Zum Hauptinhalt springen

Mitgliedsprofil

Sabine Thöle

: Sabine Thöle

Mitglied im ZeMKI-Lab: "Kommunikationsgeschichte und Medienwandel"

Vita

Sabine Thöle ist seit Juni 2021 Doktorandin am ZeMKI.

In ihrem Promotionsvorhaben forscht sie zu Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen in den Veröffentlichungen der Journalistin Martha Maria Gehrke (1896-1985).

2001 schloss sie ihr historisch-kulturelles Studium mit der Studie über die Autorinnen der Weltbühne 1918-1933 ab, in der sie erstmals das feministisch-politische Profil dieser Ausnahme-Wochenschrift, von Siegfried Jacobsohn gegründet, sowie von Kurt Tucholsky und schließlich von Carl von Ossietzky weitergeführt, untersuchte. Anhand ausgewählter Autorinnen und Artikel zeichnete sie vielfältige Frauenbilder, die auf unterschiedliche Art einerseits den Minderheiten unterdrückenden militaristischen Männerstaat der Weimarer Republik kritisierten und andererseits die Gleichberechtigung von Frauen und Männer forderten und gleichzeitig vorantrieben, nach.

Sie betrieb weiter Forschungen zu der Chemikerin Dr. Clara Immerwahr im Archiv des Max-Planck-Instituts und zu den Journalistinnen Hilde Walter, Milly Zirker und im Speziellen Martha Maria Gehrke.

Parallel erwarb Sabine Thöle tiefe theaterwissenschaftliche Kenntnisse und begann unter ihrem Künstlername Sabine Karasch als Theaterregisseurin deutschlandweit zu arbeiten. Sie blieb ihrem wissenschaftlichen Interesse treu und entwickelte feministische Konzepte, mit denen sie deutschen Klassikern wie beispielsweise Goethes Faust oder Schillers Maria Stuart, sowie Die Räuber eine neue Perspektive verlieh. Anhand eigener Theaterformen reduzierte sie Text-Monolithen auf das Wesentliche und dekonstruierte die Geschlechterkonstruktionen, um sie neu zusammensetzen (gender crossing). Dafür gründete sie das karasch ensemble (http://harzerkritiker.blogspot.com ).

Seit Herbst 2020 widmet sie sich ausschließlich der Journalistinnen-Forschung und der Lehre der Szenischen Darstellung.

 

Forschungsschwerpunkt

Historische Kommunikationswissenschaft, Geschlechtergeschichte und Journalistinnenforschung des 20.Jahrhunderts – im Besonderen Weimarer Republik.

Kommunikatorinnen als politische Akteure im Spannungsfeld von Demokratisierung und Medienwandel.

 

Vorträge

Thöle, Sabine (2022): „Die Journalistin der Weltbühne 1918-1933: Martha Maria Gehrke (1896-1985) – Demokratische Forderungen nach Gleichberechtigung im medialen Zeitwandel“. Politischer Journalismus im Spannungsfeld von Medienwandel und Demokratisierung (17.-21.Jahrhundert). Internationale Tagung, 16.-18.6.2022, Bayreuth. (angenommen)