MAPS

Männlicher Proband mit Sensor Array auf der linken Wange

MAPS – Myoelectric Array-based Processing of Speech

Sprache ist die natürlichste und angenehmste Art der zwischenmenschlichen Kommunikation, und mobile Telefonie und computerbasierte sprachgesteuerte Systeme haben ihre Bedeutung weiter vergrößert. Allerdings ergeben sich für Systeme auf Basis akustischer Sprache mehrere Probleme, wie etwa der Leistungsabfall bei Umgebungslärm, die Belästigung von Umstehenden, und der Mangel an Privatsphäre und Vertraulichkeit. Außerdem sind sprachbehinderte Menschen oft von dieser Art der Kommunikation ausgeschlossen.

Diese Probleme werden durch Silent Speech Interfaces behoben, an denen das Cognitive Systems Lab seit mehreren Jahren forscht. In der Spracherkennung auf Basis von Elektromyographie (EMG) sind wir mittlerweile weltweit führend.

Seit dem 1. Januar 2013 existiert am CSL das neue Projekt MAPS – Myoelectric Array-based Processing of Speech. In diesem Projekt werden wir die Mächtigkeit des existierenden Systems durch die Verwendung einer neuer Technologie erweitern: Viel-Kanal-Elektrodenarrays erlauben die simultane Erfassung einer großen Anzahl von EMG-Kanälen. Dies bietet mehrere Vorteile, unter anderen eine verbesserte räumliche Auflösung, Robustheit bei Positionsverschiebungen, erhöhte Bedienerfreundlichkeit und bessere Möglichkeiten zur Trennung von Muskelsignalen und Artefakten.

MAPS zielt auf die systematische Untersuchung der Auswirkungen von Arrays, eine grundlegende Verbesserung in Performanz und Benutzerfreundlichkeit des Systems durch innovative Algorithmen und die Akquise eines Datenkorpus, der mittelfristig zur allgemeinen Verfügung gestellt werden wird.
Das Projekt MAPS wird in den Jahren 2013-2015 von der DFG gefördert.