährige Schülerin eine Vorlesung zur Experimentalphysik. Für sie eine perfekte Gelegenheit, frei und ohne Druck Uniluft zu schnuppern.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sie über das Frühstudium an der Universität Bremen spricht, ist Adela Talipov ein Punkt besonders wichtig. „Man muss kein Genie sein, um daran teilzunehmen“, sagt sie. Viel bedeutender seien Neugier und Interesse. Und das gilt bei ihr besonders den naturwissenschaftlich-technischen Fächern. Am Gymnasium Vegesack geht die 17-Jährige in die 11. Jahrgangsstufe und hat Mathematik und Physik als Leistungskurse gewählt. Erste Einblicke in die Forschung an der Universität Bremen hatte sie bereits bei einer Schülerakademie im vergangenen Sommer bekommen. Da lag der Gedanke an ein Frühstudium nahe.</p><h3>Einblicke in die Experimentalphysik</h3><p>Bei einem Infotag erfuhr Adela Talipov mehr über das Angebot und suchte sich aus den Lehrveranstaltungen eine Vorlesung zur Experimentalphysik aus. Dabei spielten nicht nur fachliche, sondern auch praktische Überlegungen eine Rolle. „Ich wollte möglichst wenig Unterricht in der Schule verpassen“, sagt sie. So dreht sich bei ihr am Freitag alles um die Physik: Nach ihrer Vorlesung von acht bis zehn Uhr fährt sie zurück nach Vegesack – zum Physikunterricht in der fünften Stunde. Ganz ohne versäumten Unterricht geht es dennoch nicht. Den Stoff in den Fächern Geographie und Wirtschaft muss sie selbstständig nachholen.</p><p>Die Vorlesung hört sie zusammen mit regulären Studierenden und anderen Frühstudierenden. Dabei lernt sie unter anderem, wie sich der Radius und die Frequenz von Schwingungen bestimmen lassen. Das Thema mag für manche abstrakt klingen, begegnet einem im Alltag aber häufig, etwa bei schwingenden Schaukeln oder der Tonerzeugung von Musikinstrumenten. Am Ende des Semesters könnte Adela Talipov zu dem Stoff eine Prüfung ablegen und die Leistung in einem späteren Studium anrechnen lassen. Aktuell zieht sie das aber nicht in Erwägung. „Ich möchte mir keinen zusätzlichen Stress machen, sondern vor allem herausfinden, wie das Studium abläuft und ob es für mich infrage kommt.“</p><h3>Hilfe von Mitstudierenden, Schule und Uni</h3><p>Einen großen Unterschied zum Schulunterricht sieht sie darin, dass der Lernstoff in einem schnelleren Tempo behandelt wird. Außerdem bauen manche Inhalte auf Grundlagen auf, mit denen sie in der Schule noch nicht in Berührung gekommen ist, wie zum Beispiel der Integralrechnung. „Das sieht vielleicht auf den ersten Blick etwas einschüchternd aus, ist aber eigentlich gar nicht so kompliziert“, sagt sie. Wenn sie dennoch einmal etwas nicht versteht, kann sie ihren Physiklehrer um Hilfe bitten. Außerdem unterstützen sie und die anderen Frühstudierenden sich gegenseitig.</p><p>An der Universität Bremen wurde sie auch auf das Projekt „DroPS“ (Drop Tower Project for School Students) aufmerksam. Am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) erhalten Jugendliche der Oberstufe die Möglichkeit, Experimente im Fallturm durchzuführen. Adela Talipov tat sich hierfür mit den anderen physikbegeisterten Frühstudierenden zusammen. Mit ihrer Versuchsidee bauen sie auf ihrem Wissen zur Experimentalphysik auf: Sie möchten mit starken Schallwellen experimentieren, wie sie etwa von Musikboxen produziert werden. Solche Schallwellen können Wasser in Schwingung versetzen – doch was passiert, wenn man das Experiment in der Schwerelosigkeit durchführt? Sechs Monate haben die Jugendlichen Zeit, um dieser Frage gemeinsam mit Forschenden der Universität auf den Grund zu gehen.</p><h3>Rat an Studieninteressierte: „Macht das auf jeden Fall!“</h3><p>Gemeinsam mit anderen Jugendlichen an ihrer Schule nimmt Adela Talipov außerdem am CanSat-Wettbewerb teil, bei dem die Schüler:innen eigene Minisatelliten bauen und mit ihnen Messungen durchführen. Dazu kommen für sie noch der reguläre Unterricht an der Schule, ihr Engagement in der Schülervertretung und ein Nebenjob als Kellnerin. Genug Zeit zum Entspannen und für ihre Freundinnen und Freunde bleibt ihr trotzdem. Deshalb möchte sie ihr Frühstudium auch in den kommenden Semestern fortsetzen. „Physik finde ich interessant, aber ich würde es nicht als einziges Fach studieren“, zieht sie Bilanz. Besonders spannend findet sie das Zusammenspiel von verschiedenen Disziplinen wie Mathematik, Physik und Chemie. Entsprechend plant sie auch schon, Veranstaltungen aus der Chemie oder den Materialwissenschaften zu belegen. „Macht das auf jeden Fall“, rät sie anderen Jugendlichen, die mit der Idee eines Frühstudiums spielen. „Man lernt nicht nur mehr über verschiedene Studienfächer, sondern trifft auch viele interessante Menschen.“</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Dr. Kerstin Ksionzek<br> Transferkoordinatorin Universität und Schule<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49 421 218-60393<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,mgtuvkp0mukqpbgmBxy0wpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">kerstin.ksionzek<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>vw.uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="/kooperationen/transfer-mit-schule/schuelerinnen-und-schueler/begabungsfoerderung/fruehstudium" class="internalLink" title="Öffnet internen Link in aktuellem Fenster">www.uni-bremen.de/fruehstudium</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-28557</guid><pubDate>Tue, 31 May 2022 12:12:00 +0200</pubDate><title>Die Azubi-Koordinatorin</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-azubi-koordinatorin</link><description>Die Universität Bremen ist nicht nur ein Ort für Studierende und Nachwuchswissenschaftler:innen, sondern bildet jährlich auch rund 80 junge Menschen in verschiedenen Berufen aus. Silke Heinrich von der Universität Bremen koordiniert diesen Bereich, besucht Schulen und Jobmessen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Wer Silke Heinrich begegnet, bemerkt sofort ihre sympathische, offene Art. Leicht kommt man mit ihr ins Gespräch. „Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich täglich mit vielen verschiedenen Menschen zu tun habe“, lacht sie. „Die Arbeit mit jungen Menschen, sie auf ihrem Weg in ihre berufliche Zukunft zu begleiten, macht mir so viel Spaß. Da bleibe ich immer in Bewegung.“ Das merkt man auf jeden Fall und das ist wahrscheinlich ein Glücksfall für die Auszubildenden.</p><p>Eine Universität als Ausbildungsort? Auf diese erstaunte Frage stößt Silke Heinrich häufig. Denn noch nicht überall ist das bekannt. „Ja, die Leute sind oft überrascht. Dabei haben wir so tolle, interessante Bereiche. Von handwerklich und technisch orientierten Berufen über Laborberufe bis zu Dienstleistungen und Informatik. Das geht von Anlagemechaniker:in über Betriebselektroniker:in bis zur Veranstaltungsmanager:in.“</p><h3>Jobmessen und Schulbesuche: Immer auf der Suche nach qualifizierten Azubis</h3><p>Ihr Job besteht nun darin, diese vielfältigen Möglichkeiten bekannt zu machen. „Ein großer Teil meiner Aufgabe ist Marketing“, bestätigt sie. Sie fährt zu Jobmessen und besucht Schulklassen, um für eine Ausbildung an der Universität Bremen zu werben. „Da habe ich dann immer Auszubildende von uns dabei, die interessierten Schülerinnen und Schülern direkt erzählen können, wie ihre Ausbildung ist und ihre Fragen beantworten. Silke Heinrich kümmert sich auch darum, dass Videoclips produziert werden, die flott geschnitten, die junge Zielgruppe über die Social-Media-Kanäle und Internetplattformen erreichen. „Das mache ich natürlich nicht selbst, solche Videos werden gemeinsam mit unseren Marketing-Expertinnen bei Agenturen in Auftrag gegeben oder vom Zentrum für Multimedia in der Lehre der Universität Bremen (ZMML) produziert.“<br> Silke Heinrich ist auch Ansprechpartnerin für alle Belange der Auszubildenden. Anfangs geht es zum Beispiel darum, den Campus und andere Auszubildende kennenzulernen. Dann organisiert sie ein gemeinsames Frühstück. Oder sie vermittelt ihnen nützliche Informationen darüber, an wen sie sich wann wenden können. Dabei arbeitet sie eng mit den Ausbilderinnen und Ausbildern zusammen. Nur durch diese gute Zusammenarbeit, betont Silke Heinrich, könne sie ihren Job erfolgreich ausüben.</p><h3>Großes Spektrum an Ausbildungsberufen</h3><p>Rund 80 junge Menschen pro Jahr werden ausgebildet. „Wir sind einer der größten Arbeitgeber in Bremen“, betont Silke Heinrich „und haben eine Verantwortung für die regionale Wirtschaft. Deshalb bieten wir jungen Menschen ein großes Spektrum an attraktiven und praxisorientierten Ausbildungsmöglichkeiten mit sehr guten Zukunftschancen.“ Auch junge Menschen mit Fluchterfahrung konnten eine Ausbildung durchlaufen, das war im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung, die auf eine Berufsausbildung vorbereitet. „Das ist eines meiner Lieblingsprojekte“, erzählt sie. Und wenn diese Auszubildenden dann einen guten Abschluss machen und übernommen werden, ist Silke Heinrich sehr stolz – auf die Auszubildenden, aber natürlich auch auf die Ausbilder:innen.&nbsp; Wer sich erst einmal orientieren möchte, hat aber auch die Möglichkeit, durch ein Praktikum in verschiedene Bereiche der Universität Bremen reinzuschauen. Wichtig ist ihr, dass junge Menschen etwas finden, das ihnen Spaß macht.</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Silke Heinrich<br> Koordinatorin Ausbildung<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49 421 218-60853<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,uknmg0jgkptkejBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">silke.heinrich<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/ausbildung" target="_blank">www.uni-bremen.de/ausbildung</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-28124</guid><pubDate>Thu, 14 Apr 2022 11:36:00 +0200</pubDate><title>Der Planer</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-campusmanager</link><description>„Der Herr der Häuser“ – so hat das Bremer Regionalmagazin buten und binnen Hans-Joachim Orlok in einem Beitrag genannt. Denn wenn es um Gebäude und Nutzungsflächen der Universität geht, ist er gefragt. Mit der Universität verbindet ihn eine Geschichte, die mit seinem Studium 1978 begann.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man mit Hans-Joachim Orlok über seine vielen Verantwortlichkeiten und Aufgaben spricht, ist ihm eine Sache besonders wichtig zu betonen: „Es geht nichts ohne ein gutes und kompetentes Team“, sagt der Leiter des Dezernats Gebäudemanagement. Und das habe er in seinen mehr als 25 Dienstjahren an der Universität Bremen immer gehabt. „Dafür bin ich sehr dankbar.“ Ohne die vielen Kolleg:innen und Mitarbeitenden hätte er seine Arbeit nicht machen können. Große Herausforderungen gab es genug. Beispiel Corona-Pandemie: „Diese Zeit ist für unsere Arbeitsorganisation eine große Herausforderung“, sagt Orlok. Bei ihm im Dezernat können nur sehr wenige der rund 100 Mitarbeitenden im Homeoffice arbeiten, zu denen Handwerker:innen, Architekt:innen, Techniker:innen und Büromitarbeitende gehören. Viele werden vor Ort gebraucht. So muss etwa die Energiezentrale im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche reibungslos laufen, damit Forschung, Lehre, Technik und Verwaltung funktionieren. Außerdem sind Hans-Joachim Orlok und sein Team mit anderen Bereichen der Uni dafür zuständig, dass genug Masken, Desinfektionsmittel und geschultes Wachpersonal in den mehr als hundert Gebäuden auf dem Uni-Campus vorhanden sind. Besonders zu Beginn der Pandemie war dies nicht leicht, als viele Prozesse noch neu und nicht eingespielt waren</p><h3>Umstellung auf Ökostrom</h3><p>Auf dem Campus begleitet den Dezernenten das Thema Nachhaltigkeit seit vielen Jahren. So hat er zum Beispiel zusammen mit der Umweltmanagerin Doris Sövegjarto im Jahr 2005 das erste Umweltmanagementsystem eingeführt. „Damals gehörten wir deutschlandweit zu den Vorreitern bei den Hochschulen“. In seine Amtszeit fiel zudem die Umstellung der Universität auf Ökostrom. Ihre Fernwärme, die als CO2-neutral gilt, bezog die Universität da schon aus dem Müllheizkraftwerk im Blockland.</p><h3>Steingärten gegen Überflutung</h3><p>Die ab 2011 aufwändige, mehrjährige Sanierung des Boulevards gehen ebenfalls auf Hans-Joachim Orlok und sein Team zurück. Das langgezogene Bauwerk, das zentrale Gebäude von der Mensa über das Hörsaalgebäude „Keksdose“ bis zum Sportturm verbindet, war in die Jahre gekommen und musste erneuert werden. Bei der Sanierung galt es, zahlreiche Faktoren zu bedenken. So etwa eine verlässliche Entwässerung des Boulevards, damit die ebenerdigen Gebäudeeingänge bei Starkregen nicht geflutet werden. Die Lösung waren mehrere dunkle Schotterflächen, die mit Steingartenbepflanzungen verschönert wurden. „Im Vorfeld der Sanierung hat man sogar mal überlegt, den Boulevard ganz abzureißen“, erzählt der Dezernent. „Dann hätte man aber sämtliche Gebäudeeingänge neu schaffen müssen. Und das wäre zu teuer geworden.“</p><h3>Von <abbr title="Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen – MARUM">MARUM</abbr> bis Campuspark</h3><p>Zahlreiche Neubauten sind in der mehr als 25-jährigen Dienstzeit von Hans-Joachim Orkok realisiert worden: zum Beispiel das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen – MARUM, das Cognium (Neurowissenschaften) oder das LION – Gebäude für Licht und optische Technologien in der Klagenfurter Straße. Eine Besonderheit sind sicherlich die drei Gebäude Ingenieurwissenschaften 3 (IW3) am Hochschulring, der Block C vom <abbr title="Naturwissenschaften 2">NW2</abbr> in der Leobener Straße sowie das Seminar- und Forschungsgebäude (SFG) in der Enrique-Smidt-Straße. „Alle drei wurden gerade erst über ein Mietkaufverfahren abbezahlt und sind in das Eigentum der Universität übergegangen“, sagt er. Auch bei der Realisierung des Campusparks und Gartens der Nationen vor dem Verwaltungsgebäude (VWG) haben Orlok und sein Team tatkräftig mitgewirkt. Beide Bereiche gibt es seit 2010. Sie bieten mit den roten Stühlen und zahlreichen Bäumen viel Aufenthaltsqualität. „Vorher war dort nur brache Fläche“, erinnert er sich. „Ein wirklicher Glücksfall“ ist für ihn das Kunstwerk „Boule-Spiel“, das vergangenen Winter von der Kohlhökerstraße im Viertel vor das Verwaltungsgebäude gezogen ist. Die nächste Einweihung wird das BIOM in der Leobener Straße vermutlich Ende des Jahres sein: ein hoch modernes Lehrgebäude für die Biologie.</p><h3>„Man braucht eine gewisse Beharrlichkeit in diesem Job“</h3><p>Mit der Universität Bremen ist Hans-Joachim Orlok seit 1978 verbunden. Damals begann er mit 23 Jahren sein Studium für Elektrotechnik im Gebäude <abbr title="Naturwissenschaften 1">NW1</abbr> der noch jungen Reformuniversität. Nach seinem Abschluss arbeitete der Ingenieur 13 Jahre in der freien Wirtschaft. Im Jahr 1996 kam Hans-Joachim Orlok dann als Referatsleiter für den Technischen Betrieb an die Universität Bremen zurück. 2003 wurde er Dezernent für Technischen Betrieb und Bauangelegenheiten. So hieß damals das heutige Dezernat für Gebäudemanagement.</p><p>Eine große Herausforderung sind für seinen Verantwortungsbereich stets die Finanzen. Nur rund zwei Millionen Euro hat der Dezernent jährlich an laufenden Mitteln vom Land Bremen für Gebäudesanierungen und Neubauten zur Verfügung. „Die Universität bräuchte das fünf- bis sechsfache, um den Zustand ihrer Gebäude einigermaßen erhalten zu können“, sagt er. „Ich erkenne die Bemühungen der Politik an“, betont Hans-Joachim Orlok. Doch das Ganze sei nicht auskömmlich. „Man braucht eine gewisse Beharrlichkeit in diesem Job“, sagt er. Viele Dinge benötigen mehr Zeit als zum Beispiel in der freien Wirtschaft. Das höre er aber auch von Kolleg:innen anderer deutscher Hochschulen. „Das ist nicht bremenspezifisch.“</p><h3>Auch im Ruhestand saniert der Ingenieur weiter</h3><p>Der letzte Tag in seinem Büro im Betriebshof im 2. Stock wird der 31. Juli 2022 sein. Und dann? Dann bleibt Hans-Joachim Orlok quasi ein wenig in seinem Metier: Denn in Bremen Nord haben der Ingenieur und seine Frau ein altes Haus aus der Gründerzeit gekauft, welches er mit Herzblut saniert und renoviert. „Ich bin ein begeisterter Handwerker“, sagt er lachend, „solche Projekte brauche ich einfach.“<br> &nbsp;</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p>Hans-Joachim Orlok findet man mit insgesamt 50 Uni-Angehörigen auch auf der Website des Jubiläumsprojekts #IchBinUniBremen von Matej Meza und Anamaría Pabón-Maldonado: <a href="http://www.uni-bremen.de/50-jahre/programm/projekte/ichbinunibremen/hans-joachim-orlok" target="_blank">www.uni-bremen.de/50-jahre/programm/projekte/ichbinunibremen/hans-joachim-orlok</a></p><p>Sehen Sie den Beitrag mit Hans-Joachim Orlok bei buten un binnen anlässlich 50 Jahre Universität Bremen vom 13. Oktober 2022: <a href="https://www.butenunbinnen.de/videos/unterwegs-mit-dem-hausmeister-100.html" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.butenunbinnen.de/videos/unterwegs-mit-dem-hausmeister-100.html</a></p><h4><br> Fragen beantwortet:</h4><p>Hans-Joachim Orlok<br> Leitung Dezernat Gebäudemanagement<br> Universität Bremen<br> Tel. +49421 218-60600<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,qtnqmBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">orlok<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-27936</guid><pubDate>Thu, 03 Mar 2022 10:34:09 +0100</pubDate><title>Die Mensa-Managerin</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-mensa-managerin</link><description>Anke Grupe-Markschat ist Leiterin der Hochschulgastronomie beim Studierendenwerk Bremen. Sie ist für die insgesamt neun Mensa-Standorte in Bremen verantwortlich und sorgt dafür, dass den Hochschulangehörigen das Essen schmeckt. Das hat mit Planung zu tun, aber auch mit viel Kreativität.

</description><content:encoded><![CDATA[<p>Kichererbsen-Bohnenpfanne mit Koriander-Kartoffeln. Gebratene Frikadelle aus eigener Herstellung mit Hokkaido-Kürbis, Röstzwiebelstampf und Jus. Gemüse-Couscous-Pfanne mit Ingwer-Dip. Das klingt verlockend und ist ein Auszug aus der Speisekarte der Uni-Mensa. Ein Team aus Sachgebietsleitungen, Betriebsleitungen, Köch:innen, Küchenhilfen, Ökotropholog:innen und Verwaltungskräften sorgt dafür, dass das Essen in den verschiedenen Mensen in Universität und Hochschule nicht nur auf den Teller kommt, sondern den Studierenden und Mitarbeitenden auch schmeckt. Chefin ist Anke Grupe-Markschat.</p><h3>Gastronomin von der Pike auf</h3><p>Die oberste Mensa-Managerin hat ihren Job von der Pike auf gelernt. Die 59-Jährige wuchs im kleinen Ort Fischerhude bei Bremen auf und absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. 1999 begann sie beim Studierendenwerk Bremen. Zunächst übernahm sie die Leitung der Cafeteria an der Hochschule Bremen, danach wurde sie Betriebsleiterin der Mensa Werderstraße. Eine Fortbildung zur Wirtschaftsfachwirtin folgte 2010, ein Jahr später der Wechsel an den Universitätscampus als Betriebsleiterin der Uni-Mensa. 2016 wurde sie Abteilungsleiterin der Hochschulgastronomie im Land Bremen. Damit ist sie für drei Hochschulstandorte mit neun Mensen und Cafeterien und fast 200 Mitarbeiter:innen zuständig.</p><p>Was macht sie da? Eigentlich alles – von der allgemeinen gastronomischen Verwaltung bis zur Verantwortung für die Betriebstechnik und den Einkauf. Vor allem aber muss sie die Prozesse organisieren: Wie soll das Angebot aussehen? Wie wird das Personal organisiert? Wie soll die Verarbeitung aussehen? Wie können unterschiedliche Essgewohnheiten berücksichtigt und zugleich langfristige Trends im Auge behalten werden?</p><h3>Pandemie sorgte für große Herausforderungen</h3><p>In normalen Zeiten gehen allein an der Universität Bremen täglich rund 8.000 Mittagessen über die Theke. Dann kam Corona. „Das war die herausforderndste Zeit in meinem gesamten Berufsleben“, bilanziert die Gastronomie-Managerin. Als im März 2020 plötzlich alle Mensa-Betriebe schließen mussten, waren die Lager voll mit Lebensmitteln. Ein großer Teil davon konnte zum Glück gespendet werden: an Tafeln oder die Bremer Suppenengel.</p><p>Dann gab es immer wieder Öffnungen. Es wurden zwar weniger Essen ausgegeben als in normalen Zeiten, aber gefordert war höchste Flexibilität. Wann wird wieder geöffnet und wie? Hygienepläne mussten erstellt und permanent angepasst werden. Pfeilsysteme auf dem Fußboden, Kontaktnachverfolgung, weniger Stühle an den Tischen mit größerem Abstand. Die beliebte Cafeteria in GW 2 musste geschlossen bleiben, denn sie beherbergt das Corona-Testcenter. „Das Team der Hochschulgastronomie hat unglaublich viel geleistet in den vergangenen beiden Jahren“, betont die Chefin.</p><h3>„Mensa to go“ hat sich bewährt</h3><p>Am schwierigsten für alle Mitarbeitenden war die mangelnde Planungssicherheit. Umso mehr freut sich Anke Grupe-Markschat, dass das Essensangebot auch beim „Betrieb auf kleiner Flamme“ gut angenommen wurde. Insbesondere gilt das für das neu eingeführte to go-Angebot mit einem Pfandsystem für das Essgeschirr. Dabei bleibt es nicht. Gerade hat sie auch für den Kaffee-Ausschank ein Pfandsystem eingeführt, um den ökologisch widersinnigen Pappbecherverbrauch zu beenden.</p><p>Genutzt wurde die Pandemiezeit aber auch für Verbesserungen hinter den Kulissen. Die Spültechnik wurde erneuert, und Anke Grupe-Markschat freut sich über die frisch angeschaffte schrankhohe Pasta-Maschine: „Wir können jetzt Gerichte mit hausgemachter Pasta in Bioqualität anbieten“, freut sich die Chefin, die selbst auch die italienische Küche liebt. „Das kommt bei unseren Gästen sehr gut an.“</p><h3>Das Thema Ernährung bewegt alle</h3><p>Um die Mensa zukunftsfähig aufzustellen, muss sie die Bedürfnisse der Gäste kennen, den Lebensmittelmarkt studieren und Ernährungstrends aufmerksam registrieren. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen das Essen in der Mensa mit „einmal den Magen vollschlagen“ beschrieben wurde. „Ernährung ist ein Thema, das alle bewegt“, weiß Anke Grupe-Markschat, „es wird viel bewusster gegessen als früher. Immer wichtiger werden Fragen der Nachhaltigkeit. Viele möchten wissen, unter welchen Bedingungen und wo die Lebensmittel produziert werden.“<br> Auch die Bedürfnisse haben sich geändert: vollwertig, vegetarisch, vegan, weniger Fleisch, und wenn, dann aus artgerechter Haltung. Bei Kaffee und Tee setzen die Mensen des Studierendenwerks Bremen bereits auf fair gehandelte Bio-Produkte. Das Obst wurde umgestellt auf Bioqualität, Milchprodukte sind ebenfalls Bio und stammen aus der Region. &nbsp;</p><p>Regelmäßig probiert das Mensateam neue Rezepte aus, verschiedene Zutaten und Arten der Zubereitung. Das ist keineswegs trivial. Anke Grupe-Markschat erklärt den Unterschied zum heimischen Herd: „Wenn Sie zuhause kochen, essen Sie das in der Regel direkt im Anschluss. Das können Sie mit einer Großküche nicht vergleichen. In einer Mensa müssen beispielsweise die Nudeln lange standfest sein. Die fertigen Essen dürfen nicht nach einer Stunde zusammenfallen.“</p><p>Ob in Kantinen oder Krankenhäusern – erfahrungsgemäß wird über das Essen besonders gern genörgelt. Wie geht die Mensa-Managerin damit um? „Wir freuen uns, wenn es unseren Gästen schmeckt“, lautet die einfache Antwort. Man beobachte aber sehr genau, was gut ankomme und welche Gerichte auch mal nicht so gut angenommen würden. Es gebe ein ständiges Feedback von den Studierenden und Mitarbeitenden.</p><h3>Trends der Zukunft aufspüren</h3><p>Die Grundsätze für die Zukunft seien klar: Mehr Selbstgemachtes, frische Zutaten wie bei den beliebten vegetarischen und veganen Bowls für die Cafeteria GW 2, weniger Convenience, also vorproduzierte Komponenten, wie sie in Großküchen häufig zum Einsatz kommen. Im Mittelpunkt der Hochschulgastronomie werde noch stärker das Handwerk stehen. Nachhaltigkeit sei das alles bestimmende Thema der Zeit.<br> Und welche Großtrends erwartet Anke Grupe-Markschat für die etwas fernere Zukunft? „Da gibt es viele spannende Dinge,“ deutet sie an und nennt dann „Aquaponik“, ein Verfahren zur kombinierten Aufzucht von Fischen und Pflanzen im Kreislaufsystem. Ein weiterer Trend sind in-vitro-Fleisch, also Fleisch aus dem Labor, sowie insektenbasierte Lebensmittel. Von deren Siegeszug ist sie einigermaßen überzeugt.</p><p>Aber niemand muss fürchten, dass aus der Mensa schon morgen das Dschungelcamp wird – es geht um einen langfristigen Trend, der sicher auch mit neuen Koch- und Verarbeitungstechniken verbunden sein wird. Zum Mensa-Management gehören eben immer beide Seiten: das Wissen um die Bedürfnisse von Kunden und Gästen und die Kenntnisse aller Produktionsprozesse bis auf Teller und Tisch. Eine Aufgabe, die Anke Grupe-Markschat mit Elan angeht.</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Maurice Mäschig<br> Studierendenwerk Bremen AöR<br> Referent für Kommunikation und Kultur<br> Telefon: +49 421 2201- 10104<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,ocwtkeg0ocguejkiBuvy/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">maurice.maeschig<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>stw-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.stw-bremen.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.stw-bremen.de</a></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-27269</guid><pubDate>Mon, 29 Nov 2021 14:16:49 +0100</pubDate><title>Der Dienstälteste</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-dienstaelteste</link><description>Wirklich sicher ist sich Frieder Nake nicht: Ist er tatsächlich der dienstälteste Lehrende an der Universität Bremen? Vermutlich schon, denn im kommenden April beginnt sein 100. Semester. Nach fast 50 Jahren in der Lehre hat der 82-jährige Informatik-Professor so manche Geschichte zu erzählen. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Bevor es ans Erzählen geht, steht allerdings erstmal der Fototermin an. Denn zu so einer Campusgeschichte gehört ein möglichst realistisches Abbild des Porträtierten. Im Hörsaal des MZH-Gebäudes auf dem Campus soll es gemacht werden, denn dort fühlt sich Frieder Nake besonders heimisch. Der Hörsaal liegt direkt gegenüber von seinem Büro. Da braucht er offenbar nicht mal feste Schuhe anzuziehen, sondern kann einfach in seinen Büro-Schlappen hinübergehen. Richtig? „Nein, das sind meine normalen Schuhe. Ich trage eigentlich immer Sandalen, solange es irgendwie geht im Jahr,“ stellt Nake klar. Ein schwarzes Hemd, eine Wanderhose mit praktischen Seitentaschen und dicke Wollsocken vervollständigen den Look – mehr braucht der braungebrannte 82-Jährige für einen Tag an der Uni nicht.</p><p>„Meine Lehre war schon immer etwas lockerer“, schmunzelt der Informatiker, der 1972 eine Professur für Grafische Datenverarbeitung und interaktive Systeme an der Universität Bremen annahm. Einen Aktenkoffer mit Fachliteratur oder Powerpoint-Folien mit Formeln sucht man bei ihm vergeblich. „Ich erzähle meinen Studierenden lieber etwas. So vermittle ich das Fachwissen eher nebenbei und immer anhand einer relevanten Fragestellung“, erklärt Nake.</p><h3>Mit Studierenden im Kreis sitzen</h3><p>Mit diesem Ansatz folgt er einem der Gründungsgedanken der Universität Bremen. An der Weser sollte Anfang der 1970er Jahre vieles anders werden. Unter anderem sollten Forschung und Lehre stets gesellschaftlich relevant sein. Für Nake bedeutete das: In seinem ersten Seminar saß er mit fünf Studierenden im Kreis und tauschte sich im sogenannten Projektstudium über die Chancen und Grenzen von Computern aus – am konkreten Beispiel der Arbeitsvermittlung. Sogar ein Beamter von der Bundesanstalt für Arbeit kam aus Nürnberg an die neue Universität Bremen, um die Ideen der Studierenden und ihres Profs kennen zu lernen. „Alles, was damals an der Universität passierte, hatte einen direkten Bezug zur realen Welt. Das hat mir gefallen“, sagt der Informatiker.</p><p>Was ihm ebenfalls zusagte: An der Uni Bremen gab es in den 1970ern die sogenannte Drittelparität. Professor:innen, Verwaltungsmitarbeitende und Studierende waren in allen Belangen gleichberechtigt. „Diese Drittelparität war sensationell, so etwas hatte ich in Deutschland noch nie erlebt“, sagt Nake.</p><h3>Professur als politische Aufgabe</h3><p>Dass an der neuen Uni Bremen so vieles so anders laufen sollte, war der Grund, warum der gebürtige Stuttgarter 1972 überhaupt aus Kanada nach Deutschland zurückkam. „Ich war einige Jahre zuvor ausgewandert, weil mir das deutsche Hochschulwesen viel zu verknöchert war“, sagt der Wissenschaftler. „Nun an dieser radikal anderen Uni Professor zu werden, war für mich auch eine politische Aufgabe“, sagt Nake.</p><p>Inwiefern? „Seit meinem 16. Lebensjahr fühle ich mich der radikalen Linken zugehörig,“ stellt Nake klar. Er war Mitglied in kommunistischen Vereinigungen, hatte in den 70er Jahren im Rahmen des sogenannten Radikalenerlasses ein Disziplinarverfahren zu überstehen. An seinen politischen Überzeugungen hält er fest – obwohl sich mittlerweile vieles an der Uni Bremen geändert hat. So prägen der Marxismus und ein stetiger Aufruf zum dialektischen Denken seine Lehre. „Wir sollten immer das Gegenteil mitdenken – das habe ich schon meinen Kindern beigebracht und lege es auch jedem meiner Studierenden nahe. Es gibt niemanden, der eine meiner Veranstaltungen besucht hat und den Namen Hegel nicht kennt.“</p><h3>Lehre als Erzählung</h3><p>Auf die Frage, ob er sich sicher sei, dass er wirklich Informatik lehre, reagiert er mit einem Lachen. „Der Blick über den Tellerrand gehört mit dazu. Lehre muss eine Erzählung sein, muss Stellung beziehen aufgrund von Fachwissen“, sagt er.</p><p>Aktuelles Beispiel: In diesem Wintersemester bietet er ein Seminar an mit dem Titel „Algorithmic Thinking“ an. 70 Studierende nehmen teil und er wusste schon Wochen vorher, wie er die Veranstaltung beginnen wird: Reinkommen, hinsetzen und nichts sagen. Für volle zehn Minuten. Wenn jemand tuschelt oder mit dem Stuhl scharrt: ignorieren. Nach zehn Minuten aufstehen und fragen: Was habt ihr gerade gedacht? „So erfahren die Studierenden, was es bedeutet, aufs Denken zurückgeworfen zu werden“, erläutert der Hochschullehrer. Uni als Happening. So mag er es am liebsten.</p><h3>90-Stunden-Woche ist normal</h3><p>Und wenn er mal nicht an der Uni ist? „Mein Leben ist Arbeit. Ich habe eine 90-Stunden-Woche und höre abends erst auf, wenn das heute journal beginnt,“ sagt er. Einen Ruhemoment am Tag gönnt er sich allerdings: Der Informatiker liebt es, morgens in der kleinen Küche seines Borgfelder Hauses ein Käsebrot zu essen, mit Blick auf die großen Bäume im Garten.</p><p>Was viele an der Uni nicht wissen: Frieder Nake ist ein renommierter Vertreter der Computerkunst. Das ist Kunst, die digital mit dem Rechner erzeugt wird. Mitte der 1960er Jahre war er einer von nur drei Künstlern weltweit, die sich mit dieser Art von Kunst beschäftigt haben. Innerhalb kürzester Zeit machte er sich international einen Namen. Bis heute stellt er seine Bilder und interaktiven Installationen regelmäßig aus, das nächste Mal im Februar im Bremer Gerhard-Marcks-Haus. „Ich erstelle Projektionen auf möglichst großen Bildschirmen, die sich fortlaufend und ohne Wiederholung ändern. Der Computer rechnet und läuft und zeigt. Es sind dynamische Bilder, die dann entstehen, wenn wir hinsehen“, erläutert Nake.</p><p>Offiziell ist er mit seinen 82 Jahren natürlich pensioniert, darf aber als Professor lebenslang weiterlehren. In seinen fast 50 Dienstjahren hat er insgesamt 435 Studierende zu einem Abschluss betreut, das weiß er ganz genau. Langsam macht sich allerdings ein Gedanke in seinem Hinterkopf breit: „Vielleicht ist das Sommersemester 2022 tatsächlich mein letztes“, kündigt er mit ungewohnt zaghafter Stimme an. Es fällt ihm sichtlich schwer, darüber nachzudenken. Selbst wenn er bald nicht mehr täglich zur Uni fährt, wird es ihm allerdings nicht langweilig werden: „Dann werde ich künstlerisch programmieren – und zwar bis es kracht!“</p><h4><strong>Fragen beantwortet:</strong></h4><p>Professor Frieder Nake<br> Fachbereich 3 Mathematik und Informatik<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,pcmgBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">nake<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a><br> Telefon:+49 421 218-64485<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-26938</guid><pubDate>Wed, 27 Oct 2021 08:31:43 +0200</pubDate><title>Die Sprachexpertin</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-sprachexpertin</link><description>Sie weiß, wie man Sprachen effizient und gut vermittelt und den Lernerfolg sichtbar macht: Claudia Harsch leitet das Sprachenzentrum der Hochschulen des Landes Bremen (SZHB). Parallel lehrt sie als Professorin für Sprachlehr- und -lernforschung an der Universität Bremen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die spannenderen Lebensläufe sind oft die, bei denen der Weg nicht geradeaus zu einem Ziel führt. Sondern die, in denen es interessante Verästelungen gab. Das Leben entwickelt sich – auch das Berufsleben. So ging es auch Claudia Harsch, heute Professorin für Sprachlehr- und -lernforschung und Direktorin des Sprachenzentrums der Hochschulen des Landes Bremen (SZHB), eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Denn als sie in Augsburg die 10. Klasse abgeschlossen hatte, war die Lust auf Schule erstmal verflogen: „Meine Englischlehrerin konstatierte mir Mängel im Grundwortschatz.“</p><p>Wenn die Englischlehrerin nur wüsste. Heute spricht Claudia Harsch ganz exzellent Englisch – kein Wunder nach einer Karriere auf dem Gebiet der Sprachen, inklusive eines mehrjährigen Aufenthalts in Großbritannien. Als Leiterin des SZHB organisiert sie zusammen mit ihrem Team heute die Sprachvermittlung für alle vier Hochschulen des Landes. Und als Professorin ist sie Expertin für das Lernen und Lehren von Sprachen und die Überprüfung der Lernerfolge.</p><h3>Erst mal eine Ausbildung</h3><p>Hätte man der jungen Claudia Harsch nach ihrem Schulabgang erzählt, dass sie mal an dieser Stelle landet, sie hätte wohl nur gelacht. Denn erst mal startete sie ihr Berufsleben – im Finanzamt. „Irgendwas musste ich ja machen, also habe ich drei Jahre lang eine solide Ausbildung für den mittleren Dienst der Finanzbehörden durchlaufen.“ Bald merkte sie, dass es das für den Rest des Lebens noch nicht sein kann. Deshalb machte sie anschließend am Bayernkolleg doch noch ihr Abitur.</p><p>Wie für viele junge Menschen ging es dann auch für sie zunächst „ab in die weite Welt“, unter anderem nach Frankreich, später nach Asien und Neuseeland. „Das hat mein Weltbild stark erweitert“, erinnert sie sich heute – Reisen bildet. Danach stand fest: „Ich will etwas studieren, das den Menschen später direkt etwas bringt.“ An der Uni Augsburg wählte sie daher „Deutsch als Fremdsprache“, Englisch-Didaktik und angewandte Sprachwissenschaft.</p><h3>Die Forschung kennen und lieben gelernt</h3><p>Manche studieren dann nicht nur, sie lernen dabei auch die Forschung kennen und lieben. So erging es auch Claudia Harsch. Sie arbeitete im DESI-Projekt (DESI = Deutsch Englisch Schülerleistungen International) mit, wo in einer Studie im Auftrag der Kultusministerien der Länder der Unterricht und Kompetenzerwerb in Deutsch und Englisch untersucht wurde. Ihre Doktorarbeit schrieb sie über den gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen, der das Können von Sprachlernenden auf sechs aufeinanderfolgenden Kompetenzniveaus beschreibt: A1, A2, B1, B2, C1, C2. „Ziel ist dabei unter Anderem, Lernerfolge transparent zu gestalten, verschiedene Sprachzertifikate vergleichbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis für den Sprachen-Erwerb zu schaffen“, erläutert sie. „Der Referenzrahmen ist keine Zwangsjacke, sondern ein wichtiges Werkzeug.“</p><p>Nach einigen „Stationen in befristeten Anstellungen“, wie sie es nennt – zum Beispiel einer Beschäftigung am Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen – kamen 2009 gleich zwei Jobangebote aus England. „Ich habe mich dann für die University of Warwick entschieden und dort sechs Jahre verbracht – eine tolle Zeit mit Fokus auf Sprachtesten, Sprachlehren und -lernen und vielen internationalen Kontakten. Langsam bin ich dort auch in die internationale language testing community reingewachsen.“</p><h3>Im Brexit-England wurde das Klima unfreundlicher</h3><p>In Großbritannien spürte Claudia Harsch aber auch, wie sich das Klima in einer Gesellschaft verändern kann – Stichwort Brexit. „Das gilt nicht für den akademischen Bereich. Aber im Alltag wurde das Klima unfreundlicher.“ Beim Arzt oder in Versicherungsangelegenheiten erlebte sie erste Ressentiments. „Ich merkte langsam, dass ich dort nicht auf Dauer bleiben wollte. Ich wurde sogar gefragt, was ich hier denn wolle, ich hätte ja gar keinen englischen Pass.“</p><p>Weil sie zwischenzeitlich kräftig wissenschaftlich publiziert hatte, nutzte Claudia Harsch ihre vielen Arbeiten und Veröffentlichungen für eine sogenannte kumulative Habilitation. Dabei wird die Lehrbefähigung nicht durch eine einzelne Forschungsarbeit, sondern durch zahlreiche thematisch verknüpfte Fachartikel erworben. Erfolgreich habilitiert: Da passte 2015 die Ausschreibung einer Professur für Sprachlehr- und Lernforschung an der Universität Bremen für die „abwanderungswillige“ Expertin bestens. Verbunden damit war „Neuland“ für sie, nämlich die Leitung des Sprachenzentrums.</p><h3>Man nannte sie „Columbo“ ….</h3><p>Doch diese Leitung klappt seit nunmehr sechs Jahren bestens. Claudia Harsch betont, dass sie über ein äußerst engagiertes Team verfügt: „Ich bin zwar Direktorin, aber wir diskutieren und entscheiden viele Sachen gemeinsam.“ Natürlich habe sie sich anfangs in das weitere Tätigkeitfeld „hineinfuchsen“ müssen, „aber neben anderen hat mir unser gerade in den Ruhestand gegangener Verwaltungsleiter Hartmut Hachmann zu Anfang viel weitergeholfen.“ Dessen Frau habe ihr mal verraten, dass Hachmann die neue Chefin anfangs scherzhaft „Columbo“ nannte: „Weil mir immer noch eine Frage einfiel, wenn ich schon im Weggehen begriffen war“, schmunzelt sie.</p><p>Daneben hat Claudia Harsch am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft eine Arbeitsgruppe aufgebaut und ist heute international anerkannt, wenn es um die Sprachlehr- und lernforschung und das Sprachtesten geht. Sie bekleidet führende Positionen in wichtigen europäischen und globalen wissenschaftlichen Gremien, die Sprachtests und deren Auswirkungen erforschen oder Testentwicklungsinstitute beratend begleiten. Das damit verbundene Reisen und die Kontakte zu Menschen aus anderen Kulturkreisen seien ein angenehmer Nebeneffekt ihrer oft anstrengenden Arbeit: „Das gibt einem die Möglichkeit, aus dem Alltag auszubrechen.“</p><h3>Ab nach oben – in der Kletterhalle</h3><p>Weil das während der Phase der Corona-Reisebeschränkungen komplett wegfiel, legte sie sich kurzerhand eine Gartenparzelle in Bremen zu. Die will jetzt gestaltet werden: „Am Anfang waren da nur Brombeerhecken, aber es wird langsam.“ Auch das Motorradfahren macht ihr Spaß. Und sie hat noch ein weiteres Hobby: das Klettern, das sie in unmittelbarer Uni-Nähe intensiv im DAV Kletterzentrum Bremen betreibt, wenn es nicht gerade direkt „an den Fels“ geht. Claudia Harsch – eine Frau, die hoch hinaus will und doch mit beiden Beinen auf dem Boden steht.</p><p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong></p><p>Prof. Dr. Claudia Harsch<br> Direktorin Sprachenzentrum der Hochschulen im Land Bremen<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,jctuejBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">harsch<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a><br> 'Telefon: +49 421 218-61967</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-26676</guid><pubDate>Tue, 28 Sep 2021 10:21:09 +0200</pubDate><title>Der Beobachter </title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-beobachter</link><description>Der Fotograf Matej Meža lichtet die Universität Bremen und ihre Menschen ab. Das ist aber nicht der einzige Arbeitsbereich des gebürtigen Slowenen. Er berät auch internationale Studieninteressierte, einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle zu finden.</description><content:encoded><![CDATA[<p>„Die Sonne am frühen Morgen oder am Abend erzeugt ein besonders schönes Licht für Fotos“, schwärmt Matej Meža, der seine Kamera immer bei sich trägt, auch wenn er privat unterwegs ist. Der 38-Jährige ist Fotograf durch und durch. Seine Leidenschaft war zuerst nur ein Hobby. Er hat es zum Beruf gemacht. Matej Meža arbeitet seit rund drei Jahren als freiberuflicher Fotograf für die Universität Bremen. Er setzt sowohl die Gebäude der Universität in Szene als auch die Menschen, die hier arbeiten. Seine Fotos lassen Menschen strahlen, sie kommen ihnen nah, ohne sie zu bedrängen. Zweifellos eine Kunst.</p><h3><strong>Sein Anspruch: Wertschätzung für alle Menschen</strong></h3><p>Ihn interessieren die Menschen, die er fotografiert. Wer sich mit dem sympathischen Mann unterhält, merkt das schnell. Und diese Offenheit überträgt sich auch auf seine „Objekte“. „Ich versuche mit der Person, die vor mir steht, in Kontakt zu kommen. Dabei geht es auch darum, die Persönlichkeit einzuschätzen und ihr zu geben, was sie in dem Moment braucht, um sich wohlzufühlen. Wertschätzung zu zeigen für den Menschen, das ist mir wichtig.“<br> Matej Meža beobachtet genau, um eine Persönlichkeit fotografisch einzufangen. Oft sind es Kleinigkeiten, die ein Bild zu etwas Besonderem machen. Natürlich gehören auch die klassischen PR-Fotos zu seinem Alltag. Eine Grundsteinlegung oder eine Scheckübergabe beispielsweise. Aber auch hier hat er den Anspruch, originelle Bildausschnitte zu finden. Bloß keine Massenware. „Mit meinen Fotos trage ich dazu bei, das Bild der Universität nach außen zu prägen“, erzählt er. „Darüber freue ich mich.“&nbsp; Und was ist das für ein Bild, das er vermittelt? Er überlegt nur kurz: „Die Universität Bremen ist für mich in Ort, an dem Vielfalt und unterschiedliche Weltanschauungen nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung gesehen werden.“</p><p>Dazu passt auch sein aktuelles Projekt „#IchBinUniBremen“, das er im Rahmen des 50. Geburtstags der Universität Bremen realisiert: 50 Menschen stellt der Fotograf in Porträts vor. „Sie prägen die Universität. Auch wenn sie nicht im Rampenlicht stehen und oft im Hintergrund arbeiten, so sind sie doch das Herz der Universität Bremen!“ Darunter sind nicht nur Studierende, Professoren und Professorinnen, sondern auch Verwaltungsangestellte, Alumni und Mitarbeitende, die täglich mit ihrer Arbeit zum Erfolg der Universität beitragen. Für Meža ein Herzensprojekt.</p><h3>Internationalen Studierenden bei der Jobsuche helfen<strong> &nbsp;</strong></h3><p>Der Umgang mit Menschen ist für Matej Meža Dreh- und Angelpunkt seiner beruflichen Tätigkeiten. Der Fotograf kommt schnell mit Menschen ins Gespräch. „Das ist wahrscheinlich mein mediterranes Temperament“, lacht er. Als der Germanistikstudent 2009 als ERASMUS-Student aus Slowenien nach Bremen kam, musste er sich an die norddeutsche Mentalität gewöhnen. Bei den Menschen ist ihm das gelungen. An das Wetter im Nordwesten allerdings hat er sich nie gewöhnen können.<br> Er blieb als Student in Deutschland, schrieb in Bremen seine Abschlussarbeit und fing an, im International Office der Universität Bremen zu arbeiten. „Da ich selbst einen internationalen Hintergrund habe, weiß ich, was Studierende aus anderen Ländern brauchen. Ich kann ihnen Tipps geben, worauf sie bei der Jobsuche achten müssen.“ Insgesamt zehn Jahre lang unterstützte er Studierende beim Übergang in Praktika oder Jobs, zu einigen seiner ehemaligen „Kunden“ hat er immer noch Kontakt. Es haben sich Freundschaften entwickelt. „Ich bin jemand, der das Persönliche in die Arbeit einbringt, die Leute merken, dass ich mich für sie einsetze. Da bekommt man viel zurück.“<br> Seit Anfang des Jahres berät er in der Academy for Higher Education Access Development – <abbr title=" Academy for Higher Education Access Development">HERE AHEAD</abbr> internationale Studieninteressierte mit oder ohne Fluchthintergrund, in den Arbeitsmarkt zu kommen. Hier hilft er dabei, eine Praktikumsstelle oder ein Vorpraktikum zu bekommen. Auch bei dieser Tätigkeit kommt ihm zugute, dass er gut vernetzt und kommunikativ ist. Dieses Netzwerk mit den Bremer Kooperationspartnern und Institutionen möchte er weiter ausbauen.</p><h3>Hobbies: Gärtnern und Handwerken</h3><p>Zum Entspannen liebt Matej Meža die Natur und das Gärtnern. „Auf meinem Balkon stehen ein Zitronenbaum, ein Rhododendron und sogar eine kleine Eiche“, zählt er stolz auf. „Ich ziehe außerdem Tomaten, Erdbeeren und Bohnen“. Der Balkon sei seine Oase in der Stadt.<br> Bodenständig ist auch sein anderes Hobby: alles rund ums Handwerken. „Daran liebe ich die Logik und das technische Denken. Dabei kann ich mich sehr gut entspannen. Meine Freunde wissen: wenn sie etwas zu reparieren haben, können sie mich immer anrufen.“ Oft wird er aber auch gefragt, ob er ein Foto machen könne. Das kann Matej Meža einfach nie ablehnen, denn das Fotografieren ist für ihn mehr als ein Job. Und seine Kamera hat er ja immer dabei.</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/50-jahre/programm/projekte/ichbinunibremen" target="_blank">www.uni-bremen.de/50-jahre/programm/projekte/ichbinunibremen</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-26317</guid><pubDate>Tue, 27 Jul 2021 10:24:58 +0200</pubDate><title>Die Netzwerkerin</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-netzwerkerin</link><description>Petra Droste hat das Career Center Universität Bremen aufgebaut. Natürlich nicht alleine, wie sie betont, sondern im Team. Sie haben schon viele Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützt. Am 1. Oktober wird das Career Center 20 Jahre alt.  </description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Petra Droste aus dem Fenster ihres Büros an der Universität Bremen schaut, sieht sie direkt auf den Mensa-See. „Das ist sehr schön, besonders jetzt im Sommer, wenn die bunten Blumen blühen.“ Die 60-Jährige liebt Gartenarbeit. „Ich bin als Tochter eines Försters auf dem platten Land mitten in der Natur aufgewachsen.“ Das war im südlichen Münsterland. „Daher habe ich wohl auch den für diese Gegend typischen ,Querkopf‘“, lacht die dynamische Frau mit dem Pagenschnitt. „Das höre ich jedenfalls häufiger. Auch Kolleginnen und Kollegen bescheinigen mir, dass ich sehr durchsetzungsstark bin. Das ist nicht immer ein Lob. Man gerät auch schon mal aneinander, aber bisher haben wir uns auch immer schnell wieder zusammengerauft.“</p><p>Sich durchzusetzen, das gehört wohl zum Profil ihrer Tätigkeit als Leiterin des Career Centers. Das Career Center Team muss bei Firmen permanent nach Praktikumsplätzen fragen. Diese Akquise gehört zu den wichtigen Aufgaben. „Wir wollen Menschen befähigen, ihren Weg ins Arbeitsleben zu gehen“, erläutert Petra Droste den Sinn des Career Centers.</p><p>Soziologie und Sozialwissenschaften hat sie studiert, arbeitete anfangs in der Wissenschaft und befasste sich intensiv mit Frauen-, Arbeitsmarkt- und Biografieforschung. Für die gewerkschaftliche Hans-Böckler-Stiftung sowie für die Studierwerkstatt der Universität Bremen arbeitete sie als Trainerin, unter anderem für Academic Writing. „Als ich gefragt wurde, ob ich an der Universität Bremen ein Career Center aufbauen möchte, hatte ich sofort im Kopf, was dafür alles nötig ist.“</p><h3>Jeder soll sich ausprobieren &nbsp;</h3><p>„Macht Praktika! Probiert Euch aus!“, so lautet ein wichtiger Tipp von Petra Droste und den Beraterinnen und Beratern an alle Studierende. „Nur durch Praktika kann man feststellen, ob der Bereich, für den sich jemand interessiert, auch tatsächlich etwas für ihn bzw. sie ist.“ Was sie den Studierenden noch ans Herz legt: „Es ist gut, Netzwerke zu knüpfen und diese Kontakte über einen längeren Zeitraum zu pflegen.“ Viele würden zunächst allerdings kaum darüber nachdenken, wie nützlich später einmal früh geknüpfte Kontakte sein können.</p><p>Das Career Center ist nicht nur eine Beratungsstelle für Studierende und Absolvent:innen, sondern auch eine Anlaufstelle für bereits berufserfahrene Akademiker:innen. Hier lassen sich beispielsweise auch Wissenschaftler:innen beraten, deren Perspektive wegen der befristeten Verträge unsicher ist. Oder auch internationale Ratsuchende, zu denen auch geflüchtete Menschen gehören.<br> Durch die breite Palette an Erfahrungen sind auch die Kurse oft bunt gemischt. Das ist auf jeden Fall ein Vorteil, denn so können alle voneinander lernen, die jüngeren Studierenden von älteren Wissenschaftler:innen und natürlich auch umgekehrt. „Die jüngeren Leute haben andere Ideen“, erklärt Petra Droste, „der Austausch bereichert unsere Workshops.“</p><h3>Workshops, Beratung sowie Hilfe zur Selbsthilfe</h3><p>Petra Droste und ihr Team beobachten permanent die Dynamik des Arbeitsmarktes. „Wir müssen uns natürlich immer auf dem Laufenden halten,“ sagt Petra Droste, „weil sich die Arbeitswelt heutzutage schnell verändert. Wir müssen wissen, welche Technologien aktuell besonders gefragt sind, welche Kompetenzen unsere Absolvent:innen mitbringen müssen, um im Beschäftigungsleben gut klarzukommen.“ Also gibt es im Career Center Bewerbungstraining, aber auch Kurse für Rhetorik oder internationale Arbeitsmärkte und interkulturelle Kommunikation. Auch zum Thema Nachhaltigkeit werden inzwischen Workshops angeboten. „Dieses Thema wird immer wichtiger“, hat Petra Droste beobachtet, „immer mehr Firmen fragen sich, wie sich Nachhaltigkeit im Arbeitsprozess verwirklichen lässt.“</p><p>Was für das Career Center ganz wichtig ist: Es will beraten, Hinweise geben, den Übergang ins Berufsleben begleiten, aber nicht bevormunden. Petra Droste erläutert diesen Ansatz: „Wir geben in unseren Beratungen Hilfe zur Selbsthilfe. Wir zeigen, wo man welche Informationen findet. Wir suchen die Informationen aber nicht für die Ratsuchenden heraus. Das ist ganz wichtig, denn manche, die zuhause behütet wurden, erwarten, dass ihnen an der Uni oder auf der Schwelle zum Beruf alles abgenommen wird. Das können und wollen wir nicht.“</p><h3>Die Umstellung auf Online-Beratung war keine Hürde</h3><p>Auf die Frage nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie antwortet Petra Droste mit einem energischen Kopfschütteln. „Wir konnten unsere Workshops sehr schnell auf online umstellen. Das hat gut geklappt, weil wir uns schon seit vielen Jahren intensiv mit der Digitalisierung beschäftigen, deshalb war die Umstellung für uns keine Hürde.“ Und die Teilnehmenden, die in dieser Zeit aus ganz Deutschland zugeschaltet waren, wussten dies stets zu schätzen. Die Nachfrage nach den Kursen war auch in der Hochzeit der Pandemie ungebrochen. Diese Erfahrung habe das Career Center noch flexibler gemacht. „Wir, das heißt alle Dozentinnen und Dozenten, die die Kurse anbieten, fahren immer ihre Antennen aus,“ betont Petra Droste, „weil wir ein Gespür dafür brauchen, wie sich Gesellschaft verändert.“</p><p>Und welche Veränderungen beobachtet sie bei den Absolventinnen und Absolventen? Sind diese heute anders als vor Jahren? Petra Droste überlegt und wägt ihre Worte sorgsam ab. Vielleicht sei es heute schwieriger, das Tempo und die allgegenwärtige Verfügbarkeit auszuhalten, glaubt sie. Im Arbeitsleben 4.0 brauche man Resilienz, also die Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern, ohne psychische Probleme zu bekommen. Aber die jüngere Generation habe selbstverständlich auch viele Fähigkeiten, die die meisten früher gar nicht hatten: Zum Beispiel, sich selbst zu vermarkten. Schwerer falle dieser Generation hingegen, Dinge auch mal gegen den Strich zu bürsten.</p><p>Petra Droste hat in den vergangenen 20 Jahren immer wieder dicke Bretter gebohrt. Ihre Energie - ihr ,Querkopf‘, wie sie es nennt - hat ihr dabei sehr geholfen. Kraft schöpft sie aus ihren Hobbys. Neben der Gartenarbeit geht sie in ihrer Freizeit gerne wandern. „Ich koche und esse auch gerne“, betont sie, sie sei schließlich ein Genussmensch. Und etwas Schöneres als ihre beiden Katzen gebe es ohnehin nicht.</p><h3>Das Career Center</h3><p>Das Career Center ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Universität Bremen und der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven. Studierende, die sich während des Studiums auf einen Berufseinstieg vorbereiten wollen, Absolventen und Absolventinnen sowie wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf ihrem Weg in eine Berufskarriere finden im Career Center Unterstützung. Die Angebote des Career Centers richten sich ausschließlich an die Studierenden, Absolvent*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen der Universität Bremen.<br> Zu finden ist das Career Center unter der Mensa neben dem Eingang zum Theatersaal.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-25988</guid><pubDate>Fri, 25 Jun 2021 09:53:23 +0200</pubDate><title>Der Klimaaktivist</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-klimaaktivist</link><description>Dominik Lange will etwas bewegen in der Gesellschaft. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind dem Studenten sehr wichtig. Dafür engagiert er sich an der Universität in seinem Studiengang, im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), im Akademischen Senat und in der Stadt bei Students for Future.</description><content:encoded><![CDATA[<p><br> Dominik Lange hat seine Ziele fest im Blick. Der 26-Jährige setzt sich dafür ein, ist klar in seiner Argumentation, hakt nach, wenn es sein muss, und bleibt dran. Dabei ist ihm ein respektvoller und verbindlicher Umgang wichtig. Beispiel Akademischer Senat (AS): In dem Gremium ist Lange seit 2019 aktiv. Mit Lea Fischer, Aaron Thatje und Lisa Rademacher vertritt er dort die Studierenden der Universität. Gemeinsam stellten sie vor ein paar Monaten eine Anfrage an das Rektorat. Sie wollten wissen, wie die Universität zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz steht. Was passiert hierzu in der Forschung, in der Lehre und auf dem Campus? Hintergrund waren Forderungen der Students for Future Bremen, die bei der studentischen Vollversammlung an der Universität im November 2019 vorgestellt und diskutiert wurden. Die Anfrage wurde schließlich im Uni-Parlament ausführlich besprochen. Es zeigte sich, dass die Universität in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Forschung und Lehre gut aufgestellt ist. Auch gibt es konkrete Klimaschutzaktivitäten auf dem Campus. So bezieht die Universität zum Beispiel ihren gesamten Energiebedarf aus Ökostrom und eine Initiative von Mitarbeitenden betreibt Solaranlagen auf Uni-Dächern. Hinzu kommen Naturprojekte auf dem Campus. Aber es geht natürlich noch viel mehr, findet Lange.</p><h3>„Wir müssen hier dranbleiben“</h3><p>Sein Ziel ist es, den Prozess voranzutreiben, dass die Universität Bremen in naher Zukunft eine klimaneutrale Hochschule wird. Auch wünscht er sich in Lehre und Forschung mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz – vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften, die sich auch den Fragen von Klimagerechtigkeit und einer sozial ökologischen Transformation widmen. Hier möchte er mit der Uni-Leitung und dem AS etwas bewegen. „Mir ist klar, dass solche Prozesse sehr langsam gehen und Zeit benötigen. Aber wir müssen hier dranbleiben“, sagt er.&nbsp; „Wir haben eine Verantwortung für die Gesellschaft.“ Dass hier auch die Politik gefragt ist, die den Grundhaushalt der Universität stellt, wenn es zum Beispiel um die Sanierung von Gebäuden und Finanzierung von Professuren geht, ist ihm bewusst.</p><p>Im <abbr title="Akademischer Senat">AS</abbr> erhielten Lange und die drei anderen Studierenden viele positive Rückmeldungen auf ihre Anfrage. Mehr noch: Das Gremium, das aus Professorinnen und Professoren, Mitarbeitenden und Studierenden besteht, entschied sich, eine eintägige AS-Klausur zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu organisieren, die im Frühjahr stattfand. „Die <abbr title="Akademischer Senat">AS</abbr> -Klausur hat mir gezeigt, dass vielen Mitgliedern der Uni das Thema Nachhaltigkeit gegenwärtig ist. Ich würde mich freuen, wenn wir für die Zukunft jetzt klare Verbindlichkeiten treffen würden, wie wir diesen Weg bestreiten können. Dazu zählt natürlich auch, die personelle Ausstattung in der Klimalehre und Forschung weiterzuentwickeln."</p><h3>„Bremen war die richtige Entscheidung“</h3><p>Politisch aktiv war Lange schon zu seiner Schulzeit in Buxtehude. Als Kreisschulsprecher vom Landkreis Stade organisierte er so manche Demo. Nach der Schule bewarb Lange sich in Hamburg und Bremen für ein Studium. An der Weser bekam er die Zusage. „Das war die richtige Entscheidung. Bremen ist eine grüne Stadt, die Menschen sind freundlich. Ich habe mich hier gleich wohl gefühlt.“ Der Ausdruck „Dorf mit Straßenbahn“ passe für Bremen sehr gut. „Hamburg wäre mir zu groß und anonym.“</p><p>An der Universität Bremen begann Lange ein Philosophie- und Politikstudium. Doch dabei blieb es nicht. Der Student engagierte sich im Stuga (Studiengangsauschuss) der Philosophie – war Mitglied im Institutsrat und organisierte natürlich auch Erstsemester-Veranstaltungen und Partys. Dann schaute er sich im <abbr title="Allgemeiner Studierendenausschuss">AStA</abbr> um. Zunächst unterstützte Lange ehrenamtlich im Bereich Nachhaltigkeit. Heute ist er Finanzreferent im <abbr title="Allgemeiner Studierendenausschuss">AStA</abbr>-Vorstand. „Durch diese Arbeit habe ich viel Verständnis dafür bekommen, wie wichtig ein gut funktionierender Verwaltungsapparat ist.“ Damit ein <abbr title="Allgemeiner Studierendenausschuss">AStA</abbr> arbeiten könne, sei eben nicht nur die politische Arbeit wichtig. Das ganze System müsse laufen und brauche ein gutes Team.</p><h3>Students for Future und „Public Climate School“ gegründet</h3><p>Als die Bewegung<span lang="en" dir="ltr"> Fridays for Future</span> aufkam und in Bremen regelmäßig demonstriert wurde, gründete Lange mit anderen Studierenden die <span lang="en" dir="ltr">Students for Future </span>in Bremen. Unter anderem organisierten sie 2019 eine „<span lang="en" dir="ltr">Public Climate School</span>“, welche die Universität unterstützte. In den folgenden Semestern wurde aus diesem Format eine Ringvorlesung, die erst in Präsenz stattfand und während der Corona-Pandemie digital. Mit Unterstützung der Dekanin Dorle Dracklé des Fachbereichs Kulturwissenschaften stellten sie über 20 Vorträge auf die Beine und luden insbesondere Expertinnen und Experten der Uni Bremen ein. Studierende konnten sich die Veranstaltung im Bereich General Studies anerkennen lassen, wenn sie einen entsprechenden Leistungsnachweis erbrachten, den das studentische Organisationsteam dann sichtete. „Uns ging es vor allem darum, einen Diskussionsraum zu schaffen, in dem man sich ohne Leistungsdruck austauschen kann und die meist sehr technische Perspektive auf den Klimawandel hinterfragt“, sagt der Masterstudent. „Studieren heißt auch, eine kritische Haltung einzunehmen. Das kommt im Studium oft zu kurz.“</p><p>Wegen seines politischen Engagements hat Lange auch mehr Zeit für seinen <span lang="en" dir="ltr">Bachelor </span>gebraucht. Leicht zu finanzieren war das für ihn nicht, weil er als Kind einer Arbeiterfamilie BAföG bezieht. „Hier bekommt man normalerweise nur für die Regelstudienzeit Geld.“ Doch der Student machte sich schlau und stellte einen entsprechenden Antrag auf Verlängerung. Seine politischen Aktivitäten erkannte das BAföG-Amt an.</p><p>Sieht Dominik Lange durch die Pandemie die Arbeit von <span lang="en" dir="ltr">Fridays</span> beziehungsweise <span lang="en" dir="ltr">Students for Future</span> geschwächt? „Nein, wir haben das Thema in die Gesellschaft gebracht. Und das wird auch nicht mehr aufhören“, ist er überzeugt. Die Bewegung mache weiter, aber über mehr Formate als nur Demonstrationen. Ein Beispiel sind die Klimacamps. „Das sind Zeltlager mit weniger Personen als bei einer Demo, mit denen man im öffentlichen Raum für längere Zeit auf die Klimakrise aufmerksam machen kann“, erklärt der Student. „Meistens wird es mit Vorträgen und Workshops verbunden. Wir haben so eines vor dem Rathaus in Bremen.“</p><p>Was er beruflich nach seinem Studium machen möchte, steht für Dominik Lange noch nicht fest. „Ich könnte mir vorstellen in der Wissenschaft im Bereich Philosophie zu bleiben. Aber die Politik finde ich auch spannend“, sagt er.</p><h4><br> Fragen beantwortet:</h4><p>Dominik Lange<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,fqokpkm0ncpigBrquvgq0fg" data-mailto-vector="2" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">dominik.lange<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>posteo<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p>]]></content:encoded></item></channel></rss>

    

    

