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Montag 01.06.2026, 14:30 Uhr
Data Story with Data Champion Award 2026 Winners - The RISC Milieus: A Data Story from Social Survey Data to an Open-Source Typology with Interactive Applications

Data Stories are inspirational guest talks about data handling, data management and data science from experts demonstrating real world applications in the private sector or in academia. Data Stories offer career perspectives, room for creative ideas enhancing research, and help building a cross-discipline and cross-institutional network with other data enthusiasts.

This year’s Data Champion award was presented to Dr. Anne Speer, Charlotte Brandhorst (both University of Bremen / Research Institute Social Cohesion RISC) and Leonie Wolfrath (University of Mannheim, formerly RISC) for their work on the RISC milieu typology, developed at SOCIUM, University of Bremen.

The typology links socioeconomic living conditions with value orientations and helps make social groups and societal lines of conflict visible. The award-winning team has made this approach openly accessible through data resources, documentation, replication materials and a classification algorithm.

Join us as the team presents the RISC milieu typology, shares insight from their research process and demonstrates how innovative data approaches can help us better understand society.

The event will be followed by a get-together with drinks and snacks. Everyone is welcome to join!

Date: June 1, 2026
Time: 2:30 PM to 4:30 PM
Location: UNICOM 2, House Oxford, Mary-Somerville-Straße 2, second floor

Register now.

We look forward to seeing you there!


Veranstaltungsort: UNICOM 2, House Oxford, Mary-Somerville-Straße 2, second floor

Dienstag 02.06.2026, 16:15 Uhr
Felipe Fernandes (Universität Freiburg) “Water, Infrastructure and Urban Violence in the Port-City of Buenaventura, Colombia.”

naturenkulturen.de


Veranstaltungsort: Universität Bremen, GW2 B1216

Dienstag 02.06.2026, 18:00 Uhr
Versäumte Bilder: "Von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit? Wegbereiterinnen an der Uni Bremen"

Die Ausstellung ist vom 14. April bis zum 7. Juli im Forum am Domshof zu sehen. Begleitend findet im Sommersemester jeden Dienstag eine Public Lecture statt.

Public Lecture am Dienstag, 02.06.2026

Jutta Günther & Frauke Meyer (Universität Bremen):
Von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit? Wegbereiterinnen an der Uni Bremen

Im Rahmen der Ausstellung „Versäumte Bilder“ diskutieren Rektorin und Kanzlerin der Universität Bremen gemeinsam mit der Leiterin des Universitätsarchivs über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen und Amtsträgerinnen in Geschichte und Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach „Wegbereiterinnen“, struktureller Gleichstellung und institutioneller Verantwortung. Ergänzt wird die Diskussion durch Perspektiven auf Künstliche Intelligenz als neues Medium der Erinnerungskultur – zwischen Sichtbarmachung und potenzieller Verzerrung. Das Format lädt zu einem dialogischen Blick auf die Bedeutung, Geschichte und Zukunft von Sichtbarkeit ein.

Die Public Lecture gehört zum Angebot der General Studies der Universität und steht allen Interessierten offen. Das vollständige Programm ist abrufbar unter: https://www.uni-bremen.de/universitaet/forum-am-domshof/versaeumte-bilder-in-bremen

Fragen beantworten:

Prof. Dr. Sabine Doff Dekanin des Fachbereichs 10, Sprach- und Literaturwissenschaften Universität Bremen E-Mail: doff@uni-bremen.de Telefon: + 49 421 218 68170
Kathrin Sebastian Zentrale Frauenbeauftragte / Sprecherin der Zentralen Kommission für Frauenfragen (ZKFF) Universität Bremen E-Mail: zentrale.frauenbeauftragte@uni-bremen.de


Veranstaltungsort: Kassenhalle | Forum am Domshof

Dienstag 02.06.2026, 19:00 Uhr
Aus den Akten auf die Bühne - Reichsführers gehorsamster Becher: Vom SS-Standartenführer zum Millionär

Szenische Lesung mit der bremer shakespeare company 

Die Karriere von Kurt A. Becher (1909-1995) zeigt, wie aus NS-Tätern nach 1945 „Mitläufer“ wurden, die nicht nur in der Wirtschaft erfolgreich agieren konnten. Der Getreidegroßhandel machte ihn zu einem der reichsten Männer in Westdeutschland und verschaffte ihm wichtige Posten in der Bremer Wirtschaft.
Am 11. Februar 1948 hatte ihn die Nürnberger Spruchkammer in die Gruppe V „Entlastete“ eingestuft. Im Januar 1961 berichtete der Weser-Kurier unter dem Titel „Geschäfte mit Menschenleben?“ über eine Verhandlung gegen Becher in Frankfurt a. M. und seine Rolle im Eichmann-Prozess. Erst als Becher im Juni 1961 vor dem Amtsgericht Bremen als Zeuge im Eichmann-Prozess aussagen musste, wurde auch in Bremen öffentlich über seine NS-Vergangenheit diskutiert.
1982 löste die Veröffentlichung der Bremer Journalistin Karla Müller-Tupath über seine Verbrechen heftige Reaktionen aus. Nach fünf Monaten, im Oktober 1982, stellte die Staatsanwaltschaft Bremen das Ermittlungsverfahren gegen ihn „aus Mangel an Beweisen“ ein – ohne Becher vernommen zu haben.


Veranstaltungsort: Theater am Leibnizplatz

Mittwoch 03.06.2026, 09:00 Uhr
Werkstatt Lehre

Am 03. Juni 2026 findet die siebte Werkstatt Lehre der Uni Bremen statt. Auch dieses Mal wird wieder ein vielfältiges Workshop-Programm rund um das Thema Lehren und Lernen angeboten. Um Anmeldung bis zum 27. Mai wird gebeten.

Weitere Informationen sowie die Anleitung zur Anmeldung finden Sie unter http://www.uni-bremen.de/werkstatt-lehre



Mittwoch 03.06.2026, 12:15 Uhr
Infosession: Studium und Praktikum im Ausland


Veranstaltungsort: GW2 B1632

Mittwoch 03.06.2026, 18:00 Uhr
Dagmar Herzog (New York): Eugenische Phantasmen. Die lange Vor- und Nachgeschichte der NS-“Euthanasie”-Morde

Was haben die „eugenische“ NS-Zwangssterilisierungskampagne und die hunderttausendfachen „Euthanasie“-Morde mit der Fantasie zu tun, dass die Deutschen ein starkes, schönes – und nicht zuletzt auch kluges – Volk werden würden, und warum dauerte es so weit in die Nachkriegszeit hinein, bis die Verbrechen an Menschen mit Behinderungen als Verbrechen anerkannt wurden? Die Historikerin Dagmar Herzog verortet die Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Diagnosen kognitiver Beeinträchtigung und psychiatrischer Krankheit durch die Nazis in einer weitaus längeren Geschichte der Verachtung gegenüber Schutzbedürftigen und dem Versprechen nationaler Größe, das den Aufstieg der Nazis zur politischen Macht mit ermöglichte. Auf der Grundlage einer Fülle seltener Archivbelege untersucht Herzog auch die ambivalente Verstrickung jener Fachleute aus Medizin, kirchlicher Wohltätigkeit und Pädagogik, die in erster Linie für die Bereitstellung von Unterstützung verantwortlich waren. Doch für jede Ära hebt sie auch Gegenstimmen hervor, die einfallsreich und mutig Widerspruch eingelegt haben, und zeichnet die langwierigen Kämpfe um die Etablierung einer Behindertenrechtsbewegung nach, die sich einem revolutionären neuen Menschenbild, der Förderung von Würde und Gerechtigkeit sowie neuartigen Praktiken von Care und Bildung verschrieben hat.


Dagmar Herzog ist Professorin für Geschichte am Graduate Center der City University of New York und U Bremen WOC International Guest Professor 2026.

1991 promovierte sie an der Brown University mit einer Arbeit über Religionspolitik in den 1830er–40er Jahren im vorrevolutionären Baden, war von 1991 bis 2005 zunächst Assistant und später Associate Professor of History an der Michigan State University bevor sie 2005 als Professor of History an das Graduate Center, City University of New York wechselte, wo sie seit 2012 Distinguished Professor of History and Daniel Rose Faculty Scholar ist. Von 1993–94 war sie Andrew W. Mellon Fellow an der Harvard University, von 2002–03 Mitglied der School of Social Science am Institute for Advanced Study in Princeton, und 2013 Visiting Research Scholar am Shelby Cullom Davis Center for Historical Studies an der Princeton University und hatte Gastaufenthalte an der Université Paris II (Panthéon-Assas), der Friedrich Schiller-Universität Jena, der Freien Universität Berlin, der Johns Hopkins University, der Cornell University und dem Institut für Sozialforschung.

Dagmar Herzog forscht seit langem zur Geschichte der Sexualität, Religion und des Holocausts mit besonderem Fokus auf faschistische Körperpolitiken und die Geschichte der Eugenik und den gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung in Deutschland und den USA. Sie stellt dabei heraus, wie sich Ideen von Eugenik mit Ideen von Sexualität und Körperlichkeit in einem erotisierten Rassismus verweben und nimmt durch den Nachweis der historischen Kontinuitäten der Eugenik immer wieder auch einen erhellenden Bezug auf die aktuelle politische Situation in Deutschland und den USA mit dem sie unter anderem die Funktionalität des Widerspruchs in den Politiken der extremen Rechten und die Rolle der desorientierten sogenannten Mitte herausarbeitet.

https://www.woc.uni-bremen.de/events/#dagmar-herzog-eugenische-phantasmen 


Veranstaltungsort: GW2 B 3.009 | U Bremen

Donnerstag 04.06.2026, 14:00 Uhr
Dagmar Herzog (New York): Fascism’s Lingering. Antidisability Hostility in Past and Present (Workshop)

This collaborative workshop will engage in a close reading and critical analysis of primary source documents (in English translation) from 4 key moments in post-World War II German history: an excerpt of a transcript from a focus group discussion among working-class women held in 1950 in Frankfurt/Main, in which themes of Nazi sexual politics and the tenacious persistence of antidisability animus and “eugenic” propaganda are evident; excerpts from the testimony of coercive sterilization survivors and a historian advocating on their behalf at a session of the Bundestag in 1987; politicians’ cross-party motion of 2011 calling for a federal memorial to the victims of the Nazi “euthanasia” murders; and AfD and CDU campaign posters expressing opposition to inclusion of children with disabilities in mainstream schools.

Workshop for Early Career Scholars from all disciplines, in English, with preparatory reading required.

Registration: woc@uni-bremen.de 

https://www.woc.uni-bremen.de/events/#dagmar-herzog-workshop 


Veranstaltungsort: GRA 2 0.030 | U Bremen

Donnerstag 04.06.2026, 17:30 Uhr
:wurzeln und wege – Bildung schafft Zukunft

10 Jahre Academy HERE AHEAD!
Was entsteht für eine Stadt, wenn sie Wege zur Bildung und diese Bildung Wege eröffnet?

Dieser Frage gehen wir an unserem Gesprächsabend :wurzeln und wege – Bildung schafft Zukunft nach.

Wir hören Geschichten von Ankommen, Aufbrechen und Weitergehen und betrachten unterschiedliche Blickwinkel: Menschen, die hier studieren, Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Arbeit und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

Unsere Gesprächspartner:innen sind unter anderem:

  • internationale Studierende
  • Dr. Annette Lang, Senatskanzlei Bremen
  • Dr. Aenne Dunker, Arbeitnehmerkammer Bremen
  • Marco Willroth, Industrie- und Handelskammer
  • Roman Koliada, StartUp Contentfly

Wir freuen uns auf alle, die neugierg sind, isn Gespräch kommen möchten oder einfach dabei sein wollen. Die Veranstaltung ist öffentlich, kostenlos und erfordert keine Anmeldung.


Veranstaltungsort: Kassenhalle im Forum am Domshof

Montag 08.06.2026, 18:15 Uhr
ABGESAGT - David Mwambari (KU Leuven): Listening Otherwise: Orature, Arts-Based Methods, and Life Narratives of Refugee Mobility

The lecture will explore how we study memory in societies shaped by displacement, conflict, and loss. It will highlight creative, collaborative, and interdisciplinary approaches to understanding the lived experiences and life narratives of displaced people. The presentation will examine the role of orature and arts approaches, such as visual expression, performance, and narrative co-creation in knowledge production. Together, these approaches open up new ways of engaging with memory beyond conventional methods, especially in contexts where histories are fragmented, contested, or silenced. The lecture will draw on examples from Displaced Memory, Silences and Open Secrets- an ERC-funded project. The talk will explore how combining these qualitative research methods can enrich our understanding of displaced communities across Europe, the United States, and Africa.

David Mwambari is an associate professor in the Faculty of Social Sciences at Katholieke Universiteit Leuven in Belgium and the principal investigator for the European Research Council (ERC)-funded TMSS project on Life narratives of Violence Among Refugees in six countries. He is the author of many peer reviewed works including Navigating Cultural Memory published in Explorations in Narrative Psychology series (Oxford University Press, 2023), won the APCG Best Book Award at the African Studies Association in 2024 and the MSA First Book Award in Memory Studies Association in 2025. He is a core faculty and a board member at the Oxford Consortium on Human Rights, University of Oxford, and at the Centre for Mediation in Africa at the University of Pretoria.

https://www.woc.uni-bremen.de/events/#david-mwambari-ku-leuven 


Veranstaltungsort: U Bremen

Dienstag 09.06.2026, 18:00 Uhr
Versäumte Bilder: "Hilflos hinter Gittern? Bremerinnen im Zuchthaus zwischen Disziplinierung und Eigenmacht, 1606-1800."

Die Ausstellung ist vom 14. April bis zum 7. Juli im Forum am Domshof zu sehen. Begleitend findet im Sommersemester jeden Dienstag eine Public Lecture statt.

Public Lecture am Dienstag, 02.06.2026

Sarah Lentz (Universität Bremen):
Hilflos hinter Gittern? Bremerinnen im Zuchthaus zwischen Disziplinierung und Eigenmacht, 1606-1800

Der Vortrag untersucht Frauen im Bremer Zuchthaus zwischen 1606 und ca. 1800 und fragt danach, wie geschlechtsspezifische Ordnungsvorstellungen Haftalltag, Arbeit, Bestrafung und Handlungsspielräume prägten. Ausgehend vom Zuchthaus als frühneuzeitlicher Institution der Disziplinierung und „Besserung“ wird zunächst das Bremer Zuchthaus in seinen größeren historischen Kontext eingeordnet. Im Zentrum stehen anschließend die Erfahrungen weiblicher Insassinnen: Aus welchen Gründen wurden sie eingewiesen und worin unterschieden sich ihre Lebensbedingungen von denen männlicher Gefangener?
Auf Basis ausgewählter Fallbeispiele liegt ein weiterer Fokus darauf zu zeigen, dass Frauen im Zuchthaus nicht allein als passive Objekte obrigkeitlicher Kontrolle verstanden werden können. Vielmehr eröffnet der Blick auf Netzwerke und Beziehungen, Wissenszirkulation, Konflikte und Fluchtversuche begrenzte Handlungsspielräume innerhalb einer repressiven Institution. Der Vortrag verbindet damit institutionengeschichtliche Perspektiven mit mikrohistorischen Fallanalysen und fragt nach dem Verhältnis von Geschlecht, sozialer Kontrolle und Agency im frühneuzeitlichen Bremen.

Die Public Lecture gehört zum Angebot der General Studies der Universität und steht allen Interessierten offen.

Fragen beantworten:

Prof. Dr. Sabine Doff Dekanin des Fachbereichs 10, Sprach- und Literaturwissenschaften Universität Bremen E-Mail: doff@uni-bremen.de Telefon: + 49 421 218 68170
Kathrin Sebastian Zentrale Frauenbeauftragte / Sprecherin der Zentralen Kommission für Frauenfragen (ZKFF) Universität Bremen E-Mail: zentrale.frauenbeauftragte@uni-bremen.de


Veranstaltungsort: Kassenhalle | Forum am Domshof

Mittwoch 10.06.2026, 16:00 Uhr
Kohei Saito (Tokyo): “Counter-Planning against Climate Fascism”

As the climate crisis deepens, the dominant response is increasingly shaped not by justice or solidarity but by scarcity management, border violence, and the protection of privilege. Climate fascism is a political form in which ecological breakdown becomes the pretext for authoritarian control, militarised exclusion, and the unequal distribution of survival. In this context, the central question is no longer whether planning will return, but what kind of planning will govern the future. Rejecting the false choice between market solutions and technocratic state control, this lecture argues for counter-planning: a democratic, egalitarian, and ecologically grounded reorganisation of production, consumption, and social reproduction. Against green growth, carbon markets, and elite-led managerialism, counter-planning names the struggle to reclaim social coordination from capital and transform it into collective decision-making oriented toward care, sufficiency, and climate justice.

Kohei Saito is Associate Professor of Philosophy at the University of Tokyo. He received his Ph.D. from Humboldt University in Berlin. In 2024/25 Saito is fellow at The New Institute in Hamburg as Chair of the program “Beyond Capitalism: War Economy and Democratic Planning”. He works on ecology and political economy from a Marxist perspective. His book, Capital in the Anthropocene (2020), selling more than half a million copies in Japan, has been credited for inspiring a resurgence of interest in Marxist thought in Japan, as well as in the USA and Europe.

Im Rahmen der Alfred Sohn-Rethel-Vorlesungen laden wir jedes Jahr Philosoph*innen aus dem Bereich der Praktischen Philosophie nach Bremen ein. Die 1. Alfred Sohn-Rethel-Vorlesung wird Kohei Saito am 10.06.2026 um 16 Uhr in der Kassenhalle im Forum am Domshof halten.


Veranstaltungsort: Kassenhalle, Forum am Domshof

Mittwoch 10.06.2026, 18:15 Uhr
Vorlesungsreihe ProfsgegenRechts: Prof. Andreas Petrik (Halle): „Wie halten wir den neuen Faschismus auf? Wehrhafte Demokratie in Schule und Universität aus politikdidaktischer Sicht.“

 

Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an Fr. Prof. Mühlebach unter muehleba@uni-bremen.de


Veranstaltungsort: Rotunde, Cartesium

Donnerstag 11.06.2026, 18:00 Uhr
Anja Dreschke (Siegen) & Michaela Schäuble (Bern): Tarantism Revisited

Film Screening & Discussion | WOC Agora #12st and Present (Workshop)

Deutschland & Schweiz 2024 | 105 Min | it. & dt. Originalfassung mit engUT | Trailer | Press Kit

Synopsis
Apulien, 1959: Frauen in weißen Kleidern tanzen ekstatisch in einer kleinen Kapelle. Sie springen, drehen sich im Kreis, wälzen sich auf dem Boden, einige klettern sogar auf den Altar. Es heißt, sie litten unter einem giftigen Spinnenbiss und deswegen müssten sie den Heiligen Paulus um Heilung anflehen. Bilder dieser ›Tanzwut‹, die einen rituellen Exorzismus mit Musik erfordert, inspirierten italienische Anthropolog*innen zu mehreren Reisen nach Süditalien. In Begleitung von Filmemacher*innen und Fotograf*innen begannen sie, das Phänomen namens Tarantismus zu erforschen. TARANTISM REVISITED folgt den umfangreichen archivarischen Spuren dieser Forschungsreisen und besucht die Orte und Landschaften ihrer Entstehung. Gerahmt wird diese filmische Suche durch den einzigartigen Briefwechsel zwischen der Anthropologin Annabella Rossi und Michela Margiotta alias Anna, einer ›tarantata‹. Durch die Verflechtung von Bildern und Stimmen aus der Vergangenheit mit der Gegenwart befragt der essayistische Dokumentarfilm die komplexe Geschichte und die vielfältigen Formen, in denen der Tarantismus bis heute fortlebt. Der Film basiert auf einer mehrjährigen ethnografischen Feldforschung und ist Teil des Forschungsprojektes TARANTISM REVISITED.

Filmvorführung und Diskussion mit den Filmemacherinnen Anja Dreschke (Siegen) & Michaela Schäuble (Bern)

Moderation: Ehler Voss (Worlds of Contradiction Bremen)

https://www.tarantism-revisited.net/

 


Veranstaltungsort: City 46 Bremen

Freitag 12.06.2026, 10:15 Uhr
Workshop mit Anja Dreschke (Köln) & Michaela Schäuble (Bern): Tarantism Revisited Werkstattgespräch

https://www.woc.uni-bremen.de/events/#tarantism-revisited-workshop

Ausgehend von dem am Vortag im City 46 gezeigten essayistischen Dokumentarfilm TARANTISM REVISITED (D/CH 2024, 105 min) und der Videoinstallation SANTU PAULU MEU, FALLA GUARIRE (2024, 14 Min.) widmet sich das Werkstattgespräch mit den Filmemcherinnen Anja Dreschke (Siegen) und Michaela Schäuble (Bern) der essayistischen Montage und der Archivrecherche als zentrale methodische und ästhetische Werkzeuge ethnografischer Wissensproduktion. Beide Arbeiten befassen sich dem Phänomen des Tarantismus  – einer Form der Tanz- und Musiktherapie, das kulturell und historisch in Süditalien angesiedelt ist. In der Auseinandersetzung mit Archivbildern, Tonaufnahmen und aktuellem Filmmaterial verstehen wir Montage nicht als Repräsentation und Archivrecherche nicht als Materialsammlung, sondern jeweils als Formen kritischer Befragung.

Im Werkstattgespräch möchten wir Fragen nach subjektiver Stimme, Körperlichkeit, Sorge und historisch marginalisierten Wissensformen diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die filmischen Entscheidungsprozesse: Wie lässt sich eine kollaborative, multimodale Feldforschung konzipieren? Nach welchen Kriterien werden Materialien ausgewählt, geordnet, montiert – oder bewusst ausgespart? Wie verhalten sich narrative und nicht-narrative Strukturen zueinander? Und wie prägen ethische, politische und ästhetische Überlegungen die Arbeit in Produktion und Postproduktion? Wie können Archivmaterialien durch Montage und räumliche Anordnung aktiviert werden und wie lässt sich situiertes, verkörpertes Erleben mit kritischer Reflexion verbinden.

Textempfehlungen

Anja Dreschke and Michaela Schäuble, «The potentiality of form. Archival practices and essayistic modes in the making of an ethnographic documentary». In Empirical art. Filmmaking for fieldwork in practice, edited by Andy Lawrence and Martha-Cecilia Dietrich. Manchester University Press: Manchester 2025, pp. 108-125.

Anja Dreschke and Michaela Schäuble. «Joyful Misery: Techniques and challenges in filming possession rituals», an interview with Julia Bee. In Tools, techniques, and technologies: doing audio-visual ethnography concretely, edited by Angela Torresan and Paolo Favero. Vernon Press: Wilmington (forthcoming).

Anmeldungen bitte an woc@uni-bremen.de


Veranstaltungsort: GW 2 B 3.150 U Bremen

Samstag 13.06.2026
OPEN CAMPUS

Weitere Informationen folgen...


Veranstaltungsort: Campus der Universität Bremen

Montag 15.06.2026, 10:00 Uhr
Mental Health Week 2026 für Studierende

Wie geht es Studierenden wirklich – zwischen Leistungsdruck, Prüfungsstress und den Herausforderungen des Alltags? Die Mental Health Week der Initiative Barrierearmes Studieren (BaS) lädt vom 15. bis 19. Juni 2026 dazu ein, mentale Gesundheit sichtbar zu machen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. 

Mit Vorträgen, Workshops, kreativen Formaten, Spaziergängen und Diskussionsrunden bietet die Woche Raum für Begegnung, Unterstützung und praktische Impulse rund um psychische Gesundheit im Studium. 

Die Veranstaltungen werden von Studierenden für Studierende organisiert und fördern einen offenen, wertschätzenden Dialog auf Augenhöhe.

Programmpunkte im Überblick

Montag, 15. Juni

  • Gefühl von Ohnmacht? Mitgestalten! – Offenes Frühstück mit Diskussion
  • Der Aktionsplan Inklusion der Uni Bremen: Von der Strategie zur Praxis
  • Gemeinsamer Mental-Health-Spaziergang

Dienstag, 16. Juni

  • Risiko Studium? Wie geht es Studierenden in Deutschland und an der Universität Bremen?
  • Was brauchst du an der Universität? – Interaktive Austauschstation
  • Laut Fühlen: Poetry-Slam-Workshop zu Emotionen und Kreativität

Mittwoch, 17. Juni

  • Care-Spaziergang für Studierende mit Care-Verantwortungen
  • Awareness-Vernetzungsgruppe stellt sich vor
  • „Utopia now. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ – Kreativworkshop zur Wunsch-Uni

Donnerstag, 18. Juni

  • Studieren mit psychischer Erkrankung: Nachteilsausgleich und Lernstrategien
  • Ernährung und Mental Health?! – Vortrag und Austausch

Freitag, 19. Juni

  • Mental Health Journey: Lessons and Reflections (englischsprachiger Vortrag)
  • Let’s talk – Austausch für (internationale) Studierende
  • Klimagefühle verstehen & Resilienz stärken

Begleitangebot während der gesamten Woche

  • Kostenfreie Schnupperwoche im UniFit mit präventivem Training und fachlicher Begleitung.

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden sich auf der Veranstaltungsseite: 
https://www.uni-bremen.de/initiative-barrierearmes-studieren-bas/mental-health-week 



Montag 15.06.2026, 19:30 Uhr
Gesellschaftliche Unterschiede: Warum wir uns voneinander unterscheiden und warum das (manchmal) wichtig ist

Referentin: Dr. Irmhild Saake, LMU, München 

Weitere Auskünfte: Hr. Bijan Kafi, Tel. 04221-9160-171, bkafi@hanse-ias.de


Veranstaltungsort: Hanse-Wissenschaftskolleg, Lehmkuhlenbusch 4, 27753 Delmenhorst

Dienstag 16.06.2026, 14:00 Uhr
Bilingualer Schreibworkshop mit Kiyémis

Am 16. Juni 2026 kommt die französische Poetry-Slammerin, Performerin und Afrofeministin Kiyémisfür ein LitLab nach Bremen. In einem bilingualen Workshop (Englisch / Französisch) lädt sie dazu ein, die kreative Kraft der eigenen Stimme zu entdecken und Sprache spielerisch zurückzuerobern.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende sowie Schüler*innen aus Bremen und dem Bremer Umland und bietet eine besondere Gelegenheit, zeitgenössische Performance-Kunst hautnah zu erleben und mit einer Autorin in Kontakt zu treten, die am Puls der Zeit schreibt und performt.
 

Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

    Was: Bilingualer Schreibworkshop (Englisch & Französisch) – gute Schulkenntnisse in zumindest einer der beiden Sprachen sind ausreichend!

    Wann: 16.06.2026 | 14:00 – 17:00 Uhr (pünktlich!)

    Wo: Bibliothek der Weserburg | Museum für moderne Kunst

    Zielgruppe: Schüler*innen und Studierende (alle Fachbereiche willkommen)

    Kosten: Eintritt frei

Anmeldung: Bitte möglichst bis zum 10.06.2026 per E-Mail an: globale@uni-bremen.de

- Begrenzte Plätze: First come, first served - premier arrivé, premier servi ! -

Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Plakat, das Sie gerne zur Bewerbung des Workshops nutzen können.

Kontakt: Myriam Macé (Koordination)



Veranstaltungsort: Weserburg, Bremen

Mittwoch 17.06.2026, 18:15 Uhr
Mischa Meier, Eberhard-Karls Universität, Tübingen: Nero als Meister der Inszenierung

Prof. Dr. Mischa Meier, Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2022, 
stellt in diesem Vortrag sein neues Projekt über den römischen Kaiser 
Nero vor.


Veranstaltungsort: GW2 B2880

Donnerstag 18.06.2026, 17:00 Uhr
Ausstellungseröffnung Schwarzer Markt, Rote Bücher

In den frühen 1970er Jahren entstand in der Staats- und Universitätsbibliothek eine kleine Sammlung zeitgenössischer Raubdrucke und "grauer Literatur" mit zumeist linken, politischen Inhalten, deren Veröffentlichung und Distribution außerhalb des offiziellen Buchhandels erfolgte. Das Wissen um die Existenz dieser Sammlung ging in den folgenden Jahren und Jahrzehnten verloren, bis ein Zufall vor zwei Jahren zu ihrer Wiederentdeckung führte.

Eine Gruppe von Studierenden der Hochschule für Künste befasste sich im Wintersemester 2025/26 intensiv mit der Sammlung. Es entstand die Idee zu einer Ausstellung in den Räumen der Bibliothek. In 13 multimedialen Arbeiten, wird das Thema Raubdrucke gestalterisch erforscht, neu interpretiert und rekontextualisiert.

Die Studierenden beschreiben ihr Projekt:

Durch studentische und linke Bewegungen erreichen Raubdrucke in den 1960er Jahren ihren Höhepunkt. Dem bürgerlichen Urheberrecht wird ein Konzept von Wissen als kollektives Eigentum entgegengesetzt. Durch die kostengünstigen Drucke wird einer breiteren Bevölkerungsschicht der Zugang zu meist kapitalismuskritischer, philosophischer oder feministischer Literatur ermöglicht. Aufgrund der folgenden Kriminalisierung der Raubdruckbewegung existieren ihre Publikationen heute nur noch als Randerscheinung im wissenschaftlichen und archivarischen Kontext.

Das Projekt Schwarzer Markt für Rote Bücher ist Teil einer deutschlandweiten Initiative zur Erforschung von Raubdrucken. Die Ausstellung Schwarzer Markt, Rote Bücher verhandelt Fragen von geistigem Eigentum, Zugänglichkeit, Digitalisierung und kollektiver Wissensproduktion. Die Arbeiten nehmen die Raubdruckbewegung zum Ausgangspunkt, um ihre Anliegen und Praktiken in die Gegenwart zu übersetzen. Sie befassen sich mit digitalen Infrastrukturen und zeitgenössischen Formen des Kopierens ebenso wie mit der visuellen Sprache von Raubdrucken, ihren Paratexten und ihrer Funktion als soziale und politische Objekte. Die Ausstellung versteht sich als subjektive Neuinterpretation dieser Bewegung.


Veranstaltungsort: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Zentrale am Uniboulevard

Donnerstag 18.06.2026, 18:00 Uhr
What Am I Doing Here? Power, Positionality, and Contradictions in Ethnographic Research | Workshop

Ethnographic researchers can find themselves confronted with a deceptively simple question: What am I doing here? In the field, researchers regularly encounter moments of uncertainty, ethical tension, and contradiction, particularly when working from feminist and intersectional perspectives that foreground questions of power, positionality, and responsibility. This workshop explores how these contradictions of ethnographic research practice. The session will begin with a short impulse talk that reflects on ethical and methodological tensions in feminist ethnography. Drawing on my own research on feminist of color archives in Germany, the talk will share reflections from fieldwork and archival engagement to raise questions about responsibility, power, and desire in the research process. How do researchers navigate relationships of trust and accountability? What kinds of attachments and investments shape our engagement with archives, communities, and histories? And how can we critically reflect on our own positionalities within these encounters? Following the input, participants will be invited to discuss examples, questions, and uncertainties from their own research experiences. The workshop aims to create a space for collective reflection on the ethical and methodological contradictions of fieldwork, and on how researchers might engage with them reflexively and responsibly within their own projects.

The workshop will be held by Meryem Choukri, PhD (Frankfurt am Main).

The workshop will take place in person at U Bremen, GRA 2 – 0030 | Grazer Str. 2, 28359 Bremen. To register, please send an email to grk2686@uni-bremen.de.

https://www.woc.uni-bremen.de/events/#what-am-i-doing-here-power-positionality-and-contradictions-in-ethnographic-research 


Veranstaltungsort: GRA 2 – 0030 | Universität Bremen

Dienstag 23.06.2026, 18:00 Uhr
„Versäumte Bilder“ – Ausstellung und Public Lecture im Forum am Domshof

Frauen in der Wissenschaft und Pionierinnen sichtbar machen – darum geht es in der Ausstellung „Versäumte Bilder“, die vom 14. April bis zum 7. Juli im Forum am Domshof zu sehen ist. Begleitend findet im Sommersemester jeden Dienstag eine Public Lecture statt.

23.6.2026
Christine Holzner-Rabe (Dozentin und Autorin) & Kathrin Sebastian (Fachbereich 12 Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Universität Bremen) & Frauke Hellwig (Leiterin des Schulmuseums Bremen) 
Triumph der Bildung: Die Bremer Pädagogin und Schulgründerin Betty Gleim
 
„Das weibliche Geschlecht ist einer wahren vielbedeutenden Größe fähig.“ Mit dieser Aussage postulierte die Bremerin Betty Gleim (1781-1827) zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Selbstverständlichkeit. Den Beweis dafür trat sie selbst an: Sie gründete Schulen, verfasste wissenschaftliche Werke zur deutschen Grammatik und unterrichtete nach modernsten Methoden. Die Pionierin wurde zum Vorbild für die Mädchenerziehung und -bildung in den folgenden Jahrzehnten. Betty Gleim gehört zu den herausragenden Bremer Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts und kann als radikale Vordenkerin bezüglich gleichberechtigter Bildungschancen für Mädchen und Frauen genannt werden. Christine Holzner-Rabe stellt ihre Biografie, ihre wissenschaftlichen und pädagogischen Schriften und ihr Wirken in Bremen vor. Frauke Hellwig stellt Gleims Erziehungsanstalt für Mädchen in den Kontext der Mädchenbildung in Bremen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und das Kochbuch von Betty Gleim ist bis heute „ein Begriff“ – vorgestellt und eingeordnet in Bedeutung und Zeit von Kathrin Sebastian.

Die Public Lecture gehört zum Angebot der General Studies der Universität und steht allen Interessierten offen. Das vollständige Programm ist abrufbar unter: https://www.uni-bremen.de/universitaet/forum-am-domshof/versaeumte-bilder-in-bremen

Fragen beantworten:

Prof. Dr. Sabine Doff Dekanin des Fachbereichs 10, Sprach- und Literaturwissenschaften Universität Bremen E-Mail: doff@uni-bremen.de Telefon: + 49 421 218 68170
Kathrin Sebastian Zentrale Frauenbeauftragte / Sprecherin der Zentralen Kommission für Frauenfragen (ZKFF) Universität Bremen E-Mail: zentrale.frauenbeauftragte@uni-bremen.de



Veranstaltungsort: Forum am Domshof

Mittwoch 24.06.2026, 18:00 Uhr
Wach in die Nacht: mit Koffein und Wissen in die Prüfungszeit

Unter dem Motto “Wach in die Nacht: mit Koffein und Wissen in die Prüfungszeit" bieten wir am 24.06.2026 einen ganzen Abend lang virtuelle Coffee Lectures an. 

Euch erwartet eine vielseitige Reihe rund um das Thema Prüfungs- und Hausarbeitszeit - von Motivation und Schreibblockaden bis zu KI als Lernbuddy und Literaturverwaltung.

Das komplette Programm findet ihr in unserem Padlet.

Dieser Abend ist eine kooperative Veranstaltung von der SuUB Bremen, dem BIS Oldenburg und der Universitätsbibliothek Vechta in Kooperation mit Serviceeinrichtungen der Hochschulen in Bremen, Oldenburg und Vechta.

An den einzelnen Coffee Lectures kann jede:r teilnehmen, egal, ob aus Oldenburg, aus Bremen oder aus Vechta, von der Hochschule, der Universität oder ganz woanders her. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Los geht es ab 18 Uhr – ein Kommen und Gehen zu den einzelnen Coffee Lectures ist jederzeit möglich!


Veranstaltungsort: Staats-und Universitätsbibliothek Bremen

Mittwoch 24.06.2026, 19:00 Uhr
Nicola Mühlhäußer (Bremen): Überschreitungen der Subjektlogik. Relationales Denken und anarchisches Leben | WOC Book Talk #3

Lässt sich die zentrale Stellung des Subjekts überwinden, die unser gesellschaftliches Denken und Zusammenleben bis heute prägt? Trotz vielfältiger theoretischer Ansätze bleibt das Subjekt als grundlegende Instanz bestehen – es stabilisiert damit nicht nur bestehende Machtverhältnisse, sondern wirkt selbst als Träger einer tiefgreifenden, differenzierenden Gewalt. Statt nach neuen Formen der Subjektkritik zu suchen, vollzieht Nicola Mühlhäußer einen radikalen Perspektivwechsel: Im Zentrum steht das Denken jenseits des Subjekts. Inspiriert von Theoretiker*innen wie Gilles Deleuze und Félix Guattari, Saidiya Hartman und Paul B. Preciado entwirft die Autorin ein Konzept des Relationalen – ein Denken und Leben, das sich über feste Zuschreibungen hinwegsetzt, in ständiger Bewegung bleibt und neue Formen von Verbundenheit, Verantwortung und politischer Praxis erschließt.

Dr. Nicola Mühlhäußer stellt ihre soeben erschienene Dissertation „Überschreitungen der Subjektlogik“ vor und wird mit Prof. Dr. Dagmar Comtesse (Universität Duisburg-Essen, Philosophie) über die Potentiale von queeren und relationalen Überschreitungen sprechen.

https://www.woc.uni-bremen.de/events/#nicola-muehlhaeusser-bremen-ueberschreitungen-der-subjektlogik-relationales-denken-und-anarchisches-leben 


Veranstaltungsort: GW2 B 2.890 | Universität Bremen

Donnerstag 25.06.2026, 18:30 Uhr
Podiumsdiskussion: „Was bedeutet (uns) feministische Philosophie heute?“

Welche Rolle spielt feministische Philosophie angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen? Während die feministische Philosophie inzwischen teilweise etabliert ist, stehen gesellschaftliche Errungenschaften im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit vermehrt unter Druck. Ist die feministische Philosophie weiterhin eine kritische Herausforderung in der Philosophie und sollte sie das zukünftig sein? Und wie steht es um ihre gesellschaftliche Relevanz? Welchen Beitrag kann sie zu einer öffentlichen Selbstverständigung und konkreten politischen und sozialen Auseinandersetzungen leisten? Diese Fragen diskutieren die beiden Philosophinnen Marina Martinez Mateo (Lüneburg) und Jana Stern (Dresden) und Lea Terlau (Oldenburg) vom Feministischen Streik Bremen unter dem Titel „Was bedeutet (uns) feministische Philosophie heute?“


Veranstaltungsort: Kulturzentrum Kukoon

Montag 29.06.2026, 18:15 Uhr
Untergrundschulen für Mädchen in Afghanistan - Let Her Learn

 Öffentliche Kurzfilmvorführung und Diskussion 

Untergrundschulen für Mädchen in Afghanistan - Let Her Learn

Aktivismus-getriebene Bildung für afghanische Mädchen

Als Gast an der Uni begrüßen wir Frau Pashtana Durrani, LEARN Afghan


Veranstaltungsort: Studierhaus SH D1020

Dienstag 30.06.2026, 16:15 Uhr
Thiago Barbosa (Leipzig) "Lithium Extractivism and Indigenous (Un)futurism in Brazil."

naturenkulturen.de


Veranstaltungsort: Universität Bremen, GW2 B1216