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Das Bremer Modell der fachkorrelativen Lehramtsausbildung

"Sozialwissenschaften im Kontext"

Auch an der Universität Bremen schreiben sich Studierende des Lehramtes für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer Politik, Geschichte und Geographie getrennt ein. Sie unterrichten aber nicht nur dieses eine, von ihnen gewählte Fach, sondern gegebenenfalls alle drei. Bereits in den unterschiedlichen universitären Schulpraktika, spätestens aber als Lehramtsanwärter*innen im Referendariat wird erwartet, dass sie ihr Fach um fachübergreifende sozialwissenschaftliche Dimensionen erweitern können. Sie sollen dazu in der Lage sein, eine fächerverbindende Perspektive einnehmen zu können und sie auch im Unterricht zu vermitteln. In ihrer Ausbildung bildet sich diese Anforderung formal jedoch nicht ab.

Die Mitglieder des ZeDiS stellen gemeinsam in einem Beitrag in der ZDG das „Bremer Modell `Sozialwissenschaften im Kontext´“ vor und versuchen, dieser Leerstelle zu begegnen. Es werden sowohl die bildungspolitischen Voraussetzungen, theoretische Ansätze des Modells als auch die Umsetzung der didaktischen Idee einer phasenweise korrelativen Lehramtsausbildung ausgeleuchtet werden.

Wie dieses Modell von den Studierenden bewertet wird, ob sie z. B. die entsprechenden Fachkompetenzen in den benachbarten Fächern erworben haben, und ob sie sich auf das Unterrichten in Bremer Schulen vorbereitet fühlen, wurde im Rahmen einer Evaluation eruiert und wird zum Ende des Beitrags kurz skizziert. Die Evaluation ist Teil eines langfristig angelegten design-based research-Projektes, mit dem Erkenntnisse zum Lehr-Lernprozess im konkreten Praxisbezug gewonnen und Innovationsleistungen ermöglicht werden sollen.

Horn, S./ Klee, A./ Meyer zu Erbe, F./ Partetzke, M. (2019): „Sozialwissenschaften im Kontext“. Das Bremer Modell der fachkorrelativen Lehramtsausbildung, in: Zeitschrift für die Didaktik der Gesellschaftswissenschaften (zdg), Heft 1/2019, 142-151.