Detailansicht

Uni Bremen verabschiedet Open-Science-Policy

Die Uni Bremen verankert Offenheit und Transparenz künftig noch stärker in Forschung, Lehre und Transfer: Der AS hat eine neue Open Science Policy verabschiedet. Darin formuliert die Uni ihr Selbstverständnis zu offener Wissenschaft und legt Handlungsfelder sowie Unterstützungsstrukturen fest.

Ziel der Policy ist es, die Qualität, Transparenz und Wirkung wissenschaftlicher Arbeit zu stärken. Wenn Publikationen, Forschungsdaten, Methoden oder Software offen zugänglich sind, können Ergebnisse leichter nachvollzogen, überprüft und weiter genutzt werden. Das stärkt wissenschaftliche Integrität und verbessert die Reproduzierbarkeit von Forschung. 

Gleichzeitig erleichtert Open Science den Zugang zu wissenschaftlichem Wissen für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Forschung wird sichtbarer und international stärker vernetzt. Professor Michal Kucera, Konrektor für Forschung und Transfer, sagt: „Die Universität versteht Open Science deshalb auch als Beitrag zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.“

Neu an der Policy ist vor allem die strategische Bündelung bisheriger Aktivitäten. Empfehlungen etwa zu Open Access, Forschungsdatenmanagement oder offenen Bildungsressourcen hat die Universität bereits festgelegt. Die neue Policy führt diese Ansätze erstmals in einem umfassenden Rahmen zusammen und benennt klare Handlungsfelder. Dazu gehören unter anderem Open Access, Open Data, Open Source, offene Bildungsressourcen sowie offene Infrastrukturen und Open Transfer. Die Policy legt fest, dass eine verantwortungsvolle Anwendung von Open Science stets unter der Wahrung der Wissenschaftsfreiheit erfolgt und ist eng mit ethischen Standards verbunden, die nach dem Prinzip „so offen wie möglich, so geschlossen wie nötig“ abgewogen werden sollten

Die Universität verbindet die Policy zudem mit einem Kulturwandel in der Wissenschaft. Kucera: „Open Science Aktivitäten sollen künftig systematischer anerkannt und bei der Bewertung wissenschaftlicher Leistungen stärker berücksichtigt werden.“

Flankiert wird die Policy durch eine zentrale Webseite, die künftig Informationen, Beratungsangebote, Infrastrukturen und Ansprechpartner rund um Open Science an der Universität Bremen bündelt.

Die Policy ist aus der Arbeit des Open Science Beirats hervorgegangen. Dieses Gremium bündelt die Open Science Aktivitäten der Universität und wird auch künftig die Umsetzung und Weiterentwicklung begleiten. 

Die Open-Science-Policy richtet sich an alle Mitglieder der Universität. Forschende, Lehrende, Studierende und wissenschaftsunterstützendes Personal sind gleichermaßen angesprochen. „Open Science wird ausdrücklich als gemeinsame Aufgabe verstanden“, so Kucera. 

Ziel der Policy ist es, die Qualität, Transparenz und Wirkung wissenschaftlicher Arbeit zu stärken.
Ziel der Policy ist es, die Qualität, Transparenz und Wirkung wissenschaftlicher Arbeit zu stärken.