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                    <title>Universität Bremen - Campusgeschichten</title>
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                    <description>Was die Universität Bremen ausmacht, das sind die Menschen, die hier forschen, lehren, arbeiten und studieren. Wer die Universität besser kennenlernen möchte, hört und liest häufig vom sogenannten „Bremer Spirit“. Doch was verbirgt sich dahinter? Unter dem Titel „Campusgeschichten“ stellen wir ab sofort in loser Folge erfolgreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, herausragende Forscherinnen und Forscher, Lehrende mit neuen Ideen sowie engagierte Studierende vor. Aber auch die Menschen, die in den Büros und hinter den Kulissen dafür sorgen, dass der Universitätsbetrieb tagtäglich reibungslos vonstattengeht, sollen Platz in dieser Serie finden. Lernen Sie uns kennen – lernen Sie die Universität Bremen kennen!</description>
                    <language>de</language>
                    <copyright>Universität Bremen</copyright>
                    <pubDate>Sun, 12 Jul 2026 16:09:14 +0200</pubDate>
                    <lastBuildDate>Sun, 12 Jul 2026 16:09:14 +0200</lastBuildDate>
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                            <pubDate>Tue, 30 May 2023 11:55:44 +0200</pubDate>
                            <title>Der Studienberater </title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-studienberater</link>
                            
                            <description>Bereits seit 24 Jahren arbeitet Stephan Determann bei der Zentralen Studienberatung (ZSB). Anfangs bekam er noch Beratungsanfragen per Post. Heute, als Leiter der ZSB, managt er Angebote von der Datenbank Studium bis zum Informationstag für Studieninteressierte. </description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Antwort auf die Anfrage, ob er in den Campusgeschichten porträtiert werden will, kommt schnell: „Sehr gerne“, schreibt Stephan Determann, und ergänzt: „Ich würde ein persönliches einem virtuellen Treffen vorziehen.“ Später, bei einer Tasse Tee, berichtet er, dass er das auch bei der Studienberatung so halte. „Wenn man sich persönlich gegenübersitzt, kann sich ein Gespräch ganz anders entwickeln. “ Aus einer einfachen Frage nach den Bewerbungsfristen wird dann – sofern Ratsuchende dazu bereit sind – eine Unterhaltung über die eigenen Studienwünsche, die Ansprüche von Eltern und Freunden, über Lieblingsfächer und Existenzängste. Wenn seine Gesprächspartner:innen am Ende etwas klarer sehen, ist das auch für Stephan Determann befriedigend. „Diese Momente, wenn andere zu mir sagen: ‚Das war ein gutes Gespräch, jetzt komme ich weiter‘, gehören zu den schönsten meiner Arbeit.“</p><h3>Den Studienwünschen auf der Spur</h3><p>24 Jahre arbeitet er nun schon bei der Zentralen Studienberatung der Universität Bremen, seit 18 Jahren leitet er sie. „Zu meiner Anfangszeit bekamen wir noch Beratungsanfragen per Post und verschickten dann Infobroschüren“, erinnert er sich. Die gibt es immer noch, daneben aber eine große Bandbreite an weiteren Angeboten: So hat Stephan Determann die Datenbank Studium konzipiert und aufgebaut, die einen Überblick über alle Studienfächer der Universität bietet – von Zugangsvoraussetzungen bis zu Studieninhalten. Außerdem organisiert sein Team Veranstaltungen wie den Informationstag für Studieninteressierte, berät per Telefon, Zoom und persönlich.</p><p>Die Fragen in den Beratungsgesprächen, sagt Stephan Determann, seien über die Jahre hinweg ähnlich geblieben: Will ich überhaupt studieren? Wie sehen die Jobperspektiven bei verschiedenen Studiengängen aus? Was, wenn meine Eltern mit meinem Studienwunsch nicht einverstanden sind? Und wie soll ich bloß den richtigen Studiengang für mich finden? Gemeinsam mit den Ratsuchenden versucht er zu ergründen, was eigentlich die eigenen Wünsche und Interessen sind, jenseits fremder Erwartungen „Das ist die wichtigste Frage, die man sich stellen muss – und dann kann man anfangen, die Studiengänge einzugrenzen, die für einen infrage kommen.“</p><h3>Vom Physikstudenten zum Studienberater</h3><p>Ähnlich hielt das Stephan Determann auch selbst, als er sich nach seinem Abitur im Jahr 1981 für einen Studiengang entscheiden musste. Damals wie heute hatte er viele Interessen. Ehrenamtlich engagierte er sich in der Obdachlosenhilfe, konnte sich ein Studium in sozialer Arbeit aber nicht vorstellen. Stattdessen entschied er sich nach dem Zivildienst für ein Physikstudium. Das Fach lag nahe, weil er es schon als Leistungskurs gewählt hatte. „Was ich später aber beruflich damit machen will, daran habe ich erst einmal noch nicht gedacht.“</p><p>Während seiner Promotion arbeitete er immer wieder in der Lehre. Anderen etwas zu vermitteln, sie auf ihrem Weg weiterzubringen, machte ihm Spaß. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit absolvierte er eine therapeutische Ausbildung – ein Türöffner für seine Stelle in der ZSB. „Mein Berufsweg war nicht immer geradlinig, es war viel Suchen dabei“, bilanziert er.</p><h3>Authentische Einblicke durch Studienlots:innen</h3><p>Sich auch auf ungewisse Wege einlassen und Unbekanntes ausprobieren, dazu möchte er auch in der Studienberatung ermutigen. „Wie sich das Studierendenleben genau anfühlt, weiß man erst, wenn man selbst studiert“, sagt er. Viele andere Fragen lassen sich aber schon vorher klären – etwa bei Informationsveranstaltungen in Schulen, die Stephan Determann und sein Team anbieten. Hier geht es viel um die Unterschiede zwischen Schulunterricht und Studium. Dass es beispielsweise an der Universität nicht nur Klausuren, sondern auch mündliche Prüfungen gibt und dass man häufig selbst entscheiden kann, ob man eine Prüfung ablegt, wissen manche Jugendliche nicht. „Für viele ist das Studium eine Blackbox, das wollen wir ändern“, sagt Stephan Determann.</p><p>Unter anderem auch mit dem Programm der Studienlots:innen: Dabei handelt es sich um Studierende mit unterschiedlichen Studienfächern, die Studieninteressierten Einblicke in ihren Alltag geben. Bei einem Treffen auf dem Campus können die Studieninteressierten nicht nur persönliche Fragen stellen, oft kommen sie auch in Lehrveranstaltungen oder in die Mensa mit. „So bekommen sie subjektive, aber auch sehr authentische Eindrücke“, erklärt Stephan Determann.</p><p>Besonders im Mai und Juni, wenn die Entscheidung für ein Studium für viele im Raum steht, haben er und sein Team alle Hände voll zu tun. Zur Entspannung geht er gerne rudern oder segeln. Und auch in der Freizeit ist es ihm ein Anliegen, dass Menschen sich um ihn herum wohlfühlen. Gerne lädt er andere zu sich nach Hause ein, kocht ein leckeres Essen und legt Musik auf. „Und dann bringe ich die anderen zum Tanzen.“</p><p>&nbsp;</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Stephan Determann<br> Zentrale Studienberatung<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49 421 218-61150<br><a href="mailto:stephan.determann@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">stephan.determann@uni-bremen.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>Weitere Informationen:</p><p><a href="/zsb" class="internalLink" title="Öffnet internen Link in aktuellem Fenster">www.uni-bremen.de/zsb</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Iria Sorge-Röder</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/5/7/csm_Stephan_Determann_MatejMeza_Uni_Bremen_b3b131cd1e.jpg" length="230141" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/5/7/csm_Stephan_Determann_MatejMeza_Uni_Bremen_b3b131cd1e.jpg" fileSize="230141" type="image/jpeg"/><media:description type="plain"></media:description><media:copyright>Matej Meza / Universität Bremen</media:copyright>
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                            <pubDate>Wed, 08 Feb 2023 10:25:57 +0100</pubDate>
                            <title>Die Frühstudentin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-fruehstudentin</link>
                            
                            <description>Immer freitags wechselt Adela Talipov zwischen der Universität und dem Gymnasium hin und her: Im Rahmen eines Frühstudiums besucht die 17-jährige Schülerin eine Vorlesung zur Experimentalphysik. Für sie eine perfekte Gelegenheit, frei und ohne Druck Uniluft zu schnuppern.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sie über das Frühstudium an der Universität Bremen spricht, ist Adela Talipov ein Punkt besonders wichtig. „Man muss kein Genie sein, um daran teilzunehmen“, sagt sie. Viel bedeutender seien Neugier und Interesse. Und das gilt bei ihr besonders den naturwissenschaftlich-technischen Fächern. Am Gymnasium Vegesack geht die 17-Jährige in die 11. Jahrgangsstufe und hat Mathematik und Physik als Leistungskurse gewählt. Erste Einblicke in die Forschung an der Universität Bremen hatte sie bereits bei einer Schülerakademie im vergangenen Sommer bekommen. Da lag der Gedanke an ein Frühstudium nahe.</p><h3>Einblicke in die Experimentalphysik</h3><p>Bei einem Infotag erfuhr Adela Talipov mehr über das Angebot und suchte sich aus den Lehrveranstaltungen eine Vorlesung zur Experimentalphysik aus. Dabei spielten nicht nur fachliche, sondern auch praktische Überlegungen eine Rolle. „Ich wollte möglichst wenig Unterricht in der Schule verpassen“, sagt sie. So dreht sich bei ihr am Freitag alles um die Physik: Nach ihrer Vorlesung von acht bis zehn Uhr fährt sie zurück nach Vegesack – zum Physikunterricht in der fünften Stunde. Ganz ohne versäumten Unterricht geht es dennoch nicht. Den Stoff in den Fächern Geographie und Wirtschaft muss sie selbstständig nachholen.</p><p>Die Vorlesung hört sie zusammen mit regulären Studierenden und anderen Frühstudierenden. Dabei lernt sie unter anderem, wie sich der Radius und die Frequenz von Schwingungen bestimmen lassen. Das Thema mag für manche abstrakt klingen, begegnet einem im Alltag aber häufig, etwa bei schwingenden Schaukeln oder der Tonerzeugung von Musikinstrumenten. Am Ende des Semesters könnte Adela Talipov zu dem Stoff eine Prüfung ablegen und die Leistung in einem späteren Studium anrechnen lassen. Aktuell zieht sie das aber nicht in Erwägung. „Ich möchte mir keinen zusätzlichen Stress machen, sondern vor allem herausfinden, wie das Studium abläuft und ob es für mich infrage kommt.“</p><h3>Hilfe von Mitstudierenden, Schule und Uni</h3><p>Einen großen Unterschied zum Schulunterricht sieht sie darin, dass der Lernstoff in einem schnelleren Tempo behandelt wird. Außerdem bauen manche Inhalte auf Grundlagen auf, mit denen sie in der Schule noch nicht in Berührung gekommen ist, wie zum Beispiel der Integralrechnung. „Das sieht vielleicht auf den ersten Blick etwas einschüchternd aus, ist aber eigentlich gar nicht so kompliziert“, sagt sie. Wenn sie dennoch einmal etwas nicht versteht, kann sie ihren Physiklehrer um Hilfe bitten. Außerdem unterstützen sie und die anderen Frühstudierenden sich gegenseitig.</p><p>An der Universität Bremen wurde sie auch auf das Projekt „DroPS“ (Drop Tower Project for School Students) aufmerksam. Am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) erhalten Jugendliche der Oberstufe die Möglichkeit, Experimente im Fallturm durchzuführen. Adela Talipov tat sich hierfür mit den anderen physikbegeisterten Frühstudierenden zusammen. Mit ihrer Versuchsidee bauen sie auf ihrem Wissen zur Experimentalphysik auf: Sie möchten mit starken Schallwellen experimentieren, wie sie etwa von Musikboxen produziert werden. Solche Schallwellen können Wasser in Schwingung versetzen – doch was passiert, wenn man das Experiment in der Schwerelosigkeit durchführt? Sechs Monate haben die Jugendlichen Zeit, um dieser Frage gemeinsam mit Forschenden der Universität auf den Grund zu gehen.</p><h3>Rat an Studieninteressierte: „Macht das auf jeden Fall!“</h3><p>Gemeinsam mit anderen Jugendlichen an ihrer Schule nimmt Adela Talipov außerdem am CanSat-Wettbewerb teil, bei dem die Schüler:innen eigene Minisatelliten bauen und mit ihnen Messungen durchführen. Dazu kommen für sie noch der reguläre Unterricht an der Schule, ihr Engagement in der Schülervertretung und ein Nebenjob als Kellnerin. Genug Zeit zum Entspannen und für ihre Freundinnen und Freunde bleibt ihr trotzdem. Deshalb möchte sie ihr Frühstudium auch in den kommenden Semestern fortsetzen. „Physik finde ich interessant, aber ich würde es nicht als einziges Fach studieren“, zieht sie Bilanz. Besonders spannend findet sie das Zusammenspiel von verschiedenen Disziplinen wie Mathematik, Physik und Chemie. Entsprechend plant sie auch schon, Veranstaltungen aus der Chemie oder den Materialwissenschaften zu belegen. „Macht das auf jeden Fall“, rät sie anderen Jugendlichen, die mit der Idee eines Frühstudiums spielen. „Man lernt nicht nur mehr über verschiedene Studienfächer, sondern trifft auch viele interessante Menschen.“</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Dr. Kerstin Ksionzek<br> Transferkoordinatorin Universität und Schule<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49 421 218-60393<br> E-Mail: <a href="mailto:kerstin.ksionzek@vw.uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">kerstin.ksionzek@vw.uni-bremen.de</a></p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="/kooperationen/transfer-mit-schule/schuelerinnen-und-schueler/begabungsfoerderung/fruehstudium" class="internalLink" title="Öffnet internen Link in aktuellem Fenster">www.uni-bremen.de/fruehstudium</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
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                            <author>Iria Sorge-Röder</author>
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                            <pubDate>Tue, 31 May 2022 12:12:00 +0200</pubDate>
                            <title>Die Azubi-Koordinatorin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-azubi-koordinatorin</link>
                            
                            <description>Die Universität Bremen ist nicht nur ein Ort für Studierende und Nachwuchswissenschaftler:innen, sondern bildet jährlich auch rund 80 junge Menschen in verschiedenen Berufen aus. Silke Heinrich von der Universität Bremen koordiniert diesen Bereich, besucht Schulen und Jobmessen.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Wer Silke Heinrich begegnet, bemerkt sofort ihre sympathische, offene Art. Leicht kommt man mit ihr ins Gespräch. „Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich täglich mit vielen verschiedenen Menschen zu tun habe“, lacht sie. „Die Arbeit mit jungen Menschen, sie auf ihrem Weg in ihre berufliche Zukunft zu begleiten, macht mir so viel Spaß. Da bleibe ich immer in Bewegung.“ Das merkt man auf jeden Fall und das ist wahrscheinlich ein Glücksfall für die Auszubildenden.</p><p>Eine Universität als Ausbildungsort? Auf diese erstaunte Frage stößt Silke Heinrich häufig. Denn noch nicht überall ist das bekannt. „Ja, die Leute sind oft überrascht. Dabei haben wir so tolle, interessante Bereiche. Von handwerklich und technisch orientierten Berufen über Laborberufe bis zu Dienstleistungen und Informatik. Das geht von Anlagemechaniker:in über Betriebselektroniker:in bis zur Veranstaltungsmanager:in.“</p><h3>Jobmessen und Schulbesuche: Immer auf der Suche nach qualifizierten Azubis</h3><p>Ihr Job besteht nun darin, diese vielfältigen Möglichkeiten bekannt zu machen. „Ein großer Teil meiner Aufgabe ist Marketing“, bestätigt sie. Sie fährt zu Jobmessen und besucht Schulklassen, um für eine Ausbildung an der Universität Bremen zu werben. „Da habe ich dann immer Auszubildende von uns dabei, die interessierten Schülerinnen und Schülern direkt erzählen können, wie ihre Ausbildung ist und ihre Fragen beantworten. Silke Heinrich kümmert sich auch darum, dass Videoclips produziert werden, die flott geschnitten, die junge Zielgruppe über die Social-Media-Kanäle und Internetplattformen erreichen. „Das mache ich natürlich nicht selbst, solche Videos werden gemeinsam mit unseren Marketing-Expertinnen bei Agenturen in Auftrag gegeben oder vom Zentrum für Multimedia in der Lehre der Universität Bremen (ZMML) produziert.“<br> Silke Heinrich ist auch Ansprechpartnerin für alle Belange der Auszubildenden. Anfangs geht es zum Beispiel darum, den Campus und andere Auszubildende kennenzulernen. Dann organisiert sie ein gemeinsames Frühstück. Oder sie vermittelt ihnen nützliche Informationen darüber, an wen sie sich wann wenden können. Dabei arbeitet sie eng mit den Ausbilderinnen und Ausbildern zusammen. Nur durch diese gute Zusammenarbeit, betont Silke Heinrich, könne sie ihren Job erfolgreich ausüben.</p><h3>Großes Spektrum an Ausbildungsberufen</h3><p>Rund 80 junge Menschen pro Jahr werden ausgebildet. „Wir sind einer der größten Arbeitgeber in Bremen“, betont Silke Heinrich „und haben eine Verantwortung für die regionale Wirtschaft. Deshalb bieten wir jungen Menschen ein großes Spektrum an attraktiven und praxisorientierten Ausbildungsmöglichkeiten mit sehr guten Zukunftschancen.“ Auch junge Menschen mit Fluchterfahrung konnten eine Ausbildung durchlaufen, das war im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung, die auf eine Berufsausbildung vorbereitet. „Das ist eines meiner Lieblingsprojekte“, erzählt sie. Und wenn diese Auszubildenden dann einen guten Abschluss machen und übernommen werden, ist Silke Heinrich sehr stolz – auf die Auszubildenden, aber natürlich auch auf die Ausbilder:innen.&nbsp; Wer sich erst einmal orientieren möchte, hat aber auch die Möglichkeit, durch ein Praktikum in verschiedene Bereiche der Universität Bremen reinzuschauen. Wichtig ist ihr, dass junge Menschen etwas finden, das ihnen Spaß macht.</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Silke Heinrich<br> Koordinatorin Ausbildung<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49 421 218-60853<br> E-Mail: <a href="mailto:silke.heinrich@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">silke.heinrich@uni-bremen.de</a></p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/ausbildung" target="_blank">www.uni-bremen.de/ausbildung</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Christina Selzer</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/b/6/csm_Silke_Heinrich_Copyright_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_b6688c467e.jpg" length="355779" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/b/6/csm_Silke_Heinrich_Copyright_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_b6688c467e.jpg" fileSize="355779" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Silke Heinrich koordiniert den Bereich Ausbildung an der Uni Bremen. Spannende Berufe stehen zur Wahl.</media:description><media:copyright>Matej Meza/ Universität Bremen</media:copyright>
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                            <pubDate>Thu, 14 Apr 2022 11:36:00 +0200</pubDate>
                            <title>Der Planer</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-campusmanager</link>
                            
                            <description>„Der Herr der Häuser“ – so hat das Bremer Regionalmagazin buten und binnen Hans-Joachim Orlok in einem Beitrag genannt. Denn wenn es um Gebäude und Nutzungsflächen der Universität geht, ist er gefragt. Mit der Universität verbindet ihn eine Geschichte, die mit seinem Studium 1978 begann.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man mit Hans-Joachim Orlok über seine vielen Verantwortlichkeiten und Aufgaben spricht, ist ihm eine Sache besonders wichtig zu betonen: „Es geht nichts ohne ein gutes und kompetentes Team“, sagt der Leiter des Dezernats Gebäudemanagement. Und das habe er in seinen mehr als 25 Dienstjahren an der Universität Bremen immer gehabt. „Dafür bin ich sehr dankbar.“ Ohne die vielen Kolleg:innen und Mitarbeitenden hätte er seine Arbeit nicht machen können. Große Herausforderungen gab es genug. Beispiel Corona-Pandemie: „Diese Zeit ist für unsere Arbeitsorganisation eine große Herausforderung“, sagt Orlok. Bei ihm im Dezernat können nur sehr wenige der rund 100 Mitarbeitenden im Homeoffice arbeiten, zu denen Handwerker:innen, Architekt:innen, Techniker:innen und Büromitarbeitende gehören. Viele werden vor Ort gebraucht. So muss etwa die Energiezentrale im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche reibungslos laufen, damit Forschung, Lehre, Technik und Verwaltung funktionieren. Außerdem sind Hans-Joachim Orlok und sein Team mit anderen Bereichen der Uni dafür zuständig, dass genug Masken, Desinfektionsmittel und geschultes Wachpersonal in den mehr als hundert Gebäuden auf dem Uni-Campus vorhanden sind. Besonders zu Beginn der Pandemie war dies nicht leicht, als viele Prozesse noch neu und nicht eingespielt waren</p><h3>Umstellung auf Ökostrom</h3><p>Auf dem Campus begleitet den Dezernenten das Thema Nachhaltigkeit seit vielen Jahren. So hat er zum Beispiel zusammen mit der Umweltmanagerin Doris Sövegjarto im Jahr 2005 das erste Umweltmanagementsystem eingeführt. „Damals gehörten wir deutschlandweit zu den Vorreitern bei den Hochschulen“. In seine Amtszeit fiel zudem die Umstellung der Universität auf Ökostrom. Ihre Fernwärme, die als CO2-neutral gilt, bezog die Universität da schon aus dem Müllheizkraftwerk im Blockland.</p><h3>Steingärten gegen Überflutung</h3><p>Die ab 2011 aufwändige, mehrjährige Sanierung des Boulevards gehen ebenfalls auf Hans-Joachim Orlok und sein Team zurück. Das langgezogene Bauwerk, das zentrale Gebäude von der Mensa über das Hörsaalgebäude „Keksdose“ bis zum Sportturm verbindet, war in die Jahre gekommen und musste erneuert werden. Bei der Sanierung galt es, zahlreiche Faktoren zu bedenken. So etwa eine verlässliche Entwässerung des Boulevards, damit die ebenerdigen Gebäudeeingänge bei Starkregen nicht geflutet werden. Die Lösung waren mehrere dunkle Schotterflächen, die mit Steingartenbepflanzungen verschönert wurden. „Im Vorfeld der Sanierung hat man sogar mal überlegt, den Boulevard ganz abzureißen“, erzählt der Dezernent. „Dann hätte man aber sämtliche Gebäudeeingänge neu schaffen müssen. Und das wäre zu teuer geworden.“</p><h3>Von <abbr title="Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen – MARUM">MARUM</abbr> bis Campuspark</h3><p>Zahlreiche Neubauten sind in der mehr als 25-jährigen Dienstzeit von Hans-Joachim Orkok realisiert worden: zum Beispiel das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen – MARUM, das Cognium (Neurowissenschaften) oder das LION – Gebäude für Licht und optische Technologien in der Klagenfurter Straße. Eine Besonderheit sind sicherlich die drei Gebäude Ingenieurwissenschaften 3 (IW3) am Hochschulring, der Block C vom <abbr title="Naturwissenschaften 2">NW2</abbr> in der Leobener Straße sowie das Seminar- und Forschungsgebäude (SFG) in der Enrique-Smidt-Straße. „Alle drei wurden gerade erst über ein Mietkaufverfahren abbezahlt und sind in das Eigentum der Universität übergegangen“, sagt er. Auch bei der Realisierung des Campusparks und Gartens der Nationen vor dem Verwaltungsgebäude (VWG) haben Orlok und sein Team tatkräftig mitgewirkt. Beide Bereiche gibt es seit 2010. Sie bieten mit den roten Stühlen und zahlreichen Bäumen viel Aufenthaltsqualität. „Vorher war dort nur brache Fläche“, erinnert er sich. „Ein wirklicher Glücksfall“ ist für ihn das Kunstwerk „Boule-Spiel“, das vergangenen Winter von der Kohlhökerstraße im Viertel vor das Verwaltungsgebäude gezogen ist. Die nächste Einweihung wird das BIOM in der Leobener Straße vermutlich Ende des Jahres sein: ein hoch modernes Lehrgebäude für die Biologie.</p><h3>„Man braucht eine gewisse Beharrlichkeit in diesem Job“</h3><p>Mit der Universität Bremen ist Hans-Joachim Orlok seit 1978 verbunden. Damals begann er mit 23 Jahren sein Studium für Elektrotechnik im Gebäude <abbr title="Naturwissenschaften 1">NW1</abbr> der noch jungen Reformuniversität. Nach seinem Abschluss arbeitete der Ingenieur 13 Jahre in der freien Wirtschaft. Im Jahr 1996 kam Hans-Joachim Orlok dann als Referatsleiter für den Technischen Betrieb an die Universität Bremen zurück. 2003 wurde er Dezernent für Technischen Betrieb und Bauangelegenheiten. So hieß damals das heutige Dezernat für Gebäudemanagement.</p><p>Eine große Herausforderung sind für seinen Verantwortungsbereich stets die Finanzen. Nur rund zwei Millionen Euro hat der Dezernent jährlich an laufenden Mitteln vom Land Bremen für Gebäudesanierungen und Neubauten zur Verfügung. „Die Universität bräuchte das fünf- bis sechsfache, um den Zustand ihrer Gebäude einigermaßen erhalten zu können“, sagt er. „Ich erkenne die Bemühungen der Politik an“, betont Hans-Joachim Orlok. Doch das Ganze sei nicht auskömmlich. „Man braucht eine gewisse Beharrlichkeit in diesem Job“, sagt er. Viele Dinge benötigen mehr Zeit als zum Beispiel in der freien Wirtschaft. Das höre er aber auch von Kolleg:innen anderer deutscher Hochschulen. „Das ist nicht bremenspezifisch.“</p><h3>Auch im Ruhestand saniert der Ingenieur weiter</h3><p>Der letzte Tag in seinem Büro im Betriebshof im 2. Stock wird der 31. Juli 2022 sein. Und dann? Dann bleibt Hans-Joachim Orlok quasi ein wenig in seinem Metier: Denn in Bremen Nord haben der Ingenieur und seine Frau ein altes Haus aus der Gründerzeit gekauft, welches er mit Herzblut saniert und renoviert. „Ich bin ein begeisterter Handwerker“, sagt er lachend, „solche Projekte brauche ich einfach.“<br> &nbsp;</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p>Hans-Joachim Orlok findet man mit insgesamt 50 Uni-Angehörigen auch auf der Website des Jubiläumsprojekts #IchBinUniBremen von Matej Meza und Anamaría Pabón-Maldonado: <a href="http://www.uni-bremen.de/50-jahre/programm/projekte/ichbinunibremen/hans-joachim-orlok" target="_blank">www.uni-bremen.de/50-jahre/programm/projekte/ichbinunibremen/hans-joachim-orlok</a></p><p>Sehen Sie den Beitrag mit Hans-Joachim Orlok bei buten un binnen anlässlich 50 Jahre Universität Bremen vom 13. Oktober 2022: <a href="https://www.butenunbinnen.de/videos/unterwegs-mit-dem-hausmeister-100.html" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.butenunbinnen.de/videos/unterwegs-mit-dem-hausmeister-100.html</a></p><h4><br> Fragen beantwortet:</h4><p>Hans-Joachim Orlok<br> Leitung Dezernat Gebäudemanagement<br> Universität Bremen<br> Tel. +49421 218-60600<br> E-Mail: <a href="mailto:orlok@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">orlok@uni-bremen.de</a></p>]]></content:encoded>
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                            <author>Meike Mossig</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_Hans-Joachim_Orlok_Copyright_Matej_Meza_fc58368b1c.jpg" length="230792" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_Hans-Joachim_Orlok_Copyright_Matej_Meza_fc58368b1c.jpg" fileSize="230792" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Zahlreiche Neubauten sind in der mehr als 25-jährigen Dienstzeit von Hans-Joachim Orlok an der Universität Bremen realisiert worden.</media:description><media:copyright>Matej Meza</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Thu, 03 Mar 2022 10:34:09 +0100</pubDate>
                            <title>Die Mensa-Managerin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-mensa-managerin</link>
                            
                            <description>Anke Grupe-Markschat ist Leiterin der Hochschulgastronomie beim Studierendenwerk Bremen. Sie ist für die insgesamt neun Mensa-Standorte in Bremen verantwortlich und sorgt dafür, dass den Hochschulangehörigen das Essen schmeckt. Das hat mit Planung zu tun, aber auch mit viel Kreativität.

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                            <content:encoded><![CDATA[<p>Kichererbsen-Bohnenpfanne mit Koriander-Kartoffeln. Gebratene Frikadelle aus eigener Herstellung mit Hokkaido-Kürbis, Röstzwiebelstampf und Jus. Gemüse-Couscous-Pfanne mit Ingwer-Dip. Das klingt verlockend und ist ein Auszug aus der Speisekarte der Uni-Mensa. Ein Team aus Sachgebietsleitungen, Betriebsleitungen, Köch:innen, Küchenhilfen, Ökotropholog:innen und Verwaltungskräften sorgt dafür, dass das Essen in den verschiedenen Mensen in Universität und Hochschule nicht nur auf den Teller kommt, sondern den Studierenden und Mitarbeitenden auch schmeckt. Chefin ist Anke Grupe-Markschat.</p><h3>Gastronomin von der Pike auf</h3><p>Die oberste Mensa-Managerin hat ihren Job von der Pike auf gelernt. Die 59-Jährige wuchs im kleinen Ort Fischerhude bei Bremen auf und absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. 1999 begann sie beim Studierendenwerk Bremen. Zunächst übernahm sie die Leitung der Cafeteria an der Hochschule Bremen, danach wurde sie Betriebsleiterin der Mensa Werderstraße. Eine Fortbildung zur Wirtschaftsfachwirtin folgte 2010, ein Jahr später der Wechsel an den Universitätscampus als Betriebsleiterin der Uni-Mensa. 2016 wurde sie Abteilungsleiterin der Hochschulgastronomie im Land Bremen. Damit ist sie für drei Hochschulstandorte mit neun Mensen und Cafeterien und fast 200 Mitarbeiter:innen zuständig.</p><p>Was macht sie da? Eigentlich alles – von der allgemeinen gastronomischen Verwaltung bis zur Verantwortung für die Betriebstechnik und den Einkauf. Vor allem aber muss sie die Prozesse organisieren: Wie soll das Angebot aussehen? Wie wird das Personal organisiert? Wie soll die Verarbeitung aussehen? Wie können unterschiedliche Essgewohnheiten berücksichtigt und zugleich langfristige Trends im Auge behalten werden?</p><h3>Pandemie sorgte für große Herausforderungen</h3><p>In normalen Zeiten gehen allein an der Universität Bremen täglich rund 8.000 Mittagessen über die Theke. Dann kam Corona. „Das war die herausforderndste Zeit in meinem gesamten Berufsleben“, bilanziert die Gastronomie-Managerin. Als im März 2020 plötzlich alle Mensa-Betriebe schließen mussten, waren die Lager voll mit Lebensmitteln. Ein großer Teil davon konnte zum Glück gespendet werden: an Tafeln oder die Bremer Suppenengel.</p><p>Dann gab es immer wieder Öffnungen. Es wurden zwar weniger Essen ausgegeben als in normalen Zeiten, aber gefordert war höchste Flexibilität. Wann wird wieder geöffnet und wie? Hygienepläne mussten erstellt und permanent angepasst werden. Pfeilsysteme auf dem Fußboden, Kontaktnachverfolgung, weniger Stühle an den Tischen mit größerem Abstand. Die beliebte Cafeteria in GW 2 musste geschlossen bleiben, denn sie beherbergt das Corona-Testcenter. „Das Team der Hochschulgastronomie hat unglaublich viel geleistet in den vergangenen beiden Jahren“, betont die Chefin.</p><h3>„Mensa to go“ hat sich bewährt</h3><p>Am schwierigsten für alle Mitarbeitenden war die mangelnde Planungssicherheit. Umso mehr freut sich Anke Grupe-Markschat, dass das Essensangebot auch beim „Betrieb auf kleiner Flamme“ gut angenommen wurde. Insbesondere gilt das für das neu eingeführte to go-Angebot mit einem Pfandsystem für das Essgeschirr. Dabei bleibt es nicht. Gerade hat sie auch für den Kaffee-Ausschank ein Pfandsystem eingeführt, um den ökologisch widersinnigen Pappbecherverbrauch zu beenden.</p><p>Genutzt wurde die Pandemiezeit aber auch für Verbesserungen hinter den Kulissen. Die Spültechnik wurde erneuert, und Anke Grupe-Markschat freut sich über die frisch angeschaffte schrankhohe Pasta-Maschine: „Wir können jetzt Gerichte mit hausgemachter Pasta in Bioqualität anbieten“, freut sich die Chefin, die selbst auch die italienische Küche liebt. „Das kommt bei unseren Gästen sehr gut an.“</p><h3>Das Thema Ernährung bewegt alle</h3><p>Um die Mensa zukunftsfähig aufzustellen, muss sie die Bedürfnisse der Gäste kennen, den Lebensmittelmarkt studieren und Ernährungstrends aufmerksam registrieren. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen das Essen in der Mensa mit „einmal den Magen vollschlagen“ beschrieben wurde. „Ernährung ist ein Thema, das alle bewegt“, weiß Anke Grupe-Markschat, „es wird viel bewusster gegessen als früher. Immer wichtiger werden Fragen der Nachhaltigkeit. Viele möchten wissen, unter welchen Bedingungen und wo die Lebensmittel produziert werden.“<br> Auch die Bedürfnisse haben sich geändert: vollwertig, vegetarisch, vegan, weniger Fleisch, und wenn, dann aus artgerechter Haltung. Bei Kaffee und Tee setzen die Mensen des Studierendenwerks Bremen bereits auf fair gehandelte Bio-Produkte. Das Obst wurde umgestellt auf Bioqualität, Milchprodukte sind ebenfalls Bio und stammen aus der Region. &nbsp;</p><p>Regelmäßig probiert das Mensateam neue Rezepte aus, verschiedene Zutaten und Arten der Zubereitung. Das ist keineswegs trivial. Anke Grupe-Markschat erklärt den Unterschied zum heimischen Herd: „Wenn Sie zuhause kochen, essen Sie das in der Regel direkt im Anschluss. Das können Sie mit einer Großküche nicht vergleichen. In einer Mensa müssen beispielsweise die Nudeln lange standfest sein. Die fertigen Essen dürfen nicht nach einer Stunde zusammenfallen.“</p><p>Ob in Kantinen oder Krankenhäusern – erfahrungsgemäß wird über das Essen besonders gern genörgelt. Wie geht die Mensa-Managerin damit um? „Wir freuen uns, wenn es unseren Gästen schmeckt“, lautet die einfache Antwort. Man beobachte aber sehr genau, was gut ankomme und welche Gerichte auch mal nicht so gut angenommen würden. Es gebe ein ständiges Feedback von den Studierenden und Mitarbeitenden.</p><h3>Trends der Zukunft aufspüren</h3><p>Die Grundsätze für die Zukunft seien klar: Mehr Selbstgemachtes, frische Zutaten wie bei den beliebten vegetarischen und veganen Bowls für die Cafeteria GW 2, weniger Convenience, also vorproduzierte Komponenten, wie sie in Großküchen häufig zum Einsatz kommen. Im Mittelpunkt der Hochschulgastronomie werde noch stärker das Handwerk stehen. Nachhaltigkeit sei das alles bestimmende Thema der Zeit.<br> Und welche Großtrends erwartet Anke Grupe-Markschat für die etwas fernere Zukunft? „Da gibt es viele spannende Dinge,“ deutet sie an und nennt dann „Aquaponik“, ein Verfahren zur kombinierten Aufzucht von Fischen und Pflanzen im Kreislaufsystem. Ein weiterer Trend sind in-vitro-Fleisch, also Fleisch aus dem Labor, sowie insektenbasierte Lebensmittel. Von deren Siegeszug ist sie einigermaßen überzeugt.</p><p>Aber niemand muss fürchten, dass aus der Mensa schon morgen das Dschungelcamp wird – es geht um einen langfristigen Trend, der sicher auch mit neuen Koch- und Verarbeitungstechniken verbunden sein wird. Zum Mensa-Management gehören eben immer beide Seiten: das Wissen um die Bedürfnisse von Kunden und Gästen und die Kenntnisse aller Produktionsprozesse bis auf Teller und Tisch. Eine Aufgabe, die Anke Grupe-Markschat mit Elan angeht.</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Maurice Mäschig<br> Studierendenwerk Bremen AöR<br> Referent für Kommunikation und Kultur<br> Telefon: +49 421 2201- 10104<br> E-Mail: <a href="mailto:maurice.maeschig@stw-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">maurice.maeschig@stw-bremen.de</a></p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.stw-bremen.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.stw-bremen.de</a></p>]]></content:encoded>
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                            <author>Christina Selzer </author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/d/e/csm_Grupe-Markschat_Buero_4x3_Copyright_Matej_Meza_c41b1e383e.jpg" length="261297" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/d/e/csm_Grupe-Markschat_Buero_4x3_Copyright_Matej_Meza_c41b1e383e.jpg" fileSize="261297" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">„Ernährung ist ein Thema, das alle bewegt“: Anke Grupe-Markschat leitet die Hochschulgastronomie beim Studierendenwerk Bremen.</media:description><media:copyright>Matej Meza/ Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Mon, 29 Nov 2021 14:16:49 +0100</pubDate>
                            <title>Der Dienstälteste</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-dienstaelteste</link>
                            
                            <description>Wirklich sicher ist sich Frieder Nake nicht: Ist er tatsächlich der dienstälteste Lehrende an der Universität Bremen? Vermutlich schon, denn im kommenden April beginnt sein 100. Semester. Nach fast 50 Jahren in der Lehre hat der 82-jährige Informatik-Professor so manche Geschichte zu erzählen. </description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Bevor es ans Erzählen geht, steht allerdings erstmal der Fototermin an. Denn zu so einer Campusgeschichte gehört ein möglichst realistisches Abbild des Porträtierten. Im Hörsaal des MZH-Gebäudes auf dem Campus soll es gemacht werden, denn dort fühlt sich Frieder Nake besonders heimisch. Der Hörsaal liegt direkt gegenüber von seinem Büro. Da braucht er offenbar nicht mal feste Schuhe anzuziehen, sondern kann einfach in seinen Büro-Schlappen hinübergehen. Richtig? „Nein, das sind meine normalen Schuhe. Ich trage eigentlich immer Sandalen, solange es irgendwie geht im Jahr,“ stellt Nake klar. Ein schwarzes Hemd, eine Wanderhose mit praktischen Seitentaschen und dicke Wollsocken vervollständigen den Look – mehr braucht der braungebrannte 82-Jährige für einen Tag an der Uni nicht.</p><p>„Meine Lehre war schon immer etwas lockerer“, schmunzelt der Informatiker, der 1972 eine Professur für Grafische Datenverarbeitung und interaktive Systeme an der Universität Bremen annahm. Einen Aktenkoffer mit Fachliteratur oder Powerpoint-Folien mit Formeln sucht man bei ihm vergeblich. „Ich erzähle meinen Studierenden lieber etwas. So vermittle ich das Fachwissen eher nebenbei und immer anhand einer relevanten Fragestellung“, erklärt Nake.</p><h3>Mit Studierenden im Kreis sitzen</h3><p>Mit diesem Ansatz folgt er einem der Gründungsgedanken der Universität Bremen. An der Weser sollte Anfang der 1970er Jahre vieles anders werden. Unter anderem sollten Forschung und Lehre stets gesellschaftlich relevant sein. Für Nake bedeutete das: In seinem ersten Seminar saß er mit fünf Studierenden im Kreis und tauschte sich im sogenannten Projektstudium über die Chancen und Grenzen von Computern aus – am konkreten Beispiel der Arbeitsvermittlung. Sogar ein Beamter von der Bundesanstalt für Arbeit kam aus Nürnberg an die neue Universität Bremen, um die Ideen der Studierenden und ihres Profs kennen zu lernen. „Alles, was damals an der Universität passierte, hatte einen direkten Bezug zur realen Welt. Das hat mir gefallen“, sagt der Informatiker.</p><p>Was ihm ebenfalls zusagte: An der Uni Bremen gab es in den 1970ern die sogenannte Drittelparität. Professor:innen, Verwaltungsmitarbeitende und Studierende waren in allen Belangen gleichberechtigt. „Diese Drittelparität war sensationell, so etwas hatte ich in Deutschland noch nie erlebt“, sagt Nake.</p><h3>Professur als politische Aufgabe</h3><p>Dass an der neuen Uni Bremen so vieles so anders laufen sollte, war der Grund, warum der gebürtige Stuttgarter 1972 überhaupt aus Kanada nach Deutschland zurückkam. „Ich war einige Jahre zuvor ausgewandert, weil mir das deutsche Hochschulwesen viel zu verknöchert war“, sagt der Wissenschaftler. „Nun an dieser radikal anderen Uni Professor zu werden, war für mich auch eine politische Aufgabe“, sagt Nake.</p><p>Inwiefern? „Seit meinem 16. Lebensjahr fühle ich mich der radikalen Linken zugehörig,“ stellt Nake klar. Er war Mitglied in kommunistischen Vereinigungen, hatte in den 70er Jahren im Rahmen des sogenannten Radikalenerlasses ein Disziplinarverfahren zu überstehen. An seinen politischen Überzeugungen hält er fest – obwohl sich mittlerweile vieles an der Uni Bremen geändert hat. So prägen der Marxismus und ein stetiger Aufruf zum dialektischen Denken seine Lehre. „Wir sollten immer das Gegenteil mitdenken – das habe ich schon meinen Kindern beigebracht und lege es auch jedem meiner Studierenden nahe. Es gibt niemanden, der eine meiner Veranstaltungen besucht hat und den Namen Hegel nicht kennt.“</p><h3>Lehre als Erzählung</h3><p>Auf die Frage, ob er sich sicher sei, dass er wirklich Informatik lehre, reagiert er mit einem Lachen. „Der Blick über den Tellerrand gehört mit dazu. Lehre muss eine Erzählung sein, muss Stellung beziehen aufgrund von Fachwissen“, sagt er.</p><p>Aktuelles Beispiel: In diesem Wintersemester bietet er ein Seminar an mit dem Titel „Algorithmic Thinking“ an. 70 Studierende nehmen teil und er wusste schon Wochen vorher, wie er die Veranstaltung beginnen wird: Reinkommen, hinsetzen und nichts sagen. Für volle zehn Minuten. Wenn jemand tuschelt oder mit dem Stuhl scharrt: ignorieren. Nach zehn Minuten aufstehen und fragen: Was habt ihr gerade gedacht? „So erfahren die Studierenden, was es bedeutet, aufs Denken zurückgeworfen zu werden“, erläutert der Hochschullehrer. Uni als Happening. So mag er es am liebsten.</p><h3>90-Stunden-Woche ist normal</h3><p>Und wenn er mal nicht an der Uni ist? „Mein Leben ist Arbeit. Ich habe eine 90-Stunden-Woche und höre abends erst auf, wenn das heute journal beginnt,“ sagt er. Einen Ruhemoment am Tag gönnt er sich allerdings: Der Informatiker liebt es, morgens in der kleinen Küche seines Borgfelder Hauses ein Käsebrot zu essen, mit Blick auf die großen Bäume im Garten.</p><p>Was viele an der Uni nicht wissen: Frieder Nake ist ein renommierter Vertreter der Computerkunst. Das ist Kunst, die digital mit dem Rechner erzeugt wird. Mitte der 1960er Jahre war er einer von nur drei Künstlern weltweit, die sich mit dieser Art von Kunst beschäftigt haben. Innerhalb kürzester Zeit machte er sich international einen Namen. Bis heute stellt er seine Bilder und interaktiven Installationen regelmäßig aus, das nächste Mal im Februar im Bremer Gerhard-Marcks-Haus. „Ich erstelle Projektionen auf möglichst großen Bildschirmen, die sich fortlaufend und ohne Wiederholung ändern. Der Computer rechnet und läuft und zeigt. Es sind dynamische Bilder, die dann entstehen, wenn wir hinsehen“, erläutert Nake.</p><p>Offiziell ist er mit seinen 82 Jahren natürlich pensioniert, darf aber als Professor lebenslang weiterlehren. In seinen fast 50 Dienstjahren hat er insgesamt 435 Studierende zu einem Abschluss betreut, das weiß er ganz genau. Langsam macht sich allerdings ein Gedanke in seinem Hinterkopf breit: „Vielleicht ist das Sommersemester 2022 tatsächlich mein letztes“, kündigt er mit ungewohnt zaghafter Stimme an. Es fällt ihm sichtlich schwer, darüber nachzudenken. Selbst wenn er bald nicht mehr täglich zur Uni fährt, wird es ihm allerdings nicht langweilig werden: „Dann werde ich künstlerisch programmieren – und zwar bis es kracht!“</p><h4><strong>Fragen beantwortet:</strong></h4><p>Professor Frieder Nake<br> Fachbereich 3 Mathematik und Informatik<br> E-Mail: <a href="mailto:nake@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">nake@uni-bremen.de</a><br> Telefon:+49 421 218-64485<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Birgit Bruns</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/4/e/csm_Campusgeschichte-Web_1eda7fa71d.jpg" length="251176" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/4/e/csm_Campusgeschichte-Web_1eda7fa71d.jpg" fileSize="251176" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Frieder Nake in seinem „zweiten Wohnzimmer“, dem Hörsaal im MHZ.</media:description><media:copyright>Matej Meza / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <guid isPermaLink="false">news-26938</guid>
                            <pubDate>Wed, 27 Oct 2021 08:31:43 +0200</pubDate>
                            <title>Die Sprachexpertin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-sprachexpertin</link>
                            
                            <description>Sie weiß, wie man Sprachen effizient und gut vermittelt und den Lernerfolg sichtbar macht: Claudia Harsch leitet das Sprachenzentrum der Hochschulen des Landes Bremen (SZHB). Parallel lehrt sie als Professorin für Sprachlehr- und -lernforschung an der Universität Bremen.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Die spannenderen Lebensläufe sind oft die, bei denen der Weg nicht geradeaus zu einem Ziel führt. Sondern die, in denen es interessante Verästelungen gab. Das Leben entwickelt sich – auch das Berufsleben. So ging es auch Claudia Harsch, heute Professorin für Sprachlehr- und -lernforschung und Direktorin des Sprachenzentrums der Hochschulen des Landes Bremen (SZHB), eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Denn als sie in Augsburg die 10. Klasse abgeschlossen hatte, war die Lust auf Schule erstmal verflogen: „Meine Englischlehrerin konstatierte mir Mängel im Grundwortschatz.“</p><p>Wenn die Englischlehrerin nur wüsste. Heute spricht Claudia Harsch ganz exzellent Englisch – kein Wunder nach einer Karriere auf dem Gebiet der Sprachen, inklusive eines mehrjährigen Aufenthalts in Großbritannien. Als Leiterin des SZHB organisiert sie zusammen mit ihrem Team heute die Sprachvermittlung für alle vier Hochschulen des Landes. Und als Professorin ist sie Expertin für das Lernen und Lehren von Sprachen und die Überprüfung der Lernerfolge.</p><h3>Erst mal eine Ausbildung</h3><p>Hätte man der jungen Claudia Harsch nach ihrem Schulabgang erzählt, dass sie mal an dieser Stelle landet, sie hätte wohl nur gelacht. Denn erst mal startete sie ihr Berufsleben – im Finanzamt. „Irgendwas musste ich ja machen, also habe ich drei Jahre lang eine solide Ausbildung für den mittleren Dienst der Finanzbehörden durchlaufen.“ Bald merkte sie, dass es das für den Rest des Lebens noch nicht sein kann. Deshalb machte sie anschließend am Bayernkolleg doch noch ihr Abitur.</p><p>Wie für viele junge Menschen ging es dann auch für sie zunächst „ab in die weite Welt“, unter anderem nach Frankreich, später nach Asien und Neuseeland. „Das hat mein Weltbild stark erweitert“, erinnert sie sich heute – Reisen bildet. Danach stand fest: „Ich will etwas studieren, das den Menschen später direkt etwas bringt.“ An der Uni Augsburg wählte sie daher „Deutsch als Fremdsprache“, Englisch-Didaktik und angewandte Sprachwissenschaft.</p><h3>Die Forschung kennen und lieben gelernt</h3><p>Manche studieren dann nicht nur, sie lernen dabei auch die Forschung kennen und lieben. So erging es auch Claudia Harsch. Sie arbeitete im DESI-Projekt (DESI = Deutsch Englisch Schülerleistungen International) mit, wo in einer Studie im Auftrag der Kultusministerien der Länder der Unterricht und Kompetenzerwerb in Deutsch und Englisch untersucht wurde. Ihre Doktorarbeit schrieb sie über den gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen, der das Können von Sprachlernenden auf sechs aufeinanderfolgenden Kompetenzniveaus beschreibt: A1, A2, B1, B2, C1, C2. „Ziel ist dabei unter Anderem, Lernerfolge transparent zu gestalten, verschiedene Sprachzertifikate vergleichbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis für den Sprachen-Erwerb zu schaffen“, erläutert sie. „Der Referenzrahmen ist keine Zwangsjacke, sondern ein wichtiges Werkzeug.“</p><p>Nach einigen „Stationen in befristeten Anstellungen“, wie sie es nennt – zum Beispiel einer Beschäftigung am Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen – kamen 2009 gleich zwei Jobangebote aus England. „Ich habe mich dann für die University of Warwick entschieden und dort sechs Jahre verbracht – eine tolle Zeit mit Fokus auf Sprachtesten, Sprachlehren und -lernen und vielen internationalen Kontakten. Langsam bin ich dort auch in die internationale language testing community reingewachsen.“</p><h3>Im Brexit-England wurde das Klima unfreundlicher</h3><p>In Großbritannien spürte Claudia Harsch aber auch, wie sich das Klima in einer Gesellschaft verändern kann – Stichwort Brexit. „Das gilt nicht für den akademischen Bereich. Aber im Alltag wurde das Klima unfreundlicher.“ Beim Arzt oder in Versicherungsangelegenheiten erlebte sie erste Ressentiments. „Ich merkte langsam, dass ich dort nicht auf Dauer bleiben wollte. Ich wurde sogar gefragt, was ich hier denn wolle, ich hätte ja gar keinen englischen Pass.“</p><p>Weil sie zwischenzeitlich kräftig wissenschaftlich publiziert hatte, nutzte Claudia Harsch ihre vielen Arbeiten und Veröffentlichungen für eine sogenannte kumulative Habilitation. Dabei wird die Lehrbefähigung nicht durch eine einzelne Forschungsarbeit, sondern durch zahlreiche thematisch verknüpfte Fachartikel erworben. Erfolgreich habilitiert: Da passte 2015 die Ausschreibung einer Professur für Sprachlehr- und Lernforschung an der Universität Bremen für die „abwanderungswillige“ Expertin bestens. Verbunden damit war „Neuland“ für sie, nämlich die Leitung des Sprachenzentrums.</p><h3>Man nannte sie „Columbo“ ….</h3><p>Doch diese Leitung klappt seit nunmehr sechs Jahren bestens. Claudia Harsch betont, dass sie über ein äußerst engagiertes Team verfügt: „Ich bin zwar Direktorin, aber wir diskutieren und entscheiden viele Sachen gemeinsam.“ Natürlich habe sie sich anfangs in das weitere Tätigkeitfeld „hineinfuchsen“ müssen, „aber neben anderen hat mir unser gerade in den Ruhestand gegangener Verwaltungsleiter Hartmut Hachmann zu Anfang viel weitergeholfen.“ Dessen Frau habe ihr mal verraten, dass Hachmann die neue Chefin anfangs scherzhaft „Columbo“ nannte: „Weil mir immer noch eine Frage einfiel, wenn ich schon im Weggehen begriffen war“, schmunzelt sie.</p><p>Daneben hat Claudia Harsch am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft eine Arbeitsgruppe aufgebaut und ist heute international anerkannt, wenn es um die Sprachlehr- und lernforschung und das Sprachtesten geht. Sie bekleidet führende Positionen in wichtigen europäischen und globalen wissenschaftlichen Gremien, die Sprachtests und deren Auswirkungen erforschen oder Testentwicklungsinstitute beratend begleiten. Das damit verbundene Reisen und die Kontakte zu Menschen aus anderen Kulturkreisen seien ein angenehmer Nebeneffekt ihrer oft anstrengenden Arbeit: „Das gibt einem die Möglichkeit, aus dem Alltag auszubrechen.“</p><h3>Ab nach oben – in der Kletterhalle</h3><p>Weil das während der Phase der Corona-Reisebeschränkungen komplett wegfiel, legte sie sich kurzerhand eine Gartenparzelle in Bremen zu. Die will jetzt gestaltet werden: „Am Anfang waren da nur Brombeerhecken, aber es wird langsam.“ Auch das Motorradfahren macht ihr Spaß. Und sie hat noch ein weiteres Hobby: das Klettern, das sie in unmittelbarer Uni-Nähe intensiv im DAV Kletterzentrum Bremen betreibt, wenn es nicht gerade direkt „an den Fels“ geht. Claudia Harsch – eine Frau, die hoch hinaus will und doch mit beiden Beinen auf dem Boden steht.</p><p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong></p><p>Prof. Dr. Claudia Harsch<br> Direktorin Sprachenzentrum der Hochschulen im Land Bremen<br> E-Mail: <a href="mailto:harsch@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">harsch@uni-bremen.de</a><br> 'Telefon: +49 421 218-61967</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Kai Uwe Bohn</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/0/f/csm_Claudia_Harsch_Foto_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_a30bf55f30.jpg" length="261753" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/0/f/csm_Claudia_Harsch_Foto_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_a30bf55f30.jpg" fileSize="261753" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Heute eine der führenden Expertinnen für Sprachlehr- und lernforschung sowie Direktorin des Bremer Sprachenzentrums: Professorin Claudia Harsch. Foto: Matej Meza / Universität Bremen</media:description><media:copyright>Matej Meza / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Tue, 28 Sep 2021 10:21:09 +0200</pubDate>
                            <title>Der Beobachter </title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-beobachter</link>
                            
                            <description>Der Fotograf Matej Meža lichtet die Universität Bremen und ihre Menschen ab. Das ist aber nicht der einzige Arbeitsbereich des gebürtigen Slowenen. Er berät auch internationale Studieninteressierte, einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle zu finden.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>„Die Sonne am frühen Morgen oder am Abend erzeugt ein besonders schönes Licht für Fotos“, schwärmt Matej Meža, der seine Kamera immer bei sich trägt, auch wenn er privat unterwegs ist. Der 38-Jährige ist Fotograf durch und durch. Seine Leidenschaft war zuerst nur ein Hobby. Er hat es zum Beruf gemacht. Matej Meža arbeitet seit rund drei Jahren als freiberuflicher Fotograf für die Universität Bremen. Er setzt sowohl die Gebäude der Universität in Szene als auch die Menschen, die hier arbeiten. Seine Fotos lassen Menschen strahlen, sie kommen ihnen nah, ohne sie zu bedrängen. Zweifellos eine Kunst.</p><h3><strong>Sein Anspruch: Wertschätzung für alle Menschen</strong></h3><p>Ihn interessieren die Menschen, die er fotografiert. Wer sich mit dem sympathischen Mann unterhält, merkt das schnell. Und diese Offenheit überträgt sich auch auf seine „Objekte“. „Ich versuche mit der Person, die vor mir steht, in Kontakt zu kommen. Dabei geht es auch darum, die Persönlichkeit einzuschätzen und ihr zu geben, was sie in dem Moment braucht, um sich wohlzufühlen. Wertschätzung zu zeigen für den Menschen, das ist mir wichtig.“<br> Matej Meža beobachtet genau, um eine Persönlichkeit fotografisch einzufangen. Oft sind es Kleinigkeiten, die ein Bild zu etwas Besonderem machen. Natürlich gehören auch die klassischen PR-Fotos zu seinem Alltag. Eine Grundsteinlegung oder eine Scheckübergabe beispielsweise. Aber auch hier hat er den Anspruch, originelle Bildausschnitte zu finden. Bloß keine Massenware. „Mit meinen Fotos trage ich dazu bei, das Bild der Universität nach außen zu prägen“, erzählt er. „Darüber freue ich mich.“&nbsp; Und was ist das für ein Bild, das er vermittelt? Er überlegt nur kurz: „Die Universität Bremen ist für mich in Ort, an dem Vielfalt und unterschiedliche Weltanschauungen nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung gesehen werden.“</p><p>Dazu passt auch sein aktuelles Projekt „#IchBinUniBremen“, das er im Rahmen des 50. Geburtstags der Universität Bremen realisiert: 50 Menschen stellt der Fotograf in Porträts vor. „Sie prägen die Universität. Auch wenn sie nicht im Rampenlicht stehen und oft im Hintergrund arbeiten, so sind sie doch das Herz der Universität Bremen!“ Darunter sind nicht nur Studierende, Professoren und Professorinnen, sondern auch Verwaltungsangestellte, Alumni und Mitarbeitende, die täglich mit ihrer Arbeit zum Erfolg der Universität beitragen. Für Meža ein Herzensprojekt.</p><h3>Internationalen Studierenden bei der Jobsuche helfen<strong> &nbsp;</strong></h3><p>Der Umgang mit Menschen ist für Matej Meža Dreh- und Angelpunkt seiner beruflichen Tätigkeiten. Der Fotograf kommt schnell mit Menschen ins Gespräch. „Das ist wahrscheinlich mein mediterranes Temperament“, lacht er. Als der Germanistikstudent 2009 als ERASMUS-Student aus Slowenien nach Bremen kam, musste er sich an die norddeutsche Mentalität gewöhnen. Bei den Menschen ist ihm das gelungen. An das Wetter im Nordwesten allerdings hat er sich nie gewöhnen können.<br> Er blieb als Student in Deutschland, schrieb in Bremen seine Abschlussarbeit und fing an, im International Office der Universität Bremen zu arbeiten. „Da ich selbst einen internationalen Hintergrund habe, weiß ich, was Studierende aus anderen Ländern brauchen. Ich kann ihnen Tipps geben, worauf sie bei der Jobsuche achten müssen.“ Insgesamt zehn Jahre lang unterstützte er Studierende beim Übergang in Praktika oder Jobs, zu einigen seiner ehemaligen „Kunden“ hat er immer noch Kontakt. Es haben sich Freundschaften entwickelt. „Ich bin jemand, der das Persönliche in die Arbeit einbringt, die Leute merken, dass ich mich für sie einsetze. Da bekommt man viel zurück.“<br> Seit Anfang des Jahres berät er in der Academy for Higher Education Access Development – <abbr title=" Academy for Higher Education Access Development">HERE AHEAD</abbr> internationale Studieninteressierte mit oder ohne Fluchthintergrund, in den Arbeitsmarkt zu kommen. Hier hilft er dabei, eine Praktikumsstelle oder ein Vorpraktikum zu bekommen. Auch bei dieser Tätigkeit kommt ihm zugute, dass er gut vernetzt und kommunikativ ist. Dieses Netzwerk mit den Bremer Kooperationspartnern und Institutionen möchte er weiter ausbauen.</p><h3>Hobbies: Gärtnern und Handwerken</h3><p>Zum Entspannen liebt Matej Meža die Natur und das Gärtnern. „Auf meinem Balkon stehen ein Zitronenbaum, ein Rhododendron und sogar eine kleine Eiche“, zählt er stolz auf. „Ich ziehe außerdem Tomaten, Erdbeeren und Bohnen“. Der Balkon sei seine Oase in der Stadt.<br> Bodenständig ist auch sein anderes Hobby: alles rund ums Handwerken. „Daran liebe ich die Logik und das technische Denken. Dabei kann ich mich sehr gut entspannen. Meine Freunde wissen: wenn sie etwas zu reparieren haben, können sie mich immer anrufen.“ Oft wird er aber auch gefragt, ob er ein Foto machen könne. Das kann Matej Meža einfach nie ablehnen, denn das Fotografieren ist für ihn mehr als ein Job. Und seine Kamera hat er ja immer dabei.</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/50-jahre/programm/projekte/ichbinunibremen" target="_blank">www.uni-bremen.de/50-jahre/programm/projekte/ichbinunibremen</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Christina Selzer</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_Matej_Meza_Copyright_Matej_Meza_6318a07d2a.jpg" length="409564" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_Matej_Meza_Copyright_Matej_Meza_6318a07d2a.jpg" fileSize="409564" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Matej Meža arbeitet als Fotograf für die Universität Bremen. Er hat seine Kamera auch privat immer dabei.</media:description><media:copyright>Ali Matar</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Tue, 27 Jul 2021 10:24:58 +0200</pubDate>
                            <title>Die Netzwerkerin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-netzwerkerin</link>
                            
                            <description>Petra Droste hat das Career Center Universität Bremen aufgebaut. Natürlich nicht alleine, wie sie betont, sondern im Team. Sie haben schon viele Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützt. Am 1. Oktober wird das Career Center 20 Jahre alt.  </description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Petra Droste aus dem Fenster ihres Büros an der Universität Bremen schaut, sieht sie direkt auf den Mensa-See. „Das ist sehr schön, besonders jetzt im Sommer, wenn die bunten Blumen blühen.“ Die 60-Jährige liebt Gartenarbeit. „Ich bin als Tochter eines Försters auf dem platten Land mitten in der Natur aufgewachsen.“ Das war im südlichen Münsterland. „Daher habe ich wohl auch den für diese Gegend typischen ,Querkopf‘“, lacht die dynamische Frau mit dem Pagenschnitt. „Das höre ich jedenfalls häufiger. Auch Kolleginnen und Kollegen bescheinigen mir, dass ich sehr durchsetzungsstark bin. Das ist nicht immer ein Lob. Man gerät auch schon mal aneinander, aber bisher haben wir uns auch immer schnell wieder zusammengerauft.“</p><p>Sich durchzusetzen, das gehört wohl zum Profil ihrer Tätigkeit als Leiterin des Career Centers. Das Career Center Team muss bei Firmen permanent nach Praktikumsplätzen fragen. Diese Akquise gehört zu den wichtigen Aufgaben. „Wir wollen Menschen befähigen, ihren Weg ins Arbeitsleben zu gehen“, erläutert Petra Droste den Sinn des Career Centers.</p><p>Soziologie und Sozialwissenschaften hat sie studiert, arbeitete anfangs in der Wissenschaft und befasste sich intensiv mit Frauen-, Arbeitsmarkt- und Biografieforschung. Für die gewerkschaftliche Hans-Böckler-Stiftung sowie für die Studierwerkstatt der Universität Bremen arbeitete sie als Trainerin, unter anderem für Academic Writing. „Als ich gefragt wurde, ob ich an der Universität Bremen ein Career Center aufbauen möchte, hatte ich sofort im Kopf, was dafür alles nötig ist.“</p><h3>Jeder soll sich ausprobieren &nbsp;</h3><p>„Macht Praktika! Probiert Euch aus!“, so lautet ein wichtiger Tipp von Petra Droste und den Beraterinnen und Beratern an alle Studierende. „Nur durch Praktika kann man feststellen, ob der Bereich, für den sich jemand interessiert, auch tatsächlich etwas für ihn bzw. sie ist.“ Was sie den Studierenden noch ans Herz legt: „Es ist gut, Netzwerke zu knüpfen und diese Kontakte über einen längeren Zeitraum zu pflegen.“ Viele würden zunächst allerdings kaum darüber nachdenken, wie nützlich später einmal früh geknüpfte Kontakte sein können.</p><p>Das Career Center ist nicht nur eine Beratungsstelle für Studierende und Absolvent:innen, sondern auch eine Anlaufstelle für bereits berufserfahrene Akademiker:innen. Hier lassen sich beispielsweise auch Wissenschaftler:innen beraten, deren Perspektive wegen der befristeten Verträge unsicher ist. Oder auch internationale Ratsuchende, zu denen auch geflüchtete Menschen gehören.<br> Durch die breite Palette an Erfahrungen sind auch die Kurse oft bunt gemischt. Das ist auf jeden Fall ein Vorteil, denn so können alle voneinander lernen, die jüngeren Studierenden von älteren Wissenschaftler:innen und natürlich auch umgekehrt. „Die jüngeren Leute haben andere Ideen“, erklärt Petra Droste, „der Austausch bereichert unsere Workshops.“</p><h3>Workshops, Beratung sowie Hilfe zur Selbsthilfe</h3><p>Petra Droste und ihr Team beobachten permanent die Dynamik des Arbeitsmarktes. „Wir müssen uns natürlich immer auf dem Laufenden halten,“ sagt Petra Droste, „weil sich die Arbeitswelt heutzutage schnell verändert. Wir müssen wissen, welche Technologien aktuell besonders gefragt sind, welche Kompetenzen unsere Absolvent:innen mitbringen müssen, um im Beschäftigungsleben gut klarzukommen.“ Also gibt es im Career Center Bewerbungstraining, aber auch Kurse für Rhetorik oder internationale Arbeitsmärkte und interkulturelle Kommunikation. Auch zum Thema Nachhaltigkeit werden inzwischen Workshops angeboten. „Dieses Thema wird immer wichtiger“, hat Petra Droste beobachtet, „immer mehr Firmen fragen sich, wie sich Nachhaltigkeit im Arbeitsprozess verwirklichen lässt.“</p><p>Was für das Career Center ganz wichtig ist: Es will beraten, Hinweise geben, den Übergang ins Berufsleben begleiten, aber nicht bevormunden. Petra Droste erläutert diesen Ansatz: „Wir geben in unseren Beratungen Hilfe zur Selbsthilfe. Wir zeigen, wo man welche Informationen findet. Wir suchen die Informationen aber nicht für die Ratsuchenden heraus. Das ist ganz wichtig, denn manche, die zuhause behütet wurden, erwarten, dass ihnen an der Uni oder auf der Schwelle zum Beruf alles abgenommen wird. Das können und wollen wir nicht.“</p><h3>Die Umstellung auf Online-Beratung war keine Hürde</h3><p>Auf die Frage nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie antwortet Petra Droste mit einem energischen Kopfschütteln. „Wir konnten unsere Workshops sehr schnell auf online umstellen. Das hat gut geklappt, weil wir uns schon seit vielen Jahren intensiv mit der Digitalisierung beschäftigen, deshalb war die Umstellung für uns keine Hürde.“ Und die Teilnehmenden, die in dieser Zeit aus ganz Deutschland zugeschaltet waren, wussten dies stets zu schätzen. Die Nachfrage nach den Kursen war auch in der Hochzeit der Pandemie ungebrochen. Diese Erfahrung habe das Career Center noch flexibler gemacht. „Wir, das heißt alle Dozentinnen und Dozenten, die die Kurse anbieten, fahren immer ihre Antennen aus,“ betont Petra Droste, „weil wir ein Gespür dafür brauchen, wie sich Gesellschaft verändert.“</p><p>Und welche Veränderungen beobachtet sie bei den Absolventinnen und Absolventen? Sind diese heute anders als vor Jahren? Petra Droste überlegt und wägt ihre Worte sorgsam ab. Vielleicht sei es heute schwieriger, das Tempo und die allgegenwärtige Verfügbarkeit auszuhalten, glaubt sie. Im Arbeitsleben 4.0 brauche man Resilienz, also die Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern, ohne psychische Probleme zu bekommen. Aber die jüngere Generation habe selbstverständlich auch viele Fähigkeiten, die die meisten früher gar nicht hatten: Zum Beispiel, sich selbst zu vermarkten. Schwerer falle dieser Generation hingegen, Dinge auch mal gegen den Strich zu bürsten.</p><p>Petra Droste hat in den vergangenen 20 Jahren immer wieder dicke Bretter gebohrt. Ihre Energie - ihr ,Querkopf‘, wie sie es nennt - hat ihr dabei sehr geholfen. Kraft schöpft sie aus ihren Hobbys. Neben der Gartenarbeit geht sie in ihrer Freizeit gerne wandern. „Ich koche und esse auch gerne“, betont sie, sie sei schließlich ein Genussmensch. Und etwas Schöneres als ihre beiden Katzen gebe es ohnehin nicht.</p><h3>Das Career Center</h3><p>Das Career Center ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Universität Bremen und der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven. Studierende, die sich während des Studiums auf einen Berufseinstieg vorbereiten wollen, Absolventen und Absolventinnen sowie wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf ihrem Weg in eine Berufskarriere finden im Career Center Unterstützung. Die Angebote des Career Centers richten sich ausschließlich an die Studierenden, Absolvent*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen der Universität Bremen.<br> Zu finden ist das Career Center unter der Mensa neben dem Eingang zum Theatersaal.</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Christina Selzer</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/3/a/csm_Campusgeschichte_Petra_Droste_Copyright_Philipp_Batelka_a06b84d300.jpg" length="324584" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/3/a/csm_Campusgeschichte_Petra_Droste_Copyright_Philipp_Batelka_a06b84d300.jpg" fileSize="324584" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Als Leiterin des Career-Centers hat Petra Droste in den vergangenen 20 Jahren viele dicke Bretter gebohrt.</media:description><media:copyright>Philipp Batelka / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
                        <item>
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                            <pubDate>Fri, 25 Jun 2021 09:53:23 +0200</pubDate>
                            <title>Der Klimaaktivist</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-klimaaktivist</link>
                            
                            <description>Dominik Lange will etwas bewegen in der Gesellschaft. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind dem Studenten sehr wichtig. Dafür engagiert er sich an der Universität in seinem Studiengang, im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), im Akademischen Senat und in der Stadt bei Students for Future.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p><br> Dominik Lange hat seine Ziele fest im Blick. Der 26-Jährige setzt sich dafür ein, ist klar in seiner Argumentation, hakt nach, wenn es sein muss, und bleibt dran. Dabei ist ihm ein respektvoller und verbindlicher Umgang wichtig. Beispiel Akademischer Senat (AS): In dem Gremium ist Lange seit 2019 aktiv. Mit Lea Fischer, Aaron Thatje und Lisa Rademacher vertritt er dort die Studierenden der Universität. Gemeinsam stellten sie vor ein paar Monaten eine Anfrage an das Rektorat. Sie wollten wissen, wie die Universität zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz steht. Was passiert hierzu in der Forschung, in der Lehre und auf dem Campus? Hintergrund waren Forderungen der Students for Future Bremen, die bei der studentischen Vollversammlung an der Universität im November 2019 vorgestellt und diskutiert wurden. Die Anfrage wurde schließlich im Uni-Parlament ausführlich besprochen. Es zeigte sich, dass die Universität in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Forschung und Lehre gut aufgestellt ist. Auch gibt es konkrete Klimaschutzaktivitäten auf dem Campus. So bezieht die Universität zum Beispiel ihren gesamten Energiebedarf aus Ökostrom und eine Initiative von Mitarbeitenden betreibt Solaranlagen auf Uni-Dächern. Hinzu kommen Naturprojekte auf dem Campus. Aber es geht natürlich noch viel mehr, findet Lange.</p><h3>„Wir müssen hier dranbleiben“</h3><p>Sein Ziel ist es, den Prozess voranzutreiben, dass die Universität Bremen in naher Zukunft eine klimaneutrale Hochschule wird. Auch wünscht er sich in Lehre und Forschung mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz – vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften, die sich auch den Fragen von Klimagerechtigkeit und einer sozial ökologischen Transformation widmen. Hier möchte er mit der Uni-Leitung und dem AS etwas bewegen. „Mir ist klar, dass solche Prozesse sehr langsam gehen und Zeit benötigen. Aber wir müssen hier dranbleiben“, sagt er.&nbsp; „Wir haben eine Verantwortung für die Gesellschaft.“ Dass hier auch die Politik gefragt ist, die den Grundhaushalt der Universität stellt, wenn es zum Beispiel um die Sanierung von Gebäuden und Finanzierung von Professuren geht, ist ihm bewusst.</p><p>Im <abbr title="Akademischer Senat">AS</abbr> erhielten Lange und die drei anderen Studierenden viele positive Rückmeldungen auf ihre Anfrage. Mehr noch: Das Gremium, das aus Professorinnen und Professoren, Mitarbeitenden und Studierenden besteht, entschied sich, eine eintägige AS-Klausur zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu organisieren, die im Frühjahr stattfand. „Die <abbr title="Akademischer Senat">AS</abbr> -Klausur hat mir gezeigt, dass vielen Mitgliedern der Uni das Thema Nachhaltigkeit gegenwärtig ist. Ich würde mich freuen, wenn wir für die Zukunft jetzt klare Verbindlichkeiten treffen würden, wie wir diesen Weg bestreiten können. Dazu zählt natürlich auch, die personelle Ausstattung in der Klimalehre und Forschung weiterzuentwickeln."</p><h3>„Bremen war die richtige Entscheidung“</h3><p>Politisch aktiv war Lange schon zu seiner Schulzeit in Buxtehude. Als Kreisschulsprecher vom Landkreis Stade organisierte er so manche Demo. Nach der Schule bewarb Lange sich in Hamburg und Bremen für ein Studium. An der Weser bekam er die Zusage. „Das war die richtige Entscheidung. Bremen ist eine grüne Stadt, die Menschen sind freundlich. Ich habe mich hier gleich wohl gefühlt.“ Der Ausdruck „Dorf mit Straßenbahn“ passe für Bremen sehr gut. „Hamburg wäre mir zu groß und anonym.“</p><p>An der Universität Bremen begann Lange ein Philosophie- und Politikstudium. Doch dabei blieb es nicht. Der Student engagierte sich im Stuga (Studiengangsauschuss) der Philosophie – war Mitglied im Institutsrat und organisierte natürlich auch Erstsemester-Veranstaltungen und Partys. Dann schaute er sich im <abbr title="Allgemeiner Studierendenausschuss">AStA</abbr> um. Zunächst unterstützte Lange ehrenamtlich im Bereich Nachhaltigkeit. Heute ist er Finanzreferent im <abbr title="Allgemeiner Studierendenausschuss">AStA</abbr>-Vorstand. „Durch diese Arbeit habe ich viel Verständnis dafür bekommen, wie wichtig ein gut funktionierender Verwaltungsapparat ist.“ Damit ein <abbr title="Allgemeiner Studierendenausschuss">AStA</abbr> arbeiten könne, sei eben nicht nur die politische Arbeit wichtig. Das ganze System müsse laufen und brauche ein gutes Team.</p><h3>Students for Future und „Public Climate School“ gegründet</h3><p>Als die Bewegung<span lang="en" dir="ltr"> Fridays for Future</span> aufkam und in Bremen regelmäßig demonstriert wurde, gründete Lange mit anderen Studierenden die <span lang="en" dir="ltr">Students for Future </span>in Bremen. Unter anderem organisierten sie 2019 eine „<span lang="en" dir="ltr">Public Climate School</span>“, welche die Universität unterstützte. In den folgenden Semestern wurde aus diesem Format eine Ringvorlesung, die erst in Präsenz stattfand und während der Corona-Pandemie digital. Mit Unterstützung der Dekanin Dorle Dracklé des Fachbereichs Kulturwissenschaften stellten sie über 20 Vorträge auf die Beine und luden insbesondere Expertinnen und Experten der Uni Bremen ein. Studierende konnten sich die Veranstaltung im Bereich General Studies anerkennen lassen, wenn sie einen entsprechenden Leistungsnachweis erbrachten, den das studentische Organisationsteam dann sichtete. „Uns ging es vor allem darum, einen Diskussionsraum zu schaffen, in dem man sich ohne Leistungsdruck austauschen kann und die meist sehr technische Perspektive auf den Klimawandel hinterfragt“, sagt der Masterstudent. „Studieren heißt auch, eine kritische Haltung einzunehmen. Das kommt im Studium oft zu kurz.“</p><p>Wegen seines politischen Engagements hat Lange auch mehr Zeit für seinen <span lang="en" dir="ltr">Bachelor </span>gebraucht. Leicht zu finanzieren war das für ihn nicht, weil er als Kind einer Arbeiterfamilie BAföG bezieht. „Hier bekommt man normalerweise nur für die Regelstudienzeit Geld.“ Doch der Student machte sich schlau und stellte einen entsprechenden Antrag auf Verlängerung. Seine politischen Aktivitäten erkannte das BAföG-Amt an.</p><p>Sieht Dominik Lange durch die Pandemie die Arbeit von <span lang="en" dir="ltr">Fridays</span> beziehungsweise <span lang="en" dir="ltr">Students for Future</span> geschwächt? „Nein, wir haben das Thema in die Gesellschaft gebracht. Und das wird auch nicht mehr aufhören“, ist er überzeugt. Die Bewegung mache weiter, aber über mehr Formate als nur Demonstrationen. Ein Beispiel sind die Klimacamps. „Das sind Zeltlager mit weniger Personen als bei einer Demo, mit denen man im öffentlichen Raum für längere Zeit auf die Klimakrise aufmerksam machen kann“, erklärt der Student. „Meistens wird es mit Vorträgen und Workshops verbunden. Wir haben so eines vor dem Rathaus in Bremen.“</p><p>Was er beruflich nach seinem Studium machen möchte, steht für Dominik Lange noch nicht fest. „Ich könnte mir vorstellen in der Wissenschaft im Bereich Philosophie zu bleiben. Aber die Politik finde ich auch spannend“, sagt er.</p><h4><br> Fragen beantwortet:</h4><p>Dominik Lange<br> E-Mail: <a href="mailto:dominik.lange@posteo.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">dominik.lange@posteo.de</a></p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Meike Mossig</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_Dominik_Lange_Copyright_Privat_52df83df1a.jpg" length="376870" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_Dominik_Lange_Copyright_Privat_52df83df1a.jpg" fileSize="376870" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Dominik Lange in der Glashalle im Zentralbereich der Universität Bremen, wo auch der AStA seine Räumlichkeiten hat.</media:description><media:copyright>Privat</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
                        <item>
                            <guid isPermaLink="false">news-25705</guid>
                            <pubDate>Fri, 28 May 2021 14:55:25 +0200</pubDate>
                            <title>Die Klima- und Umweltmanagerin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-klima-und-umweltmanagerin</link>
                            
                            <description>Dr. Doris Sövegjarto-Wigbers kennt die Universität Bremen wie kaum jemand anderes. Und das nicht nur, weil sie schon über 25 Jahre dort arbeitet. Als Klima- und Umweltmanagerin ist die 62-Jährige mit so gut wie allen Menschen vernetzt: von der Uni-Leitung bis zur Gebäudebetriebstechnik.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Wer zurzeit über den Campus läuft, sieht nicht nur gemähte Rasenflächen. An manchen Orten ist es regelrecht wild. Gräser und Blumen wachsen und blühen – zum Beispiel hinter der Staats- und Universitätsbibliothek (SuUB). Hinter dem Sportturm befindet sich ein Obstgarten. „Biodiversitäts<span lang="en" dir="ltr">Hub</span>“ nennt sich die Initiative von Studierenden, Mitarbeitenden, dem Dezernat für Gebäudemanagement, Professorinnen und Professoren. Ziel ist es, die Pflanzenvielfalt auf dem Campus zu fördern.</p><p>Im August feiert das Projekt „Uni Bremen Solar“ zehnjähriges Bestehen. Hier produzieren Mitarbeitende in Eigeninitiative auf sechs Gebäuden der Universität ökologischen Strom mit Photovoltaik-Anlagen. Das sind nur zwei Beispiele von ehrenamtlichen Projekten, die den Klima- und Umweltschutz auf dem Campus fördern. Doris Sövegjarto – unter diesem Namen ist sie an der Uni bekannt – betreut sie. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. „Ich bin immer wieder beeindruckt von dem Engagement der Uni-Angehörigen.“</p><h3>„Bei mir darf man abkucken“</h3><p>Ihr Arbeitsbereich umfasst aber natürlich noch viel mehr: Doris Sövegjarto ist für das gesamte Klima-und Umweltmanagement der Universität Bremen zuständig. So besitzt die Universität seit 2004 ein kontinuierlich validiertes Umweltmanagementsystem nach EMAS (<span lang="en" dir="ltr">Eco-Management Audit Scheme</span>). Mit diesem Zertifikat bescheinigt die Universität, dass sie ihre Umweltleistungen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus erfüllt. Doris Sövegjarto betreut den gesamten Prozess. Dadurch weiß sie, was alles an der Universität im Bereich Klima- und Umweltschutz passiert – ob in der Forschung, Lehre oder in anderen Bereichen. „Die Universität muss sich hier nicht verstecken“, sagt sie.</p><p>„Als wir mit der <abbr title="Eco-Management Audit Scheme">EMAS</abbr>-Evaluierung anfingen, hatten wir in Deutschland eine Vorbildfunktion für andere Universitäten“, erinnert sie sich. Der promovierten Chemikerin ist eines dabei ganz wichtig: ihr Wissen und ihre Kompetenzen mit anderen zu teilen. Fragt zum Beispiel eine Kollegin einer anderen Universität nach, gibt Doris Sövegjarto ihr Wissen weiter. „Bei mir darf man abkucken“, sagt sie, „ich bin für Transparenz.“</p><h3>„Umweltschutz war schon immer mein Thema“</h3><p>Mit dieser Haltung passte sie gut an die Universität Bremen, als sie 1981 als Studentin aus privaten Gründen von Düsseldorf nach Bremen kam und an der Universität ihr Chemiestudium fortsetzte. Projektstudium und politisches Engagement waren Dinge, die der damaligen Studentin gut gefielen. Bremen fand sie toll. „Die Menschen waren so nett“, sagt sie, „auch die Profs. Ich fühlte mich gleich zu Hause“. Und Nachhaltigkeit war für Doris Sövegjarto schon in ihrem Studium wichtig. „Umweltschutz war schon immer mein Thema.“</p><p>Nach ihrem Studium promovierte die Chemikerin an der Uni Bremen und gründete eine Familie. Nach ein paar Jahren am heutigen Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS wechselte sie 1996 an das damals gerade neu gegründete Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) der Universität. Mit dem damaligen Kanzler Gerd-Rüdiger Kück arbeitete sie im 1996 gegründeten Umweltausschuss. Heute heißt er Nachhaltigkeitsforum und kümmert sich um nachhaltige Entwicklung an der gesamten Universität. „Dies betrifft nicht nur den Umweltschutz“, erklärt sie, „auch soziale und wirtschaftliche Aspekte stehen im Fokus.“</p><h3>„Je mehr Menschen nicht mit dem Auto zur Arbeit kommen, desto besser“</h3><p>Ein wichtiges Thema ist für Doris Sövegjarto auch die Reduzierung der CO2-Emissionen auf dem Campus. Vor gut zehn Jahren hat sie eine Umfrage zur Mobilitätspraxis der Universitätsmitglieder durchgeführt. Wie viele Mitarbeitende kommen mit dem Rad zur Arbeit, Bus und Bahn oder Auto? Auch hier erarbeitet sie Maßnahmen zur Klimaentlastung durch alternative Mobilitätskonzepte. Doris Sövegjarto freut sich, dass es in den nächsten Jahren eine S-Bahn-Station in der Nähe der Universität geben soll. „Je mehr Menschen nicht mit dem Auto zur Arbeit kommen, desto besser“, sagt sie.&nbsp; Anreize soll auch eine Energiesparkampagne schaffen, die die Umwelt- und Klimamanagerin zurzeit wieder für den Herbst in allen Uni-Gebäuden plant. Uni-Mitarbeitende bekommen Tipps, wie sie in ihren Büro- und Laborräumen mehr Strom und Energie sparen können: zum Beispiel durch so simple Dinge wie Mehrfachstecker, die man ein- und ausschalten kann, oder stoßlüften. „An der Universität gibt es viel Personalwechsel, da muss man die Menschen immer wieder neu ansprechen.“</p><h3>„Die Universität Bremen ist auf einem guten Weg“</h3><p>Wie sieht Doris Sövegjarto die Zukunft der Universität in ihrem Bereich? „Klimaschutz und der Schutz der Biodiversität sind die größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Universitäten bilden hier als Vorbilder wichtige Keimpunkte und sollten immer als gutes Beispiel vorangehen“, sagt sie. Die Universität Bremen sei hier auf einem guten Weg. „Ich bin sicher, dass sie diesen Weg auch in Zukunft mit Unterstützung aller Universitätsangehörigen weitergehen wird.“</p><p>Wenn Doris Sövegjarto nicht arbeitet, sieht man sie oft im Bürgerpark. „Ich kenne dort jeden Grashalm und jeden Baum“, sagt sie lachend, „ich liebe die Natur“.</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/umweltmanagement" target="_blank">www.uni-bremen.de/umweltmanagement</a><br><a href="https://blogs.uni-bremen.de/campusgoesbiodiverse/" target="_blank" rel="noreferrer">https://blogs.uni-bremen.de/campusgoesbiodiverse/</a><br><a href="http://www.uni-bremen.de/unibremensolar" target="_blank">www.uni-bremen.de/unibremensolar</a></p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p><abbr title="Doktor">Dr</abbr>. Doris Sövegjarto-Wigbers<br> Geschäftsführung des Nachhaltigkeitsforums und Umweltmanagementkoordinatorin<br> Universität Bremen<br> Tel: +49 421 218-63376<br> E-Mail: <a href="mailto:soeve@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">soeve@uni-bremen.de</a></p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Meike Mossig</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_Dr_Doris_Soevegjarto_Wigbers_Uni_Bremen_Copyright_WFB_Ginter_3b0b2fbf49.jpg" length="447145" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_Dr_Doris_Soevegjarto_Wigbers_Uni_Bremen_Copyright_WFB_Ginter_3b0b2fbf49.jpg" fileSize="447145" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Dr. Doris Sövegjarto-Wigbers übt ihren Beruf seit mehr als 25 Jahren mit großer Leidenschaft aus. Dabei ist es ihr stets wichtig ihr Wissen zu teilen.</media:description><media:copyright>WFB / Ginter</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Mon, 26 Apr 2021 10:46:52 +0200</pubDate>
                            <title>Der Lösungsorientierte</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-loesungsorientierte</link>
                            
                            <description>Holger Ruge sucht stets nach Lösungen. Das ist sein Job als Vorsitzender des Personalrats der Universität Bremen. Er kümmert sich mit dem 21-köpfigen Gremium um die Belange der rund 3.500 Uni-Mitarbeitenden. Ein Vollzeitjob für Ruge. Denn eine Universität ist ein großer Kosmos.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftszeitvertragsgesetz, Eingruppierung, Betriebliches Gesundheitsmanagement. &nbsp;<br> Diese Begriffe aus der Behördensprache sind erstens ziemlich trocken, und zweitens können sich die meisten nicht so recht vorstellen, was sich alles dahinter verbirgt. Für Holger Ruge aber zeigen solche Stichworte, wie vielschichtig und bunt die Palette ist, die seine tägliche Arbeit im Personalrat ausmacht. „Ich habe es mit vielen interessanten und komplexen Themen zu tun, bei denen ich die Universität immer wieder von neuen Seiten kennenlerne,“ erzählt der Vorsitzende des Personalrats. Ruge nimmt zum Beispiel an Auswahlverfahren teil, in denen der Personalrat beratend mitwirkt. Er sitzt regelmäßig mit der Kanzlerin der Universität zusammen. „Es ist an der Universität Bremen gute Tradition,“ erläutert der 49-Jährige, „dass die Hochschulleitung und Personalrat sich regelmäßig austauschen.“</p><h3>„Wir sind auch mal Kummerkasten“</h3><p>Kolleginnen und Kollegen können zu ihm und seinem Team kommen und sich beraten lassen. Es geht dabei um Arbeitsschutz, rechtliche Fragen, Eingruppierungen, gesundes Arbeiten. „Ich begegne täglich vielen Menschen, die ganz unterschiedliche Anliegen haben.“ Wann bekomme ich ein Zwischenzeugnis? Wie reduziere ich meine Arbeitszeit? Welche Rechte und Pflichten habe ich im Homeoffice? Besonders die letzte Frage wird wegen der Pandemie zurzeit oft gestellt. Nicht immer können Ruge und seine Kolleginnen und Kollegen akute Probleme sofort lösen, aber sie klären über die rechtlichen Bedingungen auf – und sie können zuhören. „Wir sind auch mal Kummerkasten, das gehört dazu. Vertraulichkeit ist uns dabei ganz wichtig“, betont er. Der Personalrat begleitet auch Mitarbeitende der Universität zu einem Konfliktgespräch mit Vorgesetzten. „Wir sind für jede und jeden ansprechbar.“</p><h3>„Mich für andere einsetzen“</h3><p>Holger Ruge ist zugewandt. Jemand, der zuhört, der vermitteln möchte, wenn es mal knirscht. Er ist offen und interessiert an seinen Mitmenschen. Das ist für ihn der Grund, sich im Personalrat zu engagieren. Dieses Engagement begann vor rund zehn Jahren. „Es hat mich gereizt, mich für meine Kolleginnen und Kollegen einzusetzen und etwas für sie zu bewegen.“ Seit 2019 ist er Vorsitzender und wurde im März 2020 für weitere vier Jahre wiedergewählt.</p><h3>Unterschiedliche Jobs – unterschiedliche Perspektiven</h3><p>Der gebürtige Bremer hatte schon Einblick in unterschiedliche Arbeitswelten. Diese Erfahrungen kann er jetzt nutzen. Erst studierte er an der Universität Bremen Wirtschaftswissenschaften und arbeitete am Fachbereich als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Sein Job bei einer PR-Agentur führte ihn dann erst einmal weg von der Uni. „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber nach ein paar Jahren hat mir der Campus dann doch gefehlt“. Deshalb kehrte Ruge hierher zurück und fing bei BRIDGE an. Die Gründungsberatung der Bremischen Hochschulen hat ihren Sitz an der Universität Bremen. Auch dies war eine vielseitige Tätigkeit, wie er sagt, die von Kontakten zu Menschen aus der akademischen Welt und der Wirtschaft geprägt war. Aus der Gründungsberatung hat Ruge einiges mitgenommen, was ihm heute zugutekommt. „Dort trifft man auf kreative Menschen, die etwas Neues entstehen lassen möchten. Das hat mich schon immer beeindruckt, und diese Haltung versuche auch ich zu leben: Selbst ein Teil der Lösung zu sein, Ideen zu entwickeln, auch wenn die Ausgangssituation nicht immer ideal ist.“</p><h3>Podcast statt Personalversammlung</h3><p>Improvisation ist zurzeit auch bei der Personalratsarbeit gefragt. Während der Pandemie sind keine größeren Veranstaltungen möglich – und damit auch keine Personalversammlungen. Aber gerade jetzt haben die Beschäftigten viele Fragen, daher hat die Interessensvertretung ein neues Format ausprobiert: In einem Podcast informiert der Personalrat seit Januar über aktuelle Themen und beantwortet Fragen der Beschäftigten. In der neuesten Folge wurde dazu gerade der Rektor eingeladen, um über die Diskussion zum neuen Wissenschaftsetat des Bremer Senats zu diskutieren. „Wenn der Haushalt bleibt, wie er geplant ist, werden wir an der Universität Bremen noch mehr sparen müssen. Das beschäftigt zurzeit alle Angehörigen der Universität“, so Holger Ruge. Er kennt die Sorgen: Wie wird unsere Arbeit in Zukunft aussehen? Werden freiwerdende Stellen überhaupt besetzt, befristete Verträge verlängert?&nbsp; Der Personalrat wird also in den kommenden Jahren mehr denn je gefordert sein – davon ist Holger Ruge überzeugt.</p><h3>Keine <span dir="ltr" lang="en">One-Man-Show</span>, sondern ein Team</h3><p>Aber für die Personalratsarbeit gilt auch: „Das ist keine <span lang="en" dir="ltr">One-Man-Show.</span> 21 Mitglieder hat der Personalrat. 60 bis100 Anträge pro Woche gehen ein und werden gemeinsam beschlossen“, betont Ruge. Da sei es gut, dass im Personalrat sehr unterschiedliche Statusgruppen und Fachrichtungen der Universität repräsentiert seien. Jeder kenne sich in seinem Bereich gut aus und wisse, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit sei. &nbsp;<br> „Es liegt in der Natur der Sache, dass Universitätsleitung und Personalrat zu vielen Punkten verschiedene Ansichten haben“, sagt Holger Ruge „Ich versuche in den meisten Fällen auch dabei lösungsorientiert zu bleiben und den Kompromiss zu suchen, der für beide Seiten vertretbar ist“.</p><p>Ausgleich und Entspannung findet der 49-Jährige in seinem Privatleben. Da ist zum einen die Familie mit vier teils erwachsenen Kindern, aber gerne verbringt er auch Zeit im Freundeskreis – „vorausgesetzt, dass es irgendwann wieder möglich ist.“ Es wird noch dauern, aber er freut sich jetzt schon darauf, wieder mit Freunden zu Werder ins Stadion zu gehen.</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/personalrat" target="_blank">www.uni-bremen.de/personalrat</a></p><h4><br> Fragen beantwortet:</h4><p>Holger Ruge<br> Telefon: +49 421 218 - 60 059<br> E-Mail: <a href="mailto:hruge@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">hruge@uni-bremen.de</a></p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Chrisina Selzer</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_Ruge_Copyright_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_5ce7a771e7.jpg" length="403886" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_Ruge_Copyright_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_5ce7a771e7.jpg" fileSize="403886" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Holger Ruge sucht stets nach Lösungen. Das ist sein Job als Vorsitzender des Personalrats der Universität Bremen.</media:description><media:copyright>Matej Meza/ Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Mon, 15 Feb 2021 10:13:00 +0100</pubDate>
                            <title>Die Raummanagerin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-raummanagerin</link>
                            
                            <description>„Die Hemmersbach kommt, und sofort haben alle Angst um ihre Räume.“ Das, so ist sich die fröhliche Frau sicher, sei ihr Image. „Ich möchte allen gerecht werden und finde Kompromisse“, sagt die Leiterin der Arbeitsgruppe Raummanagement.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Kommt Heike Hemmersbach durch die Tür, dann wirbelt Energie ins Zimmer. Sie sagt über ihre Arbeit gerne Sachen mit dem Wort „voll“. „Voll mein Ding“, „wir haben voll durchgearbeitet, auch samstags“, „ich hänge mich voll rein“, „ich bin eine Vollorganisatorin“. Manchmal, wenn was nicht klappt, sagt sie auch: „Ich bin fix und foxi.“ Aber am Ende klappt doch alles, ist nicht fix und foxi, und dann strahlt sie. Umzüge, kleine und große, sind das tägliche Geschäft der 56-Jährigen. Als die Bremerin in der Spedition Richard Boas &amp; Co lernte, legte sie unbewusst den Grundstein für ihre heutige Tätigkeit. Die Spedition gibt es inzwischen nicht mehr. Heike Hemmersbach arbeitete nach der Ausbildung im Fernmeldeamt 1, bildete sich fort, wurde Beamtin, kam 2002 an die Universität, war Sachbearbeiterin bei den Kulturwissenschaftlern und ist seit 2011 die Leiterin des Raummanagements.</p><h3>Kleine und große Umzüge</h3><p>An dieser Stelle ein paar eindrucksvolle Zahlen: Das siebenköpfige Team (O-Ton Heike Hemmersbach: „Das beste Team der Welt“) betreut rund 100 Gebäude, darunter auch angemietete, 380.000 Quadratmeter Fläche und 12.000 Büros. „Ich habe eigentlich alles im Kopf“, sagt die Umzugsexpertin. „Ich weiß, wo welche Arbeitsgruppe sitzt und wer in welchem Büro arbeitet.“ Es gibt kleine und große Umzüge. Kleine, das sind fünf bis zehn Mitarbeiter. Das regeln Heike Hemmersbach und ihr Team mit studentischen Hilfskräften. Acht von ihnen sind bei ihr beschäftigt und realisieren etwa 240 dieser Raumwechsel pro Jahr. „2.000 Stunden“, sagt sie.</p><p>Einen kleinen Umzug lösen Neuberufungen und die Zusammenrückung von Arbeitsgruppen aus. Daneben gibt es die großen. „Bei Sanierungsmaßnahmen müssen ganze Ebenen umgesetzt werden“, nennt Heike Hemmersbach ihre jüngsten Erfahrungen aus dem <abbr title="Naturwissenschaften 1">NW1</abbr> und dem <abbr title="Geisteswissenschaften 1">GW1</abbr>. Oder die Coronakrise: Da sind Teile der Verwaltung ins <abbr title="Seminar- und Forschungsverfügungsgebäude">SFG</abbr> umgezogen, um in weitem Abstand sitzen zu können. Im Oktober 2020 stand&nbsp;die sechste Ebene des <abbr title="Mehrzweckhochhaus">MZH</abbr> auf dem Plan. „Mehrere Arbeitsgruppen mussten&nbsp;woanders untergebracht werden“, sagt die Frau der Tat. „30 Büros zogen&nbsp;um, darunter ein Regieraum und ein Didaktiklabor mit Fenster.“ Da wird vorher genauestens gemessen, da werden generalstabsmäßige Pläne gemacht. „Organisation ist voll mein Ding“, sagt Heike Hemmersbach mal wieder.&nbsp;</p><h3>Schwarzer Karate-Gürtel</h3><p>Aus dem Vollen schöpfen kann sie natürlich nicht. „Wir sind auf Sparkurs“, sagt die Raummanagerin. „Die Büros werden nach universitärem Standard ausgestattet. Für den Notfall hat sie ein bisschen Mobiliar in der Hinterhand. „Wenn mal was kaputt ist.“ Zum Beispiel Tische: Der Physiker haut mit dem Hammer drauf, die Künstlerin bemalt die Platte aus Versehen. Dann tauscht sie aus. Aber groß ist ihr Möbellager im Zentralbereich nicht. „Manche haben die Vorstellung, da gehen wir mal shoppen, das funktioniert aber nicht.“ Heike Hemmersbach wirtschaftet sorgfältig und nachhaltig.Weil sie sich in den Job „von morgens bis abends voll reinhängt“, kommt sie oft spät nach Hause. Das Wunder: Sie hat noch Zeit für ein Leben nach der Arbeit. Das sportliche Hobby der 56-Jährigen ist Karate. Im Sportverein Grambke-Oslebshausen arbeitet sie auf den schwarzen&nbsp;Gürtel zu. Dann kommen weitere schwarze Gürtel, die man auch als DAN bezeichnet. „Beim Kampfsport kann ich voll abschalten“, sagt Heike Hemmersbach. Sie ist im Vorstand aktiv. Organisiert Kanufahrten, Bowling oder Ausflüge ins OLantis Erlebnisschwimmbad in Oldenburg.</p><p>Ihr ganzer Stolz ist die 21-jährige Tochter, die seit dem&nbsp;Wintersemester an der Universität Bremen Mathematik und Musik auf Lehramt studiert. Instrumente: Violine, Gitarre und Klavier. Ach, wir hatten glatt vergessen, dass Frau Hemmersbach auch Klavier spielt. Und stolz ist sie auf ihren Mann: Multibegabter Techniker, Handwerker, Elektroinstallateur. Ob 3D-Drucker oder Möbelbau: „Er kann alles, ein Mann für alle Fälle“, lacht Heike Hemmersbach und fügt leise hinzu: „Mein Leben ist voll schön.“</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/2020/Hemmersbach_4x3-web.jpg" length="112823" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/2020/Hemmersbach_4x3-web.jpg" fileSize="112823" type="image/jpeg"/><media:description type="plain"></media:description><media:copyright>Matej Meza / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
                        <item>
                            <guid isPermaLink="false">news-24585</guid>
                            <pubDate>Thu, 21 Jan 2021 17:07:20 +0100</pubDate>
                            <title>Die Europäerin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-europaeerin</link>
                            
                            <description>Jessica Winter ist überzeugte Europäerin. Die 25-Jährige hat sogar ihr Studium an der Universität Bremen gewechselt, um sich intensiver mit europäischen Themen zu beschäftigen. Ihre Begeisterung wurde durch die Mitarbeit in der YUFE-Allianz geweckt (Young Universities for the Future of Europe).</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>„Ich bin in den 1990er Jahren geboren“, sagt die junge Frau. „Dadurch habe ich das Glück einer Generation anzugehören, die in einem vereinten Europa großgeworden ist.“ Die offenen Grenzen haben ihr schon früh viele Reisen und internationale Begegnungen ermöglicht. Bereits in ihrer Schulzeit hatte Jessica Winter Kontakt mit anderen europäischen Ländern: „Ich habe die Halepaghen-Schule Buxtehude in Niedersachsen besucht, die Teil des Comenius-Programms war. Das ist quasi Erasmus für Schülerinnen und Schüler.“ Sie erinnert sich zum Beispiel noch gut an ein großes internationales Treffen mit mehreren Schulen im Rahmen des Programms. „Diese multikulturelle Atmosphäre und der Austausch mit den vielen Menschen war einfach toll“, sagt sie. Zudem hat Jessica Winter bereits als Jugendliche einen Austausch nach <span lang="en" dir="ltr">Newcastle</span> mitgemacht. Gastschülerinnen aus Großbritannien und Spanien waren bei ihr zu Hause zu Besuch. „Meine Schulzeit wurde bereits sehr durch Europa geprägt.“</p><h3>Im Studium politisch engagiert&nbsp;&nbsp; &nbsp;</h3><p>Nach dem Abitur entschied Jessica Winter sich zunächst für ein Mathematik- und Informatikstudium an der Universität Bremen. Hier war die Studentin schon bald politisch aktiv. So engagierte sie sich im Studiengangsausschuss (StugA) ihres Fachbereichs sowie im Studierendenrat.&nbsp; Durch einen Aufruf an die Stugen wurde Jessica Winter erstmals auf <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE</abbr> aufmerksam. In dem Netzwerk gestaltet die Universität Bremen mit neun akademischen und vier nicht-akademischen Partnern eine der ersten Europäischen Universitäten. Die Allianz wird von der <abbr title="Europäische Union">EU</abbr>-Kommission gefördert. Die Mitarbeit von Studierenden ist ausdrücklich gewünscht und im Konzept fest verankert. Jessica Winter ist von der Idee begeistert, dass zehn junge Universitäten langfristig zu einer Europäischen Universität zusammenwachsen und dafür gemeinsam Grenzen überwinden wollen. „Das macht für mich Europa auch aus: Man arbeitet gemeinsam an Herausforderungen, um die Zukunft besser zu gestalten.“</p><p>Bis zum Ausbruch der Pandemie in Deutschland fanden bereits mehrere Treffen mit den <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE</abbr>-Partneruniversitäten statt. Uni-Leitung, Mitarbeitende und Studierende kamen zusammen, um gemeinsam über eine Europäische Universität der Zukunft zu diskutieren und die ersten Schritte zu gehen. Und so reiste die Studentin zu Projekttreffen nach Essex (Großbritannien), Nicosia (Zypern) und Maastricht (Niederlande). Dabei lernte sie viele Menschen kennen, die sich in unterschiedlichen europäischen Ländern für das Projekt engagieren. „Diesen Austausch fand ich sehr bereichernd“, sagt sie. „Es gibt viele Visionäre an unseren Partneruniversitäten. Sie haben spannende Ideen, wie man gemeinsam die Zukunft der europäischen Hochschulbildung gestalten kann.“</p><h3>Präsidentin des Student Forums</h3><p>Jessica Winters Begeisterung für <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE </abbr>war bald so groß, dass sie vergangenes Jahr ihr Mathematik- und Informatikstudium wechselte, um Integrierte Europastudien zu studieren. In dem Netzwerk<abbr title="Young Universities for the Future of Europe"></abbr>hat sie mittlerweile Verantwortung auf Leitungsebene und gestaltet die Europäische Hochschulallianz an vorderster Stelle mit: Die Bremer Studentin ist seit August 2020 für ein Jahr Präsidentin des <span lang="en" dir="ltr">Student Forums</span> – der studentischen Vertretung der Europäischen Hochschulallianz. Dadurch ist sie auch Mitglied im <span lang="en" dir="ltr">Strategy Board</span> – dem höchsten Gremium von <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE</abbr>. Werden Studierende in den Gremien ernst genommen?“, wird sie oft gefragt. „Komplett“, sagt sie. „Wir diskutieren und gestalten auf Augenhöhe mit.“</p><h3>Studierende sind im Netzwerk eng verbunden</h3><p>Selbstverständlich ist nicht nur Jessica Winter an der Universität Bremen als Studentin bei <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE </abbr>aktiv. Neben ihr vertreten Lea Elena Fischer und Jana Sievers die Universität Bremen zurzeit im <span lang="en" dir="ltr">Student Forum</span>. Sie alle sind mit ihren europäischen Kommilitoninnen und Kommilitonen des Netzwerks eng verbunden. Seit der Pandemie finden die Treffen zwar ausschließlich online statt, aber es wird weiterhin intensiv zusammengearbeitet. Jessica Winter ist froh, dass sie alle Partnerinnen und Partner bei physischen Treffen kennenlernen konnte. „Jetzt haben wir die Herausforderung, in der digitalen Zeit neue Studierende ins Boot zu holen.“ Bei allen Vorteilen, die digitale <span lang="en" dir="ltr">Videomeetings</span> bieten, lebt so ein europäisches Projekt doch auch sehr vom physischen Austausch. Mal einen Kaffee zusammen trinken und gemeinsam eine neue Stadt und Universität erkunden – das alles geht gerade nicht. Aber Jessica arbeitet daran, Studierende auch in dieser Zeit miteinander zu vernetzen. „Das ist mir sehr wichtig“, sagt sie.&nbsp; &nbsp;</p><h3>Testlauf für erste <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE</abbr>-Kurse erfolgreich</h3><p>Zurzeit befindet sich <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE </abbr>im Aufbau. Seit etwa einem halben Jahr gibt es einen Testlauf für erste Kurse: Mit dem sogenannten <span lang="en" dir="ltr">Introduction Offer</span> können Studierende Veranstaltungen an anderen <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE</abbr>-Universitäten besuchen – zurzeit natürlich ausschließlich online. Jessica Winter besucht im Wintersemester zum Beispiel einen Kurs an der Universität Maastricht: „<span lang="en" dir="ltr">The Idea of Europe</span>“ lautet der Titel. „Das war eine große Bereicherung für mein Studium“, sagt sie begeistert. Der Kurs habe ihren Blick auf Europa und seine Geschichte erweitert. Zum Beispiel sei es spannend, wie eine niederländische Universität auf die Zeit des Nationalsozialismus blicke im Vergleich zu einer deutschen. Darüber hinaus macht die Studentin einen digitalen Polnisch-Sprachkurs an der Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń in Polen. „Die Pandemie hat die vielen virtuellen Kursangebote extrem vorangetrieben. In Präsenz hätte ich niemals gleichzeitig in Maastricht, Polen und Bremen Kurse belegen können“, sagt sie lachend.</p><h3>„Wir sind wichtige Botschafterinnen und Botschafter für Europa“</h3><p>Sehr gespannt ist sie auf das kommende Sommersemester: Denn dann startet der erste Durchgang des sogenannten <span lang="en" dir="ltr">Diploma Supplement Tracks</span>. Es ist ein Pilotprojekt mit 100 Studierenden aller <abbr title="Young Universities for the Future of Europe">YUFE</abbr>-Universitäten für ein erstes rund zweijähriges Studium. Jessica Winter hat sich erfolgreich beworben. Die Studentin sieht in dem Netzwerk ein wichtiges Element für ein stabiles Europa: „Europäische Hochschulallianzen bilden Europäerinnen und Europäer aus“, sagt sie. „Und wir Mitglieder und spätere Alumni sind wichtige Botschafterinnen und Botschafter. Damit können wir uns nationalistischen Tendenzen, wie etwa dem Brexit und antidemokratischen Entwicklungen, selbstbewusst entgegenstellen.“</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="/kooperationen/hochschulkooperationen/yufe" class="internalLink" title="Öffnet internen Link in aktuellem Fenster">www.uni-bremen.de/yufe</a></p><p><a href="http://www.yufe.eu" target="_blank" rel="noreferrer">www.yufe.eu</a></p><p>Erfahren Sie mehr über Jessica Winter und das Student Forum der YUFE Allianz im Online-Magazin der Universität Bremen:<br><a href="https://up2date.uni-bremen.de/hochschulpolitik/mit-yufe-eine-bruecke-in-zeiten-des-brexits-bauen" target="_blank" rel="noreferrer">https://up2date.uni-bremen.de/hochschulpolitik/mit-yufe-eine-bruecke-in-zeiten-des-brexits-bauen</a>&nbsp;&nbsp;</p><h4>Fragen beantworten:</h4><p>Jessica Winter<br> YUFE-Young Universities for the Future of Europe<br> Universität Bremen<br> E-Mail: <a href="mailto:jessica.winter@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">jessica.winter@uni-bremen.de</a>&nbsp; &nbsp;<br><a href="http://www.jessicawinter.eu" target="_blank" rel="noreferrer">www.jessicawinter.eu</a> &nbsp;&nbsp;</p><p>Meike Mossig<br> Referat für Hochschulkommunikation und -marketing<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49 421 218-60168<br> E-Mail: <a href="mailto:mmossig@uni-bremen.de" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">mmossig@uni-bremen.de</a></p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Meike Mossig</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/1/8/csm_Jessica_winter_4x3_Copyright_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_3b28934adf.jpg" length="85520" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/1/8/csm_Jessica_winter_4x3_Copyright_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_3b28934adf.jpg" fileSize="85520" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Jessica Winters Schulzeit wurde bereits sehr durch Europa geprägt. An der Universität Bremen setzt sich dies nun mit der YUFE-Allianz fort.</media:description><media:copyright>Matej Meza / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
                        <item>
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                            <pubDate>Wed, 09 Dec 2020 08:37:22 +0100</pubDate>
                            <title>Die Marketingfachfrau</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-marketingfachfrau</link>
                            
                            <description>„Alles ist möglich“ – so lautet das Motto von Friederike Moschner. Seit fast einem Jahr ist sie für das zentrale Marketing der Universität zuständig. Im Fokus steht bei ihr aktuell vor allem die Einführung des neuen Corporate Designs der Universität – pünktlich zum Uni-Jubiläum im Jahr 2021.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Das <span lang="en" dir="ltr">Corporate Design</span> – kurz: CD – umfasst das visuelle Erscheinungsbild der Universität mit seinem Logo und seinen Gestaltungsmöglichkeiten, wie man sie zum Beispiel für <span lang="en" dir="ltr">Online</span>-, Printprodukte oder Werbemittel benötigt. „Zur Weiterentwicklung des <span lang="en" dir="ltr">Corporate Designs</span> gehörte natürlich zuvor ein intensiver <span lang="en" dir="ltr">Corporate-Identity</span>-Prozess – kurz: CI-Prozess“, erläutert die Marketingexpertin. Es ging darum, einen „Markenkern“ für die Universität herauszuarbeiten. Sprich: Wofür steht die Universität? Was macht sie aus? Was macht sie besonders und einzigartig? „Dabei war es wichtig, möglichst viele Uni-Angehörige miteinzubinden, um zu hören, wie sie ihre Einrichtung sehen.“ Deshalb gab es einen teilnehmenden Prozess in Form einer internen Umfrage, zahlreichen <span lang="en" dir="ltr">Interviews </span>und Workshops mit allen Statusgruppen der Universität. Das alles werteten Friederike Moschner und ihr <abbr title="Corporate-Identity">CI</abbr>-Projektteam aus. Dazu zählen Kristina Logemann, Leiterin des Referats Hochschulkommunikation und -marketing - diesem gehört auch Friederike Moschner an - sowie externe Agenturen. Die Ergebnisse sind in das neue <span lang="en" dir="ltr">Corporate Design</span> eingeflossen. „<abbr title="Corporate-Identity">CI</abbr>- und <abbr title="Corporate Design">CD</abbr>-Prozess bauen also aufeinander auf“, erklärt die 38-Jährige.</p><h3>In den Startlöchern</h3><p>„Nach dieser mehrmonatigen Entwicklungsarbeit befinden wir uns jetzt in den Startlöchern“, sagt sie. Im Jubiläumsjahr 2021 soll das neue <span lang="en" dir="ltr">Corporate Design</span> in der Universität kommuniziert und eingeführt werden. Moschner: „Diese Institution zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus.“ Das neue <span lang="en" dir="ltr">Corporate Design </span>spiegele diesen wichtigen Aspekt mehr wider als das bisherige. Zudem biete es eine größere Farbauswahl, um diese Vielfalt darzustellen, wenn es zum Beispiel um die Gestaltung von Broschüren, Websites oder Plakaten geht. Einen radikalen Bruch zum bisherigen Logo gibt es dabei nicht – es wurde vielmehr weiterentwickelt.</p><h3>Neues <span dir="ltr" lang="en">Corporate Design</span> unterstützt Positionierung der Universität</h3><p>Ein neues <abbr title="Corporate Design">CD </abbr>in einer so komplexen und vielfältigen Institution einzuführen muss gut durchdacht sein. Denn neben den zwölf Fachbereichen gibt es viele Institute und Einrichtungen, die in den vergangenen Jahren im Marketing schon sehr aktiv waren. Sie haben zum Beispiel Broschüren und Websites gestaltet oder eigene Logos. „Hier investieren zahlreiche Bereiche viel Arbeit und Geld“, sagt Friederike Moschner anerkennend. „Mein Ziel ist es, jetzt Stück für Stück alles zu einem großen Ganzen zusammenzuführen.“ Das geht nur mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit innerhalb der Universität. „Je optisch einheitlicher, prägnanter und unverwechselbarer wir auftreten, desto höher ist der Wiedererkennungswert der Universität Bremen und der zugehörigen Bereiche, Einrichtungen sowie Institute.“ Und davon profitierten letztlich alle. Denn der Wettbewerb um Studierende und Mitarbeitende nimmt unter den Hochschulen national und international immer mehr zu.</p><h3>Viel Zuspruch aus dem Akademischen Senat</h3><p>Die Ergebnisse des <abbr title="Corporate Design">CD</abbr>- und <abbr title="Corporate-Identity">CI</abbr>-Prozesses haben Friederike Moschner und ihr Projektteam zu Beginn des Wintersemesters im Akademischen Senat präsentiert. Aus dem politischen Gremium der Universität gab es viel Zuspruch. Eine große Mehrheit begrüßte die Weiterentwicklungen und freut sich, damit im Uni-Alltag bald arbeiten zu können.</p><h3>Sinnstiftende Arbeit</h3><p>Elf Jahre ist Friederike Moschner jetzt im Marketing tätig, nachdem sie in Göttingen ein kulturwissenschaftliches Studium abgeschlossen hat. In ihren vorherigen Jobs in Berlin und Hamburg gehörte es stets zu ihrem Tagesgeschäft, sich schnell in Dinge einzuarbeiten, Projekte auch kurzfristig zu übernehmen und voranzutreiben. Und so ist das auch an der Universität Bremen gewesen, als sie das <abbr title="Corporate-Identity">CI</abbr>- und <abbr title="Corporate Design">CD</abbr>-Projekt im Januar 2020 übernahm. Die Marketingfachfrau fand sich innerhalb kürzester Zeit in die komplexen Hochschulstrukturen ein, um mit allen Beteiligten loszulegen. Am liebsten arbeitet sie im Hintergrund. Von dort aus bringt sie die Dinge mit viel Herzblut voran. Und kein Tag ist gleich. Stets gilt es, mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten. „Das gehört zu meinem Job“, sagt sie. Und der macht ihr Spaß.</p><p>„Ich finde die Vielfalt der Projekte, die ich betreue, sehr spannend“, sagt die 38-Jährige. „Zudem liebe ich es, mit so vielen unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten.“ Den einen Tag ist Friederike Moschner in der Uni-Druckerei, um Papier und Gestaltung für Visitenkarten oder Flyer zu besprechen. Am nächsten Tag schreibt sie Mails nach New York, um die Lizenzrechte von Schriftarten zu klären. Hinzu kommen zahlreiche Besprechungen. „Meine <span lang="en" dir="ltr">To-Do</span>-Liste ist am Ende meines Arbeitstages oft länger als zu Beginn“, sagt sie lachend. Insgesamt habe für sie die Arbeit an einer Universität etwas sehr Sinnstiftendes. „Bildung ist für mich ein wichtiges Gut, dafür mache ich gerne Marketing.“</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing" target="_blank">www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing</a> &nbsp;&nbsp;</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Friederike Moschner<br> Referat Hochschulkommunikation und -marketing<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49 421 218-60164<br> E-Mail: <a href="mailto:friederike.moschner@vw.uni-bremen.de" class="mail">friederike.moschner@vw.uni-bremen.de</a>&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Meike Mossig</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/2/3/csm_Friederike_Moschner_web_Copyright_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_0a56402388.jpg" length="73938" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/2/3/csm_Friederike_Moschner_web_Copyright_Matej_Meza_Universitaet_Bremen_0a56402388.jpg" fileSize="73938" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Friederike Moschner arbeitet am liebsten im Hintergrund. Von dort aus bringt sie die Dinge mit viel Herzblut voran.</media:description><media:copyright>Matej Meza / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Mon, 21 Sep 2020 11:24:02 +0200</pubDate>
                            <title>Der Ausbilder</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-ausbilder</link>
                            
                            <description>Wenn Torsten Radeke aus dem Fachbereich Mathematik/Informatik über seine Auszubildenden spricht, dann kann er viele Erfolgsstorys erzählen. </description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Der Mann mit dem verschmitzten Gesicht ist beliebt. Gemeinsam mit seinem achtköpfigen Team zeigt er bis zu vier jungen Menschen pro Jahrgang, wie Fachinformatik geht.&nbsp;</p><p>„Ich möchte, dass die Auszubildenden in ihrem Leben ihren Platz finden und glücklich sind“, sagt er. Und das meint er auch durchaus konkret: „Gutes Geld verdienen“. Einer seiner Lieblingsschüler ist heute in einem großen Unternehmen in Frankfurt beschäftigt. Der stehende Witz zwischen beiden ist: „Wahrscheinlich kommst Du mich demnächst mit einem Hubschrauber besuchen.“ An der Universität verfügt der 53-Jährige mittlerweile über ein exzellentes Netzwerk auf dem gesamten Campus. Denn IT wird in fast überall gebraucht. Und er vermittelt möglichst passgenau.</p><h3>„Erst einmal Struktur reinbringen“</h3><p>Vor 23 Jahren ist Torsten Radeke aus Berlin an die Universität Bremen gekommen. Er war Ingenieur, hatte in Emden Elektrotechnik und Technische Informatik studiert, erste berufliche Erfahrungen in Berlin gemacht und war bereit, die Ärmel aufzukrempeln. Das war auch nötig. „Wir mussten zunächst Struktur reinbringen“, erinnert er sich an seine Anfänge als Administrator für damals 40 Leute, „von denen jeder seinen eigenen PC in der Ecke hatte.“ Oh, man kann sich die Mühen dieses Anfangs gut vorstellen.</p><h3>Vom Praktikanten zum Programmierer</h3><p>Vor 19 Jahren, so Radeke, kam sein erster Praktikant: Patrick Mania. Wie ein stolzer Vater schildert er dessen beruflichen Weg. Wir machen es kurz: Aus einem sympathischen Typen mit Realschulabschluss, der gern an Computern rumspielte, wurde ein Informatiker mit Masterabschluss, der in Rekordzeit studierte. Heute ist er im Sonderforschungsbereich EASE (Everyday Activity Science and Engineering) tätig und programmiert Roboter, damit sie kochen können.</p><h3>Ausbildung mit Wissenschaft verknüpfen</h3><p>Nach diesen positiven Erfahrungen mit dem ersten Praktikanten hat Torsten Radeke seinen Ausbilderschein gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Aus- und Fortbildungszentrum Bremen unterrichtet er seither mit seinem Team Fachinformatiker. „Wir brauchten die Techniker“, sagt er, es sei durchaus auch Eigeninteresse dabei gewesen. Im Laufe der Zeit haben sie neue Formate entwickelt. Jeden Freitag kommen alle zusammen, und ein Azubi trägt zu einem kniffligen Fachthema etwas vor. „Wir machen sie fit für die Prüfung“, sagt er. „Sie müssen präsentieren und frei reden können.“ Ausbildung mit der Wissenschaft zu verknüpfen, dafür sei hier „der beste Ort“. Deshalb vermittelt er seine Schützlinge auch in wissenschaftliche Arbeitsgruppen. Wie zum Beispiel in die Technomathematik, wo das selbstfahrende Auto erprobt wird. Er wünscht sich, dass sie „Problemlöser“ werden.</p><h3>Studienabbrecher auffangen</h3><p>Überhaupt glaubt er, dass junge Menschen, die erst eine Ausbildung machen und dann das Studium anschließen, im Vorteil sind. „Sie haben gute Karten bei den Personalchefs“, weiß er. Sie seien teamerprobt, wüssten, wie man mit Menschen umgeht, Aufgaben anpackt und umsetzt. „Das fehlt häufig Bewerbern, die nur die Hochschulen von innen kennen.“ Studienabbrecher aufzufangen und erst einmal für eine Ausbildung als Sprungbrett für den weiteren Weg zu gewinnen, das ist ihm auch ein wichtiges Anliegen, und da hat er mit Rundmails an alle Studierenden so seine Methoden entwickelt.</p><h3>Nicht geradeaus pflügen</h3><p>Beim anschließenden Fototermin ist Torsten Radeke völlig uneitel. „Wo ich herkomme, da ist es nicht wichtig, welche Frisur man hat und was man trägt, sondern über wieviel Hektar und welche Maschinen man verfügt“, sagt er lächelnd. Er lebt in Emtinghausen, südlich von Achim, nördlich von Hoya: Kleiner Hof, Felder mit „Eliteweizen“. Bestes Mehl aus eigenem Anbau, Mahl- und Siebanlage und Ehefrau Jutta, die Bäckerin ist. In einem Holzofen stellt sie Brote her, fährt auf Volksfeste und zieht leckere Pizzas und Flammkuchen aus der Klappe.</p><p>Gern redet Torsten Radeke über seinen Unimog 406 mit der Doppelkabine („ganz selten, wird immer wertvoller“) und über seinen eigenen Mähdrescher mit beachtlichen sechs Metern Schnittbreite. Seine beiden Jungs saßen schon mit sechs Jahren auf dem Trecker. Und nun trifft sich seine IT-Fachlichkeit mit den Anforderungen an einen Landwirt. „Ich konnte nicht so richtig geradeaus pflügen“, sagt er. Das aber ist eine Tugend auf den Feldern. „Da habe ich für den Traktor ein Parallelfahrsystem mit hochgenauer RTK entwickelt und eingebaut.“ Was auch immer das heißt, jetzt pflügt er schnurrgerade.</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/a/d/csm_20200909-Radeke_Campusgeschichte_bc79fd4ee7.jpg" length="384587" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/a/d/csm_20200909-Radeke_Campusgeschichte_bc79fd4ee7.jpg" fileSize="384587" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Ausbildungsleiter Torsten Radeke wünscht sich, dass die künftigen Fachinformatiker „Problemlöser“ werden.</media:description><media:copyright>Philipp Batelka / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
                        <item>
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                            <pubDate>Tue, 14 Jul 2020 13:03:17 +0200</pubDate>
                            <title>Der Zoologe</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-zoologe</link>
                            
                            <description>Professor Marko Rohlfs ist ein Wissenschaftler, der die Vielfalt der Insekten liebt. Er kann deren Leben als spannende Storys erzählen. Und er interessiert sich für Pilze. Nicht für die mit Hut, sondern Schimmelpilze. Weitere „Kollegen“ im Forschungslabor sind Fruchtfliegen. Mit denen arbeitet er.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Professor Rohlfs ist Zoologe. Seine wissenschaftliche Tätigkeit dreht sich um die genannten Winzlinge.&nbsp;Der entspannt wirkende Naturwissenschaftler (Haarfrisur: Man-Bun), der seit 2016 eine Vertretungsprofessur im Fachbereich Biologie/Chemie innehat, tut keiner Fliege was zuleide. Vielmehr untersucht er unter stabilen Laborbedingungen die Pilz-Insekten-Interaktion. Warum sterben die Larven der Fruchtfliege ab, obwohl sie noch kurz zuvor genüsslich am Schimmelpilz geknabbert haben? Welche tödlichen Giftstoffe hat der Wirt plötzlich ausgesandt, um die ungebetenen Gäste rauszuschmeißen? „Mich interessiert, was zwischen Pilz und Fliege passiert, und unter welchen Bedingungen der Schimmelpilz seine giftigen Abwehrstoffe entwickelt“, erklärt der Zoologe seine Arbeit an der Universität Bremen.</p><h3>Zukunftsmusik: Stoffe gegen multiresistente Keime</h3><p>Es ist Grundlagenforschung. Eine Anwendungszukunft kann sich Marko Rohlfs aber sehr wohl vorstellen. Zum Beispiel die Entdeckung neuer Substanzen, die Pilze nur produzieren, wenn sie von Insekten attackiert werden. Stoffe, die gegen multiresistente Keime auf den Plan treten und vielleicht sogar gegen Krebszellen einsetzbar sind. „Pilze spielen in der Entdeckung neuer biologisch aktiver Wirkstoffe eine wichtige Rolle“, sagt er.</p><p>Schon seit seiner Kindheit ist der gebürtige Kieler eng mit der Natur verbunden. „Mein Großvater hat mich oft mit raus in die Natur genommen“, erinnert sich Rohlfs. „Ich habe mich für Amphibien wie Frösche und Kröten begeistert, später dann auch für Insekten.“ In diese Richtung wollte er während seines Biologiestudiums an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auch gehen. War er doch inzwischen ein profunder Kenner dieser artenreichsten Klasse der Gliederfüßer geworden. „Ich hing an der Insektennadel“, lacht der inzwischen 48-Jährige.&nbsp;</p><h3>Entscheidung für „laborbasierte“ Forschung</h3><p>Er hat sich dann aber für stabile „laborbasierte“ Forschung entschieden, hat in Kiel promoviert, wurde habilitiert. Er entwickelte die Idee mit der Interaktion zwischen Pilz und Fliege. Danach ging er an die Georg-August-Universität Göttingen und vertiefte sein Thema weiter. Seit 2016 ist Rohlfs nun an der Universität Bremen als Vertretungsprofessor für Thomas Hoffmeister, der sich derweil als Konrektor um Lehre und Studium kümmert.&nbsp;</p><p>Die Lebenswelt der Insekten hat für den Zoologen mit dem Spezialgebiet Populations- und Evolutionsökologie inzwischen Hobbystatus. Ehrenamtlich hat er während seines Studiums bereits bei Naturschutzprojekten mitgemacht, Insekten gesammelt, mit Gleichgesinnten Rote-Liste-Arten gesucht und bestimmt. „Wichtig für die Stabilität des Ökosystems ist die Diversität von Pflanzen und Insekten, was wiederum Auswirkungen auf die Vögel hat“, erläutert der Wissenschaftler.&nbsp;</p><h3>„Massives Vogelsterben“</h3><p>Rohlfs beobachtet und beklagt ein „massives Vogelsterben“, weil die Biomasse der Insekten abnehme. 60 Prozent der Vögel seien Insektenfresser. Besonders die Großen unter ihnen seien ausgestorben. Beispiel: Die Blauracke. In Sachsen – Anhalt und der Niederlausitz brüteten bis 1990 die letzten der wunderschönen Tiere. Die Gründe für ihr Verschwinden sind die Intensivierung der Landwirtschaft einhergehend mit einem Mangel an Großinsekten.&nbsp;</p><p>Etwas für die Biodiversität zu tun, ist für den Zoologen eine Herzensangelegenheit. Deshalb engagiert er sich gemeinsam mit Studierenden in der Naturschutzgruppe der Universität Bremen, kurz NUB. Gemeinsam haben sie im Projekt „Campus goes biodiverse“ ein Konzept für bestimmte Wiesenflächen erarbeitet. Sie sollen nicht mehr gemäht werden. Mal schauen, was passiert. „Das Besondere am Projekt ist unsere wissenschaftliche Aufarbeitung.“ Deshalb wird der Zoologe mit einer Gruppe Studierender alsbald den Artenreichtum im Wildwuchs bestimmen.</p><p>Seine Naturverbundenheit hat Marko Rohlfs an seine beiden inzwischen erwachsenen Kinder weitergeben können. „Sie wandern mit ihren Freunden 20 Kilometer und mehr in der Natur und genießen das“, sagt er zufrieden. So entwickelt sich die Begeisterung für „draußen“ in der Familie von Generation zu Generation fort.&nbsp;</p><p>AG Populations- und Evolutionsökologie</p><p><a href="https://up2date.uni-bremen.de/campusleben/wie-engagierte-an-der-universitaet-lebensraum-fuer-pflanzen-und-insekten-schaffen" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Artikel im Online-Magazin up2date über die Naturschutzgruppe der Universität Bremen</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/up2date/Prof.Dr.Marko-Rohlfs.jpg" length="186481" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/up2date/Prof.Dr.Marko-Rohlfs.jpg" fileSize="186481" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Der Zoologe Professor Marko Rohlfs macht sich für Biodiversität der Insekten auf dem Campus stark.</media:description><media:copyright>Matej Meza/Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
                        <item>
                            <guid isPermaLink="false">news-21741</guid>
                            <pubDate>Thu, 12 Dec 2019 10:15:01 +0100</pubDate>
                            <title>Die Reisende</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/saskia-tenberg-nachhaltige-gesundheitserziehung-im-indischen-ozean</link>
                            
                            <description>Familienweihnachten und die Silvesterparty mit vertrauten Freunden fallen für Saskia Tenberg in diesem Jahr aus. In wenigen Tagen fliegt die 25-Jährige über Amsterdam und Daressalam auf die Insel Sansibar im Indischen Ozean. Ihre Mission: Sie wird Workshops an der dortigen State University anbieten.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<h3>Nachhaltige Gesundheitserziehung</h3><p>In der Biologiedidaktik im Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Bremen schreibt Saskia Tenberg gerade an ihrer Dissertation. „Ich will gemeinsam mit den Menschen vor Ort Wege zu einer nachhaltigen Gesundheitserziehung innerhalb und außerhalb der Universität finden“, sagt sie. „Auf Sansibar gibt es Probleme mit Über- und Unterernährung gleichzeitig.“ Wissenschaftlichen Input gibt das Team des medizinisch-gesundheitlichen Ausbildungsbereichs der State University Sansibar. Auch die Arbeitsgruppe Glykobiochemie der Universität Bremen und das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) unterstützen.</p><h3>Menschen vor Diabetes schützen</h3><p>Biologiedidaktikerin Tenberg steuert ihre spezielle Expertise bei: „Wie kann man dieses Wissen sinnvoll vermitteln? Wer ist Ansprechpartner? Welche Kommunikationswege funktionieren?“ Es gehe darum, Menschen vor Diabetes und anderen ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten zu schützen. Mit den Mitteln didaktisch aufbereiteter Materialien und Aktivitäten. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit den Lehrenden und Studierenden neue Wege entwickeln und deren Wirksamkeit mit qualitativen Interviews begleitend erforschen. Das alles fließt dann in ihre Dissertation ein.</p><h3>Keine Zeit verlieren</h3><p>Die junge Frau wird gleich nach ihrer Ankunft in Stone Town ein Appartement beziehen, das sie schon kennt. Sie war bereits im September drei Wochen lang da. Die Universität Bremen unterhält stabile freundschaftliche Beziehungen zur State University Sansibar. Saskia Tenberg will keine Zeit verlieren und sofort mit ihrer Forschungsarbeit und der Entwicklung didaktischer Materialien beginnen. Dafür bleiben ihr genau fünf Wochen. Sie kennt nun aber bereits Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort, mit denen sie zusammen Wege zur gesunden Ernährung finden und die Professionalisierung im Bereich der Gesundheitserziehung voranbringen möchte.</p><h3>Andere Traditionen</h3><p>Die Bremer Doktorandin weiß, dass es große Unterschiede zu ihrer Heimat gibt. „Religion spielt eine andere Rolle als bei uns“, sagt sie. „Man muss die Traditionen respektieren und zum Beispiel als Frau die Schultern verhüllen.“ Mehr als 90 Prozent der Menschen seien Muslime. Für die Nachwuchswissenschaftlerin, die zunächst Biologie und Deutsch auf Lehramt studiert hat und im ersten Jahr ihrer Promotionsarbeit in der Biologiedidaktik ist, gibt es eine wichtige Frage: „Mit welcher Einstellung gehe ich in das Land an der Ostküste Afrikas?“ Die europäisch-deutsche Perspektive reiche da nicht aus. Sie sieht die interkulturelle Dimension.</p><h3>Arbeiten und genießen</h3><p>„Es wird super interessant, ich werde selbst viel lernen“, ist sich die Reisende sicher. Neben der wissenschaftlichen Arbeit will sie auch ein paar Annehmlichkeiten genießen. Die Exotik der Märkte, das frische Obst, 30 Grad Wärme, vielleicht eine Schnorcheltour, wohlschmeckende Speisen, der frisch gefangene Fisch … „Ich bin ein großer Gewürzfan“, sagt Saskia Tenberg und freut sich auf kulinarische Entdeckungen. Da kann sie locker auf die heimischen Weihnachtskekse verzichten. &nbsp;</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Saskia Tenberg<br> Institut für Didaktik der Naturwissenschaften<br> Didaktik der Biologie<br> Fachbereich Biologie/Chemie<br> Universität Bremen<br> E-Mail: <a href="mailto:" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">saskia.tenberg@gmx.de</a><br><a href="mailto:" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">stenberg@uni-bremen.de</a><br> Telefon mobil: 0176 8030 5355</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/7/9/csm_DH_931-5523_e3bfa8c7cb.jpg" length="391644" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/7/9/csm_DH_931-5523_e3bfa8c7cb.jpg" fileSize="391644" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Startet kurz vor Weihnachten auf die Insel Sansibar: Biologiedidaktikerin Saskia Tenberg</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Tue, 10 Dec 2019 09:52:35 +0100</pubDate>
                            <title>Der Medienexperte</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-medienexperte</link>
                            
                            <description>Vor mehr als zwei Jahrzehnten, als Karsten Lehmkuhl, damals gelernter Radio- und Fernsehtechniker, an der Universität begann, legte er seinen Spitznamen fest. „Lemmi“ wählte er für seine E-Mailadresse. Und als Lemmi ist der fröhliche Mann nun auf dem ganzen Campus bekannt.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Er koordiniert Schnittstellen und Ressourcen, an denen keiner vorbeikommt. Karsten „Lemmi“ Lehmkuhl ist als Referatsleiter verantwortlich für Raumplanung und -vergabe, Medienbeschaffung und Medienstelle sowie für die Poststelle. „Ich bin eine gespaltene Persönlichkeit“, sagt er kess angesichts dieser Aufgabenfülle. In seinem Büro flimmern Monitore, raffinierte Elektronik ist in den Besprechungstisch eingelassen, und das Telefon schnarrt sehr leise, dafür aber häufig. Über dem Schreibtisch hängt ein Schild mit der Aufschrift „Herr der Lage“. Das hat ihm seine Frau geschenkt. Sie muss es ja wissen. Karsten Lehmkuhl ist bei der täglichen Anforderungsflut der Fels in der Brandung. „Ich habe zwei tolle Chefs, den Kanzler und die Dezernatsleiterin, und in allen drei Bereichen tolle Teams.“ Das unterstreicht er mehrfach im Gespräch.</p><h3>Montags Räume frei</h3><p>Alle verfügbaren Räume für Lehrveranstaltungen zu planen, zusätzlich für Konferenzen und Veranstaltungen die passenden vier Wände zu finden, diese Herausforderung stellt sich jedes Semester neu. 7.000 Lehrveranstaltungen im Wintersemester und 6.000 im Sommersemester wollen unter Dach und Fach gebracht werden. „Eigentlich bräuchte ich 1.000 Räume“, sagt er. Hat aber nur 107. „Dienstag und Donnerstag ist Primetime“, berichtet Lehmkuhl und zeigt Beispiele auf dem riesigen Monitor an der Stirnwand seines Büros im GW2. Ganz großes Kino, wie sich da in der Übersicht die Seminare und Vorlesungen verzahnen. „Von 8 bis 22 Uhr in einem Raum durchgehend, das kommt vor“, meint der Referatsleiter und fügt schelmisch hinzu: „Montagmorgen von 8 bis 10 Uhr habe ich immer was frei“.</p><h3>Traum: Lernwelt für Studierende</h3><p>In der Medienstelle nebenan werden audiovisuelle Kommunikationsmedien ausgeliehen: Vom Beamer über Fotokameras bis hin zu Diktiergeräten. „Wir sind außerdem für Wartung und Pflege und für Steuerung und Programmierung zuständig“, sagt Karsten Lehmkuhl. „Tierischen Spaß“ mache seinem Team und ihm besonders der letztere, der kreative Bereich. „Wir programmieren selbst, erstellen eigene Software, richten Geräte nutzerfreundlich, das heißt bei uns dozentenfreundlich (grinst) ein, und informieren uns ständig über neueste Technik auf Messen und Fortbildungen.“ Anregend sei auch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft der Medienzentren an Hochschulen, kurz „amh“. Karsten Lehmkuhl und seine Leute können dabei die Ausstattung der anderen Unis kennenlernen und vergleichen. „Wir stehen gar nicht so schlecht da“, sagt er. Zu seinen Träumen und Visionen gehört eine „Lernwelt“ für Studierende mit intelligenten Vernetzungen, hochmodernen Geräten, Multimedia-Tischen und mobilen Trennwänden. „Vielleicht kommt das ja mit dem neuen Lehrveranstaltungszentrum“, hofft er.</p><h3>„Geht nicht, gibt‘s nicht“</h3><p>Hinter all diesen Aufgaben und dem Spaß daran steckt eine Philosophie. „Geht nicht, gibt‘s nicht. Wir sind die Dienstleister, Studierende und Lehrende die Kunden“, lautet seine Überzeugung. „Ohne Ansehen der Person tragen wir deren Wünschen Rechnung, auch wenn wir manchmal zaubern müssen.“ Wer genau hinschaut, bemerkt, dass das Veranstaltungsbüro aus Glas ist und in den angrenzenden Räumen der Medienstelle die Türen weit offenstehen. Transparenz ist hier Programm. Allerdings kann der freundliche, zugewandte Lemmi auch ganz böse werden. Immer dann, wenn mit Ressourcen nicht schonend umgegangen wird. Jüngstes Beispiel: In einem erstklassig ausgestatteten Raum hat eine Dozentin auf 75-Zoll-Monitore (3.500 Euro das Stück) ihre papiernen Unterrichtsmaterialien getapt. „Da habe ich vor Wut in den Tisch gebissen.“ Auch Schmierereien und wildes Plakatieren ärgern ihn. Häufig macht er Fotos und sucht nach den Sündern.</p><h3>Co-Trainer beim Handball</h3><p>Karsten Lehmkuhl sieht als Fachmann, wie digitale Abhängigkeit bei der jungen Generation zunehmen und zu Realitätsverlusten führen kann. Er hat selbst drei Kinder. Eine erwachsene Tochter und die beiden jüngsten,16 Jahre alte Zwillinge. „Ich achte darauf, dass sie nicht dauernd am Bildschirm kleben und stattdessen soziale Kontakte pflegen“, sagt er. In ihrer Heimatstadt Delmenhorst sind alle drei in der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) engagiert. Die Jungs als Top-Spieler, der Vater als Co-Trainer. Die Mannschaft ist so leistungsstark, dass sie an den Wochenenden weite Touren durch Niedersachsen macht. „Ich fahre im Monat gut 1.000 Kilometer“, berichtet er stolz. Keine Frage: Ob im Job oder beim Sport, Karsten Lehmkuhl ist „Herr der Lage“.</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_Lemmi_portraet_buero_Foto_Harald_Rehling_Universitaet_Bremen_88cfbe3a11.jpg" length="288042" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_Lemmi_portraet_buero_Foto_Harald_Rehling_Universitaet_Bremen_88cfbe3a11.jpg" fileSize="288042" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Karsten &quot;Lemmi Lehmkuhl&quot; in seinem Büro</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Wed, 09 Oct 2019 11:05:07 +0200</pubDate>
                            <title>Der Joggler</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-joggler</link>
                            
                            <description>„Ich hab zu viele Bälle in der Luft.“ Das sagt ein gestresster Büromensch hin und wieder, wenn er die Übersicht über seine to-do-Liste verloren hat. Für Jörg Riedel hat der Ausspruch eine andere Bedeutung. Er empfindet „Entspannung wie bei Meditation oder Yoga“, wenn die Bälle in der Luft sind.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Jörg Riedel ist Joggler: Die Kombi aus Joggen und Jonglieren heißt so. Die gute Nachricht: der Pädagoge ist bereit, diese Kunst Interessierten zu vermitteln. Der Hochschulsport macht es möglich. „Erst einmal“, so Jörg Riedel, „muss man Jonglieren üben“. Bälle in ungerader Zahl: Drei fliegen durch die Luft. Kann er auch mal eben am Bürotisch vormachen. Dann kommt die nächste Stufe. Der jonglierende Mensch fängt an zu laufen. Zehn Kilometer rennt der Dozent der Studierwerkstatt etwa dreimal die Woche. Über die Erdbeerbrücke, um den Werdersee oder im Bürgerpark. Natürlich wird er von staunenden Passanten immer wieder angesprochen. Ob das schwer ist? Wie das geht? Wie man das übt? &nbsp;</p><h3>„Gleich Glücksmomente“</h3><p>„Vor acht Jahren habe ich damit angefangen“, sagt Jörg Riedel, der Joggling das erste Mal in Süddeutschland gesehen hat und gleich fasziniert war. „Ein paar hundert Meter habe ich anfangs joggelnd zurückgelegt und hatte sofort Glücksmomente.“ Forschungsergebnisse zum Jonglieren sagen, dass beide Gehirnhälften durch die verschiedenen Bewegungen angeregt werden. Da muss was dran sein. „Dinge, die sonst in meinem Kopf festsitzen, lösen sich“, sagt er.</p><h3>Angebot im Hochschulsport</h3><p>Seit 1999 Dozent an der Studierwerkstatt, ist Jörg Riedel vielen Studierenden bekannt. Akademisches Schreiben, Rhetorik, Präsentation, Peer-Learning-Angebote oder Studientechniken sind seine Lehrinhalte, mit denen er bereits vielen Ratsuchenden einen Weg gewiesen hat. Nun will er das Joggling im Hochschulsport als Entspannungsmethode vermitteln. Deshalb schnell anmelden!</p><h3>Fiede Bied Quintett</h3><p>„Immer dienstags, von 16 bis 17.30 Uhr, Bälle sind da“, sagt er. Der Kurs trägt die Nummer 3001. Jörg Riedel ist in Stuttgart geboren und hat an der Universität Bremen sein Diplom in der pädagogischen Erwachsenenbildung abgelegt. Ein gewisses Sendungsbewusstsein darf also angenommen werden. Der Sport ist nicht die einzige Freizeitbeschäftigung des dynamischen Mannes. Man kann auch mal unter „Fiede Bied Quintett“ im Netz googeln. Da sieht man einen Saxophonspieler, dessen Klänge unter die Haut gehen und der einem bekannt vorkommt. Also, seine beiden Gehirnhälften regt dieser Mann auf unterschiedliche Weise an.</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="https://www.buchsys.de/bremen/angebote/aktueller_zeitraum/_Joggling__joggend_jonglieren.html" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.buchsys.de/bremen/angebote/aktueller_zeitraum/_Joggling__joggend_jonglieren.html</a></p><p>Film der Uni Bremen: <a href="https://youtu.be/pTb9jvxhRdU" target="_blank" rel="noreferrer">https://youtu.be/pTb9jvxhRdU</a></p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Jörg Riedel<br> Studierwerkstatt<br> Universität Bremen<br> Telefon: +49-421-218-61013<br> E-Mail: <a href="mailto:" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">riedel@uni-bremen.de</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/4/1/csm_Joggling_an_der_Universitaet_Bremen_ed8f4f0bc7.png" length="1479504" type="video/youtube"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/4/1/csm_Joggling_an_der_Universitaet_Bremen_ed8f4f0bc7.png" fileSize="1479504" type="video/youtube"/><media:description type="plain">Joggling ist die Freizeitbeschäftigung von Jörg Riedel. Er gibt die Technik im Rahmen eines Hochschulsportkurses gerne weiter.</media:description><media:copyright>Kai Uwe Bohn/Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
                        <item>
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                            <pubDate>Tue, 02 Jul 2019 10:40:05 +0200</pubDate>
                            <title>Der Informatiker</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/khaled-ist-in-bremen-angekommen</link>
                            
                            <description>Khaled Swaidans Erkennungszeichen ist seine außergewöhnliche Haartracht. An der Seite hat sein Friseur, ein Türke aus der Bremer Neustadt, eine scheitelähnliche Schneise gefräst. Auf dem Oberkopf türmt sich eine ungewöhnlich hohe Tolle. „Die  festige ich mit Spray“, sagt der Informatikstudent.</description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Khaled, dessen Name „Chaled“ mit einem gefauchten Anfangslaut ausgesprochen wird, kann sich ausgezeichnet auf Deutsch unterhalten. Er studiert Informatik im ersten Semester. Der 22-Jährige ist Absolvent des HERE-Vorbereitungsstudiums. Dahinter verbirgt sich die Abkürzung für Higher Education Refugees Entrance, ein gemeinschaftliches Programm der Bremer Hochschulen. Geflüchtete erlernen die deutsche Sprache und bereiten sich gleichzeitig auf ihr weiteres Studium vor. Khaled hatte Glück. Die Bremer „Jürgens-Stiftung – Chance auf ein neues Leben“ hat seine Bewerbung ausgewählt und ihm ein Stipendium bewilligt. „150 Euro erhalte ich im Monat von der Stiftung, dazu BaföG“, rechnet der Geflüchtete seine finanziellen Grundlagen auf.</p><h3>Ein Stückchen alte Heimat in der Neustadt</h3><p>Gemeinsam mit seinem Bruder, der 20 Jahre alt ist, in die 11. Klasse geht und das Abitur in Bremen ablegen will, hat er eine eigene Wohnung. In der Neustadt Nähe Hochschule. „Sie ist wirklich sehr schön“, schwärmt er. Die Miete hat bereits vor seinem Studium das Jobcenter übernommen. Der Bruder bekommt auch BaföG. „Es gefällt mir in Bremen, besonders in meinem Viertel“, schwärmt Khaled. „Die Türken haben eine ähnliche Kultur wie wir, manche sprechen auch arabisch.“ Und: Es gibt in dem Stadtteil mehr Moscheen als gedacht. Ein Stückchen Heimat also.</p><h3>Alles verloren</h3><p>Wie und wo hat er vorher gelebt? Sehnsucht trübt seine Augen. Er vermisst seine Eltern und seine beiden Brüder, die in dem kriegs-und krisengeschüttelten Land geblieben sind. Einst ging es ihnen gut. „Mein Vater hatte ein landwirtschaftliches Unternehmen“, sagt Khaled. „Wir haben auf hohem Standard gelebt.“ Mit seiner Abiturnote von 1,6 konnte er sein Traumfach Medizin an einer teuren privaten Hochschule studieren. „Ich werde Arzt und kann anderen helfen“, war damals seine Motivation. „Doch dann kam die Revolution und mein Vater hat seinen Besitz verloren“, klingt es traurig. Der Bruder ist als erster nach Europa geflüchtet, dann folgte Khaled. Er startete in Idlib, das im Nordwesten an der Grenze zur Türkei liegt.</p><h3>Unglücklich in Bayern</h3><p>Über die Flucht sagt Khaled nicht viel. Nur, dass er in der Türkei eine furchtbare Nacht hatte, weil der Bahnhof erst am Morgen öffnete und keine Unterkunft zu bekommen war. „Sieben Stunden bin ich herumgeirrt“, erinnert er sich. In einer Moschee durfte er ein bisschen schlafen. Das zweite schreckliche Erlebnis war auf einer griechischen Insel. Aber darüber will er nicht sprechen. Das Ziel war zunächst Bayern, ein kleines Dorf am Chiemsee. „In einem Haus lebten wir zu acht in vier Zimmern“, sagt der heutige Informatikstudent. Weit ab vom Schuss, nichts zu tun. „Klar haben wir uns geprügelt.“</p><h3>Wohnung wie ein Wunder</h3><p>Sechs Monate verbrachte er im Süden Deutschlands, ehe er zu seinem Bruder nach Bremen konnte. Dass er die Wohnung in der Neustadt gemietet hat, erscheint ihm immer noch wie ein Wunder. „Ich habe erfolglos mehr als 50 E-Mails geschrieben, bevor es geklappt hat.“ Besichtigung, Mietvertrag, das hat die Betreuerin vor Ort erledigt. Khaled und sein Bruder sind ihr sehr dankbar.</p><h3>Knackpunkt: Aufgabenstellung verstehen</h3><p>Nun muss er das Studium durchhalten. „Mir fällt es nicht schwer, Aufgaben zu lösen, mathematisch bin ich gut“, sagt der Stipendiat. Der Knackpunkt für ihn sind die Aufgabenstellungen. „Ich übersetze sie erst ins Englische und dann ins Arabische, um sie zu verstehen. Manchmal brauche ich dafür zwei Stunden.“ Auch dem Redefluss der Lehrkräfte in den Vorlesungen kann er nicht immer folgen. Doch Khaled Swaidan beißt die Zähne zusammen. Er weiß, dass er es schaffen muss. „Meine Eltern haben sich so große Sorgen gemacht und sind jetzt erleichtert, dass ich das Studium beginne. Ich habe jeden Tag Kontakt mit ihnen.“ Seine Vision: Die ganze Familie nachholen. Nach Bremen, wo er sich aufgenommen fühlt.</p><h3>"Wir essen nur Ungesundes"</h3><p>Der junge Mann, der sich als Familienmensch bezeichnet, drängt nun zum Aufbruch. „Ich will für meinen Bruder etwas kochen.“ Was gibt es? Kichererbsen, Lamm, Geflügel, Koriander, Kardamom, Granatäpfel? „Nicht, was Sie erwarten, wir essen nur Ungesundes“, lacht er.</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_Khaled_Foto_Harald_Rehling_Universitaet_Bremen_6796ef4150.jpg" length="288086" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_Khaled_Foto_Harald_Rehling_Universitaet_Bremen_6796ef4150.jpg" fileSize="288086" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Khaled Swaidan liebt die Bäume auf dem Campus.</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
                        <item>
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                            <pubDate>Tue, 02 Apr 2019 11:48:01 +0200</pubDate>
                            <title>Die Sängerin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-saengerin</link>
                            
                            <description>Hanna Deutschmann ist Sängerin im Chor der Universität Bremen. Eine Altstimme voller Leidenschaft für die Musik. Vor zwei Jahren stand sie zum ersten Mal gemeinsam mit 4.000 anderen Sängerinnen und Sängern auf dem Bremer Marktplatz und stimmte die Lieder des Musikfests „Bremen so frei“ an. </description>
                            <content:encoded><![CDATA[<p>„Das hat mich total geflasht“, sagt sie heute. Hanna Deutschmann studiert Kulturwissenschaften und Germanistik und hat eine ungewöhnliche Bachelorarbeit geschrieben. Eigentlich sollte es eine wissenschaftliche Betrachtung über die „Drachendarstellungen in der Kinder-und Jugendliteratur als Indikator für transkulturelle Prozesse“ werden. „Ich liebe Drachen“ sagt Hanna Deutschmann und schiebt zum Beweis den linken Ärmel ihres türkisfarbenen Shirts hoch. Da schaut ein sorgfältig tätowiertes Exemplar heraus. Chinesisch inspiriert. Im Reich der Mitte war sie schon mal mit dem Unichor.</p><h3>„Ein großes Geschenk“</h3><p>Doch die Drachen mochten noch so heftig fauchen und Feuer speien, Hanna Deutschmann hat umdisponiert. Obwohl sie chorerfahren ist, musikalisch gebildet, bei der Carmina Burana mitgewirkt und einen a-capella-Popchor, die „Ukelalas“, gegründet hat, war das Mitsingfest für sie so etwas wie ein Erweckungserlebnis. „Was’n echten Bremer is“ wurde auf Anhieb ihr Lieblingslied. „Ich fühlte mich eingeladen, Bremerin zu sein“, sagt Hanna Deutschmann. Dabei ist sie gar nicht an der Weser geboren und aufgewachsen, sondern im Christkinddorf Himmelpforten bei Stade. Hat das Lied etwas mit ihr gemacht? Hat das Singen in großer Gemeinschaft etwas verändert? Am 3. Juni 2017 schrieb sie in ihr Tagebuch: „Bremen so frei“ sei ein „großes Geschenk“.</p><h3>Persönliche Erfahrungen analysiert</h3><p>Beim zweiten Mitsingfest, am 1. Juni 2018, schaute Hanna Deutschmann genauer hin. Sie machte sich Aufzeichnungen, fertigte Protokolle an, sprach mit Chormitgliedern und mit Universitätsmusikdirektorin Susanne Gläß, die die Massen vor dem Rathaus dirigierte. Längst war in der Studentin der Entschluss gereift: „Bremen so frei“ wird Thema meiner Bachelorarbeit. Nun liegt die Arbeit vor. Dr. Jan Oberg vom Institut für Ethnologie ist ihr Erstbetreuer. „Bremen so frei – für alle? Wie das Fest in 11 Liedern helfen kann, die Ortsbindung von Neubremerinnen und Neubremern zu stärken“, ist der genaue Titel. „Ich habe einen autoethnografischen Ansatz gewählt“, erläutert die 29-Jährige. Sie beschreibt persönliche Erfahrungen und analysiert sie.</p><h3>Warum macht Singen glücklich?</h3><p>Wie das Wissenschaftlerinnen so machen, hat Hanna Deutschmann ihre Beobachtungen und Befragungen mit Theorien unterlegt. So ist der Begriff der Ortsbindung als Mensch-Raum-Beziehung von Professor Reuber aus Münster für ihre theoretischen Begründungen ein Anker. Bei Professor Gunter Kreutz aus Oldenburg fand sie Erklärungen, warum Singen glücklich macht. Die Ausschüttung des „Sozial-Hormons“ Oxytocin, die durch das Singen in Gemeinschaft angekurbelt wird, spielt eine wichtige Rolle dabei. Ihre Chorkollegin Ana Paola Loose Martinez de Castro sagt im Interview, sie sei von der Textstelle „Was’n echten Bremer is, der ist vielleicht ganz fern von hier gebor’n…“ ermutigt worden, sich als Bremerin zu fühlen. Die Studentin kommt ursprünglich aus Mexiko. „Ja, ich bin Mexikanerin und Bremerin“, sagt sie. Letztendlich ist bei der Arbeit herausgekommen: „Das Mitsingfest ,Bremen so frei‘ kann tatsächlich eine Auswirkung auf die Ortsbindung von Neubremerinnen und Neubremern haben.“</p><h3>Viel über Geschichte gelernt</h3><p>Hanna Deutschmann hat ihrer Bachelorarbeit eine ungewöhnliche Verpackung gegeben. Sie sieht aus wie eine Hochglanz-Zeitschrift. Mit zahlreichen Fotos von den beiden Musikfesten und einem munteren Layout. Das hat sie selbst mit dem Programm InDesign erstellt. Nun freut sie sich auf das nächste Fest und die elf Lieder, die sie mit dem Chor und vielen weiteren Menschen auf dem Bremer Marktplatz im vierstimmigen Satz singen wird. „Ich habe so ganz nebenbei davon profitiert und viel über die Bremer Geschichte gelernt“, sagt sie. Historische Persönlichkeiten wie Johann Smidt oder Lüder von Bentheim sind für sie keine Unbekannten mehr. Auch die Geschichte, wie Bremen das Linzer Diplom erhielt, ist ihr nun vertraut.</p><h3>Und darauf freut sich Hanna Deutschmann:</h3><p>Das Mitsingfest für alle, die Bremen lieben: „Bremen so frei – ein Fest in elf Liedern“ findet auch dieses Jahr am Sonnabend, 1. Juni, um 10.30 Uhr, auf dem Bremer Marktplatz statt. Noten können unter <a href="http://www.bremen-so-frei.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.bremen-so-frei.de </a>im Internet heruntergeladen werden. Alle Interessierten sind zu einem öffentlichen Workshop unter der Leitung von Universitätsmusikdirektorin Susanne Gläß in der Universität Bremen im GW1-Hörsaal (gegenüber dem Universum) am Sonntag, 26. Mai, von 14 bis 17 Uhr eingeladen. Dabei werden die Lieder einstimmig gelernt. Die Teilnahme ist kostenlos. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.</p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Hanna Deutschmann<br> Chor der Universität Bremen<br> E-Mail: <a href="mailto:" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">han_deu@uni-bremen.de</a></p><p><br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p class="MsoPlainText">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/2019/Hanna_Deutschmann_Foto_Harald_Rehling.jpg" length="449497" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/2019/Hanna_Deutschmann_Foto_Harald_Rehling.jpg" fileSize="449497" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Hanna Deutschmann freut sich schon, am 1. Juni wieder mit Tausenden auf dem Marktplatz zu singen.</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Mon, 21 Jan 2019 14:38:05 +0100</pubDate>
                            <title>Der Auskunftsfreudige</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-auskunftsfreudige</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Für Dr. Roy Karadag ist heute ein besonderer Tag. „Meine kleine Tochter krabbelt“, freut sich der Vater in Elternzeit. Bis Ende August 2019 wird der Politikwissenschaftler seine Aufgaben im Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) nur noch eingeschränkt wahrnehmen können. Eine selbst gestellte aber doch: Roy Karadag bietet mit Unterstützung aus seinem Team seit einem Jahr politische Sprechstunden für Bürgerinnen und Bürger an.</p><h3>„Fürs Lesen bezahlt“</h3><p>Ohne bürokratische Hürden - eine Anmeldung per E-Mail oder ein Telefonat genügen. Einzelne Interessierte sind schon aus der Stadt in sein Büro im Unicom vorgedrungen. „Auch eine kleine Schülergruppe war da, die mir Fragen zu ihrer Projektarbeit über globalen Handel gestellt hat.“ Gespräche über politische Themen seien für viele Menschen heikel, ist der Wissenschaftler überzeugt. „Sie haben Angst, sich mit Unwissen und Unerfahrenheit zu exponieren.“ Er selbst werde ja fürs Lesen bezahlt. Er könne im persönlichen Gespräch manches erklären, individuell auf Fragesteller eingehen.</p><h3>Wissen weitergeben</h3><p>Mit großer Selbstverständlich sieht es Roy Karadag als seine Pflicht an, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und sein Wissen weiterzugeben. Tagesschau, Deutschlandradio, WDR, Hessischer Rundfunk, Wirtschaftswoche, taz und Kölner Stadtanzeiger: Dieser Mann ist auf eine unaufgeregte Art in den Medien präsent. Seine Spezialthemen sind Islam, Konflikte im Nahen Osten, die Türkei. Erst kürzlich hat er in einem Polizeilehrgang in Münster darüber gesprochen, warum das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei so angespannt ist.</p><h3>Wunsch: Politiksprechstunde in der Stadt</h3><p>„Ich habe mich schon in der Lehre breit aufgestellt: Religion, Nation, Öl, Krieg, Gewalt“, illustriert er seinen Anspruch, ein guter Welterklärer zu sein. Das Beratungs-und Gesprächsformat, also den Wissenstransfer mit der Stadtgesellschaft, möchte er noch verfeinern. Politikwissenschaftlichen Beratungsdienst am Telefon könne er sich ebenso vorstellen wie eine Sprechstunde in der Stadt, vielleicht in einer Stadtbibliothek mit Kaffee und Keksen. „Es gibt in ganz Deutschland kein sozialwissenschaftliches Institut, das so etwas macht. Die Zeit muss man sich nehmen“, sagt der 39-Jährige überzeugt.</p><h3>"Ein heikles Land“</h3><p>Der engagierte Hochschullehrer ist mit einer Hälfte seiner Stelle Geschäftsführer des InIIS. „Vom Bürostuhl bis hin zur Organisation von Veranstaltungen bin ich zuständig“, lächelt er. Die andere Hälfte seiner Arbeitszeit gehört dem DFG-Sonderforschungsbereich „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“. Im Teilbereich: „Transnationale Wohlfahrt: Aufstieg, Niedergang und Renaissance von Sozialpolitik in Afrika“ untersucht er Ägypten. „Bildungswesen, Gesundheit und Nahrungsmittelsubventionen“, nennt er seine Schwerpunkte. Ende vergangenen Jahres war Karadag zweimal in Kairo, um vor Ort zu recherchieren und Kontakte zu knüpfen. „Ein heikles Land“, lautet seine bündige Einschätzung. „Menschen werden verfolgt, es geht autokratischer und unfreier zu als jemals vorher.“ Das ägyptische Arabisch zu verstehen, falle ihm schwer. Mit dem Syrischen sei das für ihn leichter, sagt Roy Karadag, der in Kiel aufgewachsen ist und dessen Eltern aus Südostanatolien nach Deutschland gekommen sind.</p><h3>Fehlender Karneval</h3><p>Siegfried und Roy oder Roy Black? Welche Prominenz war Vorbild für seinen eher seltenen Namen? „Meine Eltern haben einfach den westlichsten Vornamen genommen, den sie finden konnten“, lacht der Wissenschaftler. Er hat in Tübingen studiert und am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln promoviert. An Bremen, wo er 2011 eine Stelle im Institut bekam, schätzt er die lokale Identität. Da könne man die Stadt sogar mit Köln vergleichen, letztere sei aber eindeutig seine Lieblingsstadt. „Der Karneval fehlt mir hier schon sehr, obwohl ich Protestant bin“.</p><h3>Fragen beantwortet:</h3><p>Dr. Roy Karadag<br> Institut für Interkulturelle und Internationale Studien<br> Universität Bremen<br> Tel.: +49 421 218-67468<br> E-Mail: <a href="mailto:" class="mail" title="Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">karadag@uni-bremen.de</a><br> &nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/2019/DH_772-9826.jpg" length="1181823" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/2019/DH_772-9826.jpg" fileSize="1181823" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Bietet politische Sprechstunden auf dem Campus an: Dr. Roy Karadag</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Thu, 25 Oct 2018 13:04:27 +0200</pubDate>
                            <title>Die Gründungsforscherin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-gruendungsforscherin</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>„Entrepreneurship“ und „Refugee“ sind Fahnenwörter in der Forschungsarbeit von Dr. Aki Harima. Die gebürtige Japanerin ist Postdoc am Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship (LEMEX). Jüngst hat sie gemeinsam mit ihrem Chef, Professor Jörg Freiling, und Professorin Sibylle Heilbrunn ein Buch herausgegeben. 25 Autoren erzählen darin 16 Geschichten von Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und Iran, die sich eine eigene Existenz in einem anderen Land aufgebaut haben.</p><h3>„Normales Leben im Heimatland“</h3><p>So entstanden kommerzielle und soziale Unternehmungen in Deutschland, Frankreich, in Israel, Irland, Jordanien oder Pakistan, um nur einige Länder zu nennen. Aki Harima wertet gemeinsam mit ihren Kollegen diese Fallstudien aus, um herauszufinden, welche Hilfen Flüchtlinge brauchen, um mit einem eigenen Business Fuß zu fassen. „Wir wollen mit dem Buch zeigen, dass Geflüchtete ein ganz normales Leben in ihrem Heimatland hatten, aus dem sie jäh herausgerissen wurden“, sagt die Wirtschaftswissenschaftlerin. Mediales Aufsehen hat auch ihr Projekt in Namibia geerntet. Sie ist mit Studierenden nach Windhuk geflogen. Direkt vor Ort haben sie im Bokamaso Gründungszentrum Konzepte für Start-up-Unternehmerinnen und -Unternehmer entwickelt.</p><h3>Begeisterte Backpackerin</h3><p>Aki Harima empfängt uns in ihrem noch baufeuchten Büro im „Haus an der Allee“, kurz WiWi1, und erzählt aus ihrem Leben. Sie ist in Osaka geboren und aufgewachsen. 2,7 Millionen Menschen leben in der Glitzerstadt mit ihren hoch aufgeschossenen Wolkenkratzern. Eine ihrer Vorlieben machte sie bereits als Jugendliche kosmopolitisch und international erfahren. Aki Harima ist viel als Backpackerin unterwegs gewesen. Mit dem Rucksack auf dem Rücken durch die Welt. „Ich mag besonders die Länder Europas“, sagt sie. „Ihre Geschichte, ihre Vielfalt, die Ähnlichkeiten und Unterschiede“. Diese Vorliebe hat sie von ihrem Großvater, der in der Physikforschung in Nordrhein-Westfalen tätig war. „Deutschland ist ein gutes Land, die Deutschen sind direkt und argumentativ-logisch“, hat der inzwischen Verstorbene seiner Enkelin mit auf den Weg gegeben. Noch während sie an der Kobe University in Japan ihren Bachelor schrieb, absolvierte sie ein Austauschjahr an der privaten „Otto Beisheim School of Management“ in Vallendar bei Koblenz.</p><h3>„Erst schwäbisch, jetzt hochdeutsch“</h3><p>Das Masterstudium hat sie dann an der Universität Mannheim angeschlossen. Deutsch spricht die 32-Jährige fließend. „Erst schwäbisch, jetzt hochdeutsch“, lacht sie. Neben ihrer Muttersprache japanisch spricht sie englisch und beherrscht die spanischen Basics für einfache Konversation. 2013, nach ihrem Master in Wirtschaftswissenschaft, ist Aki Harima nach Bremen gekommen und seither am LEMEX. „Professor Freiling hat mich beim Einstellungsgespräch nach meinem Leben gefragt, das fand ich sehr sympathisch“, erinnert sie sich. Unternehmer, die aus Industrieländern in Entwicklungsländer auswandern waren Thema ihrer Dissertation, „summa cum laude“ das Bewertungsergebnis. Zwei Preise hat sie außerdem dafür erhalten. Dr. Aki Harima ist jetzt Postdoc-Forscherin und auch in der Lehre aktiv</p><h3>Sechs Stunden in der Küche</h3><p>Samstags steht die Japanerin bis zu sechs Stunden lang in der häuslichen Küche am Herd und kocht Mahlzeiten für die ganze Woche vor, die sie in Bento Boxen einfriert. „Geflügel, Fisch, Reis, Gemüse“, sagt sie. Die schlanke Frau, die dreimal am Tag warm isst, wundert sich, welche Mengen an Weißmehl und Nudeln die Deutschen so verdrücken können. Bremen? „Die Stadt ist sehr nett, hübsch und international“, schwärmt Aki Harima. Für die nächste Zukunft hat sie viel vor. Beim Thema transnationales Unternehmertum will die junge Wissenschaftlerin Netzwerke und Ressourcen in den Mittelpunkt ihrer weiteren Forschung stellen. Ihre wissenschaftliche Analyse gilt Themen wie Gründungspotenzialen von Menschen mit Fluchthintergrund, der Rolle von transnationalen Unternehmern im Gründungsökosystem Santiago de Chile oder Gründerlandschaften in Entwicklungsländern. Eine Gründungsforscherin eben.</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/2018/2018_10_25_aki_harima.jpg" length="1022297" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/2018/2018_10_25_aki_harima.jpg" fileSize="1022297" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Aki Harima forscht am LEMEX, dem Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship.</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Tue, 28 Aug 2018 08:59:24 +0200</pubDate>
                            <title>Der Koordinator</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-koordinator</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Man hat ja so seine Vorstellungen von einem Hausmeister. Er wuselt durch die Gebäude, legt hier den Schraubenschlüssel an und kneift dort mit der Zange zu. Ein Gespräch mit Günther Süllow klärt einen Irrtum auf. Der gute Geist an der Universität Bremen ist nämlich „Funktionsmeister Gebäudebetriebstechnik“. Sein wichtigstes Arbeitsmittel ist nicht etwa der Werkzeugkoffer, sondern es sind Tastatur und Bildschirm.</p><h3>Der Mann in der grünen Jacke</h3><p>Ist etwas kaputt – Tür klemmt, Licht geht nicht an, Steckdose bleibt tot – schreibt man an Herrn Süllow. Der sitzt in seinem Büro im Souterrain unter den Regalen der Staats-und Universitätsbibliothek. Am Bildschirm sammelt er die „Tickets“ ein, wie er die Fehlermeldungen nennt, und leitet sie an die richtigen Stellen weiter. Seit drei Jahren koordiniert er digital. „Kleinere Reparaturen erledigen wir sehr schnell“, betont der freundliche Mann in der grünen Jacke, den im Nordostbereich des Campus fast alle kennen. Sportturm, Keksdose, Unicom, Cognium, Seminar- und Forschungsgebäude (SFG) sind fünf der zehn Häuser und Anlagen, für die er zuständig ist. „Aktuell kommt noch Aldi hinzu“, sagt der Funktionsmeister. Das ist sein persönlicher Arbeitstitel für die Zwillings-Neubauten an der Universitätsallee, die im September vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaft und vom Discounter bezogen werden. Da ist zwar alles baufrisch, somit kaum Defekte zu erwarten, doch: „Ein neuer Mitarbeiter kommt und ein Zeitplan für notwendige Wartungsarbeiten muss festgelegt werden.“</p><h3>1989 im Sportturm angefangen</h3><p>Sechs Funktionsmeister verantworten die Koordination der technischen Reparaturen auf dem Campus, nach den Himmelsrichtungen in vier Planquadrate eingeteilt. Acht Mitarbeiter – Elektriker und Klempner – werden von Günther Süllow im Osten eingesetzt. Er hat selbst Elektriker gelernt. „Mit 14 habe ich angefangen“, sagt der 58-Jährige, der in dem kleinen Ort Schwarme im Landkreis Diepholz aufgewachsen ist. Seit 2014 wohnt er mit seiner Frau im Bremer Stadtteil Horn und düst jeden Morgen mit dem E-Bike zur Arbeit. An der Universität hat er 1989 angefangen. Im Sportturm. Der ist zwar angenagt vom Zahn der Zeit, doch immer noch sein Liebling unter den Gebäuden. Seine Wurzel sozusagen. Er überwacht mit seinen Kollegen auch die Wasseraufbereitung des Hallenbades und schaut nach, ob die Chlormischung stimmt. Eine Aufgabe, die er mit Schließung der Anlage aus seinem Pensum streichen wird.</p><h3>„Gefahr im Verzug“</h3><p>„Früher wurde unsere Tätigkeiten von einem Ingenieur erledigt“, sagt Günther Süllow, „der hatte dann aber weniger Gebäude zu betreuen.“ Jetzt belastet ihn die wachsende Arbeitsverdichtung zwar, aber er macht seinen Job unheimlich gerne. „Eigentlich sollte ich drei Viertel meiner Dienstzeit am Computer sitzen und ein Viertel unterwegs sein“, sagt er. Doch es sei genau andersherum. Der Manager und Koordinator ist ständig zwischen den Gebäuden auf Tour. „Manche Reparaturmeldung muss ich erstmal in Augenschein nehmen“, erklärt er. Stellt er dabei irgendwo einen Mangel fest, dann schreibt er sich selbst ein Ticket. Neben dem täglichen Kleinkram gibt es aber auch größere Pannen. Süllow nennt sie „Gefahr im Verzug, sofort handeln“. Zum Beispiel ein Stromausfall der Steckdosen. „Wenn einer einen defekten Wasserkocher anschließt, fliegt der FI-Schalter raus“. Für Nicht-Elektriker: Das ist ein Fehlerstrom-Schutzschalter, der auf den Kurzschluss reagiert. „Alle Rechner sind aus, die Nutzer können nichts machen“, sagt Süllow. Dann läuft die Zeit. Oder es platzt eine Rohrleitung. „Wir leiten Erstmaßnahmen ein, damit das Wasser geregelt abfließen kann, und geben dann an die Bauunterhaltung weiter.“</p><h3>Präventive E-Mails</h3><p>Mit seinen E-Mails an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, e-Aushang genannt, ist Günther Süllow auch präventiv tätig. „Im Zuge der Arbeiten können typische Gerüche von Farben und Lacken auftreten“, schreibt er etwa. „Nach Rücksprache mit der ausführenden Firma geht von der Farbe keine Gesundheitsgefährdung aus!“ Neben der digitalen Kommunikation bleibt der bescheidene Mann aber immer noch analoger Ansprechpartner. „Moin, Herr Süllow, die elektrische Uhr am Eingang steht, könnten Sie…?“ Anderntags rücken die Zeiger wieder ordnungsgemäß vor.</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
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                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_guenther_suellow_JA_b6f24390a2.jpg" length="432077" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_guenther_suellow_JA_b6f24390a2.jpg" fileSize="432077" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Günther Süllow vor dem Eingang des Sportturms.</media:description><media:copyright>Universität Bremen</media:copyright>
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                            <pubDate>Mon, 05 Mar 2018 08:42:10 +0100</pubDate>
                            <title>Der Aufsteiger</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-aufsteiger</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Aufstieg durch Bildung. Auf <abbr title="Doktor / Doktorin">Dr.</abbr> Peter Mehlis trifft das zu. Der gelernte Feinmechaniker arbeitete in verschiedenen großen Industrieunternehmen in Bremen: bei Airbus, Mercedes und Siemens. Als gewerkschaftlich engagierter Arbeitnehmer hörte er vom Zwei-Jahres-Kurs an der Akademie für Arbeit und Politik, dem heutigen Zentrum für Arbeit und Politik (zap).</p><p>Von 1991 bis 1993 eignete er sich nach Schichtschluss eine wissenschaftliche Grundbildung an. Einmal in der Woche vier Unterrichtsstunden, drei Bildungsurlaube und alle sechs Wochen Unterricht an einem Samstag, insgesamt 400 Stunden. Für Peter Mehlis wurde das zur Initialzündung. „Ich merkte, die Sozialwissenschaft, das ist mein Ding“, sagt der inzwischen 62-Jährige. Er hat studiert, wurde promoviert und leitet heute selber als Wissenschaftler am zap einen Zwei-Jahres-Kurs für politische und sozialwissenschaftliche Bildung.</p><p>Wenn <abbr title="Doktor / Doktorin">Dr.</abbr> Mehlis von seinem Kurs spricht, dann schwingt Begeisterung mit. Unter den 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern reicht die berufliche Bandbreite vom türkischen Gebäudereiniger bis zum pensionierten Richter. Das Durchschnittsalter liege bei Mitte 30. „Alle sind zivilgesellschaftlich aktiv und freuen sich über Wege, die ihnen die Universität eröffnet.“</p><h2>Schreiben macht Spaß</h2><p>Nicht anders war das bei Peter Mehlis. Die Arbeit bei Mercedes am Band sei hart gewesen, die Automatisierung war noch nicht so fortgeschritten wie heute. „Wir mussten Fahrhäuser von LKWs anheben, das waren 100 Kilo, um dann zu schweißen“, sagt er. Der Doktor der Soziologie weiß heute, dass er sich geistig immer unterfordert gefühlt hat. Ganz nach seinem Naturell setzte er alles auf eine Karte. „Ich habe gut verdient, aber trotzdem meinen Job aufgegeben. Meine Frau, studierte Lehrerin, war damals arbeitslos, wir hatten ein dreijähriges Kind“, erzählt er. Dennoch begann er nach dem Kurs unverzüglich ein Studium der Soziologie an der Universität Bremen. „Mehr als 20 Seiten schreiben, schaffst Du das überhaupt?“, hat er sich am Anfang oft gefragt. Und siehe da, das Schreiben machte sogar Spaß!</p><h2>Erfahrungen aus der Arbeitswelt</h2><p>Der ehemalige Feinmechaniker beendete sein Studium mit einer glatten Eins, trieb als wissenschaftlicher Mitarbeiter Projekte voran, lehrte, schrieb Forschungsberichte und promovierte am Institut für Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen. „Mein Thema war der Wandel der Arbeit, ich brachte ja genügend Erfahrungen aus der Arbeitswelt mit.“ Und so hat er in seiner Promotion die Veränderung der Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Zuge der Digitalisierung untersucht. Summa cum laude.</p><h2>Mann der Wissenschaft</h2><p>Dass es nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen gab, verschweigt Peter Mehlis nicht. „Nach meiner Promotion bin ich in ein tiefes Loch gefallen und habe mich von Werkvertrag zu Werkvertrag gehangelt“, sagt er. Bereut hat er seine Entscheidung, ein Mann der Wissenschaft zu werden, hingegen nie. Die Themen, die der gebürtige Bremer bearbeitet hat, sprechen eine eigene Sprache. Beratungsprojekt für Ausbildungsabbrecher, Analyse des Tarifvertrags zur Beschäftigungsförderung in der Metallindustrie in Niedersachsen, Qualifizierungsoffensive für die Hafenwirtschaft in Wilhelmshaven, Bremerhaven, Hamburg und Lübeck. Da weiß einer genau, wofür er steht. Inzwischen hat Peter Mehlis am zap eine Festanstellung. „14 Jahre hat es gedauert, bis es so weit war“, sagt er lächelnd.</p><h2>Spaß an Projekten</h2><p>Projekte anpacken, das begleitet ihn auch in seiner Freizeit. Mit seiner Frau geht er im Kajak paddelnd auf Wanderschaft. Mit einem Freund ist er ein Jahr lang mit dem Fahrrad durch Europa getourt. Er hat als einer der ersten Väter Erziehungszeit genommen und seine Tochter betreut. „Ich liebe die handwerkliche Arbeit weiterhin, das habe ich schließlich gelernt“, sagt der Mann, der in der Neustadt ein Altbremer Haus gekauft und es vom Keller bis zum Dach mit eigenen Händen saniert hat.</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Campusgeschichten/Der_Aufsteiger/06_Der_Aufsteiger_4-3.jpg" length="839197" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Campusgeschichten/Der_Aufsteiger/06_Der_Aufsteiger_4-3.jpg" fileSize="839197" type="image/jpeg"/><media:description type="plain"></media:description><media:copyright>Harald Rehling/Universität Bremen</media:copyright>
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                            <pubDate>Thu, 25 Jan 2018 12:37:18 +0100</pubDate>
                            <title>Die Organisatorin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-organisatorin</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Alle zwei Jahre lädt die Universität zu ihrem Wissenschaftsfestival, dem OPEN CAMPUS, ein. Dann präsentieren sich zwölf Fachbereiche und Institute in Pagodenzelten auf der grünen Wiese, locken Spiel, Spaß, Experimente und kulinarische Angebote und rocken spätabends berühmte Stars. Doch wer hält die Fäden in der Hand, wer plant und organisiert das Fest, zu dem zuletzt 19.000 Besucherinnen und Besucher kamen?</p><h3>„Manchmal bisschen nervös“</h3><p>Für Veranstaltungskauffrau Julia Pundt ist der Open Campus mit Abstand zu all den anderen Events die sie organisiert, das Großereignis. Deshalb sind auch die Büroräume ihrer Abteilung mit den kunterbunten Plakaten: 2013, 2015 und 2017 zugepflastert. Was es da alles zu tun gibt? Termine melden, Werbeflyer drucken, Zelte bestellen, Catering organisieren, Bands einladen, mit dem Management verhandeln, Verträge unterzeichnen, Aussteller finden, Fachbereiche beraten, Führungen organisieren, Rechnungen bezahlen…..Julia Pundt bleibt gelassen. „Na gut, beim Open Campus werde ich manchmal doch ein bisschen nervös“, gesteht die 25-Jährige ein. „Aber es macht auch einen Riesenspaß und unterscheidet sich von den anderen Veranstaltungen, die unser Team organisiert. Schon allein, weil wir dann mit dem Musikbusiness zu tun haben.“</p><h3>34 Veranstaltungen im Jahr</h3><p>Es ist eine beeindruckende Aufgabenliste, die das Veranstaltungsmanagement der Universität Bremen mit Julia Pundt, Rebecca Grotheer und einer wechselnden Auszubildenden abhaken muss. 34 Empfänge, Preisverleihungen, Partys und Feste stehen auf dem Tableau für das Jahr 2018. Aktuell arbeitet Julia Pundt am Vorlauf für den Bremer Studienpreis. Während unseres Gesprächs fährt ein Auto vor, der Werbegrafiker schaut durch die großen Fensterscheiben im Parterre des Verwaltungsgebäudes und winkt. Er bringt die Einladungskarten.</p><h3>Hobby: Reiten</h3><p>Die 25-Jährige ist 2015 mit der Ausbildung zu ihrem Traumberuf fertig geworden. Einen praktischen Teil ihrer Lehre hat sie im Fachbereich Produktionstechnik absolviert und damit das Leben auf dem Campus kennengelernt. „Ich hatte Glück, die Unileitung bot mir nach meinem Abschluss sofort einen Job im Zentralen Veranstaltungsmanagement an.“ Warum Organisation ihre berufliche Wunschvorstellung ist? „Ich hatte Vorerfahrungen“, sagt sie. „Meine Eltern haben einen Reiterhof. BB Horses in Hagen im Bremischen.“ Dort ist sie aufgewachsen und hat Ferienprogramme für Kinder und Reitturniere organisiert. Reiten ist immer noch das Hobby der jungen Frau. Ihr pechschwarzer Trakehner heißt Aragon.</p><h3>Nichts für ein schüchternes, graues Mäuschen</h3><p>An ihrer Arbeit liebt sie die Kreativität , das Einbringen neuer Ideen. Ein bisschen stört die Bürokratie: „Man kann sich nicht immer so ausleben, wie man vielleicht gern möchte.“ Gleichzeitig kommt sie an Orte, die viele Bremer noch nicht gesehen haben: Repräsentative Räume im Rathaus und im Haus Schütting zum Beispiel. Ein wenig stolz ist sie auch, mit welchen wichtigen Personen sie spricht: Bürgermeister, Wissenschaftssenatorin, Rektor, Kanzler, Konrektoren. Dankbar ist sie für die Wertschätzung, die sie erfährt. „Ich bekomme häufig Lob von der Unileitung für meine Arbeit“, freut sie sich. Im Gegenzug strengt sich Julia Pundt auch mächtig an. „Ich bin Perfektionistin“, sagt sie. Eine Veranstaltungsmanagerin muss flexibel sein und frühmorgens bis spätabends, auch mal an Wochenenden, einsatzbereit. „Man braucht ein gutes Selbstmanagement, denn Fristen muss man einhalten und kann Termine nicht schieben. Ich habe aber Lust auf diesen aktiven und abwechslungsreichen Job. Als schüchternes graues Mäuschen ist das eher schwierig.“</p><h3>Entspannung im Garten</h3><p>Berufsbegleitend studiert Julia Pundt an der FOM Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie. Dreimal in der Woche besucht sie im Technologiepark eine Abendvorlesung. Ihr Freund ist auch auf dem Campus. Er studiert Internationales Logistikmanagement in der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie DAV. Manchmal können sie gemeinsam in die Mensa gehen. Zu Hause ist das junge Paar in Schwanewede. „Ich brauche es ein bisschen ländlich“, sagt sie. Es macht ihr Spaß, einen Garten zu bestellen. Da kann sie auch mal abschalten.</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/julia_pundt.jpg" length="568129" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/julia_pundt.jpg" fileSize="568129" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Organisiert für die Universität mehr als 30 Veranstaltungen jährlich: Julia Pundt</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
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                            <pubDate>Thu, 30 Nov 2017 11:59:38 +0100</pubDate>
                            <title>Der Navigator</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-navigator</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Benjamin Tannert, von seinen Freunden „Benny“ genannt, zeigt, was er bereits kann. Der sympathische junge Mann steht unvermittelt aus seinem Rollstuhl auf. Schwankend hält er sich an der Tischplatte fest. Nur ganz kurz, dann setzt sich der Informatiker wieder. Die Anstrengung ist ihm anzusehen. Energisch und ausdauernd hat der 34-Jährige trainiert. Unmittelbar nach seinem Unfall 2005 konnte er im Krankenbett nur ganz vorsichtig einen Zeh bewegen. Niemals hat er den Mut verloren und einen langen Weg zurückgelegt.</p><h3>Wege vereinfachen</h3><p>Seit einem halben Jahr arbeitet Benjamin Tannert als Postdoc in der Geoinformatik-Gruppe „Human-Computer Interaction“ von Lichtenberg-Professor Johannes Schöning. Navigation ist das Hauptthema dieser Forschungsgruppe im Fachbereich Mathematik/Informatik der Universität Bremen. Wie können mobile Geräte verbessert werden? lautet der Ansatz im weitesten Sinne. Benjamin Tannerts Thema ist die Rollstuhl-Navigation. Er sucht nach Algorithmen, die für die Betroffenen Wege von A nach B vereinfachen können.</p><h3>Vorfahrt geschnitten: Querschnittslähmung</h3><p>Der Informatiker ist gebürtiger Bremer. Aufgewachsen in der Vahr, legte er sein Abitur an der KSA, der heutigen Oberschule an der Kurt-Schumacher-Allee, ab. „Ich liebte die Informatik und hatte nur dieses eine Studienziel“, sagt er. 2003 begann er an der Universität Bremen. Das Studium ließ sich gut an, machte Spaß. Bis zu jenem Tag im Juni 2005, als ein angetrunkener Autofahrer dem jungen Mann auf dem Motorrad die Vorfahrt schnitt. Benjamin Tannert spricht nüchtern über seine Querschnittslähmung, über Prognosen und Hoffnungen.</p><h3>„Freunde trugen mich die Treppe rauf“</h3><p>In einer Spezialklinik in Hamburg nutzte er sämtliche Therapie- und Trainingsmöglichkeiten, machte privat weiter. „Was mich motiviert hat? Für ein Studium der Informatik ist doch egal, ob ich im Rollstuhl sitze, da musste ich mir keine Sorgen machen“, sagt er. In anderen Berufen sähe das durchaus anders aus. Benjamin Tannert schaffte es, nur über die Semesterferien weg zu sein. „Zum Beginn des Wintersemesters Mitte Oktober war ich wieder zurück.“ Es klingt nach Triumph. „Meine Familie hat mich immer unterstützt, meine Freunde haben mich die Treppen raufgetragen“, erinnert er sich.</p><h3>Assistenzsysteme für Menschen mit Schwierigkeiten</h3><p>2010 hat er sein Diplom abgelegt und ein Lernsystem für Kinder mit geistiger Behinderung entwickelt. „Es soll sie im Schulalltag unterstützen. Bei der Thematik habe ich mich als Mensch mit Einschränkungen wiedergefunden“, unterstreicht er. Seine wissenschaftlichen Themen kreisen von da an um diese Zielgruppe. „Es war der Grundgedanke aller Projekte.“ In seiner Dissertation erarbeitete der Informatiker ein „emotionssensitives Assistenzsystem für Menschen mit Lernschwierigkeiten“ in enger Kooperation mit dem Martinshof Bremen. Finanzielle Unterstützung fand er in dieser Zeit im Pilotprogramm Inklusion in der Wissenschaft, das an der Universität Bremen aufgelegt wurde.</p><h3>Hindernisse analysieren</h3><p>Gemeinsam mit Masterstudierenden vergleicht er derzeit Wege für Rollstuhlfahrer mit Wegen für Fußgänger. „Google Maps bietet das nicht an, aber es gibt Plattformen wie Open Route Service oder Routino. Die berücksichtigen auch Barrieren.“ Welche machen Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern besonders zu schaffen? „Untergrund wie Sand oder buckliges Pflaster, Steigungen, nicht abgesenkte Bordsteine“, zählt der Wissenschaftler auf. Ein Beispiel: „Ich besuche mega-gern den Bremer Freimarkt, aber das Kopfsteinpflaster macht es mir schwer, ihn zu genießen.“ Zunächst will er herausfinden, welche Strecken Menschen mit Rollstuhl am meisten nutzen und hat in 15 Großstädten Deutschlands die Planungsämter sowie das Statistische Bundesamt angefragt. Die Antwort: „Wir wissen es nicht, hätten aber auch gerne solche Informationen.“</p><h3>„Nimm schon eine Ampel vorher“</h3><p>Ausgangspunkt für viel befahrene Wege sind nun erst einmal Behindertentoiletten und Zielpunkte „Points of Interest“ im Umkreis von zwei Kilometern, die interaktive Karten angeben. Der nächste Schritt wird eine 360-Grad-Kamera sein, die sich Benjamin Tannert an seinen Rollstuhl heftet. Mit dem Bilderkennungssystem will er ähnlich wie in Google Street View Hindernisse aufnehmen. Anschließend will er einen automatischen Algorithmus entwickeln, der die Bilder auswerten kann. Die Informationen sollen dann in Navigationssysteme einfließen. „Die können dann wiederum sagen, nimm schon eine Ampel vorher, bei der nächsten ist der Bordstein nicht abgesenkt.“ Drei Jahre will Benjamin Tannert an seinem Thema arbeiten. „Ich mache etwas für Menschen, die mit Einschränkungen leben. Das bringt auch mir Spaß“, sagt er.</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/benjamin_tannert.jpg" length="708009" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/benjamin_tannert.jpg" fileSize="708009" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Dr. Benjamin Tannert vor dem MZH-Gebäude, in dem er Navigation für Rollstuhlfahrer erforscht.</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Thu, 26 Oct 2017 17:15:17 +0200</pubDate>
                            <title>Der Teacherman</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/der-teacherman</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Als Soner Uygun die Grundschule besuchte, hatte er keinen männlichen Lehrer. Auch in der Orientierungsstufe standen ausschließlich Frauen an den Tafeln. Erst am Gymnasium tauchten zwei unterrichtende Männer auf. Heute schreibt Soner Uygun im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen bei Professor Robert Baar an seiner Dissertation zum Thema „Geschlechtersensible sexuelle Bildung in der interkulturellen Grundschule“. In ihr geht er unter anderem der Frage nach, welche Auswirkungen die Feminisierung des Grundschulbereichs auf Jungen hat.
</p><h3>Bundesweit Nachahmer</h3><p>Der 26-jährige Doktorand, dessen Eltern türkisch-arabischer Herkunft sind, ist in der Neuen Vahr Nord aufgewachsen und hat an der Universität Bremen Lehramt studiert: zunächst für die Grund- und Sekundarschule I, später hat er sich für das Fach Wirtschaft, Arbeit, Technik (WAT) qualifiziert. Während seines Studiums ist er auf das von Dr. Christoph Fantini initiierte Projekt „Rent a Teacherman“ aufmerksam geworden und hat dort als „Mietlehrer“ mitgearbeitet. Grundschulen können sich im Rahmen des Projektes Lehramtsstudenten auf Zeit „mieten“. Diese übernehmen vier bis sechs Stunden wöchentlich Aufgaben an der Schule, von Arbeitsgemeinschaften bis zum Vertretungsunterricht. Unterstützt wird das Projekt, das es nun bereits seit fünf Jahren gibt, von der Senatorin für Kinder und Bildung Bremen, und es stößt auf großes Medieninteresse. Bundesweit hat es Nachahmer gefunden.
</p><h3>„Du verstehst mich“</h3><p>Zurück zu Soner Uygun. Der Teacherman geht den Dingen auf den Grund. „Dass man mehr Männer in der Grundschule braucht, wird immer wieder behauptet; bislang wurde aber nicht erforscht, warum genau“, meint er. In der Schulpraxis habe er von Anfang an bewegende Erfahrungen gemacht. „Du bist ein Mann, Du verstehst mich“, haben Schüler vertrauensvoll zu ihm gesagt. Und auch ganz spezifische Fragen zum Männlichsein gestellt. Auslöser für das Promotionsthema des Teacherman war ein Gespräch mit einem Viertklässler während eines Ausflugs. Der Schüler nahm ihn beiseite. „Er fragte mich, ob es in Ordnung ist, dass er sich selber gern berühre, oder ob das verboten sei. Er wollte auch wissen, warum er das macht.“ Spontan wollte Soner Uygun auf diese sensiblen Fragen nicht antworten, auch aus der Sorge heraus, etwas Falsches zu sagen. Er ließ sich erst einmal bei pro familia beraten und redete dann in Ruhe mit dem Jungen darüber.
</p><h3>Sexualunterricht für Jungen</h3><p>Neben seiner Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Bremen führt er die Arbeit bei „Rent a Teacherman“ fort. Inzwischen gibt er Sexualunterricht gemeinsam mit seinen Kolleginnen an der Grundschule Andernacher Straße in Tenever. Die Fragestellung für seine Dissertation hat er spezifiziert: „Wie wünschen sich Jungen mit Migrationshintergrund den Sexualunterricht in der Grundschule?“ Viele von ihnen kommen aus einer Kultur, in der Sexualität als Gesprächsthema tabuisiert wird. „Dennoch sollen auch sie gut vorbereitet werden auf die Veränderungen, die während der Pubertät geschehen“, sagt Soner Uygun. Diese betreffen sowohl körperliche Veränderungen wie Körperbehaarung oder Bartwuchs, aber auch Gefühle wie die erste Liebe. Mädchen haben deutlich mehr Ansprechpartnerinnen in der Grundschule als Jungen.
</p><h3>Stereotype aufbrechen</h3><p>Als Teacherman geht es ihm auch darum, Stereotype aufzubrechen: „Ich zeige gerne, dass Sich-Kümmern nicht nur weiblich ist.“ Die Jungen fragen ihn, ob er Fußball spielt. „Ich koche und tanze gern“, antwortet er dann und erntet zunächst ungläubiges Staunen, „aber ich boxe auch.“</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/soner_uygun.jpg" length="799175" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/soner_uygun.jpg" fileSize="799175" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Teacherman Soner Uygun bearbeitet das Thema Männer in der Grundschule jetzt wissenschaftlich</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
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                            <pubDate>Fri, 15 Sep 2017 10:52:43 +0200</pubDate>
                            <title>Die Informatikerin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-informatikerin</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Kerstin Schill, an der Universität Bremen Professorin für Kognitive Neuroinformatik, ist jetzt zum zweiten Mal in den Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (<abbr title="Deutsche Forschungsgemeinschaft" lang="de">DFG</abbr>) gewählt worden. In diesem höchsten Gremium der Forschungsförderung und Selbstverwaltung der Wissenschaft vertritt sie ganz allein die Informatik in Deutschland. Sie muss das in ihrer ersten Legislatur sehr gut gemacht haben, sonst hätte die Mitgliederversammlung sich nicht noch einmal für sie entscheiden. „So ganz üblich ist das sicher nicht“, kommentiert sie bescheiden. „Es macht mir Spaß, und ich lerne viel dabei.“ 
</p><h3>Stimme im Senat</h3><p>Kerstin Schill wird laufend über alle Vorhaben informiert und hat eine Stimme in dem 39-köpfigen Senat. Er entscheidet über Fördergelder für zahlreiche Projekte aus allen Fachwissenschaften oder bewilligt Großgeräte. Informatik betreibt die 59-Jährige mit Leidenschaft. Sie wirbt für die weibliche Rolle darin. „Man hat ja allgemein das Bild vom <span lang="en">Nerd</span> mit Pizza vor Augen“, lacht sie. „Dabei ist Informatik genial für Frauen!“ Kein Fach in der modernen Welt könne auf Informationstechnologie verzichten, egal ob Biologie, Medizin, Umwelt- oder Sozialwissenschaft.
</p><h3>Schülerinnen ansprechen</h3><p>Mit dem Projekt „smile“, dessen Koordinatorin sie ist, sollen Schülerinnen ab der fünften Klassenstufe neugierig auf <abbr title="Informationstechnologie">IT</abbr> werden. Mehrere Universitäten und Institute kooperieren dafür und bieten bis 2020 mehr als 100 Workshops an. „Mädchen können in Umgebungen, die mit Informationstechnologien ausgestattet sind, so genannten smarten Umgebungen, allerhand ausprobieren“, sagt die Wissenschaftlerin. Die jungen Teilnehmerinnen könnten zum Beispiel intelligente Beleuchtungen bauen, die sich nach Stimmungen richten. Die Themen in den Workshops sollen ihre Lebenswelt treffen.
</p><h3>Kochender Roboter</h3><p>„Ich muss das e bissele hochheben“, ist ein häufiger Satz der gebürtigen Stuttgarterin. Sie ist in so vielen Funktionen und Positionen tätig, dass sie ihn öfter gebrauchen muss. Wer ihren Lebenslauf liest, staunt, dass ein Mensch überhaupt so viel schaffen kann. So ist sie auch Co-Sprecherin im Sonderforschungsbereich EASE (Everyday Activity Science and Engeneering). „Wir entwickeln einen Roboter, der 24 Stunden lang an sieben Tagen die Woche den Haushalt machen soll“, sagt sie. „Popcorn kann er schon, mal sehen, was er am Ende des Projekts für Rezepte umsetzt.“
</p><h3>„Der Mensch ist ein kleines Wunder“</h3><p>Im Institut Kognitive Neuroinformatik, das Schill leitet, wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intelligente Systeme verstehen und erforschen. „Das Vorbild ist der Mensch, er kann viele Sensoren auf einmal einsetzen. Er kann Ideen entwickeln, Entscheidungen treffen, lernen, schlussfolgern und mit unsicherem Wissen umgehen“, sagt sie andächtig. Insbesondere interessiere sie das Raumverhalten. Resümee: „Wir sind ein kleines Wunder, das macht demütig.“ Im Institut werden viele Teilaspekte verfolgt. Wie finden sich Menschen im Raum zurecht? Wie sehen und hören wir? Wie kann man Geräusche und das Flugverhalten von Bienen maschinell erlernen um etwas über den Zustand eines Bienenvolkes zu erfahren? Dafür gibt es Bienenkörbe vor der Tür. Die Neuroinformatikerin ist glücklich, dass ihre Forschung dem Menschen dient. Seien es Unterstützungssysteme für Ältere, selbstfahrende Autos oder spezielle Navigationsgeräte für Demente.
</p><h3>Dekanin des Fachbereichs</h3><p>Als Dekanin des gesamten Fachbereichs Mathematik/Informatik schnurrt Kerstin Schill die Zahlen nur so herunter: „Wir haben die meisten Studierenden, 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 42 Professorinnen und Professoren, 11 Millionen Euro Drittmittel im Jahr. Und wir haben eine Lichtenberg- und eine Heisenberg-Professur“. Sie musste das einfach mal „e bissele hochheben“. 
</p><h3>„Das ist meine Uni“</h3><p>2003 ist Kerstin Schill mit ihrem Mann nach Bremen gekommen. Ihren Sohn hat sie zu Beginn häufig mit ins Büro auf den Campus genommen. Da hat er in der Ecke auf einem Pappkarton gespielt. „Im Nachhinein sagt der inzwischen 18-jährige Abiturient, es sei seine schönste Kindheits-Zeit gewesen“, erzählt seine Mutter. Für welches Studium er sich wohl entscheiden wird? „Ich fürchte, es wird Informatik“, sagt sie und lacht. Einst kam Kerstin Schill von der riesengroßen Ludwig-Maximilians-Universität München hierher in den Norden. „Da wurde ich wenige Tage später auf dem Campus vom Rektor angesprochen. Er wusste meinen Namen und fragte mich, wie es mir geht.“ Sie habe in dem Moment gewusst: „Das ist meine Uni“. Hier kennt man die Menschen und schätzt ihre Arbeit. „Es gibt wenige solche Orte“, sagt sie mit voller Überzeugung. Seither hat sie attraktive Angebote von anderen Universitäten ausgeschlagen. Professorin Kerstin Schill hat in Bremen noch viel vor. </p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/kerstin_schill.jpg" length="185238" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/kerstin_schill.jpg" fileSize="185238" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Wie kann man Geräusche und das Flugverhalten von Bienen maschinell erlernen? Professorin Kerstin Schill bei den Bienenkörben vor ihrem Institut. </media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
                    
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                            <pubDate>Wed, 09 Aug 2017 09:16:31 +0200</pubDate>
                            <title>Die Ökonomin</title>
                            <link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/campusgeschichten/detailansicht/die-oekonomin</link>
                            
                            
                            <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Maria Kristalova von ihrer wissenschaftlichen Arbeit erzählt, dann gerät sie ins Schwärmen. Die Doktorandin von Professorin Jutta Günther im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft ist voller Vorfreude. Nicht nur auf den Abschluss ihrer Dissertation, sondern weil ein großes Ereignis für die junge Frau näher rückt. Sie ist von einer Jury als eine von 350 Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern aus 66 Ländern für das diesjährige Nobelpreisträgertreffen ausgewählt worden. In Lindau am Bodensee werden 18 Nobel Laureaten der Ökonomie mit ausgewählten Nachwuchstalenten in ihrem Fach zusammenkommen.</p><h3>„Echte Stars“</h3><p>„Es ist eine große Chance für mich“, sagt Maria Kristalova und gesteht „Für mich sind diese Nobelpreisträger echte Stars.“ So hätten Freundinnen bei Facebook Fotos von Celebrities eingestellt – Stars und Sternchen. Maria Kristalova hat mit ein paar preisgekrönten Ökonomen nachgezogen und wurde prompt gefragt „was sind das für alte Männer?“</p><h3>Einstieg über Praktikum</h3><p>Sie hat einen ungewöhnlichen Weg in wissenschaftliche Spitzenleistungen hinter sich. Sie ist in Belgorod, einer russischen Stadt an der ukrainischen Grenze, 700 Kilometer südlich von Moskau, aufgewachsen und dort zur Schule gegangen. An einer Außenstelle der Moskauer Universität für Statistik, Informatik und Ökonomie hat sie in ihrer Heimatstadt ihren wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss gemacht. „Ich wollte meinen Master auf alle Fälle in Europa anschließen“, sagt die junge Frau. Beim Surfen im Netz sei ihr aufgefallen, dass Bremen ein exportstarkes deutsches Bundesland ist. Also erschien ihr die Hansestadt als der attraktivste Ort zur Verwirklichung ihrer Ziele. „Ich bin nicht den üblichen Weg gegangen, sondern habe mich für ein Praktikum beworben.“ Das habe bei BEGO, der Bremer Goldschlägerei, einem führenden Unternehmen in der Medizintechnik, auch geklappt. Maria Kristalova berichtet in den höchsten Tönen von der Firma. „Sie haben mir den Anfang erleichtert und sind vorbildlich sozial eingestellt.“ Da die Firmenbüros auf dem Campus gleich neben dem Gebäude der Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen liegen, war sie nur noch einen Sprung von ihrer Masterzulassung entfernt. Sie wurde angenommen. BEGO habe ihr sogar die Möglichkeit geboten, neben ihrem Studium dort weiterzuarbeiten, um ihren Unterhalt zu verdienen.</p><h3>Thema: Russland-Sanktionen</h3><p>Als die junge Russin, die fließend Deutsch und Englisch spricht, von ihrer Professorin gefragt wurde, ob sie promovieren möchte, war sie begeistert. „Das war ein attraktives Angebot“. Zuvor hatte sie eine Auszeichnung für ihre Studienleistungen erhalten. Seither forscht sie im Bereich der Arbeitsgruppe Innovationsökonomik und Strukturwandel und unterrichtet Studierende. Mathematik, Statistik, Modellrechnung – das sind anregende Dinge für sie, Sachen, die einfach Spaß machen. Ihre Dissertation schreibt Maria Kristalova über die Auswirkungen der Russland-Sanktionen von 2014 bis 2016 auf die 27 EU- Länder mit speziellem Fokus auf Deutschland. Das Thema ist komplex, weil sie auch die veränderten Handelsbeziehungen der Länder untereinander beleuchtet. Spürt sie beim Gesprächspartner Interesse, hat die junge Wissenschaftlerin sofort ihr Notebook zur Hand und klickt sich erläuternd durch anschauliche Grafiken.</p><h3>Offenheit und Teamgeist an der Uni</h3><p>An der Universität Bremen fühlt sich die junge Volkswirtschaftlerin zu Hause. „Ich schätze hier die Offenheit, den Teamgeist und besonders die Diversität“, unterstreicht sie. „Es ist schön, an einer exzellenten Uni zu forschen.“ In ihrem Fachbereich mag sie das Arbeitsklima, engagiert sich als Frauenbeauftragte in einem Team und liebt ganz besonders die Bibliothek. „Da arbeiten aufmerksame Leute.“</p><h3>"Ich kann es nicht fassen“</h3><p>"Ich kann es noch gar nicht fassen, dabei zu sein“, sagt sie über das Treffen in Lindau, „es ist für mich eine große Ehre, dass ich die Universität Bremen aktiv vertreten darf.“ Für die&nbsp; 27-Jährige ist es wie der Vortag vor dem Geburtstag. Denn genau in dieser aufregenden Zeit am Bodensee – wird sie 28 Jahre alt.</p>]]></content:encoded>
                            <category>News</category>
                            <author>Karla Götz</author>
                            <enclosure url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/201701_maria_kristalova.jpg" length="550629" type="image/jpeg"/><media:content url="https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/universitaet/Uni_Allgemein/tx_news/tx_news/201701_maria_kristalova.jpg" fileSize="550629" type="image/jpeg"/><media:description type="plain">Hat Spitzenleistungen in ihrem Studium erreicht: Maria Kristalova aus der Wirtschaftswissenschaft.</media:description><media:copyright>Harald Rehling / Universität Bremen</media:copyright>
                        </item>
                    
                
            
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