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Aktuelles

Neues ZeMKI-Working Paper: "Religious organizations as media settlers. Strategies towards the trends of deep mediatization"

ZeMKI-Mitglied Kerstin Radde-Antweiler führt mit Co-Autorinnen Marta Kołodziejska, Łukasz Fajfer und Dorota Hall das Konzept der "Mediensiedler", um innerhalb der Studien zu Mediatisierung und Religion auf Trends und Folgen der tiefgreifenden Mediatisierung zu reagieren.

Der Beitrag folgt einem akteurszentrierten Ansatz in den Studien zu Mediatisierung und Religion mit dem Ziel, das Konzept der "Mediensiedler" einzuführen, das sich darauf bezieht, wie organisatorische Akteure, z. B. Kirchen, die digitalen Medien aktiv nutzen und gestalten und auf Trends und Folgen der tiefgreifenden Mediatisierung reagieren. Dabei zielen Mediensiedler darauf ab, die Reichweite der Inhalte kontrolliert auszuweiten und Fehlinformationen zu verhindern, indem sie verschiedene Strategien einsetzen, darunter die Replikation von Inhalten und die Massenmediatisierung digitaler Medien. Sie nutzen die Technologie auf eine bestimmte Art und Weise, manchmal im Gegensatz zu dem, was diejenigen, die sie entwickelt haben, sich vorgestellt haben. Mit solchen Prozessen sind sie nicht länger passive Akteure, sondern werden zu einem aktiven Teil des gesellschaftlichen Wandels in Zeiten der tiefgreifenden Mediatisierung.
Die Notwendigkeit dieses neuen Konzepts ergibt sich aus der Erkenntnis, dass die bestehenden Begriffe keine genaue Interpretation der Daten ermöglichen, die wir aus unserer Forschung darüber gewonnen haben, wie ausgewählte Kirchen die Medien nutzen. Das Konzept der Mediensiedler und die ihm zugrunde liegende theoretische Perspektive beruhen jedoch auf den bisherigen Arbeiten im Bereich der Mediatisierung und der Religion, insbesondere auf dem RSST-Rahmen. Unser Beitrag sollte daher als ein Vorschlag zur Erweiterung dieses Rahmens verstanden werden, damit er eine größere Vielfalt von Engagements mit den digitalen Medien durch religiöse Organisationen einbezieht.

Das vollständige Arbeitspapier ist hier abzurufen.

Weitere Informationen zur Arbeitspapierreihe des ZeMKI sind hier zu finden.

ZeMKI working Paper no 40
Aktualisiert von: ZeMKI