Connecting For Tomorrow

Die Universitäten Bremen und Oldenburg bewerben sich aktuell als Exzellenzverbund Northwest Alliance in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Auf dieser Seite werden die wichtigsten Fragen dazu beantwortet.

Die Northwest Alliance vereint die Universitäten Oldenburg und Bremen mit ihren rund 580 Professuren, 6.400 Mitarbeitenden, 2.700 Promovierenden und 34.000 Studierenden. Ziel der Allianz ist es, exzellente Forschung mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verknüpfen und innovative Lösungen für regionale und globale Herausforderungen zu finden. Im Nordwesten soll ein international sichtbarer Forschungs- und Transferraum weiterentwickelt werden. Eine zentrale Rolle nehmen dabei wissenschaftliche und außerwissenschaftliche Einrichtungen ein, zum Beispiel das Hanse-Wissenschaftskolleg, die Rijksuniversiteit Groningen und zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Als Northwest Alliance haben wir gemeinsam den Antrag „Connecting for Tomorrow“ im Wettbewerb der Exzellenzstrategie eingereicht.

Die Universitäten Bremen und Oldenburg verbindet eine langjährige Kooperation. Seit unserer Gründung in den 1970er Jahren arbeiten wir eng zusammen, so beispielsweise in der Meeres-, Polar- und Klimaforschung, der Informatik, in den Gesundheitswissenschaften und in der Energieforschung. Aufgrund ähnlicher Größe und Alter bilden wir eine Partnerschaft auf Augenhöhe und mit nachgewiesener Erfolgsbilanz in exzellenter Forschung. Wir besitzen gemeinsame Werte, unsere Profile greifen ineinander und ergänzen sich. Zusammen können wir noch besser komplexe Probleme – wie die Energiewende und Herausforderungen im Gesundheitswesen – gleichzeitig aus mehreren spezialisierten Blickwinkeln angehen. Durch unsere Kooperation überwinden wir die jeweiligen strukturellen Grenzen und erreichen gemeinsam mehr als wir als Einzeluniversitäten erreichen könnten. Vor diesem Hintergrund haben wir als Northwest Alliance gemeinsam den Antrag „Connecting for Tomorrow“ eingereicht. 

Mit der Exzellenzstrategie fördern Bund und Länder Spitzenforschung in Deutschland. So soll der Wissenschaftsstandort nachhaltig gestärkt und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden. Die Exzellenzstrategie ist der Nachfolger der Exzellenzinitiative.  

Die Exzellenzstrategie hat zwei Förderlinien: Es werden Exzellenzcluster für internationale Forschungsfelder als Projekte sowie Exzellenzuniversitäten zur dauerhaften Stärkung von Einzelinstitutionen oder Verbünden gefördert. Während die Entscheidung zur Förderung von rund 70 Exzellenzclustern an rund 40 deutschen Universitäten bereits getroffen ist, bewerben sich aktuell Universitäten und Universitätsverbünde in der Förderlinie Exzellenzuniversität. Zehn der aktuell elf in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder geförderten Einrichtungen werden ab dem 1. Januar 2027 für weitere sieben Jahre gefördert: RWTH Aachen, Universität Bonn, Berlin University Alliance (Verbund von FU, HU und TU Berlin), TU Dresden, Universität Hamburg, Universität Heidelberg, KIT Karlsruhe, LMU München und TU München sowie Universität Tübingen. 

Neben diesen zehn Standorten können für den Förderzeitraum 2027 bis 2033 bis zu fünf weitere Exzellenzuniversitäten beziehungsweise Exzellenzverbünde gefördert werden. Hier sind die Universitäten Bremen und Oldenburg als Northwest Alliance im Rennen. Neben uns bewerben sich weitere zehn Universitäten oder Verbünde auf die verbleibenden bis zu fünf Plätze. Am 2. Oktober fällt die Entscheidung über die Neuanträge. 

Vom 27. bis zum 29. April 2026 war eine internationale Gutacher:innengruppe des Wissenschaftsrats zu Gast auf dem Campus der Universität Bremen. Sie befragten während ihres Besuchs rund 160 Personen, zum Beispiel Wissenschaftler:innen, Studierende sowie Vertreter:innen verschiedener universitärer Gremien, aus der Politik und aus Kooperationseinrichtungen. Ziel war es, unseren schriftlich eingereichten Antrag „Connecting for Tomrorrow“ im Rahmen des Vor-Ort-Besuchs durch weitere Einblicke und persönliche Kontakte zu ergänzen und den Gutachter:innen einen Eindruck unserer lebendigen Kooperation zu geben.

Beide Universitäten werden zusätzliche Mittel erhalten, die ab 2027 eingesetzt werden, um zahlreiche strategische Maßnahmen in der Forschung, der Lehre, im Transfer, für Forschungsinfrastrukturen, Internationalisierung, Personal und Diversität umzusetzen. Unsere Ziele sind es, die Universität in der Gesellschaft neu zu verankern, internationale Partnerschaften auszubauen und die demokratische Resilienz zu stärken. Hierfür wollen wir unter anderem Forschung verstärkt als interaktiven Dialog mit der Gesellschaft gestalten, gerechte und langfristige Kooperationen mit unseren Partnern im globalen Süden fördern und unsere Absolvent:innen als unabhängige Führungskräfte von morgen ausbilden.

Auch ohne Exzellenztitel  bleibt die Northwest Alliance bestehen. Beide Universitäten arbeiten seit langem zusammen und werden dies auch weiterhin tun. Die Gründe, die für die gemeinsame Bewerbung sprachen, verlieren nicht an Bedeutung. Und die Ziele, die wir in unserem Antrag „Connecting for Tomorrow“ formuliert haben, ebenfalls nicht. Wir werden unsere Zusammenarbeit daher weiter vertiefen und neue Felder der Kooperation erschließen.