Janik Ole Wecks vom Institute for Finance and Accounting (IFA) war zu Gast im Wissensmagazin „Impuls“ von SWR Kultur. Im Radiointerview, inzwischen auch als Podcast abrufbar, erklärt er, ob und in welcher Form sogenannte Investment-Podcasts das Verhalten von Anlegerinnen und Anlegern beeinflussen.
Hintergrund ist eine gemeinsame Studie von Janik Ole Wecks (Universität Bremen) und Prof. Dr. Marten Laudi (Kühne Logistics University, Hamburg). Unter dem Titel „Do Podcasts Move the Stock Market?“ haben die beiden über 25.000 englischsprachige Podcast-Folgen ausgewertet und mehr als 100.000 einzelne Aktien-Erwähnungen mit dem tatsächlichen Handelsgeschehen abgeglichen.
Das zentrale Ergebnis: Investment-Podcasts bewegen die Börse. Zu höheren Renditen führen sie für die Anlegerinnen und Anleger aber nicht unbedingt. Werden Aktien in reichweitenstarken Podcasts besprochen, steigen Handelsvolumen und Kursausschläge spürbar, besonders unter Privatanlegern und am Tag der Veröffentlichung. Wer den Empfehlungen aus den Podcasts folgt, erzielt damit aber nicht zwangsläufig bessere Renditen als mit einer einfachen, breit gestreuten Anlagestrategie. Die Podcasts sorgen vor allem dafür, dass ohnehin vorhandene Informationen schneller in die Kurse einfließen.
Neben dem Gespräch bei SWR Kultur griff auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) die Studie auf.
Zum Nachhören und Weiterlesen:
SWR Kultur „Impuls“ (Radiointerview/Podcast)
Working Paper „Do Podcasts Move the Stock Market?“ (Netspar, AP 2026-002)
Pressemitteilung der KLU
F.A.Z. „Podcasts und Börse: Warum Anleger damit nicht gewinnen“

