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Aktuelles

Internationale ZeMKI-Tagung - Call for Papers

Tagung zu "Agency in einer datafizierten Gesellschaft: Kommunikation zwischen und über Menschen, Plattformen und Maschinen“ vom 2. - 4. Dezember 2020. Frist für Einreichungen: 01.09!

Vom 2.-4. Dezember 2020 findet die internationale ZeMKI-Tagung 2020 in Kooperation mit dem  Forschungsnetzwerk Kommunikative Figurationen, der Sektion Mediated Communication, Public Opinion & Society der International Association of Media and Communication Research (IAMCR) und der Fachgruppe Mediensoziologie der Deutschen Gesellschaft für Kommunikation (DGPuK) statt. Die Einreichungsfrist endet am 01. September 2020. 

 

Ist ein Leben ohne Apps und digitale Plattformen vorstellbar? Keine Informationen über den schnellsten verfügbaren Weg, keine Ernährungsempfehlungen in Echtzeit oder Analysen des Schlafverhaltens? Und gibt neue Musikempfehlungen, die so gut zu unserem persönlichen Geschmack passen? Plattformen und Apps spielen in unserem Alltag eine wichtige Rolle. Indem sie den Anschein erwecken, Entscheidungen für uns zu treffen, scheinen sie uns das Leben viel einfacher zu machen. Kritische Stimmen hingegen würden sagen, dass "Maschinen" für uns agieren und uns in diesem Sinne unsere Agency wegnehmen.

 

Als Folge der tiefgreifenden Mediatisierung und Datafizierung steht das Feld der Medien und Kommunikation vor grundlegenden Fragen von AgencyAgency wird hier verstanden als das, was uns als Menschen auszeichnet, was uns einzigartig macht. Agency verkörpert freien Willen, Reflexivität und Bewusstsein. Aus diesen Gründen ist Handlungsfähigkeit ein ideales Sprungbrett, von dem aus man nicht nur menschliches Verhalten besser erfassen, sondern auch breitere Ebenen sozialer Bedeutung angehen kann.

 

Aber was bedeutet Handlungsfähigkeit in tiefgreifend mediatisierten Gesellschaften? Wie verändert sich unser Verständnis von Handlungsfähigkeit und wie wird es sich ändern müssen, wenn es bei der "Kommunikation" nicht nur um unsere Interaktionen miteinander, sondern auch mit Maschinen geht? Inwieweit definieren Plattformen und Apps eine neue gemeinsame Basis, von der aus Menschen und Maschinen miteinander in Kontakt treten und neue Formen der Begegnung etablieren können? Und auf der Grundlage welcher theoretischer Ansätze ziehen wir die Grenze zwischen Mensch und Maschine?
 

Während sich die Debatte über Agency hauptsächlich auf "instrumentalistische" und "maschinelle" Perspektiven konzentriert hat, haben neuere Ansätze zu diesem Thema für eine "hybride" Perspektive plädiert, die "joint agency" betont. Es ist die Symbiose von Mensch und Maschine, in der wir in der Lage sind, das Handeln in den heutigen tief mediatisierten Welten wirklich zu verorten. 
 

Nähere Informationen zu möglichen Themen für Einreichungen sind dem Call for Papers zu entnehmen: Download.

 

Weitere Informationen zur Tagung sind hier abzurufen. 

 

 

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