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Informationen für Rufinhaberinnen und Rufinhaber

Nach der Erteilung des Rufes...

Nach der Erteilung des Rufes nimmt die Universitätsleitung Kontakt zur Rufinhaberin bzw. zum Rufinhaber auf und bittet um die Aufnahme von Verhandlungen. Zur Vorbereitung der Verhandlungen wird darum gebeten, ein Konzept der zukünftigen Lehr- und Forschungstätigkeiten und der dafür benötigten Ausstattung vorzulegen. 

Rufinhaberinnen und Rufinhaber werden dabei im Vorfeld in der Regel durch die Dekanin bzw. den Dekan des zuständigen Fachbereichs beraten, auch um das Konzept mit dem Fachbereich abzustimmen. Für Fragen zur Organisation der Verhandlungen können sich Rufinhaberinnen und Rufinhaber an Frau Schernus (Referat 08) wenden. Bei Fragen zur W-Besoldung, dem Beamtenrecht und zur Vergabe von Leitungsbezügen an der Universität Bremen steht Rufinhaberinnen und Rufinhabern Herr van Eijk (Dezernat 2) zur Seite.

Nachdem die Rufinhaberin bzw. der Rufinhaber das Konzept über zukünftige Lehr- und Forschungsaktivitäten eingereicht hat, findet ein Vorgespräch mit allen hochschulseitig beteiligten Akteuren statt, um den Ausstattungsrahmen für die Berufungsverhandlungen abzustecken.

Ansprechpartnerin - Organisation der Berufungsverhandlungen

Dagmar Schernus

Referat 08
Raum:VWG 2160
Telefon: +49-421-218-60851

Ansprechpartner - Beamtenrecht / Hochschullehrerrecht / Berufungsangelegenheiten

Daniel van Eijk

Referat 21
Raum: VWG 1040
Telefon: +49-421-218-60412

Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes

Der Deutsche Hochschulverband hat der Universität Bremen am 01.10.2017 für weitere fünf Jahre das Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen zugesprochen.

Berufungsverhandlungen

In den Berufungsverhandlungen wird in wertschätzender Atmosphäre und unter Berücksichtigung der Bremer Rahmenbedingungen über die sachliche und personelle Ausstattung, fachliche und persönliche Belange sowie die persönlichen Bezüge der zu besetzenden Professur verhandelt. 

In der Regel nehmen an den Ausstattungsverhandlungen neben der Rufinhaberin bzw. dem Rufinhaber, der Rektorin bzw. dem Rektor, der Kanzlerin bzw. dem Kanzler, der Dekanin bzw. dem Dekan des zuständigen Fachbereichs auch die Fachbereichsverwaltungsleitung und das Dezernat 3 (Finanzen) teil. Die Verhandlungen über persönliche Bezüge finden in einem kleineren Kreis statt.

Während der Verhandlungen werden - falls gewünscht - auch Dual Career-Fragen angesprochen. Eine detaillierte Auflistung der wesentlichen Verhandlungspunkte ist im Leitfaden für Berufungsverhandlungen zu finden.

Die Ergebnisse der Berufungsverhandlungen werden protokolliert und nach Abschluss der Verhandlungen der Rufinhaberin bzw. dem Rufinhaber sowie der Dekanin bzw. dem Dekan des zuständigen Fachbereichs zugeschickt. Das Ergebnis der Gehaltsverhandlungen wird nur der Rufinhaberin bzw. dem Rufinhaber in einem separaten Schreiben mitgeteilt.

Annahme oder Ablehnung des Rufs

Das Protokoll der Berufungsverhandlungen gilt als Ausstattungszusage und soll sowohl durch die Rufinhaberin bzw. den Rufinhaber als auch durch den Fachbereich auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft werden.

Nach Zusendung des Verhandlungsprotokolls und ggf. vorgenommenen Änderungen an den Ausstattungs- und Besoldungszusagen sollte sich die Rufinhaberin bzw. der Rufinhaber in einem angemessenem Zeitraum für (oder gegen) den Ruf an die Universität Bremen entscheiden (ggf. wird eine Frist von 10 Wochen gesetzt).

 

Bremer Rahmenbedingungen

Grundbesoldung

In Bremen ist die Besoldung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern in den Besoldungsgruppen W durch das Besoldungsgesetz (BesoldungsG) festgelegt.

Grundgehalt

(in € | BremBesG §27, Anlage 3)

W1*W2W3
4.2644.8545.869

Berufungsleistungsbezüge

(in € | BremBesG §28, Abs. 2)

werden mindestens in dieser Höhe unbefristet gewährt, sind ruhegehaltsfähig und nehmen an Besoldungsanpassungen teil

W1*W2W3
---658658

 * Juniorprofessuren

Weitere Leistungsbezüge

(BremBesG §28, Abs. 1, BremHLBV § 3)

Neben der Grundbesoldung können in den Berufungsverhandlungen weitere Leistungsbezüge vereinbart werden. Es wird unterschieden zwischen

  • Unbefristeten Berufungsleistungsbezügen, die aufgrund eines besonderen Anforderungsprofils vergeben werden. Diese Bezüge werden mit den 658 € (siehe Tabelle oben) verrechnet.

und

  • Befristeten Berufungsleistungsbezügen, die mit Zielvereinbarungen verknüpft werden. Diese Leistungsbezüge werden in der Regel befristet für drei Jahre gewährt, sind nicht ruhegehaltfähig und nehmen nicht an den Besoldungsanpassungen teil.

Besondere Leistungsbezüge & Funktionsleistungsbezüge

In den Berufungsverhandlungen wird nicht über besondere Leistungsbezüge (BremHLBV § 4) und Funktionsleistungsbezüge (BremHLBV § 5) verhandelt, da sich diese immer auf erbrachte Leistungen bzw. auf die Ausübung einer besonderen Funktion im Rahmen der Hochschulselbstverwaltung beziehen.

Rufinhaberinnen und Rufinhaber werden in den Berufungsverhandlungen darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich als Professorinnen und Professoren der Universität Bremen um besondere Leistungsbezüge (§§ 2 und 3 der Leistungsbezügeordnung der Universität Bremen) bewerben können. Dabei wird auf den frühestmöglichen Zeitpunkt der Bewerbung hingewiesen.

Besondere Leistungsbezüge dürfen nicht die gleichen Leistungen umfassen, die in den Berufungsleistungsbezügen mit Zielvereinbarungen verknüpft sind.

Lehrverpflichtung

An der Universität Bremen wird die Lehrverpflichtung  in den Berufungsverhandlungen festgelegt. Sie beträgt für Professorinnen und Professoren (§ 4 Nr. 1 der LVNV) zwischen 8 und 10 Lehrveranstaltungsstunden (LVS).

Eine Reduktion der Lehrverpflichtung unterliegt den Regelungen des § 7 LVNV, d.h. einem Antragsverfahren.

Für Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren wird die Lehrverpflichtung in den ersten vier Jahren in der Regel auf 4 LVS reduziert (vgl.§ 4 Nr. 2 LVNV).