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Die Bedeutung der Telegraphie für die Entstehung transkultureller journalistischer Praktiken im 19. Jahrhundert - Lisa Bolz

22. Mai 2019 von 12:00 bis 14:00 Uhr im ZeMKI, Linzer Str. 4, Raum 60.070

Die elektrische Telegraphie findet rasch Einzug in die Zeitungsredaktionen des 19. Jahrhunderts und prägt die tägliche journalistische Arbeit. Vor allem das internationale Agenturnetzwerk (Agence Havas, Wolff’s Telegraphisches Bureau, Reuters) forciert die Verbreitung telegraphischer Informationen in der Presse. Durch internationale Kooperationen, durch länderübergreifende journalistische Produktionsketten sowie durch geteilte Meinungen und Vorstellungen entsteht ein Handlungs- und Wissensrahmen, der sich nicht auf einzelne Länder reduzieren lässt. Das systematische Zirkulieren von Nachrichten und ihre Übersetzungen offenbaren transkulturelle journalistische Praktiken, die über Landesgrenzen hinausgehen. Journalistische telegraphische Nachrichten sind nicht bestimmten kulturellen Kontexten zuzuschreiben, sondern entstehen auf internationaler Ebene zwischen den Ländern als transkulturelle (und triviale) Objekte.

Aktualisiert von: ZeMKI