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Workshop Die Gesamtheit der Arbeitstätigen. Grenzverschiebungen und Bewertung aus arbeitspolitischer Perspektive

am 25. September 2009, Sozialforschungsstelle Dortmund

Die offizielle Politik auf Landes- und EU-Ebene verfolgt aus wirtschaftspolitischen Gründen gegenwärtig das Ziel universaler, also - für Männer und Frauen gleichermaßen unabdingbarer – Erwerbsarbeit. Das birgt eine Folge von Problemen z.B. der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und fürsorglicher Praxis/Care für Frauen und für Männer. Wir brauchen ein erweitertes Verständnis von Arbeit. Dies erschließt sich über eine neue Sicht auf die gesellschaftliche Produktion und Reproduktion, also die herrschende gesellschaftliche Arbeitsteilung. Bestimmt man als Arbeit alle Tätigkeiten, die dem gesellschaftlichen Leistungsaustausch zugehören, so wird die Frage der Definition von gesellschaftlich notwendigen und gewollten arbeitsteiligen reproduktiven Leistungen und der Formen ihrer Gratifikation eine zentrale Frage der Arbeitspolitik.
Viele Tätigkeiten der fürsorglichen Praxis lassen sich professionalisieren und (global) vermarktlichen, aber nicht alle. Daraus entsteht ein gesonderter arbeitspolitischer Handlungsbedarf.

Veranstaltet von: Neue Politik der Arbeit
Durchführung: Sozialforschungsstelle Dortmund in Kooperation mit artec | Forschungszentrum Nachhaltigkeit der Universität Bremen

Nähere Informationen finden Sie unter Workshop-Flyer