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Stellungnahme der Landesrektorenkonferenz

Vor dem Start der Koalitionsverhandlungen in Berlin unterstützen die bremischen Hochschulen die Forderungen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) an die Verhandlungspartner im Bund: In einem möglichen Koalitionsvertrag müsse ein Schwerpunkt auf die Stärkung des Hochschulsystems gelegt werden.

„Die deutsche Hochschullandschaft ist auch auf die strukturelle finanzielle Förderung durch den Bund angewiesen“, so der Vorsitzende der bremischen Landesrektorenkonferenz, Professor Bernd Scholz-Reiter, Rektor der Universität Bremen. „Dies trifft in Bremen sogar stärker zu als in anderen Bundesländern. Durch die Pandemie ist der als notwendig erkannte Aufwuchs für die Hochschulen im Bundesland bereits stark gefährdet.“

In Bremen forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität, der Hochschulen und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen vielerorts gemeinsam an den Forschungsthemen der Zeit. Ein paar Beispiele:

  • Innerhalb der Meeres-, Polar- und Tiefseeforschung sind Bremer Forschende an der Internationalen Spitzenforschung beteiligt. Auch im angrenzenden Bereich der Nachhaltigkeits- und Klimaforschung bieten Bremer Wissenschaftseinrichtungen ein umfassendes Potential. Ein nachdrücklicher Forschungsfokus hat sich bereits in den vergangenen Jahrzehnten etabliert. Die Physik-Professorin Veronika Eyring erhielt in diesem Jahr den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, weil sie maßgeblich dazu beigetragen hat, das Verständnis sowie die Genauigkeit von Klimavorhersagen durch prozessorientierte Modellierung und Modellevaluierung zu verbessern.
  • Digitalisierung ist längst zum Querschnittsthema durch alle Disziplinen hindurch geworden. An der Universität ist sie unter anderem in den Bereichen KI, Physik, Gesundheitswissenschaften, Luft- und Raumfahrt sowie Logistik und Produktionstechnik längst als Motor der zukunftsorientierten Forschung verankert. Im Oktober 2019 wurde das Data Science Center (DSC) gegründet, ein interdisziplinäres Institut, das die Kompetenzen und Vorhaben der Universität Bremen im Bereich Data Science bündelt, koordiniert und weiterentwickelt.

„Eine Unterfinanzierung der Hochschulen ist ein gesamtgesellschaftliches Debakel, das nun unbedingt angegangen werden sollte,“ so Bernd Scholz-Reiter. „In vielerlei Hinsicht – sei es Digitalisierung, Klima, Sozialforschung oder Luft- und Raumfahrt – birgt die Wissenschaft unsere besten Chancen auf eine lebenswerte Zukunft. Wir sind der jungen Generation beste Bildungsbedingungen schuldig. Dies gilt umso mehr, da diese Generation bereits pandemiebedingt Bildungseinbußen hinnehmen musste. Bernd Scholz-Reiter wünscht sich im Rahmen der anstehenden Koalitionsverhandlungen im Bund auch Unterstützung durch die bremische Landespolitik.

Weitere Informationen:

Lesen Sie die Pressemitteilung der HRK:
https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-vor-moeglichem-start-der-koalitionsverhandlungen-staerkung-des-hochschulsystems-basis/

Fragen beantwortet:

Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter
Rektor der Universität Bremen
Telefon: +49 421 218-60011
E-Mail: rektorprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Professor Bernd Scholz-Reiter steht im Campuspark und im Hintergrund sieht man das MZH-Gebäude.
"In einem möglichen Koalitionsvertrag muss ein Schwerpunkt auf die Stärkung des Hochschulsystems gelegt werden", so der Vorsitzende der bremischen Landesrektorenkonferenz, Professor Bernd Scholz-Reiter, Rektor der Universität Bremen.