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Promotionsprojekte

Promotionsprojekt Deutsch

Die (literarische) Figur findet als transmediales Phänomen eine medienspezifische Umsetzung im digitalen Spiel, ist als solche für die Grundschule jedoch kaum als Unterrichtsgegenstand modelliert. Diese Nichtbehandlung digitaler Spiele steht im Widerspruch zu den Lebenswelten von Kindern, in denen das Computerspiel längst einen festen Platz eingenommen hat. Ein Literaturunterricht, der auf die Lebenswelt der Lernenden Bezug nehmen und der Forderung nach schulischer Medien- und Computerspielbildung gerecht werden möchte, benötigt didaktische Konzepte und theoretisch fundierte Unterrichtsentwürfe zur Nutzung und Reflexion digitaler Spiele. Das Dissertationsprojekt bearbeitet dieses Forschungsdesiderat.

Ziel ist es, die ludonarrative Figur (die Figur im narrativen Computerspiel) als Gegenstand literarischen Lernens in der Grundschule nutzbar zu machen und gegenstandsspezifische Lehr-Lernprozesse zu verstehen. Als Design-Based-Research-Studie gliedert sich das Projekt in drei Hauptaspekte, die im Forschungsprozess zyklisch ineinandergreifen:

Erstens wird auf fachwissenschaftlicher Ebene die ludonarrative Figur hinsichtlich ihrer Ludizität, Medialität und Narrativität als Hybridkonstruktion modelliert.

Zweitens entsteht auf fachdidaktischer Ebene ein Unterrichtsdesign zum literarischen Lernen anhand des Point-and-Click-Adventures „The whispered World“ (Daedalic Entertainment 2014). Hierzu gehört das Konzept zur Nutzung der ludonarrativen Figur für einen kompetenzorientierten Literaturunterricht ebenso wie konkrete Unterrichtsmaterialien. Dieses Unterrichtsdesign wurde in drei Zyklen an einer Bremer Grundschule erprobt, erforscht und weiterentwickelt.

Drittens wird auf fachdidaktischer Ebene eine lokale Theorie zu den gegenstandsspezifischen Lehr-Lernprozessen erarbeitet, die wiederum die Modellierung (1) und den Designprozess (2) informiert. Im Rahmen der Analyse ist nun u.a. von Interesse, inwiefern Lernende im Rahmen der Lernaktivitäten Figurenperspektiven interpretieren und nachvollziehen.

Nähere Informationen zu diesem Promotionsprojekt können Sie dem wissenschaftlichen Poster  entnehmen.

Promotionsprojekt Musik

Der Erwerb von und Umgang mit Fachsprache stellt ein bedeutsames Ziel des Musikunterrichts dar. Allerdings wird beklagt, dass Begriffe oftmals nur in Form von auswendig gelernten Merksätzen oder Worthülsen vermittelt werden. Ausgehend davon, dass Musiklernen auf Grundlage klanglicher Erfahrungen erfolgt und sich in einem Prozess aus Handeln über Können vollzieht, welcher zum Wissen führt und in die musikalische Begrifflichkeit mündet, müssen musiktheoretische Kenntnisse aktiv durch Handlungen konstruiert und mit praktischen Erfahrungen verknüpft werden. Des Weiteren wird angenommen, dass Wissen in Form von Netzwerken gespeichert wird und weniger anfällig für das Vergessen ist, je mehr neue Begriffe mit dem bestehenden Begriffsnetz der Lernenden verknüpft werden. Entscheidend ist hierbei, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, in welchem Kontext die neue Thematik steht und sie diese als Ganzes erfassen sowie entsprechend einordnen können.

Vor diesem Hintergrund wurde eine Unterrichtseinheit zur Förderung des konzeptuellen Wissens über die musiktheoretischen Fachbegriffe Dur und Moll entwickelt. Ziel des Dissertationsprojektes ist die Erforschung der stattfindenden Lernprozesse mit dem Resultat des Erwerbs dieses vernetzen Zusammenhangswissens. Zudem werden die im Verlauf der Unterrichtseinheit stattfindenden Begriffsbildungsprozesse über die Fachbegriffe Dur und Moll untersucht. Dies geschieht durch die Analyse des hierfür entwickelten, theoretisch fundierten und in der Praxis erprobten Lehr-Lern-Arrangements im konkreten Schulkontext zur Generierung einer lokalen Theorie gemäß des Design-Based Research-Ansatzes.

Für nähere Informationen zum Promotionsprojekt wenden Sie sich gerne direkt an Marlon Schneider.

 

Promotionsprojekt Biologie

Eine detaillierte Beschreibung des Forschungsprojektes erfolgt in Kürze.

Nähere Informationen zu dem Promotionsprojekt von Malte Ternieten können Sie dem wissenschaftlichen Poster entnehmen.

Kontakt

Doktorand: Malte Ternieten

Betreuerin: Prof. Dr. Doris Elster

Promotionsprojekt Kunst

Eine detaillierte Beschreibung des Forschungsprojektes erfolgt in Kürze.

Nähere Informationen zu dem Promotionsprojekt von Nathalie Werner können Sie dem wissenschaftlichen Poster entnehmen.

Kontakt

Doktorandin: Nathalie Werner

Betreuerin: Prof. Dr. Maria Peters

Promotionsprojekt Spanisch

Aufgrund der stetig zunehmenden Heterogenität an deutschen Schulen, die u.a. durch die Abschaffung der äußeren Differenzierung und Einführung der Inklusion einhergeht, sind innovative Ansätze gefragt, die Lehrkräfte dabei unterstützen, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Jedoch hat sich im Hinblick auf differenzierende Formen des Unterrichts, wie z.B. der Wochenplanarbeit, gezeigt, dass den Lernenden eine Vielzahl lernorganisatorischer Kompetenzen abverlangt werden, welche häufig fehlen. Dennoch bieten solche Ansätze für heterogene Lerngruppen ein großes Potential, um möglichst viele Lernende mit unterschiedlichen Lernausgangslagen, Interessen und Hintergründen anzusprechen.

Mit diesem Dissertationsvorhaben soll ein Beitrag für den differenzierenden Spanischunterricht geleistet werden, der durch den Einsatz von Gamification vorhandene Ansätze wirksamer strukturiert. Hierzu wurde ein digitales Lehr-/Lernarrangement für iPads entwickelt, das über spielerische Elemente den Schülerinnen und Schülern in ihren fremdsprachlichen Lernprozessen Unterstützung bietet und differenzierende Ansätze spielerisch vermittelt.

Gamification ist ein Ansatz, der bestimmte Spielelemente auf nicht-spielerische Kontexte überträgt, um diese unterhaltsamer und somit motivierender zu gestalten. Dies soll auch dazu führen, dass in besagten Kontexten (z. B. Bildungs­kontexte) auf kognitive Strukturen der Problemlösung – wie u.a. Involvierung, Interaktion, Anziehung, oder Kollaboration aus Spielen – zurückgegriffen wird.

In den vergangen Monaten wurde das Lehr-/Lernarrangement erstmalig an einer Bremer Schule untersucht. Nach einer Pilotierungsphase kam es zu einer ersten Datenerhebung, in welcher neben Lerner-Artefakten, Eingangs- und Ausgangsfragebögen auch Kurzinterviews im Feld, Bildschirmaufnahmen und Leitfadeninterviews im Anschluss an die Erhebung durchgeführt wurden. Für die Weiterentwicklung des Lehr-/Lernarrangements, müssen die gesammelten Daten, insbesondere die Leitfadeninterviews so aufbereitet werden, dass zum einen Erkennbar ist, ob sich die Erhebungsinstrumente eignen, um Rückschlüsse auf die Forschungsfragen zu führen. Zum anderen sollen die Daten Rückschlüsse darüber geben, an welchen Stellen das Unterrichtsmaterial weiterentwickelt werden muss.

Eine detaillierte Beschreibung des Forschungsprojektes finden Sie unter folgendem Link: https://www.didrom.uni-bremen.de/gamification-im-differenzierenden-spanischunterricht/

Kontakt

Doktorand: Eric Wolpers

Betreuer: Prof. Dr. Andreas Grünewald

Aktualisiert von: ZfLB