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zap Transferforschungstage (03. + 04.12.2019)

im Rahmen des "Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt" (in Gründung)

Call for Papers: Workshop "kollaborativ + politisch + digital" (03.12.2019)

Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen erzeugen ebenso Verunsicherungen wie neues Selbstbewusstsein: Abgrenzung, polarisierende Konflikte und Vertrauensverlust in die politische Ordnung deuten einerseits auf irritierte, blockierte und/oder brüchige Resonanzverhältnisse in den Wechselbeziehungen zwischen Individuen, Gesellschaft und Politik hin (z. B. Erosion von Volksparteien), während andererseits öffentliche Diskurse über Werte (z. B. Gerechtigkeit) sowie weltweite Bewegungen und zivilgesellschaftliche Partizipation auf Formen der Integration und Kooperation (z. B. „Fridays for Future“) verweisen.

Vor diesem Hintergrund laden wir Sie dazu ein, gemeinsam mit uns über die Fragen nachzudenken, inwieweit es gelingen kann, mit Formaten der kollaborativen Wissensproduktion gegenwärtige Verunsicherungen und Zusammenhalt in der Gesellschaft (lokal, national, in-ternational) zu adressieren und durch Transfer Resonanzbeziehungen im Sinne einer kommunikativen Ansprechbarkeit füreinander zu stärken. Zudem von Interesse ist, ob „digitale Räume“ dazu in der Lage sind, neue und sinnstiftende Austauschformen für unterschiedliche Wissenskontexte zu erzeugen.

Diesen und weiteren Fragen wollen wir in dem Workshop „kollaborativ + politisch + digital“ nachgehen. Dieser, im Rahmen der „zap Transferforschungstage“ stattfindende Workshop hat zum Ziel, durch Transfer und Transferforschung neue, digital gestützte Dialogformen zwischen Individuen, Kollektiven und Institutionen zu diskutieren und sich über Möglichkeiten der nachhaltigen Verankerung in der Praxis auszutauschen. Dabei werden digital gestützte Dialogformen als Orte des Lernens und der Wissensproduktion zur (kollaborativen) Auseinandersetzung von Wissenschaft und Gesellschaft verstanden, um Aspekte gesellschaftlichen Zusammenhalts weiterzuentwickeln. Thematische Schwerpunkte von Beiträgen können daher sein:

  • konzeptionelle Überlegungen über Digitalisierung im Kontext von Demokratisierungsprozessen (z. B. Digital Citizen),
  • (foschungs-)methodische Ansätze, die digitale Infrastrukturen nutzen, um kollaborativ Wissen zu produzieren und/oder partizipativ zu forschen,
  • praktische Beispiele zu digitalen Transferformaten (z. B. Social Science Labs, digitale Tools)
  • Netzwerke, um digitale Angebote strukturell zu verankern (z. B. journalistische Briefings, Foren)

Erwünscht sind deutsch- und/oder englischsprachige Beiträge aus Praxis und Wissenschaft in Form von 30-minütigen Vorträgen mit anschließender 20-minütiger Diskussion oder in Form von einstündigen Workshops. Es besteht die Absicht, die Beiträge in einem Tagungsband zu veröffentlichen.

Bitte schicken Sie Ihre Abstracts (max. 2.500 Zeichen inklusive Leerzeichen) bis zum 30.09.2019 per Mail an: Julia Neuhof (juneuhof(at)uni-bremen.de)

Über die zap-Transferforschungstage

Der Workshop „kollaborativ + politisch + digital“ ist Teil der „zap Transferforschungstage“ (03.12. + 04.12.2019). Im Rahmen dieser Tage veranstaltet das Zentrum für Arbeit und Politik (zap) der Universität Bremen gemeinsam mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen zwei verschiedene Tagungsformate der kollaborativen Begegnung von Wissenschaft und Nicht-Wissenschaft.

Der Workshop „kollaborativ + politisch + digital“ am 03.12.2019 richtet seinen Blick auf eine forschende Perspektive des Wissenstransfers und fragt dabei insbesondere nach den Potentialen digitaler Transferinfrastrukturen.

Ihren Abschluss finden die „zap Transferforschungstage“ mit einem „Transfer-Labor“ am 04.12.2019, das Formate und Konzepte zur Gestaltung von Wissenstransfer in den Mittelpunkt rückt. Hier sind die Präsentation und Diskussion von Ideen, Entwürfen und „Work in Progress“ ausdrücklich erwünscht.

Alle Veranstaltungen sind für Interessierte geöffnet.

Aktualisiert von: zap Redaktion