09.12.2014
Autor/in: Karla Götz
Mitteilung Nr.: 2014095

Gäste aus der Hokkaido Universität auf dem Bremer Campus

Begrüßung (von links): Tero Salomaa, Helsinki-Büro der Hokkaido Universität, Professor Wilhelm Hagen, Professorin Eva-Maria Feichtner (beide Uni Bremen) und Professor Ichiro Uyeda, Vizepräsident der Hokkaido Universität.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Abendempfang im MARUM.

Forschungsfragen der Meereswissenschaften, der Umweltphysik und der Mathematik standen im Mittelpunkt von parallelen Workshops mit 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Hokkaido Universität. Die Gäste der japanischen Partneruniversität waren vom Sapporo Campus und Hakodate Campus an die Universität Bremen gekommen.

Auch an der Forschungsstelle Osteuropa wurden Kontakte vertieft und Perspektiven zur Kooperation mit dem Forschungszentrum für Slawische und Eurasische Studien der Hokkaido Universität entwickelt. Erste Kontakte wurden zudem zur Produktionstechnik und den Geowissenschaften aufgebaut. Ein weiteres Standbein der Kooperation entsteht in der Mathematik am Institut ALTA. Mit über 25 Teilnehmern aus Sapporo und Bremen, aber auch aus Italien, der Schweiz und anderen deutschen Universitäten, war dies der größte Workshop. Die gemeinsame Begeisterung für die vielschichtige Theorie von Hyperebenenarrangements wird in weitere Workshops, in Sommerschulen, Gastaufenthalte und Veröffentlichungen münden. „Langjährige persönliche Kontakte bekommen nun einen institutionellen Rahmen“, so Professorin Eva-Maria Feichtner, die den Workshop koordinierte.

Auch in den übrigen Workshops wurden zahlreiche Ideen entwickelt, von gemeinsamen Forschungsprojekten und dem Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Anträge an Fördereinrichtungen, gemeinsame Schiffszeiten oder Sommerschulen. Im Bereich der vergleichenden Ökosystemforschung (subarktischer/arktischer Nordatlantik versus Nordpazifik) ergaben sich Fragestellungen zum Klimawechsel. Neben der Forschung soll auch der Studierendenaustausch eine wichtige Rolle spielen. Japan ist ein interessantes und sehr inspirierendes Ziel. Nicht nur das fachliche Angebot der Hokkaido Universität ist attraktiv, sondern auch die Region selbst bietet im Sommer wie im schneereichen Winter den Rahmen für einen erlebnis- und erkenntnisreichen Aufenthalt.

Zur Geschichte der Partnerschaft:

Die Kooperation mit der Hokkaido Universität hat ihren Ursprung in Kontakten des Meeresbiologen Professor Wilhelm Hagen, Direktor des Universitätsinstituts BreMarE (Bremen Marine Ecology Center for Research and Education). Er lehrt seit fünf Jahren regelmäßig an der japanischen Partneruniversität in Sapporo im Rahmen eines internationalen Masterprogramms. Dabei sowie bei Gegenbesuchen der Universitätsleitung der Hokkaido Universität in Bremen zeigte sich auf beiden Seiten großes Interesse, die Kooperation auszuweiten, was in der Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding mündete. Eine 2012 von der Universität Hokkaido in Helsinki eingerichtete Europavertretung unterstreicht und fördert das Bestreben der Universität, sich international stärker zu vernetzen. Auch aus Japan waren schon mehrfach Wissenschaftler für längere Aufenthalte in Bremen. Nun steht voraussichtlich 2015 der Bremer Gegenbesuch an.