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The challenges of privacy, security and surveillance in the new emerging communications landscape

Die politischen Implikationen von Medientechnologien werden spätestens seit den Enthüllungen des Whistelblowers Edward Snowden zu den Spähtätigkeiten von NSA, GCHQ und, nicht zuletzt, BND gesamtgesellschaftlich diskutiert. Fragen des Datenschutzes und der Medienkompetenz, der informationellen Selbstbestimmung und der Abwägung von Sicherheitsbedenken sind in der digitalen Gesellschaft relevant für alle Bürgerinnen und Bürger. Entsprechend ist die kommunikations- und medienwissenschaftliche Forschung mit Fragen nach der Reichweite dieser Entwicklung sowie andererseits mit der Diskussion um die politischen, ökonomischen und sozialen Möglichkeiten und Risiken umfassender Datensammlungen konfrontiert. Das ZeMKI ist an einem transnationalen Forschernetzwerk beteiligt, welches solche Fragen am Beispiel des NSA-Skandals untersucht.

Auf Initiative von Risto Kunelius (Universität Tampere, Finnland) haben Mitglieder des ZeMKI und weitere internationale Kommunikations- und Medienwissenschaftler im Frühjahr 2014 in London ein Forschernetzwerk gebildet. Ziel war zunächst die transnational vergleichende Untersuchung der Berichterstattung in Reaktion auf Edward Snowdens Enthüllungen seit Juni 2013. Diese Studie wurde mit Mitteln der Helsingin Sanomat Foundation gefördert (Laufzeit: 04/2014 bis 12/2015). Ein Band mit dem zentralen Ergebnissen dieser Studie und weiteren themen- und länderbezogenen Einzelstudien erscheint im Herbst 2016 in einer Reihe des Reuters Institute for the Study of Journalism.

Das ZeMKI wird im Netzwerk von Johanna Möller und Anne Mollen vertreten. Weitere Mitglieder sind Risto Kunelius (Sprecher, Tampere), Olivier Baisnée (Toulouse), Elisabeth Eide (Oslo), Heikki Heikkilä (Tampere), Adrienne Russell (Denver), Damian Tambini (London), Silvio Waisbord (Washington), Hayian Wang (Hongkong) und Dmitry Yagodin (Tampere).

Vorträge:

Möller, Johanna / Mollen, Anne (2014): „Privacy, Security and Surveillance in the German reporting on the NSA scandal“, Vortrag im Rahmen des Workshops „Multi-method-designs in transnational and transcultural comparative research“, 20.–22.11.2014, Bremen.

Möller, Johanna / Mollen, Anne (2015): „Politicizing media technologies? Framing ‚technology’ within the German NSA press coverage“, Vortrag im Rahmen der Konferenz „Surveillance and Citizenship“, 18.–19.06.2015, Cardiff.

Publikationen:

Möller, Johanna / Mollen, Anne (voraussichtlich 2016):„‘Please stay frustrated!’ – The politicisation of media technologies in the German NSA debate”, In: Kunelius, Risto / Heikkilä, Heikki / Russel, Adrienne / Yagodin, Dmitry (Hg.) (voraussichtlich 2016): „The prism of the NSA“, Reuters Institute for the Study of Journalism: Oxford.

: Prof. Dr. Andreas Hepp
Prof. Dr.

Andreas Hepp

Einrichtung Historische Publizistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft (IPKM),
Einrichtung Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI)

Gebäude/Raum: LINZ4
Telefon: +49 (0) 421 218 676 20
E-Mail: andreas.hepp[at]uni-bremenprotect me ?!.de

Aktualisiert von: Florian Maier