Generative Künstliche Intelligenz – insbesondere große Sprachmodelle – verändert grundlegend, was es bedeutet, akademische Texte zu verfassen, zu lesen und zu beurteilen. Schreiben ist in der Hochschule weit mehr als eine Prüfungsform: Es ist ein zentrales Instrument des Denkens, Lernens und der fachlichen Sozialisation. Studierende erwerben durch das Schreiben eine eigene wissenschaftliche Stimme, erproben das strukturierte Argumentieren und entwickeln die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden – Kompetenzen, die kein Sprachmodell ersetzen kann.
Zugleich stellen KI-Werkzeuge Lehrende vor drängende didaktische Fragen: Welche Schreibkompetenzen müssen Studierende nach wie vor selbst erwerben? Wann ist der Einsatz von KI im Schreibprozess lernförderlich – und wann nicht? Wie lassen sich Schreibaufgaben so gestalten, dass sie authentisches Lernen ermöglichen und gleichzeitig einen reflektierten Umgang mit KI-Technologien einschließen? Der Ars legendi-Preis 2026 würdigt Lehrende, die sich diesen Fragen mit besonderem Engagement und methodisch und didaktisch innovativen Lernformaten stellen und die das Schreiben – unabhängig von der Fachrichtung – als elementare kognitive Praxis in ihre Lehre integrieren.
Hinweise zur Antragstellung
Vorschläge können von Fakultäten bzw. Fachbereichen oder den Fachschaften/Studierendenvertretungen aller deutschen Hochschulen eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind zulässig.
Alle Informationen zur Auschreibung finden Sie hier: www.stifterverband.org/ars-legendi-preis
Deadline ist der 16. August 2026
