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Beispielszenario D: Maximale Präsenz | Maximale Asynchronität

Beschreibung

Die Teilnehmenden werden in Lerngruppen eingeteilt, die einzelne Lehr-/Lernaktivitäten regulär in Präsenz absolvieren (bspw. Laborpraktika). Das daraus hervorgehende Material (z.B. Protokolle oder Videoaufzeichnungen von Instruktionsphasen) dient den anderen Lerngruppen zur Vor- bzw. Nachbereitung. Um alle Studierenden zu berücksichtigen, werden ggf. sich abwechselnde Gruppen eingerichtet (z.B. Gruppe A in geraden Wochen, Gruppe B in ungeraden Wochen).

Vor- und Nachteile

Vorteile: Allen Studierenden kann eine Kontaktzeit und direkte Interaktion angeboten werden, gleichzeitig bleiben die online Teilnehmenden flexibel und können den Wechsel von online Lernen und Präsenzterminen im Hybridsemester einfacher organisieren. Auch den Präsenzteilnehmenden steht die Dokumentation jederzeit zur Verfügung, so dass für die Prüfungsvorbereitung keine weiteren Materialien produziert werden müssen.

Nachteile: Die online Teilnehmenden (z.B. Riskogruppen, Auslandsaufenthalte) haben keine oder nur geringe Interaktionsmöglichkeiten und bleiben im Lehr/Lerngeschehen isoliert und passiv. Dem kann ggf. durch Foren und andere asynchrone Interaktionsformen entgegengewirkt werden, erfordert dann aber eine intensive online Betreuung und wiederholte Aktivierung durch die Lehrenden.

Technisch/organisatorische Handlungsempfehlungen

Für die Dokumentation der Präsenztermine müssen geeignete Tools gefunden werden, z.B. die Aufzeichnung einer Präsentation in den Instruktionsphasen über Screencasts (z.B. via Opencast Studio). In wenigen Vorlesungsräumen besteht die Möglichkeit einer automatisierten Aufzeichnung, in allen anderen Fällen (z.B. im Labor) muss mit eigener Technik (Webcam, Notebook, Headset) gearbeitet werden. Soll z.B. auch das Tafelbild aufgenommen werden, könnte eine entsprechende Kamera auf einem Stativ aufgestellt werden. Einfacher zu realisieren ist eine anschließende Fotodokumentation von Tafel, Whiteboard oder Flipchart. Machen Sie ggf. die Dokumentation der Präsenzveranstaltung zu einer verbindlichen, prüfungsrelevanten Aufgabe der Präsenzgruppe mit entsprechenden Vorgaben für Form, Umfang und Qualität. Bei allen Aufzeichnugen sind zwingend eine REihe von rechtlichen Vorgaben zu beachten (Übersichtsseite dazu)

Eine Alternative zu diesem Szenario ist die 2-Kohorten-Lösung als Flipped-Classroom-Konzept,  (Prof. Dr. Jürgen Hanke, Philipps-Universität Marburg), bei der die Inhaltsvermittlung für alle rein online erfolgt und die Vertiefung der Inhalte in Präsenz für zwei sich abwechselnde Kohorten.