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Philipp Schwartz-Initiative Förderprogramm

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat 2015, zusammen mit dem Auswertigen Amt, die Philipp Schwartz-Initiative ins Leben gerufen. Mithilfe dieses Programms können Wissenschaftler*innen, die in ihrer Heimat nicht mehr arbeiten können, weil sie bedroht oder verfolgt werden, ihre Arbeit an deutschen Hochschulen, wissenschaftlichen Institutionen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen fortsetzen.

Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen können in diesem Rahmen Fördermittel zur Aufnahme gefährdeter Forschender beantragen. Erfolgreich nominierte gefährdete Forschende können Stipendien für bis zu 24-monatige Forschungsaufenthalte verliehen werden. Eine Verlängerung um bis zu zwölf weitere Monate ist im Rahmen eines Kofinanzierungsmodells möglich. 

Die 10. Runde des Förderprogramms der Philipp Schwartz-Initiative für verfolgte Forscher*innen ist abgeschlossen. Aktuell gibt es keine offene Ausschreibungsrunde.

Voraussetzungen für die Bewerbung

Ein Philipp Schwartz-Stipendium kann über mehrere Wege erhalten werden. Für eine Förderung kommen nachweislich gefährdete Forschende aus allen Fachgebieten und allen Herkunftsländern in Betracht, die:

  • eine Betreuungszusage eines Mentors/einer Mentorin an der Universität Bremen erhalten haben und ein Arbeitsplatz vorhanden ist. Diese/r Mentor:in sollte aus Ihrem Forschungsbereich stammen.
  • über eine Promotion oder einen vergleichbaren akademischen Grad (Ph.D., C.Sc. oder äquivalent) verfügen
  • sich zum Zeitpunkt der Antragstellung grundsätzlich noch nicht bzw. nicht mehr als fünf Jahre außerhalb des Heimatlandes aufhalten
  • über Sprachkenntnisse verfügen, die für die erfolgreiche Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich sind
  • die über wissenschaftliche Qualifikationen (z.B. Publikationen) verfügen
  • die Potenzial zur Integration in den (wissenschaftsbezogenen) Arbeitsmarkt besitzen
  • die noch nicht im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative gefördert wurden
  • Einen Gefährdungsnachweis vorlegen kann. Als Beleg zählt hier nur: 
    1. ein aufenthaltsrechtlicher Status im Zusammenhang eines Asylverfahrens innerhalb der EU, aus dem eine anerkannte Gefährdung hervorgeht, oder
    2. ein glaubwürdiger, nicht mehr als 12 Monate vor Antragsschluss erstellter Nachweis der Gefährdung von dritter Stelle, z. B. Dokumentation durch das Scholars at Risk Network (SAR) oder den Council for At-Risk Academics (CARA)

Nicht in Betracht kommen:

  • "Bildungsinländer"
  • Personen, die aufgrund einer doppelten Staatsbürgerschaft Zugang zu einem sicheren Aufenthaltsland haben sowie deutsche Staatsangehörige sind von einer Nominierung ausgeschlossen.
  • Personen, die Mehrfachnominierungen durch mehrere potenzielle Gasteinrichtungen erhalten haben.

+++ Wichtig +++ 

Ohne Mentor:in ist eine Förderung nicht möglich! Es werden nur vollständige Bewerbungen akzeptiert und

Wir freuen uns sehr darauf neue Wissenschaftler*innen schon bald bei uns an der Universität Bremen aufzunehmen und begrüßen zu können.

Bei weiteren Fragen, können Sie uns gerne kontaktieren:

Universität Bremen        
Welcome Center                   
Enrique-Schmidt-Str. 7   
Gebäude SFG, Raum 0330        
28359 Bremen/Germany             
E-Mail: franziska.treviranus@vw.uni-bremen.de
Telefon: +49 421-218-57122

Stipendienprogramm des Landes Bremen

Neben dem Programm der Philipp-Schwartz Initiative läuft nun das Stipendiatenprogramm des Landes Bremen an. Das Förderprogramm zur Unterstützung geflüchteter und gefährdeter Wissenschaftler:innen fördert Promovierende und Postdocs. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Aktuell gibt es keine offene Ausschreibungsrunde.