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DiSS_Lab

Das Konzept

Mit der Einrichtung des Digital Social Sience Labs (Diss_Lab) am Zentrum für Arbeit und Politik (zap) wird ein außerschulischer Lernort für Schüler*innen geschaffen, in dem sie sozialwissenschaftliche Themen erforschen und (digital) aufbereiten können. Es entsteht ein außerschulischer Lernraum mit hochwertiger technischer Ausstattung, in dem forschendes Lernen für Schüler*innen attraktiv wird. Hierbei greift das Diss_Lab das durch das ZMML etablierte Konzept der „Lernräume“ und „Lerninseln“ auf und erweitert es durch den Einbezug interaktiver, partizipatorischer und nachhaltiger Elemente zu einem sozialwissenschaftlichen Laborraum. Damit erweitert das Diss_Lab das Portfolio der Schülerlabore und Lernwerkstätten der Universität Bremen um ein sozialwissenschaftliches Angebot.

Die Tätigkeiten der Schüler*innen im Diss_Lab zielen auf Eigenständigkeit, auf die Entwicklung eigener Fragestellungen und differenziert begründeter gesellschaftsbezogener Positionen. Multimediale, digitale Quellen und Recherchemedien werden von den Beteiligten im Prozess der Auseinandersetzung hergestellt. Sie stehen anschließend allen Beteiligten zur Verfügung und bieten Differenzierungsmöglichkeiten in der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung sowie in der Dokumentation und Präsentation von Arbeitsergebnissen. Das im Diss_Lab geschaffene Wissen soll also gemeinsam genutzt werden, um verschiedene Perspektiven auf einen Gegenstand schaffen zu können. Auf diese Weise können auch die Arbeiten verschiedener Altersgruppen miteinander verknüpft werden. Zum Beispiel treffen Schüler*innen der Mittel- und Oberstufe auf Aussagen von Grundschüler*innen zum gleichen Thema und können diese um ihre jeweilige Perspektive erweitern.

Die Inhalte

Das Diss_Lab ist sowohl Ausgangspunkt (vorhandene Daten), Begleitung (digitale Tools etc.) als auch Endpunkt (Veröffentlichung/Generierung neuer Daten) einer reflexiven Auseinandersetzung mit Gesellschaft und verbundenen Themenfeldern. Zur Bearbeitung der Themen geben wir den Schüler*innen sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden an die Hand.

Unter anderem kann die Datenbank des Diss_Labsmit audio- oder videographierten Interviews zu verschiedenen politischen und historischen Themen angefüllt sein, mit Erfahrungsberichten, die Schüler*innen im gesellschaftsbezogenen Unterricht oder direkt im Diss_Lab hergestellt haben oder mit Erklär-Videos, die Studierende über gesellschaftliche Phänomene produziert haben. Dadurch wird der Erkenntnisstand stets weiter erforscht und erweitert.

Das Diss_Lab dient außerdem zur experimentellen Erprobung demokratieförderlicher Bildungsformate. Insbesondere für das am zap bestehende Lern- und Transferformat „Demokratiewerkstatt“ stellt das Diss_Lab eine zielführende Erweiterung an. Die Demokratiewerkstatt richtet sich an Schüler*innen, die sich gesellschaftspolitisch oder sozial engagieren. Durch die Teilnahme an diesem Bildungsformat werden sie darin unterstützt, als Multiplikator*innen in ihrem sozialen Umfeld zu wirken. In einem mehrtägigen Workshop haben sie die Möglichkeit, sich mit Fragen einer gerechten und idealtypisch konstruierten Gesellschaft kreativ und lösungsorientiert auseinanderzusetzen. Zentral ist hierbei, dass die Jugendlichen selber ein Thema wählen, das sie bearbeiten möchten, und für die von ihnen identifizierten und artikulierten Probleme selbstständig eigene Lösungswege erarbeiten. Auf diese Weise wird die gestaltende Teilnahme an der Gesellschaft gefördert und über Netzwerkarbeit und neue mediale Kompetenzen erweitert. Das Diss_Lab wird fester Bestandteil der Demokratiewerkstatt und bietet Schüler*innen eine innovative Lernumgebung, die sie in ihrer forschenden Auseinandersetzung mit Gesellschaft unterstützt.

Das Diss-Lab bietet zudem Anknüpfungspunkte zur Einbindung in die Lehre. Studierende begleiten diesen Prozess, vorbereitet durch entsprechende Seminare im Rahmen der Lehrer*innenausbildung, als Demokratie- und Diss_Lab-Coaches.

Aktualisiert von: zap Redaktion