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Es werden nur Veranstaltungen ausgegeben, die in der Zukunft liegen
Die Veranstaltungen werden nach Datum aufsteigend sortiert ausgegeben.

Donnerstag 03.09.2026, 19:30 Uhr
Warum wir wählen, was wir wählen: Unser Wahlverhalten in unsicheren Zeiten

Referent: Prof. Dr. Oliver Lembcke, Ruhr-Universität Bochum

Weitere Auskünfte: Hr. Bijan Kafi, Tel.: 04221-9160-171 oder bkafi@hanse-ias.de 


Veranstaltungsort: VHS Delmenhorst, Am Turbinenhaus11, 27749 Delmenhorst

Mittwoch 09.09.2026, 19:00 Uhr
Aus den Akten auf die Bühne – Der lange Weg zum eigenen Haus auf dem Marktplatz - Vor 60 Jahren wurde das Haus der Bürgerschaft eingeweiht

Szenische Lesung mit der bremer shakespeare company:

Am 9. September 1966 wurde das erste Gebäude für die Bürgerschaft in Bremen eingeweiht – in der Geschichte der Bundesrepublik ein außergewöhnliches Ereignis. Die szenische Lesung gibt zum Jahrestag direkt vor Ort Einblicke in die politischen, gesellschaftlichen Debatten und Auseinandersetzungen rund um den Neubau der Bürgerschaft.

Eintritt frei, Anmeldung erbeten: https://www.shakespeare-company.com/programm/der-lange-weg-zum-eigenen-haus-auf-dem-marktplatz-aus-den-akten-auf-die-buehne

 


Veranstaltungsort: Festsaal Haus der Bürgerschaft

Donnerstag 10.09.2026, 19:00 Uhr
Aus den Akten auf die Bühne - Karrieren in Bremen nach 1945 - Kurt A. Becher – Käthe Popall – Alfred Ries

Szenische Lesung mit der bremer shakespeare company 

Drei Biografien stellen Bremen nach 1945 aus verschiedenen Perspektiven vor. Sie sind nicht nur für Bremen, sondern auch für Westdeutschland aufschlussreich.
Die Karriere von Kurt A. Becher (1909–1995) zeigt, wie aus NS-Tätern nach 1945 „Mitläufer“ wurden, die (nicht nur) in der Wirtschaft erfolgreich agieren konnten. 1982 löste die Veröffentlichung der Bremer Journalistin Karla Müller- Tupath über seine Verbrechen heftige Reaktionen aus. Nach fünf Monaten stellte die Staatsanwaltschaft Bremen das Ermittlungsverfahren gegen ihn „aus Mangel an Beweisen“ ein – ohne Becher vernommen zu haben. Der Getreidegroßhandel machte ihn zu einem der reichsten Männer und verschaffte ihm einige wichtige Posten in der Bremer Wirtschaft.
Käthe Popall (1907–1984) kam aus einer Bremer Arbeiterfamilie. Seit 1929 Mitglied in der KPD beteiligte sie sich aktiv am Widerstand gegen das NS-Regime. Im März 1935 wurde sie in Berlin verhaftet und 1937 vom Volksgerichtshof
zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Befreiung im Mai 1945 lief sie zu Fuß von Sachsen nach Bremen. Im Juli 1946 genehmigte die Militärregierung die Berufung Käthe Popalls zur ersten Senatorin Bremens, zuständig für Gesundheit, Wohlfahrt und Flüchtlinge. Im Januar 1948 wurde sie nicht wieder in den Senat gewählt, da eine Kommunistin nicht mehr erwünscht war. Bis 1951 war sie Abgeordnete der KPD in der Bremischen Bürgerschaft.
Alfred Ries (1897–1967) war schon in der Weimarer Republik Präsident des SV Werder und Manager für den HAG-Konzern. 1933 flüchtete Ries, weil er Jude war, nach Jugoslawien. Seine Eltern wurden 1942 im Ghetto Theresienstadt ermordet. Alfred Ries kehrte dennoch nach dem Ende der NS-Diktatur nach Bremen zurück. Er wurde Leiter des Bremer Außenhandelskontors und wieder Präsident des SV Werder. 1953 wechselte er in den Auswärtigen Dienst. 1963 kehrte er nach Bremen zurück und wurde ein drittes Mal Werder-Präsident.

Karten unter www.shakespeare-company.com


Veranstaltungsort: Theater am Leibnizplatz

Montag 14.09.2026, 19:30 Uhr
Von Lügenpresse und abgehobenen Eliten: Über das Vertrauen in den Journalismus und die Demokratie

Referent: Dr. Uwe Krüger, Universität Leipzig


Veranstaltungsort: Hanse-Wissenschaftskolleg, Lehmkuhlenbusch 4, 27753 Delmenhorst