<h2 id="header73506" class="header  "><span><a href="/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen" title="mehr">Universität Bremen</a></span></h2><?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0"
         xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
         xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Dummy Title</title><link>http://example.com</link><description></description><language>en-gb</language><copyright>Universität Bremen</copyright><pubDate>Sat, 14 Mar 2026 15:22:37 +0100</pubDate><lastBuildDate>Sat, 14 Mar 2026 15:22:37 +0100</lastBuildDate><category>News</category><atom:link href="https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/rss?type=9818" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>Universität Bremen</generator><item><guid isPermaLink="false">news-40112</guid><pubDate>Fri, 13 Mar 2026 12:23:00 +0100</pubDate><title>Ein Plan für den Meeresschutz auf hoher See</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/ein-plan-fuer-den-meeresschutz-auf-hoher-see</link><description>Mit dem Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens im Januar stellen sich viele Fragen. Besonders dringend: Wo sollen bis 2030 Schutzgebiete entstehen? Forschende der Universitäten Bremen und Oldenburg untersuchen dies gemeinsam im Projekt AGELESS.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Mehr auf der Website der <a href="https://northwest-alliance.de/ein-plan-fuer-den-meeresschutz-auf-hoher-see/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Northwest Alliance</a>.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-40095</guid><pubDate>Wed, 11 Mar 2026 10:41:43 +0100</pubDate><title>Neue Studie: Mutterschaft verringert komplexe Tätigkeiten im Job</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/neue-studie-mutterschaft-verringert-komplexe-taetigkeiten-im-job</link><description>Mit der Geburt eines Kindes verlieren viele Frauen im Job einen Teil jener anspruchsvollen und komplexen Aufgaben, die als karriereförderlich gelten. Das zeigt eine Studie der Unis Bremen und Oldenburg. Sie verweist damit auf einen bisher wenig beachteten Aspekt geschlechtsspezifischer Ungleichheit.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Untersuchung „The Job Task Penalty for Motherhood” (“Der tätigkeitsbezogene Karriere­nachteil von Müttern“) analysiert erstmals systematisch, wie sich Mutterschaft auf die inhaltliche Ausgestaltung von Erwerbsarbeit auswirkt. Professorin Wiebke Schulz vom SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik – der Uni Bremen sagt: „Während viele Studien bislang vor allem Lohnunterschiede oder Erwerbsunterbrechungen in den Blick genommen haben, richtet diese Analyse den Fokus auf die konkreten Aufgaben, die Frauen im Arbeitsalltag übernehmen.“</p><h3>Besonders betroffen sind Frauen, die ihre Arbeitszeit reduzieren.</h3><p>Die Ergebnisse zeigen ein klares Muster: Nach der Geburt übernehmen Mütter seltener analytische Tätigkeiten wie anspruchsvolle Lese-, Schreib- oder Rechenaufgaben. Auch komplexe Aufgaben, die Problemlösung, Lernbereitschaft oder den Umgang mit unvorhergesehenen Situationen erfordern, gehen zurück, wie es in der Studie heißt. Gleiches gilt für interaktive Tätigkeiten wie Beratung, Kundenkontakt oder Koordination.</p><p>„Auffällig ist dabei, dass diese Veränderungen vor allem bei Müttern auftreten, die ihre Arbeitszeit reduzieren. Bei unveränderter Arbeitszeit zeigen sich hingegen kaum Verschiebungen im Aufgabenprofil“, hebt Professorin Gundula Zoch, Professorin für die Soziologie sozialer Ungleichheiten an der Universität Oldenburg, hervor.&nbsp;</p><h3>Vereinbarkeitsbelastung als zentrale Erklärung</h3><p>Keine systematischen Unterschiede finden sich dagegen in Abhängigkeit von der Dauer der Elternzeit oder von Berufswechseln. „Längere Erwerbsunterbrechungen führen nicht automatisch zu stärkeren Verschiebungen im Tätigkeitsprofil. Auch ein Wechsel in eine andere berufliche Position erklärt die Veränderungen nicht“, so Schulz.</p><p>Die Befunde sprechen nach Ansicht der Autorinnen damit vor allem für Erklärungsansätze, die Belastungen durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Mittelpunkt stellen. Weniger Unterstützung finden Theorien, die auf Qualifikationsverluste durch längere Auszeiten oder auf bewusste Berufswechsel in vermeintlich familienfreundlichere Tätigkeiten verweisen.</p><h3>Bedeutung für Erwerbsverläufe</h3><p>Zoch: „Die Studie macht deutlich, dass Mutterschaft nicht nur Einkommen und Erwerbsumfang beeinflusst, sondern auch die Qualität und den Anforderungsgehalt von Arbeit. Gerade analytische und komplexe Tätigkeiten gelten als karriereförderlich und sind häufig mit besseren Aufstiegschancen verbunden.“</p><p>Indem die Untersuchung diese aufgabenbezogenen Nachteile sichtbar macht, verweist sie auf eine bislang oft übersehene Dimension geschlechtsspezifischer Ungleichheit am Arbeitsmarkt. Die Studie unterstreicht nach Angaben der Autorinnen daher die Bedeutung arbeitsmarktpolitischer und betrieblicher Maßnahmen, die nicht nur die Erwerbsbeteiligung von Müttern sichern, sondern auch ihren Zugang zu anspruchsvollen und karriereförderlichen Aufgaben gewährleisten.</p><h3>Langzeitdaten aus Deutschland ausgewertet</h3><p>Grundlage der Studie im Forschungsmagazin „Journal of Marriage and Family“ sind Paneldaten des Nationalen Bildungspanels für die Jahre 2011 bis 2020. Untersucht wurden die Daten von 1978 Frauen, deren berufliche Tätigkeiten vor und nach einer Geburt miteinander verglichen wurden. Mithilfe von Fixed Effects Modellen konnten Veränderungen innerhalb derselben Person isoliert werden. Dadurch lassen sich Effekte der Geburt von stabilen individuellen Merkmalen unterscheiden.</p><h4>Weitere Informationen</h4><p>Schulz, W., and G. Zoch. 2025. <span lang="EN-US" dir="ltr">“ The Job Task Penalty for Motherhood.” </span><i><span lang="EN-US" dir="ltr">Journal of Marriage and Family</span></i><span lang="EN-US" dir="ltr">&nbsp;1–12.&nbsp;</span><a href="https://doi.org/10.1111/jomf.70046" target="_blank" rel="noreferrer"><span lang="EN-US" dir="ltr">https://doi.org/10.1111/jomf.70046</span></a><span lang="EN-US" dir="ltr">.</span></p><p><a href="https://www.socium.uni-bremen.de/" target="_blank" rel="noreferrer"><span lang="EN-US" dir="ltr">https://www.socium.uni-bremen.de/</span></a></p><p><a href="https://uol.de/soziologie-sozialer-ungleichheiten" target="_blank" rel="noreferrer">https://uol.de/soziologie-sozialer-ungleichheiten</a></p><p><a href="https://northwest-alliance.de/" target="_blank" rel="noreferrer"><span lang="EN-US" dir="ltr">https://northwest-alliance.de/</span></a></p><h4>Fragen beantworten</h4><p>Prof. Dr. Wiebke Schulz<br>Universität Bremen<br>SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik<br>Telefon: +49 421 218-58648<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,yuejwnbBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2">wschulz<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p>Prof. Dr. Gundula Zoch<br>Universität Oldenburg<br>Institut für Sozialwissenschaften<br>Tel.: +49 441 798-2152<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,iwpfwnc0bqejBwqn0fg" data-mailto-vector="2">gundula.zoch<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uol<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Northwest Alliance</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-40081</guid><pubDate>Tue, 10 Mar 2026 12:42:31 +0100</pubDate><title>Bremer Expertise für Chinas Umweltgesetzbuch</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/bremer-expertise-fuer-chinas-umweltgesetzbuch</link><description>Der Experte für Europäisches Umweltrecht, Professor Gerd Winter, unterstützt China bei der anspruchsvollen Kodifizierung seines gesamten Umweltrechts. Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie rechtswissenschaftlicher Wissenstransfer zwischen unterschiedlichen Rechtssystemen gestaltet werden kann.
</description><content:encoded><![CDATA[<p>China bereitet derzeit ein umfassendes Umweltgesetzbuch vor, das nach dem Zivilgesetzbuch von 2021 die zweite große Gesetzeskodifikation des Landes darstellen würde. Der aktuelle Entwurf umfasst fünf Teile mit insgesamt 1188 Artikeln – darunter Bestimmungen über Umweltrechtprinzipien, Transparenz und Rechtsschutz sowie Vorschriften zur Prävention und Kontrolle von Umweltverschmutzung, zum Schutz des Naturschutzes, zur grünen und kohlenstoffarmen Entwicklung und zum Rechtsvollzug. Der Nationale Volkskongresses (NVK) verabschiedet das Gesetzbuch 2026.</p><p>Professor Winter hat im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Gutachten zu dem Entwurf verfasst, in dem er Unterschiede und Konvergenzen zwischen chinesischem und europäischem Umweltrecht analysiert. Zudem hat er mehrfach Mitglieder des chinesischen Entwurfskomitees getroffen, um sie fachlich zu beraten.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-40061</guid><pubDate>Tue, 10 Mar 2026 10:58:00 +0100</pubDate><title>Wie Mikroben alten Kohlenstoff nutzen</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/wie-mikroben-alten-kohlenstoff-nutzen</link><description>Wie wird Kohlenstoff in unterschiedlichen Ökosystemen verarbeitet? Für eine Studie im Fachmagazin Communications Earth &amp; Environment haben Forschende im Exzellenzcluster „Der Ozeanboden – Unerforschte Schnittstelle der Erde“ den Kohlenstoffkreislauf in einem speziellen marinen Ökosystem verfolgt. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Aus heißen Quellen am Ozeanboden entweicht Kohlendioxid, das viele Millionen Jahre alt ist. Dieser alte Kohlenstoff stammt aus dem Erdinneren: Er wird entweder direkt aus dem Erdmantel freigesetzt oder entsteht durch die Erhitzung und Umwandlung von Gesteinen in geologisch aktiven Zonen, die Kalk oder ähnliche mineralische Bestandteile mit Kohlenstoff enthalten. Solche Prozesse treten vor allem dort auf, wo Erdplatten aufeinandertreffen oder aufreißen und heißes, aufsteigendes Material den Untergrund aufheizt. Was jedoch mit diesem Kohlenstoff geschieht, nachdem er ins Meer gelangt, war bislang weitgehend unklar.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h3>Der Weg des hydrothermalen Kohlenstoffs<br>&nbsp;</h3><p>Für eine neue Studie haben Forschende vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und der National Sun Yat-sen University und des <span lang="en" dir="ltr">Exploration and Development Research Institute </span>in Taiwan ein System heißer Quellen – Hydrothermalsysteme – in etwa zehn Meter Wassertiefe vor der taiwanesischen Insel Kueishantao untersucht, um den Weg dieses Kohlenstoffs durch das umgebende Meerwasser und die Aufnahme durch Mikroorganismen und sogar in höhere Lebewesen nachzuverfolgen.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p>„Wir konnten zeigen, dass Jahrtausende alter Kohlenstoff aus hydrothermalen Quellen Leben in diesen extremen Systemen antreiben kann“, sagt Joely Maak, die Erstautorin der Studie vom MARUM.&nbsp;<br>Das Team nutzt für diese Studie ein spezielles Isotop: Radiokohlenstoff (14C). Das radioaktive 14C entsteht in der oberen Atmosphäre der Erde durch kosmische Strahlung. Über Kohlendioxid gelangt das entstandene 14C dann in den natürlichen Kohlenstoffkreislauf und wird von Pflanzen, Mikroorganismen und schließlich von Tieren aufgenommen. Solange ein Organismus lebt, bleibt der Anteil an 14C nahezu konstant. Stirbt er oder wird der Kohlenstoff über sehr lange Zeiträume von der Atmosphäre getrennt, zerfällt das 14C allmählich. Nach mehreren zehntausend Jahren ist es praktisch nicht mehr nachweisbar. Kohlenstoff aus dem Erdinneren ist extrem alt und schon sehr lange von der Atmosphäre getrennt, enthält daher kein 14C mehr.<br>&nbsp;</p><p>Gelangt dieser Kohlenstoff über hydrothermale Quellen ins Meer, trägt er eine deutlich andere Signatur als moderner, atmosphärischer Kohlenstoff, er ist faktisch “14C-tot”. Genau diesen Unterschied nutzen die Forschenden jetzt für die aktuelle Studie, um den Weg des hydrothermalen Kohlenstoffs durch das marine Ökosystem nachzuverfolgen.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p>„Der Ansatz der Studie war es, den alten, 14C-freien Kohlenstoff aus hydrothermalen Quellen als natürlichen Marker zu nutzen. Dass sich der Fingerabdruck so deutlich durch das gesamte Nahrungsnetz, auch in höhere Organismen verfolgen lässt, war auch für uns überraschend“, so Dr. Hendrik Grotheer, Geochemiker am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar and Meeresforschung.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h3>Wie ein effizienter Stoffwechselweg ganze Nahrungsnetze prägt&nbsp;<br>&nbsp;</h3><p>Bereits in früheren Arbeiten konnte das Team zeigen, dass spezialisierte Bakterien an diesen Quellen über eine besondere „Geheimwaffe“ verfügen: den sogenannten reduktiven Tricarbonsäurezyklus, kurz rTCA. Dieser besonders energieeffiziente Stoffwechselweg ermöglicht es Mikroorganismen,&nbsp;</p><p>Kohlendioxid selbst unter extremen Bedingungen in ihre Biomasse einzubauen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen zeigt die neue Studie nun, dass der Kohlenstoff aus den heißen Quellen tatsächlich bis zu 30 Prozent der Biomasse der am Hydrothermalsystem lebenden Bakterien ausmacht und über das lokale Nahrungsnetz weitergegeben wird. Sogar Krebse, die direkt an den hydrothermalen Quellen leben, enthalten diesen alten Kohlenstoff, da sie sich von den am Hydrothermalsystem lebenden Bakterien ernähren. Dadurch erscheint ihr Körpergewebe messbar älter, als es in Wirklichkeit ist.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p>Der Projektleiter Dr. Enno Schefuß, MARUM, erläutert: „Nur durch die Kombination der Untersuchung spezifischer bakterieller Marker, sogenannter Fettsäuren, und Radiokohlenstoff-Analysen an diesen Fettsäuren war es möglich, diese neuen Befunde zu erlangen, also eine Kombination aus modernster Technik und sorgfältigster Laborarbeit.“&nbsp;<br>&nbsp;</p><h3>Auch Photosynthese nutzt hydrothermalen Kohlenstoff&nbsp;<br>&nbsp;</h3><p>Mithilfe von zusätzlichen Wasserstoffisotopen konnten die Forschenden zudem unterscheiden, ob der Kohlenstoff durch Chemosynthese oder durch Photosynthese aufgenommen wurde. Bei Photosynthese wird wie bei allen Pflanzen das Sonnenlicht zur Energieerzeugung genutzt, während Chemosynthese ganz ohne Sonnenlicht funktioniert: Hier verwenden Mikroorganismen reduzierte chemische Stoffe aus dem Erdinneren, um Energie zu gewinnen. Bisher wurde nie konkret nachgewiesen, dass Photosynthese eine Rolle bei der Aufnahme alten Kohlenstoffs aus Hydrothermalsystemen spielt. Die jetzige Studie zeigt durch die Verwendung verschiedener Isotopenanalysen, dass weiter entfernt von der Quelle auch Photosynthese-betreibende Organismen in erheblicher Distanz zum Hydrothermalsystem Kohlenstoff aufnehmen.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p>„Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass trotz dieser verschiedenen Aufnahmewege nur ein vergleichsweise kleiner Anteil des insgesamt freigesetzten Kohlenstoffs tatsächlich im lokalen Ökosystem verbleibt. Der Großteil des freigesetzten CO2 entzieht sich der direkten biologischen Nutzung und wird mit den umgebenden Wassermassen in den Ozean verteilt oder gelangt in die Atmosphäre“, fügt die Erstautorin Joely Maak hinzu. „Andererseits kann die Freisetzung von Komponenten, die in dieser Studie nicht berücksichtigt wurden, wie gelöster organischer Kohlenstoff und Mikronährstoffe aus marinen Hydrothermalquellen, die Biogeochemie der Ozeane beeinflussen. Dies wird in mehreren Projekten der zweiten Phase des Exzellenzclusters, die gerade gestartet wurde, genauer untersucht werden“, erklärt Co-Projektleiter Dr. Marcus Elvert vom MARUM.<br>&nbsp;</p><h3>Internationale Zusammenarbeit zur erfolgreichen Erforschung verborgener Prozesse im Ozean<br>&nbsp;</h3><p>Die Studie unterstreicht die Bedeutung langfristiger internationaler Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Bremen und zeigt, wie moderne Isotopenmethoden dabei helfen können, bislang verborgene biogeochemische Prozesse im Meer sichtbar zu machen. „Diese Studie zeigt, wie wichtig langfristige internationale Kooperationen für unser Verständnis komplexer Prozesse im Ozean sind“, sagt Dr. Solveig Bühring. „Zusammen mit meiner taiwanesischen Projektpartnerin Prof. Yu-Shih Lin habe ich die Feldarbeiten geleitet. Diese Kooperation ist durch ein gemeinsames DAAD-gefördertes Stipendium entstanden und hat sich zu einer äußerst erfolgreichen wissenschaftlichen Partnerschaft entwickelt. Ich hoffe sehr, dass wir diesen engen Austausch auch in Zukunft fortsetzen und gemeinsam weitere Einblicke in die Rolle hydrothermaler Systeme im globalen Kohlenstoffkreislauf gewinnen können.“<br>&nbsp;</p><p>Die Studie ist zusätzlich finanziert und eingebunden in die Forschung des aktuellen Exzellenzclusters „Der Ozeanboden – Unerforschte Schnittstelle der Erde“. Ziel des Clusters ist es, Ozeanboden-Ökosysteme unter sich verändernden Umweltbedingungen sowie zentrale Stoffkreisläufe wie den des Kohlenstoffs besser zu verstehen.<br>&nbsp;</p><h4>Originalpublikation:&nbsp;<br>&nbsp;</h4><p>Joely Marie Maak, Marcus Elvert, Hendrik Grotheer, Yu-Shih Lin, Gesine Mollenhauer, In-Tian Lin, Solveig I. Bühring &amp; Enno Schefuß: <span lang="en" dir="ltr">Physicochemical controls on ancient carbon assimilation into ecosystem biomass in shallow-water hydrothermal Systems. Commun Earth Environ</span> (2026).&nbsp;</p><p>DOI: 10.1038/s43247-026-03254-z<br>LINK <a href="https://doi.org/10.1038/s43247-026-03254-z" target="_blank" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1038/s43247-026-03254-z</a></p><p>&nbsp; &nbsp;<br>&nbsp;</p><h4>Mehr Informationen:&nbsp;<br>&nbsp;</h4><p>Video zur Forschung Joely Maaks am Kueishantao-Hydrothermalsystem <a href="https://youtu.be/E3VUk5P4OAU" target="_blank" rel="noreferrer">https://youtu.be/E3VUk5P4OAU</a></p><p><br>Link zur Veröffentlichung 2025: <a href="https://www.marum.de/Geheimwaffe-rTCA.html" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.marum.de/Geheimwaffe-rTCA.html</a></p><h4>&nbsp;<br>Fragen beantwortet:&nbsp;<br>&nbsp;</h4><p>Joely Maak<br>MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen<br>Telefon: +49 421 21865585<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,loccmBoctwo0fg" data-mailto-vector="2">jmaak<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>marum<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p><br>Dr. Enno Schefuß<br>MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen<br>Telefon: +49 421 21865526<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,guejghwuuBoctwo0fg" data-mailto-vector="2">eschefuss<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>marum<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-40056</guid><pubDate>Mon, 09 Mar 2026 10:08:23 +0100</pubDate><title>Transferpreis 2026: Bis zum 31. Mai bewerben</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/transferpreis-2026-bis-zum-31-mai-bewerben</link><description>Bereits zum zweiten Mal würdigt die Universität Bremen mit dem Transferpreis herausragende Transferaktivitäten. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Erstmals wird außerdem der Transferpreis Nachhaltigkeit vergeben, der mit 1.000 Euro dotiert ist.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Von der studentischen Projektgruppe, die gemeinsam mit einem Wohlfahrtsverband Handlungsempfehlungen erarbeitet und umgesetzt hat bis zu einem digitalen Prototyp-Projekt in Kooperation mit einem Unternehmen – die Bandbreite gelungener Transferformate ist groß.</p><p>Entsprechend können sich Mitglieder aus allen Statusgruppen der Universität um den Preis bewerben. Dafür steht bis zum 31. Mai unter <a href="http://www.uni-bremen.de/transferpreis" target="_blank">www.uni-bremen.de/transferpreis</a> ein Formular zur Verfügung, in dem die Bewerber:innen ihre Transferaktivität beschreiben und Materialien zur Transferaktivität hochladen können.&nbsp;</p><h3>Welche Transferaktivitäten können eingereicht werden?</h3><p>Eingereicht werden können alle Transferaktivitäten im Sinne der Transferstrategie der Universität Bremen. Dazu zählen beispielsweise Initiativen oder Projekte,</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="eabecb5d9c615f8711f23e57ab6f53a6a">die Forschungsergebnisse auf innovative Weise der Öffentlichkeit vermitteln,</li><li data-list-item-id="e66769603d0fa8d0e247095b1b6b4c903">die gesellschaftliche Akteur:innen in die Gestaltung von Forschungsprozessen einbinden,</li><li data-list-item-id="e0120ec822323cf79d228647a0f23cdc9">die Lehrinhalte in die Praxis übertragen,</li><li data-list-item-id="e8f5d3ab2ee3858e0afddfe51414452e7">die soziale oder technische Innovationen in die Gesellschaft transferieren oder</li><li data-list-item-id="e4d7b9ee043c37a9579d0d454d6c30a44">die die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft stärken.</li></ul><p>Eingereicht werden können Transferaktivitäten, die sich noch in der Umsetzung befinden oder deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Voraussetzung ist zudem, dass bereits ein nachweisbarer Output vorliegt – eine praktische Anwendung muss also erfolgt sein. Vorhaben, die sich noch in der reinen Planungsphase befinden, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.</p><p>Die eingereichten Aktivitäten können regional, national oder international ausgerichtet sein. Wichtig ist außerdem, dass sie in Kooperation mit mindestens einer externen Einrichtung oder Organisation aus Gesellschaft, Kultur, Bildung, Politik oder Wirtschaft durchgeführt werden oder sich an eine klar definierte externe Zielgruppe richten.</p><p>Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus universitätsinternen und -externen Transferexpert:innen. Der Transferpreis 2026 wird am 27. Oktober 2026 in feierlichem Rahmen in der Kassenhalle im Forum am Domshof verliehen.</p><h3>Transfer an der Universität Bremen</h3><p>Transfer gehört neben Forschung und Lehre zu den zentralen Aufgaben der Universität Bremen. Der Anspruch, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich hierfür auch in Kooperation mit Akteur:innen außerhalb des Wissenschaftssystems zu engagieren, prägt sie seit ihrer Gründung im Jahr 1971. Transfer versteht die Universität als einen breit angelegten Austauschprozess, der Kooperation und Dialog ihrer Mitglieder mit Akteur:innen aus Gesellschaft, Kultur, Bildung, Politik, Verwaltung und Wirtschaft umfasst.</p><p>&nbsp;</p><h4>Weitere Informationen:</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/transferpreis" target="_blank">www.uni-bremen.de/transferpreis</a></p><h4>Fragen beantwortet:</h4><p>Anne-Kathrin Guder<br>Leitung UniTransfer<br>Telefon: +49 421 218 60330<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,cppg/mcvjtkp0iwfgtBxy0wpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2">anne-kathrin.guder<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>vw.uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-40055</guid><pubDate>Mon, 09 Mar 2026 09:56:50 +0100</pubDate><title>Tag der Physik und Elektrotechnik: Schüler:innen bekommen Einblick </title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/tag-der-physik-und-elektrotechnik-schuelerinnen-bekommen-einblick</link><description>Am Freitag, 6.3.2026, fand im Fachbereich 1 zum 16. Mal der „Tag der Physik und Elektrotechnik“ statt. Das Interesse war wieder groß: Rund 350 Schüler:innen mit ihren Lehrkräften aus Physikkursen in Bremen und dem Umland kamen auf den Campus, um sich über die aktuelle Forschung zu informieren.  </description><content:encoded><![CDATA[<p>Meike List, Professorin für Physik, und Anna Förster, Professorin für Elektrotechnik, gaben den Schüler:innen interessante Einblicke in aktuelle Forschungsthemen. Dabei konnten sie auch anhand von konkreten Beispielen zeigen, wie die Forschenden der Universität Bremen dazu beitragen, Lösungen für große Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu entwickeln – von der Erforschung des Weltalls bis hin zum nachhaltigen Handeln durch technischen Fortschritt.&nbsp;<br>Die Schüler:innen erwartete zudem ein vielseitiges Programm aus 16 Führungen durch die Labore der Physik und Elektrotechnik.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p>Professor Christoph Kulgemeyer, der den Tag mit seinem Team der Physikdidaktik organisiert hat, betonte: „Für unseren Fachbereich ist dieser Tag sehr wichtig, um die Studiengänge der Physik und Elektrotechnik vorzustellen und Vorurteile auszuräumen, die mit diesen Fächern verbunden sind. Denn man muss kein Genie sein, um die Fächer erfolgreich zu studieren. Viele Vorurteile halten Menschen vom Studium unserer Fächer ab. Die Wahrheit ist aber: Wir sind gut darauf vorbereitet, im Studium auf jede und jeden einzugehen. Wir suchen immer neue Studierende und freuen uns auf jede Person, die sich für unsere Fächer interessiert.“&nbsp;<br>Auch der StuGa Physik war anwesend und stand den Schüler:innen für Fragen zum Studium zur Verfügung.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p>Die Lehrkräfte konnten sich in der Zwischenzeit im Rahmen eines Workshops über Neues aus der Physikdidaktik informieren. Wie immer war die Veranstaltung ausgebucht. Auch im kommenden Jahr soll es daher natürlich wieder einen Tag der Physik und Elektrotechnik geben.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h4>Weitere Informationen:&nbsp;<br>&nbsp;</h4><p><a href="https://www.uni-bremen.de/fb1/transfer-schule/tag-der-physik-elektrotechnik" target="_blank">https://www.uni-bremen.de/fb1/transfer-schule/tag-der-physik-elektrotechnik</a></p><h4><br>Fragen beantwortet:&nbsp;<br>&nbsp;</h4><p>Prof. Dr. Christoph Kulgemeyer<br>Fachbereich Physik/Elektrotechnik&nbsp;<br>Universität Bremen&nbsp;<br>E-Mail: kulgemeyer@physik.uni-bremen.de&nbsp;<br>Telefon: +49 421 218-62020&nbsp;<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-40052</guid><pubDate>Fri, 06 Mar 2026 10:43:35 +0100</pubDate><title>Wie ein mathematischer Trick Indexfonds präziser macht: Studie aus Bremen in Top-Journal </title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/wie-ein-mathematischer-trick-indexfonds-praeziser-macht-studie-aus-bremen-in-top-journal</link><description>Vier Bremer Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, das die Genauigkeit von Indexfonds deutlich verbessert, ohne die Kosten zu erhöhen. Ihre Studie ist im European Journal of Operational Research (EJOR) erschienen – einem der renommiertesten wirtschaftswissenschaftlichen Journals weltweit.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Worum geht es genau? Bei passiven Investmentfonds wie ETFs&nbsp;(Exchange Traded Funds) geht es darum, einen Index wie den Deutschen Aktienindex (DAX) möglichst genau nachzubilden.&nbsp;Kauft ein Aktienanleger einen ETF, kann es passieren, dass der Wert seines Fonds nach einem Jahr um 1,5 Prozent vom echten DAX abweicht. Warum? Weil die Replikation – also die Methode, mit der ein ETF die Wertentwicklung eines bestimmten &nbsp;Aktienindexes nachbildet – nicht perfekt war. Mit einem neuen cleveren mathematischen Trick verbessert die wissenschaftliche Studie der<strong>&nbsp;</strong>Professoren Christian Fieberg, Armin Varmaz (Hochschule Bremen, HSB), Dr. Carlos Osorio und Professor Thorsten Poddig (Universität Bremen) die Genauigkeit von ETFs.</p><h3><span>Warum das Problem so wichtig ist</span></h3><p>„Klassische Methoden sind oft anfällig für sogenannte ‚Schätzfehler‘ – etwa, weil zu viele Aktien berücksichtigt werden oder weil die Daten ungenau sind“, erklärt Professor Armin Varmaz. Das führt zu Abweichungen, die sich über Jahre summieren und die Anleger:innen Geld kosten können. Ein ETF, der den DAX verfolgt, sollte wirklich den DAX abbilden – nicht nur annähernd. „Unser Ansatz nutzt charakteristische Merkmale der Unternehmen – wie Größe, Wachstum oder Wert –, um die Auswahl der Aktien intelligenter zu gestalten“, so der Wissenschaftler.</p><p>Die vier Forscher entwickelten einen neuartigen Optimierungsansatz, der nicht nur präziser ist, sondern auch die Anzahl der Aktien im Fonds kontrolliert. So bleibt die Transparenz und die Handhabbarkeit erhalten. „Wir haben gezeigt: Unser Modell schneidet in allen Tests – von verschiedenen Indizes über verschiedene Zeiträume bis hin zu unterschiedlichen Transaktionskosten – konsistent besser ab“, betont Professor Christian Fieberg (HSB).</p><h3><span>Studie ist öffentlich zugänglich</span></h3><p>Die englischsprachige Studie mit dem Titel „Enhancing Index-Tracking Performance: Leveraging Characteristic-Based Factor Models for Reduced Estimation Errors“ ist als Open-Access-Publikation frei zugänglich und kann unter folgendem Link abgerufen werden: <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0377221725006800" target="_blank" rel="noreferrer">www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0377221725006800</a></p><p>„Unsere Arbeit zeigt: Auch in der Finanzwelt kann Forschung direkt zur besseren Praxis beitragen“, betonen die beiden Wissenschaftler des&nbsp;Forschungs- und Transferclusters „Dynamics, Tension and Xtreme Events“ der HSB. „Wenn ein ETF wirklich den Index nachbildet, profitieren alle – Anleger:innen, Fondsmanager und die gesamte Finanzwelt.“</p><p>&nbsp;</p><h4><span>Weitere Informationen:</span></h4><p><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0377221725006800" target="_blank" rel="noreferrer">www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0377221725006800</a></p><h4><span>Fragen beantwortet:&nbsp;</span></h4><p>Thorsten Poddig&nbsp;<br>Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Finanzwirtschaft<br>Universität Bremen<br>Telefon: +49 (0) 421&nbsp;218 - 66720<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,rqffkiBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2">poddig<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a><br><br>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-40046</guid><pubDate>Thu, 05 Mar 2026 11:00:50 +0100</pubDate><title>Nature-Studie: Klimawandel bringt tropische Insekten an ihre Hitzegrenze</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/nature-studie-klimawandel-bringt-tropische-insekten-an-ihre-hitzegrenze</link><description>Bis zur Hälfte der Insekten im Amazonasraum könnte durch die fortschreitende menschengemachte Erderwärmung in lebensbedrohliche Hitzebereiche geraten. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uni Bremen und Würzburg, die im renommierten Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde.</description><content:encoded><![CDATA[<p>„Aktuelle Auswertungen zur Hitzetoleranz von Insekten wie Faltern, Fliegen und Käfern zeichnen ein differenziertes und zugleich alarmierendes Bild“, erläutert Studienautorin Dr. Kim Holzmann, Tierökologin und Tropenbiologin am Biozentrum der Universität Würzburg.&nbsp;Demnach passt sich die Fähigkeit vieler Insekten, hohe Temperaturen zu ertragen, nicht einfach an ihre jeweilige Umwelt an. „Während Arten in höheren Lagen ihre Hitzetoleranz zumindest kurzfristig erhöhen können, fehlt diese Fähigkeit bei vielen Tieflandarten weitgehend.“</p><h3>Drohende Folgen für ganze Ökosysteme</h3><p>Die Studie „Limited thermal tolerance in tropical insects and its genomic signature“ („Begrenzte Hitzetoleranz bei tropischen Insekten und ihre genomische Signatur“) macht deutlich, dass tropische Insekten insgesamt nur eine sehr begrenzte Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel besitzen. Studienautor Dr. Marcell Peters, Tierökologe der Universität Bremen , sagt: „Gerade in Regionen mit der weltweit höchsten Artenvielfalt könnten steigende Temperaturen massive Auswirkungen auf Insektenpopulationen haben. Da Insekten zentrale Funktionen in Ökosystemen erfüllen, etwa als Bestäuber, Zersetzer oder Räuber, drohen weitreichende Folgen für ganze Ökosysteme.“</p><p>Auffällig seien zudem starke Unterschiede zwischen verschiedenen Insektengruppen. Die Forschenden führen diese Unterschiede auf den Aufbau und die Hitzestabilität von Proteinen zurück: „Diese Eigenschaften sind im evolutionären Stammbaum der Insekten vergleichsweise konserviert und lassen sich nur begrenzt verändern. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass grundlegende Merkmale der Hitzetoleranz tief biologisch verankert sind und sich nicht schnell an neue Klimabedingungen anpassen lassen“, so Peters.</p><p>Für den Amazonasraum fällt die Prognose besonders alarmierend aus, wie Holzmann betont. „Sollten sich die globalen Ökosysteme weiter ungebremst erwärmen, werden künftig erwartete Temperaturen bei bis zu der Hälfte der dortigen Insektenarten zu kritischen Hitzebelastungen führen.“</p><h3>Bislang geringe Zahl an Messdaten</h3><p>Insekten machen rund 70 Prozent aller bekannten Tierarten aus, die meisten von ihnen leben in den Tropen. Dennoch ist bislang wenig darüber bekannt, wie gut tropische Insekten steigende Temperaturen verkraften. Ein Grund dafür ist die bislang geringe Zahl experimenteller Messdaten zur Temperaturtoleranz sowie die unzureichende Erforschung vieler Insektengruppen. Durchgeführt wurde die Studie von einem internationalen Forschungsteam und mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).</p><p>Für die Studie untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler experimentell die Temperaturtoleranzgrenzen von mehr als 2.000 Insektenarten. Die Daten wurden in den Jahren 2022 und 2023 in unterschiedlichen Höhenlagen in Ostafrika und Südamerika erhoben, von kühlen Bergwäldern bis zu heißen Regenwäldern und Savannen im Tiefland. Ergänzend analysierte das Team die Genome zahlreicher Arten, um die Stabilität ihrer Proteine zu untersuchen und besser zu verstehen, warum einige Insektengruppen Hitze besser ertragen als andere.</p><h4>Weitere Informationen</h4><p>Holzmann KL, Schmitzer T, Abels A, Čorkalo M, Mitesser O, Kortmann M, Alonso-Alonso P, Correa-Carmona Y, Pinos A, Yon F, Alvarado M, Forsyth A, Lopera-Toro A, Brehm G, Keller A, Otieno M, Steffan-Dewenter I, Peters MK (in press) Limited thermal tolerance in tropical insects and its genomic signature. Nature, <a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10155-w" target="_blank" rel="noreferrer">doi.org/10.1038/s41586-026-10155-w</a></p><h4>Fragen beantworten</h4><p>Dr. Kim Lea Holzmann&nbsp;<br>Department of Animal Ecology and Tropical Biology<br>Biocenter, University of Würzburg<br>Telefon: +49 931 31-86716<br>E-Mail: kim-lea.holzmann@uni-wuerzburg.de</p><p>Dr. Marcell Peters<br>BIOM, Universität Bremen<br>Telefon: + 49 421 218 – 63481<br>E-Mail: marcell.peters@uni-bremen.de</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-40028</guid><pubDate>Wed, 04 Mar 2026 12:00:31 +0100</pubDate><title>Die Schule der Zukunft – Beitrag von Yasemin Karakaşoğlu in „Spektrum der Wissenschaft“</title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/die-schule-der-zukunft-beitrag-von-yasemin-karakasoglu-in-spektrum-der-wissenschaft</link><description>Wie würden Bildung und Schulkultur aussehen, wenn man Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen konsequent zusammendenkt? Diese Frage hat das Magazin „Spektrum der Wissenschaft“ 17 Forschenden gestellt. Professorin Yasemin Karakaşoğlu äußerte sich dabei zum Umgang mit Vielfalt.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Professorin für Bildung in der Migrationsgesellschaft und Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Bremen beschreibt in ihrem Beitrag die Schule der Zukunft als „Schule für alle“ und damit als „Bildungs- und Lebensraum für das Aufwachsen in einer vielfältigen Gesellschaft“.&nbsp;</p><p>Zu einer Schule der Vielfalt tragen laut Karakaşoğlu viele Faktoren bei, darunter gut ausgebildete Fachkräfte, die die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln und ein großes Angebot an kreativen, sportlichen und musischen Aktivitäten. Diese Schule kennzeichnen verbindliche Regeln und klare Maßnahmen gegen Mobbing, Rassismus und Diskriminierung. Mehrsprachigkeit müsse nicht nur anerkannt, sondern auch aktiv in den Unterricht einbezogen werden, ohne diskriminierende Sprachverbote im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof. Wenn Schüler:innen innerhalb des Schuljahres neu in eine Klasse kommen, ermitteln die Lehrkräfte individuell ihre Fähigkeiten und Förderbedarfe. Gleichaltrige Buddys helfen den Neuen, in der Klasse Fuß zu fassen. Die Schule bietet darüber hinaus Programme für alle Kinder und Jugendlichen an, in denen sie sich mit anderen jungen Menschen über Ländergrenzen hinweg austauschen können – vor Ort oder individuell.&nbsp;</p><p>Der Beitrag von Yasemin Karakaşoğlu sowie alle weiteren Denkanstöße finden sich hier: <a href="https://reportage.spektrum.de/die-schule-der-zukunft" target="_blank" rel="noreferrer">https://reportage.spektrum.de/die-schule-der-zukunft</a></p><h4>&nbsp;</h4><h4>Fragen beantwortet:&nbsp;</h4><p>Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu<br>Leiterin des Arbeitsbereiches Bildung in der Migrationsgesellschaft<br>Universität Bremen<br>Telefon +49 421 218-69020<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,mctcmcuqinwBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2">karakasoglu<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-40020</guid><pubDate>Wed, 04 Mar 2026 10:27:13 +0100</pubDate><title>Die Hochschulen im Land Bremen stellen sich vor </title><link>https://www.uni-bremen.de/universitaet/hochschulkommunikation-und-marketing/aktuelle-meldungen/detailansicht/die-hochschulen-im-land-bremen-stellen-sich-vor</link><description>Auf einer gemeinsamen Online-Veranstaltung stellen sich die Hochschulen des Landes Bremen vor und informieren über ihr Studienangebot und das Bewerbungsverfahren. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 12. März von 16 bis 18 Uhr über Zoom statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Welche Studiengänge kann ich in Bremen an welcher Hochschule studieren? Welche Fächer sind beliebt, welche weniger beliebt und woran liegt das? Wodurch unterscheiden sich die Hochschulen im Land Bremen? Diese und weitere Fragen, zum Beispiel zu den Zulassungsvoraussetzungen und zur Bewerbung, werden in der Online-Veranstaltung beantwortet. Vertreten sind dabei die Universität Bremen, die Hochschule Bremen, die Hochschule für Künste Bremen und die Hochschule Bremerhaven. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte für ein Bachelor-Studium und finden auf Deutsch statt. Es besteht aber die Möglichkeit, Fragen auf Englisch zu stellen.<br>&nbsp;</p><p>Eine Anmeldung ist über die Webseiten der beteiligten Hochschulen möglich bzw. unter <a href="http://www.uni-bremen.de/va-studieren-hb." target="_blank" class="external-link">www.uni-bremen.de/va-studieren-hb.</a><br>Bitte vormerken: Weitere Veranstaltungen finden am 28.05. und 12.11. statt.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h4>Weitere Informationen:<br>&nbsp;</h4><p><a href="http://www.uni-bremen.de/va-studieren-hb" target="_blank" class="external-link">www.uni-bremen.de/va-studieren-hb</a><br><a href="http://www.hs-bremen.de/studieninfo" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.hs-bremen.de/studieninfo</a><br><a href="http://www.hs-bremerhaven.de/studienberatung" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.hs-bremerhaven.de/studienberatung</a><br><a href="http://www.hfk-bremen.de/de/studium" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.hfk-bremen.de/de/studium</a><br>&nbsp;</p><h4>Fragen beantworten:<br>&nbsp;</h4><p>Universität Bremen<br>Betina da Rocha<br>Zentrale Studienberatung<br>Telefon +49 421 218 61152<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,fctqejcBwpk/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2" class="e-mail-link">darocha<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>uni-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a><br>&nbsp;</p><p>Hochschule Bremen (HSB)<br>City University of Applied Sciences<br>Dirk Busche<br>Zentrale Studienberatung (ZSB)<br>Telefon: +49 421-5905 2743<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,Fktm0DwuejgBju/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2">Dirk.Busche<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>hs-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p><br>Hochschule Bremerhaven<br>Christoph Lüders<br>Studienberatung<br>Telefon: +49 471 4823 556<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,uvwfkgpdgtcvwpiBju/dtgogtjcxgp0fg" data-mailto-vector="2">studienberatung<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>hs-bremerhaven<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p><br>Hochschule für Künste (HfK) Bremen<br>Thorrid Dalter<br>Leitung Dezernat 1 – Studentische und<br>akademische Angelegenheiten<br>Tel.: +49 421 9595 1110<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,vjqttkf0fcnvgtBjhm/dtgogp0fg" data-mailto-vector="2">thorrid.dalter<span class="d-none">protect me ?!</span><i class="fa fa-at" aria-hidden="true"></i>hfk-bremen<span class="d-none">protect me ?!</span>.de</a></p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded></item></channel></rss>

    

    

