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Es werden nur Veranstaltungen ausgegeben, die in der Zukunft liegen
Die Veranstaltungen werden nach Datum aufsteigend sortiert ausgegeben.
Dienstag 10.02.2026
Ausstellung Unissued Diplomas
Diese Ausstellung dokumentiert die Geschichten von 40 ukrainischen Studierenden, die im Krieg getötet worden sind.
Sie entstand aus einer Initiative junger Ukrainerinnen und Ukrainer, die mit 40 kurzen Biografien an Studierende erinnern, die vor dem Abschluss ihres Studiums im Krieg getötet wurden.
Das Projekt wurde 2023 gegründet und diese Ausstellung in über 30 Ländern auf fünf Kontinenten präsentiert.
Auf Anfrage von Yuliia Kotvytska (Studentin an der Universität Bremen) hat sich die Bibliothek an dieser Initiative beteiligt.
Wir präsentieren diese Ausstellung vom 10.Februar bis 15.März 2026 in der Zentrale der Bibliothek am Uniboulevard.
Montag 02.03.2026, 19:00 Uhr
Aus den Akten auf die Bühne - Reichsführers gehorsamster Becher: Vom SS-Standartenführer zum Millionär
Szenische Lesung mit der bremer shakespeare company
Die Karriere von Kurt A. Becher (1909-1995) zeigt, wie aus NS-Tätern nach 1945 „Mitläufer“ wurden, die nicht nur in der Wirtschaft erfolgreich agieren konnten. Der Getreidegroßhandel machte ihn zu einem der reichsten Männer in Westdeutschland und verschaffte ihm wichtige Posten in der Bremer Wirtschaft.
Am 11. Februar 1948 hatte ihn die Nürnberger Spruchkammer in die Gruppe V „Entlastete“ eingestuft. Im Januar 1961 berichtete der Weser-Kurier unter dem Titel „Geschäfte mit Menschenleben?“ über eine Verhandlung gegen Becher in Frankfurt a. M. und seine Rolle im Eichmann-Prozess. Erst als Becher im Juni 1961 vor dem Amtsgericht Bremen als Zeuge im Eichmann-Prozess aussagen musste, wurde auch in Bremen öffentlich über seine NS-Vergangenheit diskutiert.
1982 löste die Veröffentlichung der Bremer Journalistin Karla Müller-Tupath über seine Verbrechen heftige Reaktionen aus. Nach fünf Monaten, im Oktober 1982, stellte die Staatsanwaltschaft Bremen das Ermittlungsverfahren gegen ihn „aus Mangel an Beweisen“ ein – ohne Becher vernommen zu haben.
Dienstag 03.03.2026, 19:30 Uhr
Aus den Akten auf die Bühne – Menschen auf der Flucht - Anna Seghers "Transit"
Damals hatten alle nur einen einzigen Wunsch: abfahren.
Alle hatten nur eine einzige Furcht: zurückbleiben.
(Transit, 2021, S. 156)
Im März 1941 floh Anna Seghers mit ihrer Familie von Marseille auf einem Frachtschiff nach Mexiko. Sie gehörte zu den rund 40.000 Flüchtlingen, denen der mexikanische Generalkonsul Gilberto Bosques Visa ausgestellt hat.
1944 erscheint ihr Roman »Transit«, in dem sie das Leben der vor den Nazis geflüchteten Menschen verarbeitet hat, in spanischer und englischer Sprache, 1948 in einem deutschen Verlag.
Lesung im Rahmen von »Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus« mit Peter Lüchinger (bsc), Dr. Eva Schöck-Quinteros (Universität Bremen).
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten.
Montag 09.03.2026, 11:30 Uhr
Uni-Geschichte & Kunst erleben im GW1
Seit 1971 wird an der Universität Bremen gelehrt, geforscht, geplant und diskutiert. Über die vergangenen, sehr bewegten 55 Jahre geben abertausende Originaldokumente im Universitätsarchiv Auskunft. Das „Gedächtnis der Uni“ befindet sich im ältesten Gebäude auf dem Campus: dem GW1. Wandgemälde in und an diesem Gebäude erzählen ihre ganz eigene Geschichte.
Gehen Sie mit uns auf Entdeckungstour!
Wann: Montag, 9. März 2026, 11:30-13 Uhr
Wo: GW1, Trakt A, Foyer im Erdgeschoss
Die Archiv- und Kunstführung findet aus Anlass des bundesweiten Tags der Archive statt. Es ist möglich, nur das Archiv oder die Kunstwerke zu besichtigen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Freitag 13.03.2026, 16:00 Uhr
Regionaltreffen der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e. V. (GDNÄ)
Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e. V. (GDNÄ) lädt herzlich zu ihrem Regionaltreffen nach Bremen ein. Das Treffen richtet sich an Mitglieder und Interessierte aus Norddeutschland und dient der Einstimmung auf die 134. überregionale Versammlung, die im September unter dem Motto „Wissen schafft Nutzen – Wissenschaft nutzen“ ebenfalls in Bremen stattfinden wird.
Neben der Möglichkeit für Austausch und Vernetzung erwartet Sie ein Fachvortrag zum Thema „Klima-Umbrüche und das Ende der nordischen Siedlungen in Grönland“ von Prof. Dr. Michal Kucera, Konrektor für Forschung Transfer, Universität Bremen.
Bitte melden Sie sich bei Interesse bis zum 27. Februar 2026 per E-Mail mit dem Betreff „Regionaltreffen Bremen“ an (info@gdnae.de)
Dienstag 31.03.2026, 19:00 Uhr
Aus den Akten auf die Bühne - Reichsführers gehorsamster Becher: Vom SS-Standartenführer zum Millionär
Szenische Lesung mit der bremer shakespeare company
Die Karriere von Kurt A. Becher (1909-1995) zeigt, wie aus NS-Tätern nach 1945 „Mitläufer“ wurden, die nicht nur in der Wirtschaft erfolgreich agieren konnten. Der Getreidegroßhandel machte ihn zu einem der reichsten Männer in Westdeutschland und verschaffte ihm wichtige Posten in der Bremer Wirtschaft.
Am 11. Februar 1948 hatte ihn die Nürnberger Spruchkammer in die Gruppe V „Entlastete“ eingestuft. Im Januar 1961 berichtete der Weser-Kurier unter dem Titel „Geschäfte mit Menschenleben?“ über eine Verhandlung gegen Becher in Frankfurt a. M. und seine Rolle im Eichmann-Prozess. Erst als Becher im Juni 1961 vor dem Amtsgericht Bremen als Zeuge im Eichmann-Prozess aussagen musste, wurde auch in Bremen öffentlich über seine NS-Vergangenheit diskutiert.
1982 löste die Veröffentlichung der Bremer Journalistin Karla Müller-Tupath über seine Verbrechen heftige Reaktionen aus. Nach fünf Monaten, im Oktober 1982, stellte die Staatsanwaltschaft Bremen das Ermittlungsverfahren gegen ihn „aus Mangel an Beweisen“ ein – ohne Becher vernommen zu haben.