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Gender in Forschung und Lehre

Die Grundlage dieses Schwerpunktes der Zentralen Frauenbeauftragten ist die Integration von Genderaspekten in Lehre und Forschung. Zum einen leistet die Berücksichtigung von Genderaspekten im Bereich Studium und Lehre einen Beitrag zur Qualitätssicherung und Sensibilisierung und damit nachhaltig zu einer Verbesserung von Gleichstellungsstrukturen. Zum anderen ist für Forschungsprojekte aller Disziplinen die Berücksichtigung von Geschlechteraspekten relevant. Entweder, da der jeweilige Forschungsgegenstand unterschiedlich auf verschiedene Geschlechter wirkt oder weil die Berücksichtigung der Geschlechter zu differenzierteren Analyseergebnissen führen kann.

Die Universität Bremen orientiert sich in Selbstverpflichtung an den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG und bietet Unterstützung bei Forschungsvorhaben an.

 

Die Zentrale Frauenbeauftragte unterstützt die Universität Bremen in diesem Schwerpunkt wie folgt:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Die DFG hat umfangreiche Maßnahmen initiiert, die zu mehr Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern an Hochschulen führen sollen. Neben den Selbstverpflichtenden Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards und dem neuen qualitativen Berichtswesen mit den aktuellen Schwerpunktthemen „Entlastung von Wissenschaftlerinnen für die Gremienarbeit“ sowie „Rekrutierungsverfahren zur Gewinnung von Wissenschaftlerinnen“, gibt es eine Auswahl an vorbildlichen Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit, wie auch den Förderatlas (2018).


Deutsche Forschungsgemeinschaft - Informationen für die Wissenschaft: Chancengleichheit in der Wissenschaft: Fordern, fördern, forschen (4. Juli 2018)


Die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG – Ausgewählte Befunde einer Studie zu Umsetzung und Wirkungsweisen (Heidler/Reichwein, DFG Infobrief 1.18)


BMBF - Exzellenz und Chancengerechtigkeit: Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder (Fachtagung am 18. und 19. Juni 2012 in Berlin)

 


Gender- und diversitätsbewusste Hochschuldidaktik 


Toolbox: Gender und Diversity in der Lehre (FU Berlin)

 

Ungerechte Notenvergabe in der Juraprüfung


Eine Wiederholungsstudie in Nordrhein-Westfalen hat geschlechtsspezifische Verzerrungen bei Abschluss- wie Prädikatsnoten aufgezeigt, mit signifikant schlechteren Noten für Frauen (Towfigh et al 2014; 2018). Auffällig ist, dass Frauen nicht schlechter abschnitten, sobald eine Frau mit in der Prüfungskommission sitze, erläuterten die Autoren.

Stellungnahme "Diskriminierung in der juristischen Ausbildung systematisch in den Blick nehmen: Geschlecht und Herkunft folgenreich für Examensnote" des Deutschen Juristinnenbund zum Thema.