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FAQ–Virtuelle Lehre

Antworten auf die meist gestellten Fragen der aktuellen Herausforderungen

Hier finden Sie typische Fragen, die Lehrende bezüglich der Umwandlung und Übertragung der bisherigen Lehrpraxis in ein virtuelles Format für das Sommersemester 2020 stellen.

Ich habe mich noch nie mit dem Thema E-Learning beschäftigt und soll jetzt auf einmal alles online umsetzen. Wie soll das denn überhaupt gehen?

Bewahren Sie zunächst die Ruhe und stellen Sie Ihren etwaigen Perfektionismus hinten an. In dieser intensiven Zeit werden Sie viele Entscheidungen aus pragmatischen Überlegungen heraus treffen, agil und experimentierfreudig sein müssen. Arbeiten Sie sich Schritt für Schritt nach vorne und beginnen Sie mit den drängendsten Anliegen. Grundlegende didaktische Erwägungen finden Sie bei unseren Mediendidaktischen Tipps, in dieser FAQ-Sammlung geben wir Ihnen Hilfestellungen und weiterführende Informationen, wie Sie dabei konkret vorgehen können. Mit unserer Entscheidungshilfe kommen Sie schnell zu den passenden Digitalen Werkzeugen, die in unserer schnell wachsenden Sammlung in kurzen Steckbriefen und Anleitungen beschrieben werden.

Das wichtigste – Asynchrone first. Versuchen Sie nicht, ad hoc über Videokonferenzen und andere synchrone Tools Ihre Präsenzlehre 1:1 in das Internet zu verlagern! Damit würden Sie sich und ihre Studierenden mit hoher Wahrscheinlichkeit überfordern und viele technisch weniger gut ausgestattete Teilnehmende ausschließen.

Wenn Sie mit den bereitgestellten Informationen und Hilfeseiten nicht weiterkommen, nutzen Sie unseren RocketChat-Kanal für den Erfahrungsaustausch oder wenden sich per E-Mail an unsere Support-Adresse .

Wie kann ich meine Lehre und Lehrmaterialien ohne Barrieren für alle gut zugänglich gestalten?

Die KIS Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung hat eine Reihe wertvoller Hinweise zusammengestellt, wie Sie Ihr digitales Lehrangebot für alle gut zugänglich gestalten können:

Wie kann ich Stud.IP für die Umwandlung meiner Lehre in ein Online-Format nutzen?

Es gibt viele Möglichkeiten, Stud.IP für die digitale Lehre zu nutzen. Alle Lehrveranstaltungen sind dort bereits angelegt und mit Ihnen als Lehrende*r verknüpft. Für den Zugang werden die Login-Daten Ihres Uni-Accounts beim ZfN genutzt. In einer Veranstaltung können Sie z.B. Inhalte ablegen, Ankündigungen schreiben, die Teilnehmenden verwalten, alle Teilnehmenden per „Nachricht an alle (Rundmail)“ anschreiben und vieles mehr. Stud.IP ist im Prinzip ein großer Werkzeugkasten, aus dem Sie sich nur genau die Werkzeuge heraussuchen, die Sie für sich nutzen möchten.  Es gibt Werkzeuge u.a. für Organisation, Kommunikation, Dateiaustausch, Kooperation, Wissensvermittlung, Übungsfragen und Evaluation. Auch Gruppenarbeiten können einfach organisiert und umgesetzt werden.
In der Stud.IP-Hilfe (noch im Aufbau und nicht ganz vollständig) erfahren Sie konkret, wie welche Werkzeuge zu benutzen sind.

Wie kann ich bei der Transformation meiner Lehre mehr zeitliche Flexibilität einbauen?

Ein lohnenswerter Vorteil des Online-Lernens ist, dass Lehrende und Lernende nicht an feste Präsenzzeiten gebunden sein müssen. Kommunikation und (Zusammen-)Arbeit können statt in synchroner Echtzeit mit asynchronem Zeitversatz erfolgen (siehe „Es wird die Nutzung von asynchronen Tools empfohlen. Was ist damit gemeint?“). Dieses Potenzial können Sie sich nutzbar machen, indem Sie auf Methoden und Tools setzen, die nicht auf Echtzeitinteraktion ausgelegt sind. In Stud.IP erreichen Sie das etwa durch asynchrone Forenkommunikation anstatt z.B. einer Sitzung im virtuellen Klassenzimmer. Sie können zudem zeitversetztes Assessment in Form von Lernaufgaben und Tests integrieren. Oder Sie setzen auf Werkzeuge zur kollaborativen Textbearbeitung wie ein Wiki oder ein StudIPad (=Etherpad), wovon Sie letzteres sowohl synchron oder asynchron einsetzen können.

Es wird die Nutzung von asynchronen Tools empfohlen. Was ist damit gemeint?

Online-Lernen und -Kommunikation können entweder synchron in Echtzeit oder asynchron mit Zeitversatz erfolgen. Der Unterschied liegt also darin, ob alle zur selben Zeit oder zeitversetzt am Lehr-Lern-Geschehen teilnehmen. Gerade die Asynchronität ist einer der großen Vorteile der Online-Lehre und bringt für alle Seiten deutlich mehr Flexibilität, ohne dass dabei auf Kommunikation und Interaktion verzichtet werden muss.

Viele Lehrende versuchen aktuell ihre Lehre 1:1 in ein Online-Konzept zu übertragen. Das führt zum einen dazu, dass die Online-Vorteile gleich wieder zunichtegemacht werden. Zum anderen sind die synchronen Kommunikationstools wie virtuelle Klassenzimmer (Funktion Meetings in Stud.IP), Video-Konferenzen usw. sehr ressourcenhungrig. Gerade in Zeiten, in denen sehr viele Personen im Home-Office arbeiten und das Internet ohnehin stark belastet ist, sollte man alles daransetzen, ressourcenschonende Wege ohne Video und ohne synchrone Szenarien einzuschlagen.

Wählen Sie also ein asynchrones, zeitversetztes und flexibles Online-Format mit Videoaufzeichnungen, Forendiskussionen, individuelle Quiz oder Einsendeaufgaben, das - wenn überhaupt - nur punktuell synchrone Elemente enthält.

Wie kann ich meinen Studierenden meine Skripte einfach über Stud.IP zugänglich machen?

Ganz einfach. Nachdem Sie sich mit den Daten Ihres Uni-Accounts in Stud.IP eingewählt haben, sollten Sie unter dem Tab Teilnehmende zunächst die Studierenden von der Warteliste in den Kurs eintragen.  Danach können Sie im Dateibereich Ordner mit unterschiedlichen Funktionalitäten wie z.B. Hausaufgabenordner anlegen und in diese Ihre Skripte und weiteren Materialien hochladen.

Nutzen Sie die Ankündigungen oder die „Nachricht an alle“-Funktion, um die Studierenden zu begrüßen und Informationen zum Kurs zu verbreiten. Ausführlichere Anleitungen finden Sie hierzu in der Stud.IP-Hilfe.

Wie kann ich meine bisherige Lehre in ein videobasiertes Format übertragen?

Es gibt viele Möglichkeiten, die bisherigen Vorlesungen und Veranstaltungen in ein Video-Format zu übertragen. Einfache Videoumsetzungen wären Screencasts, besprochene Powerpoint-Folien und Webcam- oder Smartphone-Aufzeichnungen (Werkzeuge dazu). Nutzen Sie die Form, die zu Ihrer Veranstaltung am besten passt und die für Sie am einfachsten umzusetzen ist.

Aktuell sollten Sie darauf achten, möglichst asynchrone Video-Szenarien umzusetzen und auf Livestreaming zu verzichten. Synchrone Tools benötigen viele Ressourcen und die Systeme sind bei der extrem hohen Nachfrage sehr stark ausgelastet. Außerdem müssen synchrone Lehr-Lern-Prozesse nicht immer die beste Idee für ein Online-Vorhaben sein (siehe „Es wird die Nutzung von asynchronen Tools empfohlen. Was ist damit gemeint?“).

Nutzen Sie die Zeit bis zum Semesterstart und produzieren Sie möglichst jetzt schon Ihre Veranstaltungsvideos zu Hause vor. Werkzeuge für Produktion und Bereitstellung in Stud.IP finden Sie hier.

Wie kann ich online Prüfungen durchführen?

Für Prüfungen, an denen die Studierenden von zu Hause aus teilnehmen können, gibt es neben Hausarbeiten, die über die Lernplattform eingereicht werden, noch eine Reihe weiterer Formate wie Quiz-Serien, Open Book Exams oder auch mündliche Prüfungen per Webkonferenz.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Bei allem, was mit Virtueller Lehre und den von uns angebotenen Werkzeugen zu tun hat, an das ZMML (Support-Email und RocketChat-Kanal).

RocketChat selber, die Videokonferenzlösung JITSI und das Cloudspeicher-System Seafile werden vom ZfN angeboten.

Eine super Idee, die in einigen Fachbereichen bereits umgesetzt wurde, ist es, eine „Selbsthilfe-Gruppe“ von Kolleg*innen im Studiengang zu gründen und sich dafür über eine Studiengruppe in Stud.IP zu organisieren.


Bei allgemeinen Fragen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Uni besuchen Sie die Seite https://www.uni-bremen.de/coronavirus/ .