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Studienstruktur

Studienverlauf

Das Masterstudium Betriebswirtschaftslehre (BWL) hat eine Regelstudienzeit von vier Fachsemestern und schließt mit dem Abschlussgrad „Master of Science“ (M.Sc.) ab. Es knüpft als konsekutives Studienprogramm an einen abgeschlossenen wirtschaftswissenschaftlich orientierten Bachelorstudiengang an. Der Masterstudiengang ist inhaltlich auf die Herausforderungen internationaler Geschäftstätigkeiten sowie auf die wirtschaftlichen und sozialen Folgen von Internationalisierung und Globalisierung ausgerichtet. Englischsprachige Lehrveranstaltungen sind im Masterprogramm, u.a. auch durch den Einbezug internationaler Gastwissenschaftler, regelmäßig vorgesehen.

 

Das Studium gliedert sich in vier Bereiche, die jeweils einen Umfang von 30 ECTS aufweisen:

1. Spezielle Lehre 1
2. Spezielle Lehre 2
3. Wahlbereich
4. Masterarbeit

 

Studierende entscheiden sich im ersten Fachsemester für zwei Studienschwerpunkte, den Speziellen Lehren, in denen jeweils ein Projektmodul belegt werden kann. Dabei können alle angebotenen Schwerpunkte miteinander kombiniert werden. Das Studium beinhaltet darüber hinaus bis zu fünf Wahlmodule, die regelhaft nach Neigung und Interessenslage der Studierenden ausgewählt werden. Das dritte Fachsemester dient dem Ausbau der Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten mit Blick auf die Masterarbeit im vierten Fachsemester.

Studienschwerpunkte

Im Masterstudiengang BWL steht nicht die Vermittlung von Detailkenntnissen im Vordergrund, sondern es geht vielmehr um Fähigkeiten zur Entwicklung komplexer Problemlösungen, die auf einem breiteren wirtschaftswissenschaftlichen Fundament aufbauen. Angesichts der Breite der betriebswirtschaftlichen Forschungsfragen sind Schwerpunktsetzungen unumgänglich und auch erforderlich. Nachstehende Spezielle Lehren stehen den Studierenden im Masterprogramm zur Auswahl, aus denen zwei zu belegen sind.

Der Studienschwerpunkt Entrepreneurship und Management behandelt erstens Gründungsprozesse aus der Perspektive von Entrepreneuren und vermittelt in kompakter Weise Vertiefungswissen zur Entwicklung neuer Geschäftsgrundlagen. Zweitens wird die Perspektive regionaler Gründungslandschaften bezogen (sog. Startup Ecosystems), um alle für Gründungen relevanten Akteursgruppen kennenzulernen und ihr Zusammenwirken zu verstehen. Damit soll Systemverständnis vermittelt werden. Die Grundlagen werden stark anwendungsorientiert vermitteln und beruhen maßgeblich auf selbstständigem Arbeiten in Kleingruppen. Daneben werden Seminare angeboten, die Forschungswissen vermitteln und die Studierenden auf ihre Masterarbeit vorbereiten.

Der Bereich Marketing besteht aus drei Teilbereichen: Markenmanagement, Digitales Marketing und Konsumentenverhalten.

  • Markenmanagement: Den Mittelpunkt des Bereichs Markenmanagement bildet der identitätsbasierte Markenmanagementansatz. Dieser Ansatz sieht die Markenidentität als den ausschlaggebenden Faktor, der eine Marke authentisch werden lässt und sich nachhaltig differenziert.
  • Digitales Marketing: Der Bereich des Digitalen Marketings beleuchtet Marketingentscheidungen unter Berücksichtigung der fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungen der Unternehmensumwelt. Dieses beinhaltet einerseits die Anwendung von Konzepten und Methoden im Umgang mit strategischen Entscheidungsbereichen, wie z.B. der Überarbeitung von traditionellen Geschäftsmodellen, und andererseits einen Überblick über digitale Marketinginstrumente. 
  • Konsumentenverhalten: Der Schwerpunkt Konsumentenverhalten umfasst einen umfangreichen Überblick über Konzepte und Methoden, um das Verhalten von Konsumenten zu verstehen, zu analysieren und im Hinblick auf Marketing-Fragestellungen anzuwenden. Darüber hinaus werden die Grundlagen empirisch-experimentellen Arbeitens vermittelt.

Multinationale Unternehmen kontrollieren und koordinieren komplexe Wertschöpfungsketten über verschiedene Volkswirtschaften und institutionelle Umgebungen hinweg. Fragen danach wie Unternehmen ihre Strategien und Strukturen anpassen, um den Herausforderungen einer unsicheren Umwelt gerecht zu werden und welche Konsequenzen ihre Handlungen auf ihre jeweiligen Ursprungs- und Zielländer haben, stehen im Fokus der Veranstaltung International Management.

Das besondere Forschungsprofil im Bereich Finanzwirtschaft liegt in den Teilgebieten der empirischen Finanzmarktforschung, der Finanzanalyse und des Portfoliomanagements sowie ausgewählten Fragen des Bankenmanagements.

Im Schwerpunkt werden zum einen aktuelle Probleme der Anwendung komplexer IFRS behandelt; zum anderen werden Effekte der externen Rechnungslegung beleuchtet. Besonderes Gewicht liegt auf der eigenständigen Analyse von Daten und der einschlägigen Literatur in Einzel- und Gruppenarbeiten sowie der Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse.

Kernelement der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ist die Analyse der Einflüsse der Besteuerung auf ökonomische Entscheidungen. Die Forschung hat ausgewählte Bereiche der Steuerwirkungs-, der Steuerplanungs- und der Steuerrechtsgestaltungslehre zum Gegenstand. Im Hinblick auf die weltweite Öffnung der Märkte und die Überwindung nationaler Grenzen werden auch die Wirkungen des internationalen Steuerrechts und der nationalen Steuerrechte auf die Investitions- und Finanzierungstätigkeit multinationaler Unternehmen analysiert.

Für diesen Bereich kommt aufgrund der Verbindung von steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufen die Vermittlung anwendungsbezogenen Wissens des betrieblichen Prüfungswesens hinzu.

Der Schwerpunkt Logistik behandelt die Gestaltung, Organisation und den Betrieb von inner- und außerbetrieblichen Güter- und Informationsfluss-Systemen sowie von Verkehrssystemen. Ferner befasst sich der Schwerpunkt mit Fragen zur Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur zur effizienten Abwicklung von logistischen Aufgaben.

Das dazu notwendige Rüstzeug umfasst ein breites Spektrum an managementorientierten Ansätzen, Theorien und analytisch-quantitativen Methoden.

Die Studierenden lernen grundlegende theoretische Konzepte aus dem Bereich der Innovationsökonomik kennen und gewinnen Einsichten in das Gebiet der Innovations-Governance. Zu diesem Zwecke werden einige formale Modelle und Instrumente der Netzwerkanalyse eingeführt, die das Verständnis von innovationsgetriebenen wirtschaftlichen Wandel verbessern. Darüber hinaus werden verhaltenswissenschaftliche Aspekte eingeführt, um die Rolle der menschlichen Kognition im Generierungsprozess von Neuigkeit zu beleuchten. Eine historische Perspektive soll das Verständnis langfristigen wirtschaftlichen Wandels verbessern.

Stud.IP

Die Universität Bremen nutzt das Lern- und Kursmanagementsystem Stud.IP (Studienbegleitender Internetsupport von Präsenzlehre). Die Anmeldung erfolgt mit dem Benutzernamen und dem Passwort des Kontos, das vom Zentrum für Netze (ZfN) für E-Mail und weitere Netzdienste vergeben wird. Studierende erhalten eine Aktivierungskennung und ein Aktivierungspasswort mit ihren Immatrikulationsunterlagen. Sie sollten sich zu Beginn des Semesters über Stud.IP in ihre Lehrveranstaltungen eintragen. Dort sind Veranstaltungsmaterialien und Ankündigungen der Lehrenden hinterlegt. Außerdem können die Studierenden darüber ihren Stundenplan verwalten, Diskussionsforen nutzen, Zugriff auf das Schwarze Brett erhalten und vieles mehr.

Praktikum

Praktika sind im Masterstudium nicht vorgesehen, können allerdings auf eigenen Wunsch und Initiative der Studierenden in der vorlesungsfreien Zeit durchgeführt werden. Für Fragen zur Durchführung eines Praktikums steht das Büro für Praxis und Internationales des Fachbereichs zur Verfügung.

Auslandssemester

Ein Auslandsstudium ist im Masterstudiengang Betriebswirtschaftslehre keine Verpflichtung. Das letzte Studienjahr ist jedoch so strukturiert, dass optional ein Auslandssemester durchgeführt werden kann. Die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen kann im Vorfeld durch den Abschluss von Learning Agreements erleichtert werden. Die Kurse und Leistungen werden in Absprache mit dem Büro für Praxis und Internationales vor Beginn des geplanten Auslandssemesters festgelegt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage in der Rubrik Internationales – Outgoings.

Aktualisiert von: Redaktion