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Neue Sonderausstellung: "Medienwelten"

Das ZeMKI begleitet eine Sonderausstellung zum 75-jährigen Jubiläum von Radio Bremen im Focke-Museum wissenschaftlich.

Die Mediatisierung als Metaprozess des sozialen Wandels unserer Gesellschaft erfordert komplexe Anpassungsleistungen aller ihrer Mitglieder. Medienkompetenzen zu vermitteln ist u.a. Aufgabe von Bildungseinrichtungen und Familien, sie sich aktiv anzueignen elementare Verantwortung jedes Einzelnen. Während die technischen und wissenschaftlichen Diskurse vor allem von global agierenden Tech-Unternehmen und Forschungseinrichtungen weltweit geführt werden, müssen grundlegende Erkenntnisse und Entwicklungen auch die breite Öffentlichkeit erreichen. Kulturinstitutionen wie z.B. Theater oder Museen eignen sich hierfür besonders, da sie an der Schnittstelle zwischen universitärer Forschung und institutioneller Wissensvermittlung stehen. Ihre Kompetenz ist es, abstraktes Wissen anschaulich und multisensorisch erlebbar an ihr Publikum zu bringen. Die Zusammenarbeit mit diesen Akteuren ist eine sehr gute Möglichkeit, um ein breites Publikum jenseits des wissenschaftlichen Fachdiskurses zu erreichen.

Das Jahr 2020 ist ein Medienjahr. Der Rundfunk in Deutschland feiert seinen hundertsten Geburtstag und viele öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten der ARD werden 75 Jahre alt. Anlass für zahlreiche Ausstellungen zu Medienthemen deutschlandweit. In Bremen widmet sich das Focke-Museum, Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, diesem Thema. Vom 26. September 2020 bis 31. Mai 2021 zeigt es mit „Medienwelten. 75 Jahre Radio Bremen“ eine umfangreiche Sonderausstellung. Diese dreht sich thematisch nicht nur um das Jubiläum des Senders, sondern vor allem auch um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland und die Zunahme von Kommunikationsmedien, die unser Leben in einer Mediatisierten Gesellschaft prägen.

Das ZeMKI berät mit drei seiner Kollegen aus dem Lab „Mediatisierung und Globalisierung“ das Projektteam des Focke-Museums als Teil eines Wissenschaftlichen Beirats. Dieser wird noch ergänzt durch Vertreter des Hamburger Leibnitz-Instituts für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut und des Landesinstituts für Schule Bremen. In mehreren Treffen im Projektverlauf bringt das Lab breites Fachwissen und aktuelle Forschungsergebnisse in die Erarbeitung der Ausstellungsinhalte ein. Studierende des Seminars „Tell:Medien“ im Bachelorstudiengang Kommunikations- und Medienwissenschaft produzieren in enger Absprache Medieninhalte für die Ausstellung. Das ZeMKI unterstützt damit das Projektteam bei der Einhaltung hoher wissenschaftlicher Standards was Aktualität und Vollständigkeit des Themenfeldes angeht, sowie mit seiner fachlichen und technischen Expertise bei der Erarbeitung von konkretem Material für die Sonderausstellung. Zugleich vernetzt es sich stärker mit der Bremer Kulturlandschaft und öffnet sich außeruniversitären Bildungseinrichtungen und deren Publikum. 

Weitere Informationen zur Ausstellung sind hier abzurufen.

Sonderausstellung "Medienwelten" im Focke-Museum
Aktualisiert von: ZeMKI