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Wissenschaft evaluieren – eine deutsch-ukrainische Erfahrung

Wissenschaft zu evaluieren, ist eine diffizile Aufgabe, die eine aussagekräftige Indikatorik und deren kluge Interpretation erfordert.

Dabei kann nicht auf einen internationalen Standard zurückgegriffen werden, sondern die Messkonzepte müssen den Kontext, die Mission und die spezifischen Aufgaben der wissenschaftlichen Einrichtungen berücksichtigen. Damit dies gelingen kann, ist eine Kombination quantitativer und qualitativer Herangehensweisen erforderlich.

Die Ukraine steht seit einigen Jahren vor der Herausforderung, ein Evaluierungskonzept für die Institute der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine zu entwickeln und umzusetzen. Als Vorbild diente dabei das Evaluierungsmodell der Leibniz Gemeinschaft aus Deutschland. Die Leibniz Gemeinschaft evaluiert ihre Institute nach einem ausdifferenzierten Begutachtungssystem, das der Absicherung wissenschaftlicher Exzellenz dienen soll.

Welche Erfahrungen hat die Ukraine mit der Adaption dieses Evaluierungssystems gemacht? Ist es gelungen, die Institute und Akteure in der Ukraine für dieses Konzept zu gewinnen? Kann das Leibniz-Modell in weiteren sogenannten Transformationsländern Schule machen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen befasste sich ein deutsch-ukrainisches Team im Projekt „Eval-Science“. Das Projekt wurde von Jutta Günther (Universität Bremen) und Igor Yegorov (National Academy of Science of Ukraine, Institute for Economics and Forecasting) geleitet. Es wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Wissenschaftsministerium der Ukraine finanziell gefördert. Die Ergebnisse werden in der kürzlich herausgegebenen Broschüre „Evaluating Science“ präsentiert.

Wir bedanken uns bei allen Projektpartnern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und beim BMBF für die finanzielle Förderung.

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Aktualisiert von: Redaktion