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InPhas

Institutionen entwickeln phasenübergreifende Kompetenzen (InPhas) im Bereich „Schule innovieren“

Während der Projektlaufzeit wurde die Gestaltung, Umsetzung und Evaluation der Theorie-Praxis-Verzahnung in der Lehrerbildung durch die institutionelle Entwicklung phasenübergreifender Kompetenzen Forschenden Lernens realisiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Universität, Schulpraxis und Landesinstitut für Schule (LIS) – und damit aus allen an der Lehrerbildung beteiligten Institutionen im Land Bremen – erarbeiteten und entwickelten über eine fachlich-inhaltliche Auseinandersetzung mit jeweils identifizierten Problemlagen gemeinsam Kompetenzen des Forschenden Lernens. Die Ausarbeitung von Kompetenzen im Bereich „Forschendes Lernen“ hatte zum Ziel, den KMK-Kompetenzbereich „Innovieren“ zu stärken.

Systematisch, abgestimmt und vernetzt

Die phasenübergreifende Abstimmung Forschenden Lernens und Studierens im Studium und in der Berufspraxis wurde über ein kooperatives Partnerschaftsmodell umgesetzt, das auf den Strukturen und Vorarbeiten der an der Universität Bremen bereits seit 2007 bestehenden Sozietäten für Fremdsprachen, Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften aufbaut.

Systematisch, abgestimmt und vernetzt

Das InPhas stellte in diesem Sinne einen Denk- und Arbeitsraum der gemeinsamen Organisations-, Schul- und Unterrichtsentwicklung dar. Die partnerschaftliche und gleichberechtigte Kooperation zwischen Dozierenden, Lehrerinnen und Lehrern sowie Fachleitungen wurde durch Kooperationsvereinbarungen und Entlastungsstunden gestützt.

Die Mitglieder des InPhas entwickelten auf der Grundlage von curricularen Vorarbeiten an Universität und LIS ein Ausbildungskonzept mit phasenübergreifenden Ausbildungszielen, -inhalten und -formaten. In regelmäßigen Treffen fanden Austausch und Abstimmung darüber statt,

  • welche Kompetenzen Forschenden Lernens den Kompetenzbereich „Innovieren“ stärken können (Ziele der Ausbildung und Qualitätsanforderungen),
  • wo diese bereits in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen verankert sind (Vorarbeiten),
  • wie erworbene Teilkompetenzen sinnvoll über die drei Phasen der Lehrerbildung entwickelt werden können (Angebote und Maßnahmen) und
  • wie die Ausbildungsziele und -inhalte in den Phasen der Lehrerbildung umgesetzt werden können (Implementierung).

In gemeinsamen Veranstaltungen wurden Komponenten des Ausbildungskonzepts erprobt, verändert und angepasst. Insbesondere der Erfahrungsraum Praxissemester bot sich für eine Zusammenarbeit an, da die Studierenden von Vertreterinnen und Vertretern der Universität und des Landesinstituts für Schule gemeinsam in der Praxisphase begleitet wurden. In diesem Sinne stellte das Praxissemester gewissermaßen das „experimentelle Herzstück“ des InPhas dar.

In der phasenübergreifenden Zusammenarbeit wurden in den jeweiligen Fächergruppen (Biologie, Englisch, Politik) zentrale Themen des Unterrichtens und der Schulentwicklung identifiziert und in konkrete Formate für das Praxissemester übersetzt, die von Studierenden ausprobiert und reflektiert wurden. Das für das Praxissemester entwickelte curriculare Konzept war integraler Bestandteil eines berufsbiografischen Professionalisierungsprozesses, der seine Fortsetzung im Referendariat und in der Berufseingangsphase findet. Die Ergebnisse des Austausches wurden in einem Ausbildungskonzept „Schule innovieren“ zusammengefasst. In der begleitenden Evaluation wurden die Einschätzungen der Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Institutionen zu Bedingungen, Formaten und Inhalten der phasenübergreifenden Zusammenarbeit erfasst.

Im InPhas konzipiert und umgesetzt wurden Themen und Formate in Politik (Entwicklung demokratischer Schulkultur am Beispiel Deliberationsforum), in Englisch (Umgang mit Diversität und Heterogenität im English Village) und in Biologie (Kompetenzorientierung durch Forschungsminiaturen):

Der Nutzen des InPhas für die universitäre Lehrerbildung zeigte sich in der Verstetigung von Kooperationsstrukturen, genauer durch die

  • Stärkung einer partnerschaftlichen und gleichberechtigten Kooperation zwischen Dozentinnen bzw. Dozenten, Lehrerinnen bzw. Lehrern und Fachleiterinnen bzw. Fachleitern, die durch Kooperationsvereinbarungen und Entlastungsstunden gestützt und im Praxissemester über gemeinsam durchgeführte Begleitveranstaltungen umgesetzt wurde;
  • Anregung inhaltlicher Schwerpunktsetzungen für die Phasen der Lehrerbildung mit den Bereichen „Schule innovieren“ und Forschendes Lernen;
  • Entwicklung und Durchführung von Formaten und Methoden, in denen die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen erprobt, verändert und angepasst wurden

Nach der ersten Projekt-Förderphase wurde diese Teilprojekt-Linie abgeschlossen.

Demokratietag

Kontakt

Teilprojektverantwortlicher

Prof. Dr. Andreas Klee
FB 08: Sozialwissenschaften
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Tel.: +49 (0)421 218-56700

 

Aktualisiert von: Marion Wulf